Ajdin Hrustic trägt in Frankfurt die Rückennummer sieben. (Bild: imago images / Claus Bergmann)

Nach langen Wochen mit unzähligen Gerüchten hat Eintracht Frankfurt Ajdn Hrustic endlich offiziell vorgestellt. Bis Juni 2023 hat er in der Mainmetropole unterschrieben. Zuletzt wurde berichtet, dass er einen Wechsel zur SGE unbedingt erzwingen wollte. Dies dementierte der 24-jährige Australier am Mittwoch. „Ich bin Groningen für alles dankbar und hatte eine sehr gute Zeit dort. Dinge wurden aus dem Kontext gerissen und falsch dargestellt. Ich bin glücklich, jetzt hier zu sein und ein neues Kapitel in Frankfurt zu beginnen“, stellte Hrustic klar. Neben den Hessen soll auch der 1.FC Köln im Rennen um den Linksfuß gewesen sein. „Ich spiele Fußball. Mein Agent hat sich um die formalen Dinge gekümmert. Daher weiß ich nicht, wie gut der Kontakt zu Köln tatsächlich war. Eintracht Frankfurt ist mein zweiter Verein in meiner Profikarriere und ich hoffe, dass das Kapitel so lange und erfolgreich wie möglich wird“, so Hrustic. Vor allem wegen den tollen Fans und der Stadionatmosphäre habe er sich für die Eintracht entschieden, aber auch vom Gesamtpaket des Vereins sei er überzeugt.

„Konkurrenzkampf spornt mich an“

Auf dem Papier spielt der 24-Jährige im rechten Mittelfeld, „aber in Groningen spielen die Flügel zentral nach innen. Am liebsten spiele ich auf der Zehn“, erklärte er. Als Idol nannte Hrustic seinen Ex-Kollegen Arjen Robben. „Leider haben wir nur ein Spiel zusammen gespielt. Ich bin für die paar Wochen und Monate mit ihm sehr dankbar. Er ist eine Inspiration vor allem mit seiner Qualität in dem Alter“, berichtete der Australier. Im zentral offensiven Mittelfeld ist Daichi Kamada bei der SGE seit der Rückrunde kaum wegzudenken. Durch den Abgang von Mijat Gacinovic verliert Kamada einen Konkurrenten für diese Position. Aber Hrustic könnte ab jetzt zu einer ernsthaften Konkurrenz um die Zehner-Position werden. Der Linksfuß kann auch auf den Flügeln spielen, aber fühlt sich in der Mitte am wohlsten. „Ich muss erstmal auf den Trainingsplatz und richtig ankommen. Danach schaue ich nach vorne. Die Bundesliga ist eine der besten Ligen der Welt, auch mit ihrer Mentalität auf dem Platz. Ich kann für nichts garantieren und schaue auf mich selbst“, kündigte Hrustic bodenständig an. Konkurrenzkampf motiviere ihn zusätzlich und sei im Sport vollkommen natürlich. „Der Konkurrenzkampf spornt mich an. In einem Team sind immer mehr als elf Spieler und alle wollen spielen. Am Ende liegt es am Trainer. Mein Job ist es jede Woche 100 Prozent zu geben.“

Hrustic war Englischlehrer eines deutschen Nationalspielers

Mit der Rückennummer sieben wird der Australier bei der SGE zukünftig auflaufen. Für sein Heimatland sei es eine große Ehre, dass ein weiterer Australier es in eine der besten Ligen der Welt geschafft hat. „Zum australischen Nationaltrainer habe ich oft Kontakt. Er sagt, es ist ein guter Schritt für mich und tut auch dem australischem Fußball gut“, verriet Hrustic. Bei einem Turnier in England wurde er entdeckt und fand so seinen Weg über Österreich, den FC Schalke 04 und den FC Groningen schließlich zu Eintracht Frankfurt. In der Knappenschmiede der Gelsenkirchener lernte er unter anderem Leroy Sané (Bayern München) und Thilo Kehrer (Paris St.-Germain) kennen. Zu beiden habe er noch ab und zu Kontakt. Sané brachte Hrustic deutsch bei, während der Australier dem deutschen Nationalspieler dessen Englischkenntnisse auffrischte. „Sein englisch war so gut wie mein deutsch. So haben wir uns gut geholfen.“ In der Bundesliga kommt es sehr bald zum Wiedersehen zwischen Hrustic und Sané: Schon am 6. Spieltag empfängt der FC Bayern die Eintracht aus Frankfurt. Vielleicht stehen sich die beiden dann sogar auf dem Platz gegenüber.

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4 Kommentare

  1. Willkommen AH7.
    Hab das Video der PR gesehen und finde, dass wir da einen sypathischen und intelligenten Jungen ins Team bekommen haben. Jetzt muss er zeigen, was er auf dem Platz drauf hat. Ich bin gespannt.

  2. @1 sehe ich auch so. Mit ihm sind wir definitiv offensiv variabler etwas unberechenbarer. Gegen tierstehende Gegner eine Option mehr, wenn er beispielsweise wie Robben nach Innen zieht zum Torabschluss kommt.

  3. Na dann schaun mer mal was der Bursche wirklich drauf hat 😉 Hoffe ja auf einen Effekt wie bei Kostic, oder Wolff damals. Aber bei der Ablöse kann man ja nix verkehrt machen. Zur Not verleihen wir ihn auch an Schalke08 *zwinker 😉

  4. Vllt. hat er ja auch als Gegenleistung für den Englisch-Sprachkurs ein paar Trick vom Leroy beigebracht bekommen, würde jedenfalls nicht schaden 🙂
    Also willkommen und hau rein!

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