Wenn Eintracht Frankfurt am Sonntag bei 1. FSV Mainz 05 gastiert, kommt es nicht nur zu einem intensiven Rhein-Main-Duell, sondern auch zu einem Wiedersehen mit bekannten Gesichtern. Besonders im Fokus: die Ex-Eintracht-Profis rund um Danny da Costa, der von 2017 bis 2022 für die SGE spielte und mittlerweile das Trikot der Mainzer trägt – und die Partie mit einer Mischung aus Nostalgie und Kampfgeist erwartet.
„Für mich persönlich ist das ein besonderes Spiel, auf das ich mich sehr freue. Ich glaube, im Kader selbst gibt es kaum noch Spieler, mit denen ich noch zusammengespielt habe“, blickt da Costa in der „Bild“ auf die Eintracht. Dennoch verbinde ihn weiterhin einiges mit dem Klub: „Aber dafür sind drumherum noch einige Menschen, die damals auch schon da waren, die dafür gesorgt haben, dass Frankfurt jetzt da steht, wo es steht. Da freut man sich darauf, die zu sehen, und wird sich vor dem Spiel ein bisschen austauschen und hören, wie es denen so geht.“ Die Herzlichkeit habe allerdings klare Grenzen – zumindest für 90 Minuten. Mit einem Augenzwinkern richtet da Costa eine klare Botschaft an seine ehemaligen Kollegen: „Danach dürfen sie so freundlich sein, die drei Punkte hierzulassen – und dann können sie ganz entspannt wieder die Heimreise antreten!“
Dass es auf dem Platz keine Geschenke geben wird, zeigt sich auch im Duell mit Jonathan Burkardt, der noch im letzten Jahr das Trikot der Mainzer getragen hatte, zeitweise sogar als Kapitän. „Jonny ist ein feiner Kerl – vor dem Spiel wird das sehr herzlich. Und das wird auch nach dem Spiel sehr herzlich.“ Doch während der Partie gilt ein anderer Ton: „Auf dem Platz haben wir natürlich das ganz klare Ziel, dass Jonny nicht gut ins Spiel kommt, dass wir ihn da möglichst in Schach halten, ihn nicht zu Chancen kommen lassen.“ Wenn das gelinge, sei Burkardt „nach dem Spiel wieder ein sehr, sehr guter Freund von mir…“
Mainz-Trainer warnt vor Eintracht
Während Mainz also auf Emotionalität und Intensität setzt, ist sich der neue Trainer der Rheinhessen, Urs Fischer, der Schwere der Aufgabe bewusst – vor allem mit Blick auf die aktuell starke Eintracht. „Da kommt am Sonntag Qualität, für die wir eine Leistung am Limit brauchen werden“, betont der 60-Jährige. Besonders die Entwicklung der Frankfurter unter dem neuen Trainer Albert Riera hebt Fischer hervor: „Schaut man auf die Formtabelle der letzten fünf Spiele, haben sie zehn Punkte. Frankfurt hat unter dem neuen Trainer das System ein bisschen angepasst und ich denke schon, dass sie defensiv stabiler daherkommen.“ Gleichzeitig sieht er klare Stärken im Spiel der Hessen: „Sie wollen Ballbesitz und spielerische Lösungen. Sie sind sehr präzise im Passspiel – auch unter Druck – und haben ein gutes Gegenpressing. Hinzu kommt dann gerade außen Geschwindigkeit.“
Ein Gesamtpaket also, das Respekt einflößt – und die Bedeutung der Partie unterstreicht. Für die Eintracht bietet sich die Chance, ihre gute Form weiter zu bestätigen und im Kampf um die internationalen Plätze wichtige Punkte mitzunehmen. Mainz hingegen will mit Selbstvertrauen dagegenhalten. „Siege tun gut, das Selbstverständliche, diese Selbstsicherheit nimmt man mit“, so Fischer nach den guten Ergebnissen der Mainzer zuletzt unter anderem in der Conference League. Er mahnt aber zugleich: „Die Bundesliga ist wieder der Alltag. Wir gehen aber mit Selbstvertrauen in das Spiel, das werden wir brauchen.“
Auch im Fokus: die Offensivqualität der SGE, allen voran von Ex-Mainz-Kapitän Jonathan Burkardt, der jetzt mit dem Adler auf der Brust spielt: „Er braucht nicht viele Möglichkeiten, macht aus wenig viel“, lobt Fischer und warnt: „Er hat einen Riecher, das kann nicht einer verteidigen, das muss man als Mannschaft tun.“
Für die Eintracht bedeutet das: volle Konzentration, defensive Stabilität und die eigene spielerische Qualität auf den Platz bringen. Die Voraussetzungen sind gegeben – nun gilt es, sie auch in Mainz unter Beweis zu stellen.






3 Kommentare
Geil...Leverkusen bricht gg Heidenheim ein...das ist UNSERE chance...morgen Auswärtssieg, dann ist Lev fällig !!!!
Da Costa mag ich, mochte ich schon immer. Die drei Punkte brauchen wir aber dringender.
Für alle, die explizit oder implizit fordern, dass die Eintracht Mannschaften wie beispielsweise Heidenheim und St. Pauli aus dem Stadion schießen muss:
Leverkusen hat gerade nur ein 3:3 gegen Heidenheim geschafft.
Auf geht's, morgen verkürzen auf fünf Punkte. 🤛Dann wird Leverkusen vielleicht noch nervöser.
Ändert nullkommanix dran, dass wir gg. Pauli und Heidenheim weitestgehend erbärmlich aufgetreten sind.
Im Übrigen: sollten wir an Monsanto vorbeiziehen, auch wenn das nur mit deren Hilfe geht, dann werd ich das genauso feiern wie Platz 3 letzte Saison.
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.