Fredi Bobic wird weiter Wege finden um gute Spieler mit kleineren Gehältern zu finden

Die Gehälter ufern auf dem Fußball-Markt immer weiter aus, die Vereine bemühen sich bei der Offenlegung von Ablösesummen, Einkommen und sonstiger finanzieller Aufwendungen um so wenig Transparenz wie möglich. Das britische Magazin „SportsIntelligence“ bringt aus diesem Grunde ihren jährlichen „Salary Report“ heraus, der Licht ins Dunkel bringt und einen Überblick darüber verschafft, welche Fußball-Gehälter unter anderem in der Bundesliga gezahlt werden.

Rang Verein Gehälter in GPB – Ø pro Spieler
1. Bayern München 6,352,435
2. Borussia Dortmund 3,206,769
3. Bayer Leverkusen 2,218,840
4. FC Schalke 04 2,128,522
5. VfL Wolfsburg 1,933,996
6. RB Leipzig 1,561,393
7. Borussia M’Gladbach 1,307,429
8. TSG Hoffenheim 1,191,517
9. VfB Stuttgart 1,188,417
10. Eintracht Frankfurt 910,000
11. Werder Bremen 907,987
12. Hertha BSC 831,740
13. FSV Mainz 05 623,161
14. Hannover 96 592,172
15. FC Augsburg 565,776
16. Fortuna Düsseldorf 506,567
17. SC Freiburg 447,750
18. 1. FC Nürnberg 309,824

 

Schere zwischen Platz eins und 18 wird jedes Jahr größer

Demnach verdienen Spieler bei Rekordmeister Bayern München durchschnittlich mehr als 6,3 Millionen Pfund (7,1 Millionen Euro). Das ist mehr als das zwanzigfache Gehalt eines Spielers beim Aufsteiger 1. FC Nürnberg. Dort verdient ein Profi im Schnitt etwas über 300.000 Pfund (330.000 Euro). Bei der Aufstellung der bezahlten Bundesliga-Gehälter verweist das Geschäfts- und Finanzportal mit Nachdruck darauf, dass es sich hierbei nur um das Grundgehalt handele. Etwaige Bonuszahlungen wie Prämien für erzielte Tore, Extrahonorare bei einem Sieg oder die üblichen Handgelder bei einem Transfer seien hierbei nicht mit einberechnet. In der europaweiten Auflistung liegt das von Ex-Trainer Niko Kovac trainierte Team nur auf Platz fünf. Vor ihnen liegen der FC Barcelona, Real Madrid, Juventus Turin und Manchester United. Die Katalanen sind der erste Fußballklub, der seinen Spielern mehr als elf Millionen Euro im Durchschnitt für ihre Tätigkeit bezahlt. Borussia Dortmund, die in der Bundesliga den Bayern mit 3,2 Millionen Pfund (3,6 Millionen Euro) folgen, schafften es im europäischen Vergleich nur auf Platz 20. Fakt ist, dass die Schere zwischen Arm und Reich auch in der Bundesliga immer weiter auseinander geht.

Die Hessen liegen bei den bezahlten Gehältern im Mittelfeld der Liga

Eintracht Frankfurt liegt mit jährlich gezahlten Durchschnittsgehältern von 910.000 Pfund (1,0 Millionen Euro) im Mittelfeld. Das ist als normalsterblicher Verdiener in diesem Land ein großen Batzen Geld. Im internationalen Vergleich, das merkte Fredi Bobic erst kürzlich im „Sport1-Doppelpass“ an, gibt es wesentlich größere Fische. Wie man dem auf Dauer entgegenwirken kann? Dazu gibt es in den letzten Jahren immer wieder die Überlegung, ähnlich wie in amerikanischen Sportarten, einen sogenannten „Salary Cap“, also eine Gehaltsobergrenze einzuführen. Doch auch dazu hat der SGE-Sportvorstand eine eindeutige Meinung: „Es werden sich nie alle Klubs einig sein. Wir werden es nicht hinbekommen. So etwas geht nur über den politischen Weg.“ Bis dahin wird ein Verein wie die Eintracht andere Wege und Mittel finden müssen, um im Konzert der ganz Großen mitmischen zu können. Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie es geht.

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11 Kommentare

  1. Warum denn die Tabelle nicht gleich in Euro umrechnen? Naja, halb so wild.

    Habt ihr auch die Zahlen der EL-Teilnehmer und speziell unserer Gruppengegner? Bin bloß neugierig.

    Noch krasser ist es bestimmt, wenn man sich die 2. BuLi mit dazu anschaut.

  2. Hallo Rob,

    sicherlich hätte ich auch jetzt jeden Wert der 18 Bundesligisten in Euro umrechnen können. An der Intention des Artikels sowie der Vergleichbarkeit der einzelnen Klubs untereinander ändert sich aber nichs. Deshalb habe ich es, wie beim Original auch, in Pfund belassen.

    Hier die Durchschnittsgehälter unserer Gruppengegner:

    1. Lazio Rom 1,570 Millionen Pfund
    2. Olympique Marseille 2,133 Millionen Pfund

    Für Apollon Limassol wurden keine Daten präsentiert.

  3. Guter Artikel, super, dass Ihr solche Themen immer mal wieder aufgreift und interessante Fakten präsentiert.

    Das zeigt einmal mehr, wie wichtig und v.a. dringlich die klar auf Wachstum ausgerichtete Strategie der neuen Eintrachtführung seit Bobic ist.

    In dem Kontext und zur Einnahmequelle Merchandising, was ist eigentlich mit dem Eintracht Online Shop los? Seit längerer Zeit sind viele Produkte (Trikots, Jacken etc.) in Erwachsenengrössen nicht erhältlich. Klar, bei dem Lauf gibts aktuell große Nachfrage, aber leere Lager sind ja immer ganz schlecht fürs Geschäft, da lässt der Verein aktuell sicher den einen oder anderen Euro liegen …

  4. Ja nee is klar das Wolfsburg da wieder weit vorne zu finden ist. Graue Maus, traditionslos, kein bisschen sexy und schlechthin als Absahneinrichtung für alternde Stars bekannt. VW rast ins Desaster, aber der Retortenclub wird dann künstlich am Leben gehalten. Finde ich schon krass, das da jeder Spieler das Doppelte verdient. Hätte ich so nicht erwartet. Ansonsten orientiert sich der Markt an den Erlösen und Umsätzen der Clubs und deren Eigentümern, und da wurde der Grundstein für diese auseinandergehende Schere schon vor 20 Jahren gelegt. Nicht gut für den Fußball, aber Ist-Zustand und daher kann man nur hoffen, daß es in Frankfurt weiterhin gute Fußballer gibt, die eben auch die Atmosphäre und Stimmung in einem Club für sich selber mitbewerten. Geld ist nicht alles, aber es beruhigt und auch da wird man eben nachlegen müssen. Wie sagt der allseits geschätzte Bruchhagen zu dem Thema: „Die Flut hebt alle Boote…“

  5. Ex-Trainer? wisst Ihr da schon mehr 😉
    In der europaweiten Auflistung liegt das von Ex-Trainer Niko Kovac trainierte Team nur auf Platz fünf. Vor ihnen liegen der FC Barcelona, Real Madrid, Juventus Turin und Manchester United.

  6. Ich vermute mal, dass der Schnitt bei der SGE etwas höher liegen würde, wenn man die Nachwuchsspieler, die nur wegen der Quote zum Kader zählen, rausrechnet. Ich denke, andere Clubs haben wegen der Quote ihren Kader nicht so sehr ergänzt wie die SGE. Aber Genaues weiß ich nicht.
    Interessant wäre mMn auch, wenn man einen Vergleich haben könnte, über die durchschnittlichen Gehälter der 25 Spieler, die am häufigsten im Kader gewesen sind. Solche Zahlen scheinen mir aussagekräftiger zu sein.

  7. @4
    Naja, Fakten? Da die Vereine solche Daten nicht (alle) veröffentlichen handelt es sich doch eher um Näherungen. Man kommt in so einer Tabelle zB schnell nach unten, wenn man „Standartleistungen“ wie Trainingsbeteiligung unter Extrahonorare verbucht und dementsprechend in der Tabelle nicht auftaucht. Anders kann ich mir die Gehälter bei Leipzig und Hoffenheim jedenfalls nicht erklären …

  8. Wundert mich nicht, dass die Radkappen und die Schwabenschw. Mehr ausgeben können, VW und Daimler lässt grüßen 😉

    ABER, wird sind auf nem guten Weg beide zukünftig hinter uns zu lassen 🙂

    Forza SGE

  9. Spannende Tabelle – danke dafür. Insgesamt bildet es aber eigentlich ganz gut die Bundesliga Tabelle im Querschnitt der letzten 5 Jahre ab auch wenn Wolfsburg und Stuttgart hier wohl am schlechtesten mit den Mitteln wirtschaften und wir recht nahe am Optimum sind wenn man davon ausgeht, dass Geld doch irgendwie Tore schießt. Interessant wäre es hier jetzt noch die Transfers mit einzurechnen. Erlöse/Verluste hieraus und das ganze inkl. Gehälter über einen gewissen Zeitraum – dann sieht man glaube ich, dass bei uns wirklich sehr vernünftig gehaushaltet wird und wir in den nächsten Jahren vielleicht mehr als nur den Klassenerhalt als Saisonziel ausgeben können.

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