Endlich wieder Bundesliga. Nach der – wie immer viel zu langen – Länderspielpause reist die Eintracht am 12. Spieltag in den Kraichgau zum aktuellen Tabellenfünften TSG Hoffenheim. Die Hessen könnten mit einem dreifachen Punktgewinn am Europa League-Teilnehmer vorbeiziehen und sich weiter in der Spitzengruppe der Liga festsetzen. Auf der anderen Seite wollen die Hoffenheimer weiter Anschluss an die Top-3 halten. Ein Spitzenspiel also? Könnte in der Wortwahl durchaus angemessen sein. Die Partie in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena findet am Samstag, den 18.11.2017 um 15:30 Uhr statt. Schiedsrichter Felix Zwayer wird die Partie leiten. Die SGE darf sich offiziell über 2.999 mitgereiste Fans freuen, mit über 5.000 ist jedoch zu rechnen.

DIE AKTUELLE FORM

Die Hoffenheimer sind auch diese Saison erster Anwärter für einen Startplatz auf der Europäischen Bühne. Furios qualifizierte sich die Elf von Coach Julian Nagelsmann in der vergangenen Spielzeit für die Playoffs zur Champions League, zu welchen der vierte Tabellenrang in der Abschlusstabelle der Liga ausreichend war. Jedoch meinte es die Losfee alles andere als gut mit den Kraichgauern, denn der Klopp-Club Liverpool wurde zur unüberwindbaren Hürde für die TSG (Hinspiel 1:2, Rückspiel 2:4). So ging es in der Europa League weiter – dort haben die Badener bei zwei ausstehenden Spielen ein Weiterkommen noch selbst in der Hand. In der Liga kassierten die Hoffenheimer – bis dahin auf Rang zwei stehend – am 7. Spieltag die erste Pleite der Saison: mit 2:3 bei Abstiegskandidat Freiburg. Danach folgte eine kleine Ergebniskrise (nur 2:2 gegen Augsburg, 1:1 in Wolfsburg, 1:3 gegen Mönchengladbach), bis am 11. Spieltag der „Befreiungsschlag“ mit einem 3:0 in Köln gelang. Somit beträgt der Vorsprung auf die Frankfurter Eintracht vor dem 12. Spieltag einen Zähler. Mit einem Erfolg gegen die Hessen wäre man weiterhin im Kampf um die Champions League dabei. Eines ist sicher: die TSG ist defensiv verwundbar, verfügt aber seit Jahren über eine geballte Offensivkraft. Vielleicht ein Vorteil für die SGE, welche ja gegen defensivstarke Gegner schon eher Probleme hat, ein Spiel aufzuziehen.

Noch-Hoffenheimer Sandro Wagner und SGE-Abwehrchef David Abraham im Zweikampf.

Ein Drittel der Saison ist schon vorbei und um ein Zwischenfazit zu ziehen: die Eintracht steht auf einem guten siebten Tabellenrang und das nicht zu unrecht. Die Spiele – meist mit knappem Ausgang – waren tatsächlich nicht immer schön anzusehen, aber was in der Liga zählt sind nun mal die Punkte. Und davon ist die SGE mit 18 bereits gut ausgestattet. Die neu zusammengewürfelte Mannschaft überzeugt mit Einsatzwillen und Zusammenhalt. Keiner der von Niko Kovac trainierten Spieler lässt sich hängen, der Konkurrenzkampf ist groß. Trotzdem hat es der Kroate geschafft, Spieler z.B. Rebic und natürlich Wolf, besser zu machen und deren weitere Entwicklung weiter voranzutreiben. Die SGE besitzt einen unbändigen Siegeswillen, was auch die späten Tore eindrucksvoll untermauern. Spielerisch ist noch etwas Luft nach oben, aber sollten die Ergebnisse weiterhin stimmen, wird auch diese Komponente mit Sicherheit bei den nächsten Partien zum Tragen kommen. Die ausgerufenen 20+x Punkte in der Hinrunde werden die Adlerträger mit Sicherheit erreichen. Ein Punktgewinn in Hoffenheim würde die Hessen, welche über die drittbeste Abwehrreihe der Liga verfügen, sicher weiter beflügeln und euphorisch und selbstbewusst in die letzten Spiele vor der Winterpause gehen lassen.

STATISTIK

Rudelbildung. Auch am Samstag?

Bereits zum 16. Mal treffen beide Teams aufeinander. Die Eintracht konnte dabei nur drei Spiele gewinnen, die Hoffenheimer waren 8-mal siegreich. In fünf Partien mussten sich beide Mannschaften mit einem Unentschieden zufrieden geben. Das Torverhältnis beträgt 21:16 Tore für die TSG.

Auswärtsbilanz der SGE in Hoffenheim: 8 Spiele – 1 Sieg, 3 Remis und 4 Niederlagen. Das Torverhältnis ist mit 8:8 Toren ausgeglichen.

Wissenswertes rund ums Spiel:

  • Die SGE konnte nur drei der 16 Spiele gegen die TSG gewinnen.
  • Selbst gegen die Bayern ist die Bilanz nach 16 Spielen besser.
  • Die Hessen konnten in den vier Duellen kein Tor gegen die Kraichgauer erzielen.
  • Die historisch höchste Heimpleite in der Liga bisher kassierten die Hoffenheimer gegen die Adlerträger: mit 0:4 in der Spielzeit 2012/13. Die Tore für die SGE erzieltenAlex Meier (2), Martin Lanig und Pirmin Schwegler.

Sperren: keine

DIE AUFSTELLUNGEN

TSG Hoffenheim

Für den verletzten Kaderbek könnten Grillitsch, Rupp oder Zuber einspringen. Der Sohn von SGE-Manager Bruno Hübner, Benjamin, fällt mit Sprunggelenksbeschwerden weiter aus.

Die voraussichtliche Aufstellung der TSG
Baumann – Nordveit, Vogt, Posch – Grillitsch, Schulz – Geiger – Demirbay, Amiri – Uth, Wagner

Eintracht Frankfurt

Makoto Hasebe könnte gegen die offensivstarken Hoffenheimer wieder als „Libero“ hinter der Abwehrkette agieren. Mijat Gacinovic und Marc Stendera kämpfen um einen Platz in der Startelf. Marco Russ ist augrund seiner Achillessehnenbeschwerden nicht einsatzbereit.

Die mögliche Aufstellung der SGE
Hradecky – Salcedo, Abraham, Falette – Wolf, Hasebe, Willems – Boateng, Gacinovic – Haller, Rebic

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3 Kommentare

  1. Normalerweise bin ich sehr optimistisch.
    Aber wenn ich die gesammelten Pressestimmen sehe, mit
    all den optimistischen Aussagen – Hoffenheim wehtun,
    setzen zum Überholen an, wollen gewinnen usw. – ist die
    Chance für eine Ernüchterung groß.
    Ich hoffe, ich denke falsch.

  2. Geht mir ähnlich wie Dir @Block17. Sicher ist die Erwartungshaltung groß. Oft haben wir, wenn wir den nächsten Schritt machen konnten, ihn nicht getan. Vielleicht ist es heute anders. Ich sehe uns auf Augenhöhe mit Hoffenheim und das Spiel ist offen. Jeder kann gewinnen. Jedenfalls sind wir gut drauf und haben auch nichts zu verlieren, denn die Mannschaft hat sich schon akribisch ein schönes Punktekonto erarbeitet. Einfach locker bleiben und genießen.

  3. Wird Zeit, dass der Grantler noch schnell einen raushaut, damit es wenigstens zu einen 1 : 1 reicht. 🙂

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