Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Younes Ebnoutalib ist bereits bei der Nationalmannschaft angekommen. Er wird im ersten Block auf die Niederlande und Griechenland treffen. Foto: IMAGO / Schüler

Ebnoutalib, Atubolu und Co.: Wie sieht die DFB-Zukunft der Adlerträger aus?

Am heutigen Donnerstagabend startet unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp eine neue Ära in der deutschen Nationalmannschaft. Nach einem harten Cut geht ein stark verjüngter Kader mit einigen Neulingen in die Nations League-Partie gegen die Niederlande. Im Laufe der Länderspielpause folgen noch die Spiele gegen Serbien und zweimal Griechenland. Dabei sind mit Noah Atubolu, Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt auch drei Spieler der Frankfurter Eintracht im Kader vertreten. Allerdings hat die SGE noch einige weitere Adlerträger im Kader, die für die DFB-Elf zukünftig interessant werden könnten. Daher lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Situation der möglichen deutschen Nationalmannschaftsspieler bei der Eintracht.

Noah Atubolu

Bereits 31 Spiele im DFB-Dress hat Noah Atubolu auf dem Buckel. Allerdings bisher alle für die Junioren-Teams. Trotzdem belegt diese Zahl, dass er zweifelsohne zu den besten Torhütern seiner Generation zählt. Der 24-Jährige kam erst im Sommer nach Frankfurt. Dabei konnte er sich in kürzester Zeit mit seinen Leistungen und seiner Art in die Herzen der SGE-Fans spielen. Das blieb auch dem Bundestrainer nicht verborgen und so erntete der Keeper seine erste Nominierung für die A-Nationalmannschaft. Er steht im Kader des zweiten Blocks, der auf Serbien und Griechenland trifft. Marc-André ter Stegen scheint als erfahrener Mann für den Moment die Nummer eins zu sein. Allerdings zeigen die Nominierungen, dass Klopp dahinter einen jüngeren Stammtorhüter für die Zukunft sucht. Im aktuellen Aufgebot heißt Atubolus Konkurrenz Finn Dahmen, Alexander Nübel und Jonas Urbig. Wer von den genannten letztendlich die Nase vorn haben wird oder ob ein ganz neuer Torhüter auf der Bildfläche erscheint, lässt sich schwer prognostizieren. Aber Atubolu befindet sich zurecht im Kandidatenkreis und muss sich nun über Leistungen bei der Eintracht und beim DFB-Team empfehlen.

Elias Baum

Auf Elias Baum ruhen bei der SGE viele Hoffnungen. Fans und Verein wünschen sich, dass der 20-Jährige das erste Eigengewächs seit langer Zeit wird, dass sich dauerhaft in der Bundesliga-Mannschaft etabliert. Doch der Saisonstart des Rechtsverteidigers hatte Licht und Schatten. Baum hat sein großes Potenzial durchaus bereits angedeutet. Gerade in der Partie gegen Mainz zeigte er eine starke und kämpferische Leistung. Auf der anderen Seite zeigte der Saisonstart aber auch, dass ihm in vielen Situationen noch die Routine im deutschen Fußball-Oberhaus fehlt. Ein Umstand, den man ihm aufgrund seines Alters und der fehlenden Erfahrung zugestehen muss. Dennoch kamen die Medienberichte etwas überraschend, die den gebürtigen Frankfurter bereits jetzt mit einer DFB-Nominierung in Verbindung brachten. Am Ende sollte es noch nicht für den Kader der Nationalmannschaft reichen. Allerdings kann man davon ausgehen, dass sich der Adlerträger auf dem Radar des Bundestrainers befindet, was aufgrund seines Alters und Profils durchaus Sinn ergibt. Für den Moment sollte Baums Fokus aber auf der Eintracht und der Etablierung auf Bundesliga-Niveau liegen. Sollte Cheftrainer Adi Hütter weiterhin an ihm festhalten und er seine Leistungen bringen, wird der Verteidiger wohl seine Chance in der Nationalmannschaft bekommen. Die aktuelle Länderspielpause wird er bei der deutschen U21 verbringen.

Robin Koch

Auf bisher 15 Länderspiele hat es Robin Koch in seiner bisherigen Karriere gebracht. Highlights waren dabei die Teilnahmen an den beiden Europameisterschaften in 2021 und 2024, auch wenn es hier nicht für einen Einsatz reichte. Auch zu Beginn der letzten Saison rechnete man dem 30-Jährigen gute Chancen auf ein WM-Ticket aus. Der Einbruch der Frankfurter Defensive und auch die schwankenden Leistungen des Kapitäns sorgten aber dafür, dass er seit letztem Oktober nicht mehr nominiert wurde. Auch für die Zukunft scheint eine Nominierung eher unwahrscheinlich. Allein aufgrund seines Alters und der Konkurrenz in Klopps stark verjüngtem Kader könnte es für Koch sehr schwierig werden, noch einmal im Nationalmannschaftstrikot aufzulaufen. Dazu sind auch seine aktuellen Leistungen nicht unumstritten.

Nnamdi Collins

Rund sechs Monate musste Nnamdi Collins auf sein nächstes Bundesliga-Spiel warten. Nach einer Sprunggelenkverletzung im März und Rückenproblemen im Sommer konnte er erst am letzten Spieltag gegen Freiburg sein Comeback feiern. Insgesamt blickt der 22-Jährige auf ein schwieriges Jahr zurück, das eigentlich vielversprechend begann. Im September 2025 wurde er erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert. Das Debüt lief allerdings anders als erhofft. Nach einem eher unglücklichen Auftritt wurde der Verteidiger nach 45 Minuten ausgewechselt und das Abenteuer DFB-Elf war erstmal wieder beendet. Im Anschluss lief es auch bei der Eintracht nicht mehr rund. Collins wirkte etwas verunsichert und brauchte einige Wochen, um wieder in Form zu kommen. Schließlich sollte seine Saison im März von einer Sprunggelenkverletzung frühzeitig beendet werden. Zweifelsohne steht der ehemalige Dortmunder noch auf Klopps Zettel, das berichtet die „Sport Bild“. Demnach achtet der ehemalige Liverpool-Coach auf das richtige Timing bei Berufungen. Collins‘ Alter, seine Physis und seine bereits gezeigten Leistungen dürften ihn dennoch zukünftig in den Kandidaten-Kreis bringen. Allerdings hat Collins eine schwere Zeit mit einigen Verletzungen hinter sich. Daher liegt sein Fokus im Moment sicher auf sich und der Eintracht. Auch im Angesicht des schwierigen Nationalelf-Debüts von Collins scheint seine aktuelle Nichtberücksichtigung die richtige Entscheidung zu sein.

Noel Aseko

Bei Noel Aseko erscheint das Thema Nationalmannschaft auf den ersten Blick noch viel zu früh. Erst zwei Bundesliga-Spiele hat der 20-Jährige auf dem Buckel. Allerdings hat der gebürtige Berliner in seinen bisherigen Einsätzen definitiv sein großes Potenzial aufblitzen lassen. Dem defensiven Mittelfeldspieler fehlt es aber aktuell noch an der Fitness. So musste er in beiden Partien frühzeitig ausgewechselt werden. Aseko wurde ebenfalls für die U21 nominiert. Dort scheint er für den Moment auch gut aufgehoben zu sein. Dazu gibt es in der A-Mannschaft neben den erfahrenen Kräften, wie Joshua Kimmich, auch zahlreiche jüngere Konkurrenz. Beispielsweise dürften ein Felix Nmecha oder auch Aleksandar Pavlovic in den nächsten Jahren Anspruch auf die Position erheben. Dennoch scheint Aseko eine ernsthafte Option für Bundestrainer Jürgen Klopp zu sein. Wie die „Sport Bild“ berichtet, ist der Bundestrainer angetan vom Mittelfeldmann. Die Zeitung mutmaßt, er könne ein „heißer Kandidat“ für die nächste Länderspielpause im November sein. Sollte sich Aseko so entwickeln, wie es sich die Eintracht vorstellt, scheint er zukünftig also eine Chance zu erhalten.

Ansgar Knauff

Seit Jahresbeginn 2022 trägt Ansgar Knauff das Trikot mit dem Adler auf der Brust. Damit ist er nach Timothy Chandler und Jens Grahl der dienstälteste Spieler im Kader. Dabei entwickelte er sich vom vielversprechenden Talent zu einem gestandenen Bundesliga-Spieler. Dabei vergisst man schnell, dass der Flügelspieler immer noch erst 24 Jahre alt ist. Von 2021 bis 2025 war er eine feste Größe in der U21. Dabei erzielte er jeweils vier Tore und vier Vorlagen in 30 Einsätzen. Für eine Nominierung in der A-Mannschaft reichte es bisher aber nicht. So könnte aber auch Knauff von dem neuen Kader-Konzept profitieren. Allerdings gibt es starke Konkurrenz. Im aktuellen Kader befindet sich mit Karim Adeyemi ein Rechtsaußen, der in bestechender Form ist. Zudem können Serge Gnabry und Lennart Karl ebenfalls auf der rechten Seite auflaufen, auch ein Jamie Leweling wird zukünftig wieder auf eine Nominierung hoffen. Bei der Eintracht hat Knauff seine Stärken oft als Schienenspieler in einer Dreierkette unter Beweis gestellt. Eine Formation, die bei der Nationalmannschaft aktuell eher unwahrscheinlich erscheint. Der Adlerträger hat bei entsprechenden Leistungen sicher eine Chance, leicht wird es für ihn aber keinesfalls. Durch seine Wurzeln könnte Knauff auch für Ghana auflaufen. Er betonte aber in der Vergangenheit, dass er gerne für Deutschland spielen würde.

Younes Ebnoutalib

Younes Ebnoutalib hat einen einzigartigen Weg hinter sich. Innerhalb von zwei Jahren entwickelte er sich vom vereinslosen Spieler über die Regionalliga bis zum Bundesliga-Akteur. In dieser Saison hat der gebürtige Frankfurter bereits vier Tore auf dem Konto. Seine Nominierung für die A-Nationalmannschaft ist der nächste Höhepunkt in seiner Karriere. Der 23-Jährige ist im ersten Block vertreten und wird auf die Niederlande und Griechenland treffen. Neben ihm ist im Sturm Kai Havertz vertreten. Der Angreifer dürfte seine Einsatzzeit bekommen. Im Vergleich zu Havertz verfügt er über ein anderes Profil. Klopp wird beide Varianten testen wollen. Zweifelsohne bietet Ebnoutalib ein starkes Paket aus Physis und Abschlussstärke. Letztendlich wird seine Zukunft im DFB-Team von den Leistungen bei der SGE abhängen. Trotzdem dürfte jedem SGE-Anhänger bei Ebnoutalib im DFB-Dress das Herz aufgehen.

Jonathan Burkardt

Ähnlich sieht es bei Jonathan Burkardt aus. Er bekleidet im zweiten Block mit Nick Woltemade die Sturmposition. Der 26-Jährige kommt bereits auf fünf Einsätze für die Nationalmannschaft, davon eine Partie in der Startelf. Ein Treffer gelang dabei bisher nicht. Nach seinem Saisonstart mit vier Treffern und drei Vorlagen hat auch bei ihm kein Weg an einer Nominierung vorbeigeführt. Burkardt befindet sich zurzeit in bestechender Form und wird diesen Schwung auch mit ins DFB-Team mitnehmen wollen. Bereits im vergangenen Sommer hatte er sich Chancen auf eine Nominierung für die WM gemacht. Letztendlich wurde er aber ebenfalls Opfer der unbefriedigenden Eintracht-Saison. Auch der gebürtige Darmstädter verfügt über ein anderes Profil als sein Sturmkollege Woltemade. Die Konkurrenz ist groß, auch weil vermutlich in Zukunft ein Deniz Undav wieder eine Rolle spielen wird. Letztendlich muss sich aber der Adlerträger, wie alle seine Eintracht-Kollegen, nicht verstecken.

2 Kommentare

Fallback Avatar 1. sgeromeo 24. September 26, 13:54 Uhr

Es ist sicherlich nicht verkehrt, das unsere Spieler aus der eigenen Jugend kommt und auch der DFB davon profitiert. Der DFB ist in Frankfurt ansässig, wir ebenfalls; da können schon mal Win-Win-Effekte bei rauskommen.

Ob die Spieler langfristig bei uns spielen hängt mit Sicherheit daran, ob wir diese durch ein höheres Gehalt halten können. Hier haben wir unsere Grenzen, die wir schrittweise nach oben verschieben, aber eben so langsam wie es für uns gesund ist. Im Moment werden die Spieler bei uns performen und dann - wie Brown - zum nächsten in der Nahrungskette wechseln. Insofern abwarten, was die Zukunft zeigen wird.

0
Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 5 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 2. blackforest 24. September 26, 14:00 Uhr

Maluze würde ich noch in den Topf werfen als nächsten Kandidaten, so wie er bisher aufgetreten ist - unter Vorbehalt, dass gegen Teams wie Bayern usw. das anders aussehen kann. Aber denke das wird nicht viel anders :)

Hauptsache aber, dass alle gesund wieder kommen, alles andere ist das i Tüpfelchen :)

0

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.