Bekanntlich soll auf der Torhüterposition in Frankfurt bis zum 1. September noch was passieren. Nach wie vor scheint Noah Atubolu vom SC Freiburg die Wunschlösung zu sein. Das entscheidende Puzzleteil: Michael Zetterer. Der erst vor einem Jahr aus Bremen gekommene Keeper soll die Eintracht im besten Fall verlassen, damit Platz für eine neue Nummer eins im Kasten der Hessen ist. Interesse besteht von Leeds United. Laut dem „Kicker“ kann sich Zetterer mittlerweile einen Wechsel zum nordenglischen Klub vorstellen, nachdem er sich am vergangenen Wochenende die Begebenheiten vor Ort angeschaut hat.
Laut des Berichts wechselt Zetterer voraussichtlich nach Leeds. Es käme gar „überraschend“, würde der Spieler nach Ende des aktuellen Transferfensters noch für Frankfurt spielen. Das würde eine deutliche Wende in der Causa darstellen, dementierte der Berater des Torhüters doch eine Wechselabsicht zuletzt deutlich.
Perri müsste Leeds wohl erst verlassen
Im Gespräch sei eine Ablöse in Höhe von fünf Millionen Euro, eine Summe etwa in der Größe, die die SGE vor einem Jahr an Werder überwiesen haben soll. Ein Knackpunkt bleibt allerdings: Der 31-Jährige wäre beim LUFC nur als Nummer zwei hinter Stammtorhüter James Trafford eingeplant. Ähnlich wie in Frankfurt müsste Leeds erst den aktuellen zweiten Mann Lucas Perri loswerden. Eine schwierige Gemengelage, weshalb die deutliche Einschätzung des „Kicker“ zum Abgang durchaus überrascht.
Widerspruch gibt es von „Sky“-Transferexperte Florian Plettenberg und dem Journalisten Christopher Michel. Wie Plettenberg auf der Plattform „X“ berichtet, gebe es bisher keine Einigung zwischen dem Premier-League- und dem Bundesliga-Klub. Zudem wolle der Torhüter weiterhin in Frankfurt bleiben, außer es gebe ein verändertes Angebot. Leeds würde Zetterer laut des Transferexperten bisher weniger Gehalt bieten, als er beim Bundesligisten bislang verdient. Ähnlich drückt auch Michel auf die Bremse: Ein Transfer sei wegen des fraglichen Abgangs von Perri bei Leeds nicht sicher. Stand jetzt werde Zetterer in Frankfurt bleiben.
Internationale Atubolu-Alternativen im Blick
Wie der „Kicker“ weiter erfahren haben will, haben die Frankfurter Alternativen zu Atubolu auf dem Zettel. Die im Raum stehende Ablöse von 15 Millionen Euro sei man nicht bereit zu zahlen. Demnach schaue man sich auf den Ersatzbänken von internationalen Topklubs um, etwa in Neapel oder London. Klar ist: Verlässt nicht einer der beiden Torhüter – Kaua Santos oder eben Zetterer – vor dem 1. September den Verein, wird keine dieser Optionen an den Main wechseln. Demnach ist der Verbleib von Santos ebenso nicht sicher, denn das Talent braucht eigentlich Spielpraxis. Der Brasilianer dürfte aber an die zweite Stelle rücken, verpflichtet man einen neuen Keeper. Somit ist auch die große Torwart-Rochade denkbar, angesichts der davonlaufenden Zeit allerdings schwierig.
So oder so steht die Lage auf der Torwartposition sinnbildlich für eine bislang zäh und kompliziert verlaufende Transferphase der SGE. Neben der Position zwischen den Pfosten herrscht auch noch in der Verteidigung und eventuell im Sturm Handlungsbedarf. Zudem soll auf der Abgangsseite im besten Fall noch was geschehen. Es wartet also noch einige Arbeit auf Sportvorstand Markus Krösche.






3 Kommentare
Bis zum 01.09.26 ist noch viel Zeit. Bisher ist noch kein Mosaik-Stein gefallen.
Der MK wirds schon richten.
Wir sind es in Frankfurt ja schon gewohnt, dass vieles auf dem letzten Drücker passiert. Es bleibt spannend.
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