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Nnamdi Collins kehrt nach einer langen Leidenszeit auf den Platz zurück. Sein letztes Pflichtspiel war im März. Foto: IMAGO / Jan Huebner

Collins und Knauff feiern Comeback bei der SGE: „Bereit für mehr!“

Es war die 60. Spielminute, als Nnamdi Collins und Ansgar Knauff gegen den SC Freiburg ins Spiel kamen. Beim gestrigen 2:2-Unentschieden der Frankfurter Eintracht feierten beide Adlerträger ihr Comeback nach überstandener Verletzungspause. Dabei zeigten sie schon in kürzester Zeit, wie wichtig beide für die Mannschaft sein können.

„Es hat sich sehr gut angefühlt. Meine Schmerzen sind komplett weg. Das ist das Wichtigste für mich“, freute sich Nnamdi Collins im Interview bei „EintrachtTV“. „Ich wollte fit auf den Platz zurückkehren und das ist mir gelungen.“ Das letzte Pflichtspiel des 22-Jährigen war im März. Eine Verletzung am Sprunggelenk schickte ihn verfrüht in die Sommerpause. Auch den Saisonbeginn verpasste er aufgrund von Rückenproblemen. „Von daher gab es natürlich hier und da Luftprobleme. Aber es war etwas Besonderes wieder vor den Fans spielen zu können.“ Die teils fragile Defensive der Eintracht ist seit Wochen ein Thema im Vereinsumfeld. Daher bestand die Aufgabe des gebürtigen Düsseldorfers vor allem darin, der Mannschaft Sicherheit zu geben. „Gerade in den ersten zehn Minuten konnte ich das gut umsetzen. Wir hatten zwei Großchancen und hätten in Führung gehen können. Nach so langer Zeit draußen war es nicht einfach in diesem schwierigen Spiel immer die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ Insgesamt könne man sich über den Punkt nicht beschweren. Collins blickt selbstkritisch auf die Leistung der SGE. „Es ging viel hin und her. Wir hätten viele Sachen besser machen können. Nach der Länderspielpause wollen wir wieder einen Dreier einfahren. Wir wollen erfolgreich nach vorne marschieren.“

Auch Ansgar Knauff blieb in den ersten vier Saisonspielen nur die Zuschauerrolle. Wenige Tage vor dem ersten Bundesliga-Spiel zog er sich eine Oberschenkelverletzung zu. „Das war natürlich bitter. Es ging zum Glück relativ schnell und ich fühle mich sehr fit. Ich freue mich, dass ich direkt Minuten bekommen habe und bin bereit für mehr.“ Wie wichtig der 24-Jährige sein kann, sah man schon drei Minute nach seiner Einwechslung. Mit seinem Tempo setzte er sich auf rechts durch und legte ab auf Jonathan Burkardt, der den Ball allerdings nicht im Tor unterbringen konnte. Es war eine der aussichtsreichsten Chancen in Halbzeit zwei. „Wir waren in dieser Phase echt am Drücker. Wenn wir da das Tor machen, können wir das Spiel gewinnen. Danach war es sehr offen und Freiburg hatte auch Möglichkeiten.“ Insgesamt sah Knauff ein offenes Spiel, das in beide Richtungen hätte fallen können. „Beide Teams hatten ihre Chancen. Wir hätten gerne gewonnen, aber am Ende ist es ein gerechtes Unentschieden.“ Dazu lobte er die zuletzt oftmals angesprochene Flexibilität der Eintracht. „Das hat man heute auch wieder in Phasen gesehen. Darauf können wir aufbauen.“

Länderspielpause kommt gelegen

Sportdirektor Timmo Hardung sieht das Thema Flexibilität ebenfalls aktuell als einen der wichtigsten Faktoren bei der Mannschaft. „Das brauchen wir, gerade wenn man auf einen Gegner trifft, der vieles gut macht. Wir hatten Lösungsmöglichkeiten.“ Auch er sah die beste Phase der Mannschaft nach der Umstellung in der zweiten Halbzeit. „Wir kamen mit Dampf über die Seite und hatten auch die ein oder andere gute Möglichkeit. Leider haben wir es nicht geschafft noch einen drauf zu setzen.“ Deshalb geht für den 36-Jährigen der Punkt in Ordnung. Allerdings spart er auch nicht mit Kritik an der Mannschaft. „Das nehmen wir so mit. Ich glaube aber schon, dass Freiburg am Ende die besseren Torchancen hatte. Gerade hintenraus. Da waren wir teilweise zu passiv und inaktiv.“ Gut gefallen hat dem Frankfurter Funktionär allerdings die Reaktion auf das Gegentor. Gerade im Vergleich zur Niederlage gegen Augsburg. „Das war deutlich besser. Wir sind stabiler geblieben. Freiburg war nicht umsonst vor dem Spieltag Tabellenführer. Das ist eine sehr gute Mannschaft. Sie haben sehr souverän und guten Fußball gespielt. Sie haben uns heute sehr gefordert und hatten zu viele Aktionen. Trotzdem haben wir grundsätzlich gut dagegengehalten.“ Hardung freute sich ebenfalls über die Rückkehr von Collins und Knauff. Gerade Letztgenannter erntete ein Sonderlob. „Für sein junges Alter hat er schon relativ viel Erfahrung. International, wie auch in der Bundesliga. Das sieht man schon.“ Knauff kenne sich in diesem Terrain sehr gut aus. „Er hat mit seiner Physis, Ausdauer, Sprintfähigkeit und seinem Zug zum Tor seine Stärken. Er kann immer wieder gefährliche Situationen für sich selbst oder andere kreieren.“

Jetzt geht es für die Eintracht erstmal in die zweiwöchige Länderspielpause. Durch die zahlreichen Abstellungen wird der Kader in dieser Zeit natürlich deutlich verkleinert sein. „Das ist eine Auszeichnung unserer Arbeit, dass wir viele Spieler haben, die eben auch auf Länderspielreisen sind“, erklärte Hardung. In Frankfurt wolle man sich ganz normal auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereiten. „Am kommenden Wochenende machen wir ein bisschen länger frei. Dazu haben wir ja auch das Testspiel. Wichtig ist, dass wir die Zeit mit den Jungs, die hier bleiben, nutzen. Damit wir dann weitere Schritte nach vorne gehen können.“ Auch für die beiden Rückkehrer kommt die Pause zum richtigen Zeitpunkt. Dazu haben sie große Ziele für die anstehenden Spiele. „Ich bin erst seit einer Woche wieder im Training. Ich will den Rhythmus aufnehmen und auch im Freundschaftsspiel Minuten sammeln. Nach der Pause will ich topfit angreifen“, zeigte sich Knauff motiviert. Collins fügte hinzu: „Ich will an erster Stelle gesund bleiben. Über Training und Spielpraxis muss ich mir die Körner holen, um wieder von Anfang bis Ende marschieren zu können. Daher kommt die Länderspielpause für mich persönlich sehr gelegen.“ Nach der Pause stehen die schwierigen Partien gegen RB Leipzig, FC Köln und Borussia Dortmund an. Dazu auch die nächste Pokalrunde gegen den Hamburger SV. Hier braucht es alle Kräfte, wenn Eintracht Frankfurt bestehen will.

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Ein Kommentar

Avatar 1. 1899international 20. September 26, 13:11 Uhr

Schön, dass Collins und Knauff wieder da sind. Zwei wichtige Spieler für uns.

Ein bisschen OT:
Es gibt einige Leute, die den letzten Wochen die Eintracht nur schlecht geschrieben haben. Es fing mit Krösche an. Was über den Kader in den Medien und leider auch von den Fans an Müll geschrieben worden ist, geht auf keine Kuhhaut.

Nach dem 4. Spiel haben wir jetzt 5 Punkte.
4 davon aus den letzten beiden Spielen.

1. Spiel auswärts bei Union: für uns, wie für andere Mannschaften ein hartes Pflaster.
Wir spielen eine gute Halbzeit. Zu wenig, aber ein Punkt. Unentschieden hatten wir schon oft bei Union.

2. Spiel zu Hause gegen Augsburg. Für uns ohnehin traditionell sehr schwierig, wenn nicht sogar traumatisch. Abgesehen davon ist Augsburg offensichtlich diese Saison ziemlich gut drauf.
Wir spielen eine gute erste Halbzeit mit leider zu vielen vergebenen Chancen. Dann brechen wir aufgrund von zwei Toren (aus dem Nichts) zusammen.

3. Spiel auswärts in Mainz. Der Horror hat einen Namen. Mit einer einzigen Ausnahme nur Niederlagen und Unentschieden un den letzten Jahren.
Und wir gewinnen. Und das nach diesem Saisonstart und mit dieser Mannschaft.

4. Spiel: Es kommt der SC, für uns noch nie ein einfacher Gegner, ganz abgesehen davon, aktuell Spitzenreiter. Die haben einen Lauf, die haben eine eingespielte Mannschaft, haben kaum Veränderungen gehabt. Haben die ganze Vorbereitung schon mit ihrem kompletten Kader betrieben.

Und was machen wir? Wir spielen ganz schön gut. Immer unter Berücksichtigung der gegebenen Bedingungen.

Meine (völlig wertlose) These: Verletzt sich Maluze nicht und wir spielen das zweite Mal in Folge mit Dreierkette, gewinnen wir das Spiel gegen den SC und setzen ein deutliches Ausrufezeichen in der Bundesliga. So war es leider "nur" ein Doppelpunkt.
Ich fand die zwei Gegentore von uns Geschenke. Ganz schön krasse Abwehrfehler.

Es gibt allen Grund, dass wir so etwas wie eine positive Aufbruchstimmung haben könnten.

Die Leute gehen aber lieber zur Tagesordnung über und vergleichen unser aktuelle Mannschaft mit Top 5 Spitzenteams. Da schneiden wir selbstredend schlecht ab. Noch.
Vor kurzem haben uns einige schon in der zweiten Liga gesehen. Krösche war ein absoluter Dilettant. Hütter ein bemitleidenswertes Opfer unserer Transferpolitik ... und und und.

Da kann ich wirklich nur (bitter) lachen. Das Ziel scheint offensichtlich zu sein, einfach nur zu meckern, zu meckern und ... zu meckern. Könnten diese Leute nicht einfach mal zu einem anderen Verein gehen oder wenigstens das Forum wechseln?

Angesichts des krassen Umbruchs (gegen Mainz standen in der Startelf 7 Spieler, die letzte Saison nie in der Mannschaft gestanden haben).
Angesichts der Tatsache dass wir in zwölf Monaten drei Trainer hatten und der jetzige Trainer ein völlig anderes System spielt.
Angesichts der Tatsache, dass unsere Mannschaft die Vorbereitung nur in Teilen zusammen absolviert hat. Angesichts der Tatsache dass unsere Abwehr bis auf Koch komplett neu ist.
Angesichts der Tatsache, dass unser defensives Mittelfeld erst seit kurzem zusammenspielt (Aseko bis vor kurzem noch im Aufbau, Onyedika neu) sieht das richtig gut aus (wirklich schade ist der krasse Abfall mit der Auswechslung Asekos gegen Højlund).

Und ganz, wirklich nur ganz, nebenbei. Wir haben einen Trainer, der wirklich ein Trainer ist. Der offensichtlich weiß, was er tut, der motiviert und ehrgeizig ist. Der (nebenbei oder auch nicht) Pressekonferenzen macht, auf die man sich freut. Und sich weder von der Presse einseifen und auch nicht provozieren lässt. Der abgesehen davon, klar und trotzdem wertschätzend und respektvoll bleibt. Der auch nichts schön redet, siehe unter anderem die PK gestern.

Ich habe keine rosarote Brille auf. Ich sehe allerdings eine deutliche positive Entwicklung.
Wenn man sich nur vorstellt, wir hätten diesen Kader zum Anfang der Vorbereitung gehabt ... kaum auszudenken.
Und dennoch haben wir fünf Punkte und wir sind ganz klar im Aufwärtstrend.

Und übrigens, es macht Spaß, uns zuzuschauen. Das hatten wir schon eine ganze Weile nicht mehr, oder?

Könnten wir vielleicht mal aufhören auf einzelnen Personen rumzutreten (zum Beispiel Koch) und die positiven Entwicklungen anzuerkennen (ohne sie zu hypen)? Auch wenn es redundant sein sollte zu erwähnen, Fußball ist ein Mannschaftssport. Möglicherweise tut genannter Koch trotz mancher Fehler dem ganzen System gut.

Und wir haben den Kader deutlichst verkleinert (18 Transferbewegungen). Das wird sich für die nächste Transferperiode sehr positiv auswirken. Wir dürfen mindestens zwei dicke Zahlungen (Bahoya, Larsson) erwarten, die auch den Druck mindern, unbedingt Erlöse erzielen zu müssen.

Last but not least. Wir geben endlich jungen Spielern Chancen! Dazu gehört übrigens auch, dass die mal einen schlechten Tag haben, wie gestern zum Beispiel Baum. Allerdings muss man auch diese Aussage relativieren, denn es ging gegen den SC.

Dass wir junge Spieler einsetzen, wie schon lange nicht mehr, ist sowohl für unsere Transfererlöspolitik als auch für die zukünftige Mannschaft von enormer Bedeutung. Ich kann das Gemecker über unser Geschäftsmodell schon lange nicht mehr hören. Man muss doch einfach mal anerkennen, dass das nun mal (für eine gewisse Zeit) so ist. Wer wissen will, warum, sollte nicht die Bild oder die FR oder den Kicker lesen, sondern dem Finanzvorstand zuhören. Alles andere ist purer Populismus.

Nur die SGE!!!

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