Eintracht Frankfurt scheint bei der Suche nach einer Verstärkung für das defensive Mittelfeld einen entscheidenden Schritt weiter zu sein. Wie die „Bild“ berichtet, haben sich die Hessen und Raphael Onyedika mündlich auf einen Wechsel verständigt. Der nigerianische Nationalspieler soll am Main einen Vertrag bis 2031 erhalten.
Wunschlösung für die Sechser-Position
Onyedika ist für die Eintracht kein neuer Name. Bereits im vergangenen Sommer sowie im Winter wurde der 25-Jährige mit den Frankfurtern in Verbindung gebracht. Nun könnte der Transfer tatsächlich Realität werden. Der Spieler soll nach Informationen aus dem Bericht der absolute Wunschspieler sein.
Die Verantwortlichen sollen sich mit dem Spieler bereits auf die Vertragsmodalitäten geeinigt haben. Der nächste Schritt sind nun die Verhandlungen zwischen den beiden Vereinen. Diese laufen bereits. Zuvor hatte Transferexperte Fabrizio Romano berichtet, dass die Eintracht ein erstes Angebot für Onyedika abgegeben habe.
Ablöse wohl nur zwischen acht und zehn Millionen Euro?
Obwohl Onyedikas Marktwert deutlich höher eingeschätzt wird, könnte der Transfer vergleichsweise günstig über die Bühne gehen. Sein Vertrag in Brügge läuft nur noch bis 2027, weshalb die Belgier ihre starke Verhandlungsposition verloren haben. Laut „Bild“ bewegt sich das Frankfurter Angebot im Bereich von acht bis zehn Millionen Euro. Die Eintracht zeigt sich dem Bericht zufolge optimistisch, dass eine Einigung mit Club Brügge erzielt werden kann. Auf „Transfermarkt.de“ wird sein Marktwert auf 23 Millionen Euro taxiert.
Konkurrenz für Larsson und Aseko
Mit Noel Aseko hat die Eintracht bereits einen jungen Mittelfeldspieler verpflichtet. Onyedika wäre eine weitere sofortige Verstärkung für die Startelf. Der Nigerianer gilt als zweikampfstarker Abräumer, der gleichzeitig über ein sauberes Passspiel verfügt und bereits reichlich internationale Erfahrung in der Champions League (24 Spiele, drei Tore) gesammelt hat. Außerdem soll nur einer der aktuell gehandelten zentralen Mittelfeldspieler noch zur Mannschaft dazustoßen. Zuletzt wurde auch vom Interesse an Robert Andrich berichtet. Aktuell spricht aber vieles dafür, dass Onyedika an den Main wechselt. Wenn der Transfer abgewickelt sein sollte, würde die Luft für Hugo Larsson und Ellyes Skhiri dünner werden. Erster dürfte den Verein bei einem passenden Angebot ohnehin verlassen und letzterer soll keine Zukunft mehr in Frankfurt haben.






31 Kommentare
Davon abgesehen, dass das für die Eintracht vermutlich wirklich ein Coup wäre, gibt es gefühlt nur noch Coups, Stars, und mega Talente in den diversen Headlines.
Volle Zustimmung. Fehlen nur die Rohdiamanten. Etwas mehr sachliche Titel und Darstellung täte uns allen gut.
Danke für deine Meinung. Wir verwenden den Begriff nicht bei jedem Transfer. In diesem Fall geht es um einen Spieler, dessen Marktwert deutlich über der kolportierten Ablöse liegt. Sollte die Eintracht ihn zu diesen Konditionen verpflichten, wäre das für uns durchaus ein Coup.
Tja, im letzten Vertragsjahr ist der Verein halt immer in der schlechtesten Position. Dafür werden sie an Gehalt gespart haben, weil sie den Vertrag nicht im voraus verlängert haben.
Spricht für Onyedika, dass er nicht den Vertrag aussitzt und auf dickes Handgeld verzichtet.
@Julian. Finde es Klasse wie sachlich ihr (die Redaktion) auf Rückfragen und selbst auf freche Posts reagiert, lest immer mit und äussert euch dazu. Top muss ja auch mal gesagt werden. Ich kann verstehen woran sich manche hier stören, das ist ja überall nur noch Trump Sprache Superstar der Eintracht wechselt dann schaut man nach bekommt fast einen Herzinfarkt dann war es einer aus der U21. Um Klicks zu erzeugen wird in dieser Zeit alles vollkommen überzogen, daher danke das ihr euch dazu ehrlich äussert.
Das wäre wirklich ein Coup, weil Onyedika das von der Eintracht gewünschte Profil fast 100% erfüllt. Die 3 Treffer in 24 Champions League - Partien gefallen mir auch für einen "Sechser", zumal er nicht von einer Übermannschaft kommt, die jedem Gegner in der Ligaphase 5 Tore einschenkt.
Und wenn er im Mittelfeld erst abräumt und dann dem Gegenspieler den Ball mit der Hacke über den Kopf legt und unseren Konter einleitet, wird er genauso schnell ein Publikumsliebling in Frankfurt wie sein berühmter Landsmann vor vielen Jahren.
Ich meinte nicht diesen konkreten Bericht und auch nicht eure Arbeit im Speziellen. Ich bin sehr froh über eure Arbeit und dass ihr sie so gut leistet. Es war eher generell gemeint, wieviel Clickbait es mittlerweile gibt. Im Grunde war war es die falsche Reaktion auf diesen Bericht, da dieser Transfer tatsächlich ein Coup sein könnte.
Lass es bitte wahr werden!
Bei jeder Neuverpflichtung Frage ich mich::
Ist das ein Wunschspieler von Hütter, oder war Krösche mal wieder auf Schnäppchenjagd, egal was der Kader gerade braucht.
@ 7. mainesge: Coole Reaktion von Dir!
Nach dem ebenfalls sehr ambitionierten Deal mit Noel Aseko wäre Raphael Onyedika aus meiner Sicht eine Verpflichtung, die endlich die erhoffte Stärkung unseres Mittelfeldes bringen könnte.
Ich würde allerdings am liebsten Larsson behalten. Für mich nach wie vor einer der stärksten 8er in der Bundesliga (letzte Saison krankheitsbedingt ausgenommen).
Und wenn jetzt die Mandeloperation über den Tisch wäre, sehe ich da auch keinen Grund, warum er nicht wieder zu alter Stärke auflaufen wird. Es hieß mal, er würde das im Sommer angehen. Da die neue Saison bald anfängt, frag ich mich allerdings, wann das denn der Fall sein soll. Hat da jemand was gelesen?
Da Ich selber "Mandellos" bin:Das ist heutzutage ein kleiner Eingriff, spätestens nach einer Woche ist er wieder fit.
Ich will mich auf diesem für mich unbekanntem Terrain nicht mit Dir batteln, aber wir hatten das Thema hier schon mal gehabt.
Meine KI Recherche, u.a. Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide, die auch Leistungssportler operieren, ergab folgendes.
"Nach einer Mandelentfernung (Tonsillektomie) müssen Leistungssportler eine strikte Sportpause von mindestens drei bis vier Wochen einhalten. Der stationäre Aufenthalt im Krankenhaus dauert in der Regel etwa drei bis vier Tage, gefolgt von einer zweiwöchigen Krankschreibung, in der absolute körperliche Ruhe gilt."
Und weiter unten:
"Empfehlung für Wettkampfpausen: Aufgrund der Zwangspause von bis zu einem Monat und der anschließenden Phase, in der das volle Leistungsniveau erst wieder antrainiert werden muss, sollte der Eingriff idealerweise in die Saisonpause oder in eine wettkampffreie Phase gelegt werden."
Diese sehr große Pause hatte ich auch aus den damaligen Kommentaren hier in Erinnerung.
Ich gehe mal davon aus, dass es diesbezüglich anscheinend einen großen Unterschied zwischen "normalen" Menschen und Leistungssportlern gibt.
Da Larsson nicht zur WM durfte, hatte ich gehofft, dass er die OP direkt nach Saisonende macht. Vielleicht ist das ja auch passiert.
Daher meine Frage, ob jemand was mitbekommen hat.
Ansonsten hätte ich da jetzt ein dickes Fragezeichen.
Was ein gutes / dominantes Mittelfeld bedeutet, dass zeigen gerade die Spanier ziemlich eindrucksvoll bei der WM. Genau das hat uns in der letzten Saison gefehlt.
@mainesge: Hut ab für Deine respektvolle Reaktion.
@mainhesse: Respektlos gegenüber der Arbeit von MK.
Speziell bei Julian finde ich, dass er sehr offen anderen Meinungen gegenüber ist und sowohl Kritik als auch positive Anregungen gut annimmt, Danke dafür! Dass ihr zur Diskussion anregt und mit diskutiert, das finde ich bei allen gut, das gilt generell für die ganze Redaktion, nur bei dem einen oder anderen hatte ich schon manchmal den Eindruck, dass die sich -ein wenig dünnhäutig- teilweise persönlich angegriffen fühlen. Das habt ihr doch nicht nötig, außerdem hat man bei einer reflexhaften Abwehrreaktion als Leser eher den Eindruck, dass dann keine echte Erkenntnis und kein Wille zur Besserung besteht. Das gilt nicht für Julian, weiter so!
Es war ja so angekündigt, dass Larsson das nach Saisonende macht, daher wieso sollte er das nicht gemacht haben?
@11, nur weil man aus dem Krankenhaus entlassen ist, wieder selbständig einkaufen gehen oder Büroarbeit machen kann, heißt das ja noch lange nicht, dass man "wieder fit" im Leistungsportler-Sinne ist. Wenn man anschließend tatsächlich 3-4 Wochen auf Sport verzichten muss, dann kann Otto-Normal-Verbraucher schon wieder arbeiten, das bedeutet für den Spieler aber, dass er deutlich an Kondition, insbesondere auch an Beweglichkeit, Dehnbarkeit und muskulärer Stabilität abgebaut hat und das erst wieder Stück für Stück wieder aufbauen muss. Das sollte man immer bedenken, wenn man die Leistung eines Spielers in den nächsten Spielen bewertet oder den Trainer kritisiert, Spieler XY nicht gebracht zu haben. Ich habe oft den Eindruck, dass einige von dem Spieler augenblicklich wieder die gleiche Leistung wie vor der Verletzung erwarten, dabei heißt " kann wieder mit trainieren" noch lange nicht jeden Tag einen Marathon runter reißen, seinen Rekord an Sprint, Klimmzügen, Liegestützen oder Gewichtebank zu brechen usw. usf., so läuft das einfach nicht. Bei kleineren Verletzungen und keiner langen Verletzungsgeschichte kann das auch mal schnell klappen, bei längerer Verletzungsgeschichte kann es Wochen oder Monate dauern, bis der Spieler wieder auf 100% Leistungsniveau ist.
Falls Larsson also noch nicht ganz wieder auf Top-Niveau ist, dann wäre das ja eher ein Argument zu bleiben. Wenn Onyedika kommt und Aseko fit bleibt, dann entlastet ihn das ja eher, der letzte Saison angeschlagen 34 Spiele reißen musste. Ansonsten ist nur noch Hojlund da, der auch noch nicht fit ist. 4 ZM/ DM braucht man schon.
Skhiri, Ebimbe, Batshuayi und Simoni müssen hingegen verkauft werden, um überhaupt noch eine Ablöse zu generieren bei nur einem Jahr Restvertrag. Keinem der Genannten würde man derzeit eine Verlängerung anbieten wollen auf das Risiko hin, ihn dann nicht mehr zu brauchen.
"Es war ja so angekündigt, dass Larsson das nach Saisonende macht, daher wieso sollte er das nicht gemacht haben?"
Na ja, ich hab halt ne Frage gestellt, ob jemand etwas weiß. Diese Frage mit einer Gegenfrage zur beantworten, ohne Informationen zu haben ... hilft jetzt nicht wirklich weiter.
Meine Frage ist auch nicht abwegig, denn bei der Eintracht wird in der Regel jeder medizinische Eingriff bei Spielern medial erwähnt. Gerad im Hinblick auf die vielen Berichte bezüglich der Gesundheit von Larson, Toppmöllers Reaktion, etc. ist es also schon etwas verwunderlich dass es über die OP keine Meldung gab.
Du sprichst es an. Auch wenn es viele hier im Forum nicht wahr haben möchten und Krösche wie ein Messias behandeln. Konkret hat er von Bobic eine vielversprechende Mannschaft übernommen, die uns, ja ganz Fußball Deutschland mitgerissen hat. Jetzt haben wir einen Flickenteppich von Diamanten, Perlen, Talenten usw.
Das System Krösche hat sich totgelaufen. Uli Hoeneß hat es stichprobenartig treffend formuliert. Die Mannschaft ist mittlerweile tot.
Krösche wäre ein hervorragender Spielervermittler, da er ein Auge für Talente hat. Er hat aber leider nicht die Gabe, eine funktionierende Mannschaft zusammenzuführen.
Hier noch einmal die treffende Kritik von Hoeneß
Bayern-München-Ehrenpräsident Uli Hoeneß kritisiert an der Transferpolitik von Eintracht Frankfurt das Geschäftsmodell, junge Leistungsträger für viel Geld schnell wieder zu verkaufen.
Bei einem Auftritt an der Frankfurt School of Finance & Management äußerte er im März 2026 deutliche Bedenken an dieser Strategie.
Seine Kritikpunkte umfassen im Detail folgende Aspekte:
Die Kernkritikpunkte von Uli Hoeneß
Substanzverlust auf Dauer: Hoeneß betonte in Richtung des Frankfurter Vorstandssprecher Axel Hellmann, dass man bei jedem schnellen Verkauf sportliche Substanz einbüßt.
Kein nachhaltiger Erfolg: Einmalige Einnahmen von 50 oder 60 Millionen Euro seien zwar schön, mindern jedoch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit, da Top-Spieler nicht gehalten werden.
Preistreiberei bei Folge-Transfers: Sobald der Markt weiß, dass ein Verein hohe Millionen-Ablösen eingenommen hat, fordern andere Klubs bei Neueinkäufen automatisch höhere Summen.
Steigende Gehaltsforderungen: Auch die verbleibenden Spieler im eigenen Kader verlangen laut Hoeneß mehr Geld, wenn sie von den massiven Transferüberschüssen wissen.
Fehlende Fan-Identifikation: Für die Anhänger sei die Identifikation mit echten Superstars elementar. Als positives Gegenbeispiel eines „Käufervereins“ nannte er Harry Kane beim FC Bayern. jedem schnellen Verkauf sportliche Substanz einbüßt.Kein nachhaltiger Erfolg: Einmalige Einnahmen von 50 oder 60 Millionen Euro seien zwar schön, mindern jedoch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit, da Top-Spieler nicht gehalten werden.Preistreiberei bei Folge-Transfers: Sobald der Markt weiß, dass ein Verein hohe Millionen-Ablösen eingenommen hat, fordern andere Klubs bei Neueinkäufen automatisch höhere Summen.Steigende Gehaltsforderungen: Auch die verbleibenden Spieler im eigenen Kader verlangen laut Hoeneß mehr Geld, wenn sie von den massiven Transferüberschüssen wissen.Fehlende Fan-Identifikation: Für die Anhänger sei die Identifikation mit echten Superstars elementar. Als positives Gegenbeispiel eines „Käufervereins“ nannte er Harry Kane beim FC Bayern.
Inhaltlich enthält die Kritik von Uli Hoeneß richtige betriebswirtschaftliche Beobachtungen. Sie verkennt aber weitgehend, dass Eintracht Frankfurt und Bayern München von völlig unterschiedlichen finanziellen Ausgangspositionen kommen.
Die SGE hat keinen finanzstarken strategischen Partner (Red Bull, Bayer ... oder einen Scheich), der dem Verein über Jahrzehnte hinweg eine mit Bayern München oder anderen Vereinen vergleichbare Kapitalbasis, Markenreichweite und Einnahmesicherheit verschafft (hat). Adidas, Audi und Allianz besitzen jeweils 8,33 Prozent der FC Bayern München AG, zusammen also 25 Prozent. Während dessen verfügt die SGE nur über private Minderheitsaktionäre. Und Adidas, Audi und Allianz sind nicht nur Aktionäre. Diese drei Unternehmen sind auch große Werbepartner, die dafür sehr gutes Geld bezahlen.
Die Kritik von Uli Hoeneß lässt einen wesentlichen Aspekt völlig außer Acht: Die SGE kann Spieler oft nur deshalb unter Vertrag nehmen, weil eine realistische Perspektive für eine Weiterentwicklung inklusive der Aussicht, später zu einem Spitzenklub wechseln zu können, geboten wird. Genau diese Aussage (Entwicklungsgeschwindigkeit eines Spielers ==> "nächster Schritt") ist ja auch immer wieder zu hören und zu lesen.
Was wären denn die möglichen Folgen, wenn die SGE erklären würde, seine besten Spieler nicht mehr zu verkaufen ?
1. Bestimmte Talente würden möglicherweise gar nicht erst nach Frankfurt kommen.
2. Spieler und Berater könnten kürzere Verträge oder niedrigere Ausstiegsklauseln verlangen.
3. Der Verein müsste deutlich höhere Gehälter zahlen, damit Spieler kommen.
4. Marktwerte könnten bei auslaufenden Verträgen verloren gehen.
5. Ein sportlich enttäuschendes Jahr hätte massive Auswirkungen auf einen Transfergewinn.
Die SGE verkauft Spieler nicht, um einen langfristigen sportlichen Erfolg zu verhindern. Verkäufe waren (und sind) vielmehr ein probates und notwendiges Mittel, um Eigenkapital aufzubauen, Risiken auszugleichen und den Kader schrittweise auf ein höheres Niveau zu bringen.
Das Geschäftsmodell von Bayern München ist keinesfalls das Resultat eines besseren oder klügeren Transfermodells. Es ist das Ergebnis jahrzehntelanger wirtschaftlicher Dominanz, die langsam aufgebaut wurde. Bayern kann Spieler halten, weil der Klub bereits über die finanziellen Voraussetzungen verfügt, auf hohe Transfererlöse zu verzichten.
@17
Mit dem Flickenteppich haben wir uns erstmals über die BL für die CL qualifiziert....
@18
Sachlich soweit richtig, dass mit den Abgängen der Topspieler nicht nur ordentlich Geld in die Kasse kommt sondern auch viel Qualität verloren geht. Identifikation der Fan mit Spielern und Aufbau eines gut eingespielten Teams - schwierig.
Aber naiv zu glauben man könne die Spieler halten wenn diese ein vielfaches Gehalt und sportliche Perspektiven geboten bekommen. Warum gehen denn Spieler wie Brown zu Bayern? Wie war es denn bei Kolo Muani? Wieviel Spass hätten wir mit ihm gehabt wenn wir den Wechsel verweigert hätten? Warum haben die Bayern den Lewandowski ziehen lassen, den man vorher als unverkäuflich bezeichnet hat? Und wie sieht es mit Kane jetzt aus, auch unverkäuflich? Lassen sie ihn ziehen oder ist Kane breit für kleines Geld zu verlängern? Wohl kaum, wenn er unbedingt gehen will ist das nur eine Preisfrage. Ansonsten werden die Bayern nochmal die eine oder andere Mio. beim Gehalt drauflegen, daran lassen sie eind Verlängerung nicht scheitern.
Ist das ein Weg für uns? Wohl kaum.
Manchmal wundere ich mich schon.
Ich werde informiert, wenn die Ex eines Spielers herumplärrt, wenn ein Spieler mit seinem Sportwagen und OF Kennzeichen durch Frankfurt fährt, oder beim Grillen die Feuerwehr kommen muss.
Ob ein Spieler die Sommerpause genutzt hat, um seine Tonsillen loszuwerden, bleibt ein großes Geheimnis. Wer ist in der Lage dieses zu lüften? 😊
Man kann natürlich Uli Hoeneß jegliche Meinung absprechen, weil man die Bayern nicht mit uns vergleichen kann. Ich spreche aber Hoeneß genügend Sachverstand zu, dass er sich unabhängig irgendwelcher Finanzlagen eine treffende Meinung bilden kann, was einer Mannschaft und einem Verein auf lange Sicht hilft.
Es gab ja bei uns eine Zeit vor Krösche, wo wir auch nicht in Geld geschwommen sind und Bobic/Hübner haben es dennoch geschafft, eine funktionierende und Emotionen schaffende Mannschaft auf den Platz zu stellen.
Ich wiederhole mich. Das System Krösche hat sich totgelaufen und die Gremien de Eintracht sowie die externen Geldgeber haben das auch mittlerweile begriffen.
Hinzu kommt, dass es in Frankreich mit Racing Straßurg einen finanzkräftigen Verein gibt, der auf junge talentierte Spieler setzt. Der französische Markt, auf dem wir in der Vergangenheit so erfolgreich waren, ist für uns daher nahezu tot.
Darüber hinaus zahlen wir für junge vielversprechende Spieler mittlerweile deutlich mehr als vor 3-4 Jahren, ich behaupte sogar, dass wir deutlich mehr zahlen müssen als beispielsweise Augsburg, Mainz, Union Berlin oder Freiburg.
Ich rede nicht davon, Spieler in Fesseln zu legen. Es gibt Fälle, wo ein Verkauf unausweichlich und sinnvoll ist. Es geht aber darum, ob wir vor allem die Spieler kaufen, die wir nach kurzer Zeit gewinnbringend verkaufen können oder die Spieler, die unser Spielniveau auf längere Sicht anheben. Manchmal ist es besser einen Spieler mit der Note 2 in seinen Reihen zu haben als einen mit einer eins. Der mit der 2 bleibt vermutlich bei uns und hebt unser Spielniveau und somit unsere Einnahmen aus Platzierung, Wettbewerb, TV Gelder, Merchandising etc. Den Einser Schüler verkaufen wir gewinnbringend, haben aber im Gegenzug einen gehörigen Qualitätsverlust und daraus resultierend, geringeren Einnahmen aus dem Wettbewerb.
Wenn ich die Spieler betrachte, die wir unter Vertrag genommen haben bzw. unter Vertrag nehmen wollten, wie Aseko, Ben Farhat, Lenz, Eichhorn, Valdepeñas, Wahi etc. dann sind das meines Erachtens ausschließlich Spieler, die für kurzfristige Transfererlöse sorgen sollen bzw. solten.
Warum sind Borussia Mönchengladbach. HSV und Schalke jeweils mit ihrer Transferpolitik gescheitert?
Zu hohe Gehälter bei zu langer Vertragslaufzeit. Kaderkosten weit über dem was die Einnahmen ohne Europaquali hergeben. Diese Mannschaften haben ihre Topspieler gehalten. Und als dann trotzdem kein Erfolg da war, hatten sie kein Geld mehr um zu investieren.Um Topspieler (Spieler wie z.B. Grimaldo, Marmoush, Xhaka usw.) langfristig zu halten und bezahlen zu können, müssen die Einnahmen ohne Europa das abdecken. Davon sind wir noch Jahre entfernt.
Woher weißt du das mit den Gehältern und Vertragslaufzeiten beim HSV, S04 und Borussia Mönchengladbach. Hast du eine Quelle?
Bei hohen Gehältern und langen Vertragslaufzeiten (bei überschaubarer Leistung in der letzten Saison) dachte ich eher an einen anderen Verein 🤔
Ich denke, du siehst das zu Einseitig. Einen Spieler wie Knauf der sich super mit uns indentifiziert ist da ein Beispiel. Von vielen hier wird er wegen seiner Defizite kritisiert und nach besseren Spielern gefragt. Ein Burkhardt bspw. ist gehobenes Niveau und geholt worden um zu bleiben. Das kostet aber auch ordentlich.
Zumal zumindest Mainz und Freiburg im Vergleich zur Eintracht viel Geld sparen, weil sie regelmäßig top ausgebildete Spieler aus der eigenen Jugend hochziehen.
Und wenn man die doch mal verkauft, verdient niemand durch eine Beteiligung mit.
Freiburg kassiert in diesem Sommer deutlich mehr für Manzambi als wir für Brown, die sind also beim Verkauf mindestens so erfolgreich wie die Eintracht.
Aber ich glaube nicht, daß sie noch allzuviele Spieler abgeben. Denn im Gegensatz zur Eintracht haben sie nie einen "Umbruch" nötig, denn sie halten ihren Stamm zusammen und ergänzen ihn nur bei Bedarf.
Und natürlich würden sie dort auch nie auf die Idee kommen, Ablöse zu zahlen für einen exzentrischen Trainerdarsteller ohne jeden Bezug zur Mannschaft, zum Verein und überhaupt zum deutschen Fußball.
Die vertrauen stattdessen einem ehemaligen eigenen Profi und Jugendtrainer und haben damit Erfolg. Ich würde mir wünschen, in der Frankfurter Führung hätte man so viel Demut, mal von anderen zu lernen statt damit anzugeben, wie viele Vereine mittlerweile den Weg der Eintracht kopieren.
Ein Burkhardt hat auch nicht viel mehr gekostet als das Spekulationsobjekt Wahi, bei dem immer noch die Gefahr eines Totalverlustes droht.
Und der Fast-Rekordverkauf Etikite´ war schon im Einkauf enorm teuer. Und trotz dieser hohem Ablöse bekam sein Ex-Verein noch einen hohen Anteil am Verkaufserlös, dazu kommen die unvermeidlichen Berater.
Netto ist da also gar nicht so viel übrig geblieben.
Und das war weitaus weniger, als die sportliche Schwächung gekostet hat.
Denn der Einnahmeverlust einer CL-Qualifikation (mit Hugo) im Vergleich zu Platz 8 sind mal locker 40 bis 50 Millionen .
Alles etwas einseitig betrachtet, oder ?
Bei einem Deal gibt es drei Parteien. Abgebender Verein, aufnehmender Verein und der Spieler selbst. Beispiel: Zwischen Köln und Brentford war alles ausverhandelt. Derjenige, der nicht wollte, war der Spieler Saïd El Mala. Somit ... kein Verkäufermarkt.
Die SGE hätte mit Sicherheit gerne mehr für Nene erlösen wollen. Nene und Bayern waren sich einig. Somit ... kein Verkäufermarkt und weniger Ablöse.
Manzambi ist ein völlig anderes Ding. Spieler und abgebender Verein wollten und zwei Clubs haben sich ein Wettbieten geliefert. Das ist das Beste, was einem abgebenden Verein passieren kann.
Um auf Dein Beispiel zurückzukommen: Du - mainhesse - warst natürlich in die Verhandlungen zw. der SGE, Liverpool & Hugo involviert, so dass Du genau sagen kannst, was da zw. den Parteien besprochen wurde.
Das war wahrscheinlich genau so ein Ding wie bei Nene. Größerer Verein spricht Spieler an, bietet ein vielfaches des Gehalts und der abgebende Verein sagt: "Arsch geleckt - Du bleibst hier". Das funktioniert in einer idealen Welt ... vielleicht. Aber das ist völlig realitätsfern. Verhandlungen zielen auf Kompromisse und Win-Win-Situationen ab, bei denen die Grenzen des Machbaren ausgelotet werden, um eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden.
Diese Mannschaften sind vor Jahren gescheitert. Schalke und HSV zwischen 2009 und 2021. Borussia Mönchengladbach seit 2021.
Wenn man sich für Fussball interessiert, liest man auch Artikel über andere Mannschaften. Die Gehaltsstruktur, die Fehlkalkulationen, und danach die Schulden ( HSV und Schalke) ,sowie das fehlende Geld für neue Spieler ( Borussia) waren Thema bei allen drei.
Ich empfehle dir mal ein Grundstudium BWL oder entsprechende Lektüre. Dann verstehst du vielleicht, was man unter Verkäufer- und Käufermarkt versteht.
Sorry für die Formulierung. Aber du gehst ja gerne Leute persönlich an. Eigentlich habe ich kein Bock mich hier mit Leuten zu streiten, sondern möchte nur meine Meinung vertreten. Wenn jemand anderer Meinung ist, habe ich kein Problem damit.
Sowohl für El Mala wie auch für Nené Brown gibt bzw. gab es jede Menge Interessenten. Ich bin mir sicher, dass wir auch gerne El Mala nehmen würden und Nené Brown hätte vermutlich jeder Bundesliga Verein genommen. Da die Preisvorstellungen im Falle von El Mala aber so hoch sind, verzichten die meisten Vereine auf ein Angebot, da es ohnehin nicht berücksichtigt werden würde. Dennoch ist Köln am längeren Hebel. Das El Mala nicht nach Brentford möchte bedeutet ja nicht, dass er unbedingt bei Köln bleiben möchte. Noch ist die Transferperiode eine Weile offen. Ich bin mir sicher, dass er am Ende Köln für einen hohen Preis verlassen wird. Bis 2030 wird er wohl kaum bei den Geißböcken bleiben.
Bei Nené gab es sicherlich auch mehrere Interessenten. Mag sein, dass Nené unbedingt in Deutschland bleiben wollte. Das kann man als abgebender Verein berücksichtigen, muss es aber nicht. Die Spieler unterschreiben hochdotierte Verträge über mehrere Millionen. Bei der Eintracht werden diese Verträge häufig sogar vorzeitig aufgestockt um eine Vertragsverlängerung zu erzielen. Wenn ein Spieler das unterschreibt, kann er nicht erwarten, dass sein Verein über Gebühr Rücksicht auf seine Wünsche nimmt. Wenn er das nicht möchte, darf er den Vertrag nicht frühzeitig verlängern.
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