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Die SGE um Ansgar Knauff sind in der Königsklasse zum Siegen verdammt. Foto: IMAGO / Jan Huebner

Erstes Spiel nach Toppmöller: SGE in Baku zum Siegen verdammt

Endspiele in der Königsklasse! Und das Ganze direkt nach dem Aus von Dino Toppmöller, der seit Sonntag nicht mehr Trainer der SGE ist. In Baku bei Qaragab Agdam werden erstmals die interimsmäßigen Trainern Dennis Schmitt und Alexander Meier an der Seitenlinie stehen. Vereinslegende Meier kennt Agdam gut, denn der ehemalige Stürmer erzielte in den bisherigen Duellen drei Treffer gegen die Osteuropäer, als sich die SGE in der Qualifikation zur Europa League 2013 durchsetzte. In der diesjährigen Champions League steht die Eintracht bei mageren vier Punkten und auf Platz 30, Agdam liegt mit drei Punkten mehr auf Rang 22 (jeweils vor Beginn des Spieltages). Die zwei noch ausstehenden Spiele in Baku und gegen Tottenham muss die SGE gewinnen, um die Chance auf ein Weiterkommen am Leben zu lassen.

Anpfiff der Partie ist am Mittwoch, 21. Januar um 18:45 im Tofik-Bakhramov-Stadion in Baku. Die Leitung der Partie übernimmt Schiedsrichter Sandro Schärer aus der Schweiz. „DAZN“ und „Eintracht FM“ übertragen live.

Das sagen die Trainer

Dennis Schmitt: . „Wir haben die kurze Zeit genutzt. Wenn ich den Jungs in die Gesichter schaue, freue ich mich extrem auf das Spiel, weil sie haben gelächelt und mir eine Überzeugung gezeigt. Meine Gefühle sind sehr positiv, weil wir mit einem gutem Gefühl nach Baku fahren. Jede Mannschaft auf die du triffst hat Qualität. Wir treffen dort auf eine Mannschaft, die in hoher Regelmäßigkeit um die Meisterschaft mitspielt und einen langjährigen Trainer hat. Ihre Abläufe sind also gefestigt. Es werden viele Bälle hinter unsere Kette kommen und darauf müssen wir uns einstellen.“

Gurban Gurbanov: „Es ist ein sehr wichtiges Spiel. Wir hatten nicht viel Zeit zur Vorbereitung. Wir haben uns auf ein ruhiges Spiel vorbereitet und die kurze Zeit effizient genutzt. Wir mussten die Spieler körperlich gut vorbereiten. Ich bin überzeugt, dass wir auf dem Platz eine disziplinierte Mannschaft sehen werden. Wir werden versuchen, eines unserer besten Spiele zu zeigen.“ (Quelle: qarabagh.com)

Fakten zum Spiel

Die SGE steht derzeit bei fünf sieglosen UEFA-Spielen. Sechs internationale Spiele in Folge ohne Sieg hatte die Eintracht noch nie. Die bisherigen zwei Duelle konnte die Eintracht für sich entscheiden.

Formkurve

Eintracht Frankfurt: U N U U S

Quarabag Agdam: S N S N U

Wer fällt aus?

Eintracht Frankfurt: Ayoube Amaimouni-Echghouyab, Love Arrhov, Arnaud Kalimuendo, Keita Kosugi, Younes Ebnoutalib (alle nicht Spielberechtigt),  Mishy Batshuayi (Mittelfußbruch), Elias Baum (Innenbandverletzung im Knie), Jonathan Burkardt (Muskelverletzung in der Wade), und Timothy Chandler (muskuläre Probleme) fehlen der SGE

Quarabag Agdam: Kady Borges fehlt Agdam.

Player to watch

Leandro Andrade von Qarabağ Ağdam überzeugt als offensiver Mittelfeldspieler vor allem durch seine Torgefahr aus der zweiten Reihe und seine Fähigkeit, direkt nach dem Anpfiff Akzente zu setzen. Technisch versiert und spielintelligent, zeichnet er sich durch eine solide Passgenauigkeit und gute Übersicht im Spielaufbau aus. Physisch bringt er hohe Geschwindigkeit, Laufbereitschaft und Ausdauer mit. Insgesamt zeigt Andrade eine konstante Leistung, sorgt regelmäßig für gefährliche Situationen und hat sich auch auf internationalem Niveau als wichtiger Spieler seines Teams etabliert.

Aussicht: Wer spielt im Sturm? Welche Rolle spielen die jungen Spieler?

Das Debüt von Schmitt und Meier ist direkt eine schwere Aufgabe. Champions League ist nämlich nie einfach, wie Schmitt erklärt: „Jede Mannschaft auf die du triffst hat Qualität.“ So auch der aserbaidschanische Vetreter aus Baku. Schmitt versprach eine defensiv kompakte Mannschaft, die sich auch offensiv etwas traut. Doch in der Offensive wird es Veränderungen geben müssen. Kalimuendo, der zuletzte stark aufspielte, ist als Winterneuzugang nicht spielberechtigt und alle weiteren Stürmer verletzt. Möglich, dass Ansgar Knauff wieder in die Sturmspitze rückt, aber auch Can Uzun wäre ein Kanditat für diese Position.

Interessant wird sein, wie viel Einsatzzeit die jungen Spieler Alexander Staff, Marvin Dills und Fousseny Doumbia bekommen, die die Reise nach Baku mit angetreten sind. Schmitt und Meier kennen die Spieler aus ihren Rollen als Junioren-Trainer. Schmitt stellte klar, dass Kaua Santos weiterhin im Tor stehen wird. „Wir sind total überzeugt“, stärkt ihm der Interimstrainer den Rücken. Trotz Nasenverletzung steht auch Rasmus Kristensen zur Verfügung, der mit einer Maske auflaufen wird. Generell muss die SGE dem leidigen Thema der defensiven Stabilität weiter vollste Aufmerksamkeit schenken.

Mögliche Aufstellungen

Eintracht Frankfurt: Santos – Kristensen, Koch, Theate, Brown – Dahoud, Larsson – Doan, Chaibi, Knauff – Uzun

Quarabag Agdam: Kochalski – Matheus Silva, Mustafazada, Medina, Jafarguliyev – Pedro Bicalho, M. Jankovic – Andrade, Joni Montiel, Zoubir – Duran

10 Kommentare

Fallback Avatar 1. tommy89w 21. Januar 26, 08:15 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin mir relativ sicher, dass die Entlassung des Trainers einen Ruck durch die Mannschaft erwirken wird. Ich bin davon überzeugt, dass wir sehr engagiert, motiviert und mit dem nötigen Biss auftreten werden.

Was mir allerdings ein bisschen Sorge bereitet, ist, dass wir keinen richtigen Stürmer für das Spiel haben. Knauff und Uzun werden wahrscheinlich vorne beginnen; sie sind zwar keine gelernten Stürmer, können aber trotzdem treffen. Auch wenn mir das Fehlen eines echten Stürmers Sorgen macht, bin ich mir ansonsten sicher, dass wir ziemlich motiviert ins Spiel gehen werden.

Große Erwartungen habe ich allerdings keine. Über einen Sieg würde ich mich sehr freuen, aber wenn es nicht klappt, wäre ich auch nicht enttäuscht. Die Fehler bzw. die Problematik bestanden ja schon vorher und haben uns erst in diese Situation gebracht. Von daher können wir eigentlich nur gewinnen.

Ich würde mich freuen wenn unser neuer Interimstrainer ein paar Spiele bekommen würde, um sich zu beweisen. Der macht mir ein super Eindruck. Zumindest emotional scheint er Top zu sein.

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Fallback Avatar 2. Holz 21. Januar 26, 08:34 Uhr

Ich finde es bemerkenswert, was Schmitt laut HR hat verlauten lassen:

>>>"Wir haben in den zwei Tagen große Fortschritte gemacht", sagte der 32-Jährige. Es seien jetzt erst einmal die kleinen Stellschrauben, an denen gedreht werden müsse. "Jeder Spieler muss wissen, was ist meine Aufgabe gegen den Ball, aber auch mit dem Ball", gab Schmitt vor. <<<

Damit sagt er ja indirekt, dass das zumindest nicht jeder Spieler gewusst hat. Hm. Und wenn man durch Drehen an den "kleinen Stellschrauben" in zwei Tagen schon so "große Fortschritte" machen kann, dann wirft das kein allzu gutes Licht auf die Zeit davor und lässt auch tief blicken nach meinem Dafürhalten.

Aber mal abwarten, was wir heute Abend geboten bekommen.

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Fallback Avatar 3. ostfriesland 21. Januar 26, 08:37 Uhr

Also wenn wir die beiden Gruppen Spiele gewinnen sind wir in den Playoffs.
Möglich ist das und dann mal sehen....
Übrigens bin ich nicht dafür dass Rose als Trainer kommt.
Jetzt erst Recht.

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Avatar 4. francoforte1899 21. Januar 26, 08:48 Uhr

Let‘s go Eintracht! 💯 Sieg‼️

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Fallback Avatar 5. yoda 21. Januar 26, 08:55 Uhr Zitat - Holz Ich finde es bemerkenswert, was Schmitt laut HR hat verlauten lassen: >>>"Wir haben in den zwei Tagen große Fortschritte gemacht", sagte der 32-Jährige. Es seien jetzt erst einmal die kleinen Stellschrauben, an denen gedreht werden müsse. "Jeder Spieler muss wissen, was ist meine Aufgabe gegen den Ball, aber auch mit dem Ball", gab Schmitt vor. <<< Damit sagt er ja indirekt, dass das zumindest nicht jeder Spieler gewusst hat. Hm. Und wenn man durch Drehen an den "kleinen Stellschrauben" in zwei Tagen schon so "große Fortschritte" machen kann, dann wirft das kein allzu gutes Licht auf die Zeit davor und lässt auch tief blicken nach meinem Dafürhalten. Aber mal abwarten, was wir heute Abend geboten bekommen. Path

Das sind die üblichen Floskeln, die Trainer in so einer Situation so sagen. Da sollte man nicht mehr reininterpretieren. Wäre es so einfach, hätte es einer aus dem vorherigen Trainerteam erkannt.
Aber er macht schon einen guten Eindruck!

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Fallback Avatar 6. pfalzadler11 21. Januar 26, 08:55 Uhr Zitat - Holz Ich finde es bemerkenswert, was Schmitt laut HR hat verlauten lassen: >>>"Wir haben in den zwei Tagen große Fortschritte gemacht", sagte der 32-Jährige. Es seien jetzt erst einmal die kleinen Stellschrauben, an denen gedreht werden müsse. "Jeder Spieler muss wissen, was ist meine Aufgabe gegen den Ball, aber auch mit dem Ball", gab Schmitt vor. <<< Damit sagt er ja indirekt, dass das zumindest nicht jeder Spieler gewusst hat. Hm. Und wenn man durch Drehen an den "kleinen Stellschrauben" in zwei Tagen schon so "große Fortschritte" machen kann, dann wirft das kein allzu gutes Licht auf die Zeit davor und lässt auch tief blicken nach meinem Dafürhalten. Aber mal abwarten, was wir heute Abend geboten bekommen. Path

Wenn man die Aussagen von Krösche gehört hat so deutet vieles daraufhin das zwischen Team und Trainerteam es nicht mehr gepasst hat. Wenn dem so wäre - dann ist es im ersten Spiel egal wer gerade an der Seitenlinie steht und was der von sich gibt. Es würde dann eine Trotzreaktion der Mannschaft geben. Wenn nicht - das will ich mir jetzt nicht ausmalen!

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Fallback Avatar 7. tommy89w 21. Januar 26, 08:56 Uhr

ch glaube, das Hauptproblem bei Dino war eigentlich sein enormes Wissen. Man kann es sich so vorstellen: Wie wenn ein studierter Mathematiker oder Physiker versucht, einem Grundschulkind Mathe beizubringen. Das ist einfach eine ganz andere Welt.

Ich bin davon überzeugt, dass Dino einen extrem hohen Sachverstand von Fußball und Taktik hat. Aber genau das war das Problem: Es war einfach zu kompliziert für die Mannschaft. Die Spieler konnten das, was er wollte, gar nicht richtig verstehen oder auf dem Platz umsetzen, weil es zu tiefgreifend war.

Wenn dann der Erfolg ausbleibt, macht der Kopf irgendwann zu. Man ist dann einfach nicht mehr aufnahmefähig. Ich glaube, das ist auch das, was Markus meinte, als er von „verkeilt“ gesprochen hat. Die Mannschaft war am Ende so verunsichert und blockiert, dass sie für seine komplizierten Taktiken gar keinen Platz mehr im Kopf hatte. Diese Komplexität hat die Spieler eher gehemmt als unterstützt.

Meiner Meinung nach ist es deshalb besser, einen Trainer zu haben, der seine Taktik mit einfacheren Mitteln vermittelt. Jemand, der die Dinge klar und verständlich rüberbringt, damit die Blockade im Kopf verschwindet.

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Fallback Avatar 8. Rebelheart 21. Januar 26, 09:16 Uhr Zitat - tommy89w ch glaube, das Hauptproblem bei Dino war eigentlich sein enormes Wissen. Man kann es sich so vorstellen: Wie wenn ein studierter Mathematiker oder Physiker versucht, einem Grundschulkind Mathe beizubringen. Das ist einfach eine ganz andere Welt. Ich bin davon überzeugt, dass Dino einen extrem hohen Sachverstand von Fußball und Taktik hat. Aber genau das war das Problem: Es war einfach zu kompliziert für die Mannschaft. Die Spieler konnten das, was er wollte, gar nicht richtig verstehen oder auf dem Platz umsetzen, weil es zu tiefgreifend war. Wenn dann der Erfolg ausbleibt, macht der Kopf irgendwann zu. Man ist dann einfach nicht mehr aufnahmefähig. Ich glaube, das ist auch das, was Markus meinte, als er von „verkeilt“ gesprochen hat. Die Mannschaft war am Ende so verunsichert und blockiert, dass sie für seine komplizierten Taktiken gar keinen Platz mehr im Kopf hatte. Diese Komplexität hat die Spieler eher gehemmt als unterstützt. Meiner Meinung nach ist es deshalb besser, einen Trainer zu haben, der seine Taktik mit einfacheren Mitteln vermittelt. Jemand, der die Dinge klar und verständlich rüberbringt, damit die Blockade im Kopf verschwindet. Path

Mag sein, dass DT einen hohen fussballerischen Sachverstand hat, das kann ich nicht fundiert beurteilen, da ich zuwenig davon habe.
Eines kann man aber auch als Außenstehender sicherlich beurteilen: Wenn er die Mannschaft und die einzelnen Spieler so angesprochen, eingestellt und motiviert hat, wie er auf den PKs gesprochen hat, ist es kein Wunder, dass ihn kaum einer verstanden hat und am Ende die Leistungen auf dem Platz (individuell und kollektiv) so waren wie sie in den letzten Monaten waren....
Wenn man Dennis Schmitt 10 Minuten zuhört, fällt einem das wie Schuppen aus den Haaren.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 9. Handballer85 21. Januar 26, 09:21 Uhr

Ich kann nur sagen: Unterschätzt die Aserbaidschaner nicht. Die sind ganz eklig zu bespielen. Und wenn ich dann Armin Veh im Doppelpass höre wenn er sagt die sind kein Gegner dann sollte er sich vorher lieber mal informieren.

2:2 zuhause gegen Chelsea
2:4 zuhause gegen Ajax (spiel erst in den letzen 10 Minuten verloren)
3:2 Sieg in Lissabon bei Benfica
2:0 Sieg zuhause gegen Kopenhagen

Kämpfen und Siegen mit einer stabilen Abwehr !

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Der User hat SGE4EVER.de finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 10. Homburg1974 21. Januar 26, 09:52 Uhr

Guten Morgen Ihr Lieben,

könnt Ihr mir bitte sagen, warum Kalimuendo und Amaimouni für die CL nicht nachgemeldet worden sind?
Gemäß Regelwerk wäre das bis zu Beginn der KO-Phase möglich.
Sind die Verpflichtungen noch zu frisch?

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