Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Die SGE-Frauen fahren den zweiten Sieg in Folge ein und festigen Platz drei. Foto: Imago / HMB-Media

Eintracht-Frauen bezwingen HSV und unterstreichen Ambitionen

Die Frauen-Bundesliga-Saison 2025/2026 biegt allmählich in die heiße Endphase ein. Die Frauenmannschaft der Frankfurter Eintracht steht am Scheideweg zwischen Top drei und dem Verpassen des internationalen Geschäfts. Die enttäuschende Niederlage bei Werder Bremen konnte das Team von Niko Arnautis mit einem souveränen 2:0-Sieg im Nachholspiel gegen TSG Hoffenheim wiedergutmachen und eroberte sich vorerst Platz drei zurück. Viel Zeit zum Durchschnaufen hat die SGE aber nicht, nur drei Tage später war sie wieder gefordert. Am 21. Spieltag empfingen die Hessinnen den Aufsteiger, den Hamburger Sport-Verein. Das Hinspiel konnten die Adler mit einem souveränen 4:0 für sich entscheiden. Auch im Rückspiel ließ die Eintracht den Norddeutschen nicht den Hauch einer Chance und schlug den Aufsteiger deutlich mit 4:1. Damit erhöht der Europa-Cup-Teilnehmer den Druck auf die Konkurrenz und bleibt vorerst auf dem dritten Platz mit 39 Punkten.

Freigang mit der Führung

Cheftrainer Niko Arnautis wechselte gegenüber dem Hoffenheim-Spiel am vergangenen Mittwoch auf zwei Positionen. Lisanne Gräwe rotierte wieder in die Startelf, Géraldine Reuteler rückte dafür eins vor. Jella Veit startete für Sara Doorsoun. Alarm vorne machte aber zunächst der HSV. Maria Mikolajova schlug von der rechten Seite einen scharfen Freistoß in den Strafraum, der mit vereinten Kräften und mit Glück entschärft werden konnte (11.). In der 17. Minute die nächste Torannäherung aufseiten der Gäste. Erneut war es Mikolajova, deren Schuss allerdings doch deutlich am Kasten der SGE vorbeiging. Nur drei Minuten später war die Hintermannschaft der Gastgeberinnen erneut gefordert, Melannie Brunnthaler tackte sich bis in den Frankfurter Strafraum durch, ehe Nina Lührßen den Ball vor der Stürmerin zur Ecke klären konnte. Der erste gut ausgespielte Angriff der Frankfurterinnen folgte in der 24. Minute. Rebecka Blomqvist wurde über die linke Seite gut in Szene gesetzt und legte in den Rückraum auf die freistehende Elisa Senß ab, deren harmloser Versuch rechtzeitig abgeblockt wurde. Besser machte es Laura Freigang fünf Zeigerumdrehungen später. Vorausgegangen war eine Hereingabe von Lührßen, die Ereleta Memeti per Brust gut herunterpflückte und auf Freigang ableckte. Die Torjägerin fackelte nicht lange und zog ab. HSV-Keeperin und Ex-Adlerträgerin Lea Paulick war zwar am abgefälschten Ball noch dran, konnte aber die Führung für die Heimmannschaft nicht verhindern. Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Hälfte war Schluss, mit einem knappen, aber nicht unverdienten 1:o ging es zum Pausentee.

Freigang schnürt Hattrick – Senß vom Punkt

Für die zweiten 45 Minuten nahm Arnautis den ersten Wechsel vor. Doorsoun kam für Veit neu ins Spiel. Auch der HSV wechselte, Melina Krüger betrat für Mikolajova das Feld. Die erste Chance nach Wiederanpfiff ging auf das Konto des Favoriten. Reuteler setzte sich gut durchs Zentrum durch und schloss aus gut 20 Metern ab. HSV-Torhüterin Paulick war zur Stelle und kratzte den Ball aus der unteren rechten Ecke (48.). Sechs Minuten später dann der Schock für die Eintracht. Camilla Linberg setzte einen Freistoß aus ungefähr 18 Metern über die Mauer ins linke Eck. Altenburg war zwar dran, konnte aber den Ball nicht entscheidend klären. Der Ausgleich. Doch lange brauchte die Arnautis-Elf nicht, um diesen Rückschlag zu verwinden. Bereits in der 59. Minute klingelte es ein zweites Mal im Kasten von Paulick. Ausgangspunkt war eine Lührßen-Flanke aus halblinker Position, die Freigang direkt vor das Tor fand. Freigang nahm die Kugel gekonnt an und chippte sie aus spitzem Winkel an Paulick vorbei ins lange Eck. Die erneute Führung. Drei Minuten danach brachte Arnautis eine neue Offensivkraft, um die Führung auszubauen. Gräwe machte Platz für Nicole Anyomi. In der 70. Minute bekam der Favorit die große Chance auf das dritte Tor. HSV-Verteidigerin Victoria Schulz brachte in einem Zweikampf mit Rebecka Blomqvist die schwedische Angreiferin zu Fall. Schiedsrichterin Angelika Söder blieb keine andere Wahl, als auf Strafstoß zu entscheiden. Senß nahm sich der Sache und verlud Hamburg-Torhüterin Paulick nach kurzem Verzögern in die andere Ecke. Sieben Zeigerumdrehungen später hatte die starke und aktive Memeti die Vorentscheidung auf dem Fuß. Eine Flanke von links leitete die eingewechselte Anyomi quer auf die kosovarische Nationalspielerin weiter, deren Schuss die gut reagierende Paulick parierte. Für die Schlussphase nahm Arnautis einen Doppelwechsel vor, Noemi Ivelj und Ilayda Acikgöz ersetzten Reuteler respektive Senß (79.). Für die endgültige Entscheidung sorgte Freigang in der 85. Minute. Ivelji schickte Blomqvist über die rechte Seite auf die Reise, die anschließend Freigang bediente. Die deutsche Nationalspielerin hatte keine Mühe, das Spielgerät im leeren Gehäuse unterzubringen und schnürte damit ihren Dreierpack. In der 87. Minute war für die engagierte Blomqvist Feierabend, für sie kam Dilara Acikgöz neu ins Spiel. In der Schlussphase passierte nicht mehr viel, am Ende steht ein verdienter 4:1-Erfolg für den Tabellendritten zu Buche. Die Eintracht-Frauen bleiben damit im Kampf um die Spitzengruppe auf Kurs.

Ein Kommentar

Avatar 1. SGE-SCOPE 21. März 26, 14:22 Uhr

"Warm geschossen" für Europa. 3 Tore von Laura. Sehr gut wäre es, wenn WOB und die TSG unentschieden spielen würden.

Gruß SCOPE

2

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.