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In der Hinrunde trat Doan mit seiner Eintracht auswärts in Freiburg an. Am Sonntag kommt es in Frankfurt zum zweiten Wiedersehen. Foto: IMAGO / Jan Huebner

„Wir wollen die drei Punkte“: Doan vor emotionalem Wiedersehen mit Freiburg

Wenn Eintracht Frankfurt am Sonntag auf den SC Freiburg trifft, steht für Ritsu Doan ein besonderes Spiel an. Erst im Sommer wechselte der Japaner aus dem Breisgau an den Main – nun kommt es zum Wiedersehen mit vielen alten Weggefährten.

Die Trainingswoche vor dem Spiel mit seinem Ex-Klub ist für Doan keine wie jede andere. Er sei emotional, aber nicht sentimental, so der Japaner auf der Homepage der Eintracht. „Es ist immer schön, alte Weggefährten zu treffen, seien es ehemalige Mitspieler oder Trainer“, sagte der Mittelfeldspieler der Eintracht. Dass beide Teams tabellarisch erneut eng beieinander liegen, sorgt bei ihm sogar für ein Schmunzeln: „Wie vergangene Saison liegen beide Teams auch diesmal wieder eng beieinander, das ist spannend. Wieso ist das schon wieder so?“, lacht der 27-Jährige. Doch bei aller Verbundenheit ist die Marschroute klar: „Jetzt spiele ich aber für die Eintracht und will das Spiel unbedingt gewinnen. Wir wollen die drei Punkte.“

Nach der 2:3-Niederlage der SGE beim FC Bayern München war Doan im Gespräch mit seinem früheren Trainer Christian Streich, der als Experte für TV-Sender „Sky“ im Einsatz war, zu sehen. Über das anstehende Duell wurde dabei allerdings nicht gesprochen, „vielmehr über das Match gegen den FC Bayern“, erklärte er. Streich verfolge seine Entwicklung weiterhin genau: „Er beobachtet meinen Werdegang und sieht mein Spiel aus einer anderen Perspektive. Seine Eindrücke hat er mir erzählt.“ Neben Fußball ging es auch um Persönliches: „Wir haben zudem über unsere Familien und andere Dinge gesprochen, es war sehr schön. Ich habe mich sehr gefreut, ihn mal wieder zu treffen.“

„Nur mit schönem Fußball werden wir nicht weit kommen“

Was erwartet die Eintracht am Sonntag um 17:30 Uhr? Für Doan ist klar: „Es wird zu 100 Prozent ein sehr hartes Spiel werden. Ich kenne ihre Mentalität und weiß, wie sie dieses Spiel angehen werden.“ Auch der Nachfolger von Streich in Freiburg, Julian Schuster, sei ein Trainer, der sein Team optimal einstellen werde: „Julian Schuster versteht es sehr gut, seine Spieler zu pushen, sie werden sehr motiviert sein.“ Die Eintracht müsse dagegenhalten – auch in den unbequemen Momenten: „Das müssen wir annehmen, nur mit schönem Fußball werden wir nicht weit kommen. Wir müssen alles in die Waagschale werfen und auch mal dreckig spielen, um die drei Punkte zu holen.“

Sportlich hat sich für Doan in Frankfurt in den vergangenen Tagen einiges verändert. Statt klassischem Flügelspieler agiert er unter dem neuen Eintracht-Trainer Albert Riera zunehmend im Zentrum: „Die Position ist neu für mich, also fühlt es sich noch nicht so gewohnt an wie auf dem Flügel.“ Er beschreibt die Rolle als „eine Mischung aus Achter und Zehner“, verbunden mit neuen Laufwegen und Aufgaben. „Auf dieser Position bin ich näher am gegnerischen Tor, das ist gut für meine Abschlussqualitäten“, sieht er aber auch positive Dinge an der Umstellung des neuen Eintracht-Trainers für sich selbst. Cheftrainer Albert Riera stärke ihm dabei den Rücken: „Er hat mir gesagt, dass ich ein schlauer Spieler bin und das kann.“ Für die Rückrunde setzt er sich ein klares Ziel: „Aktuell geht es darum, dass ich mich schnellstmöglich an die Position gewöhne, um dem Team bestmöglich zu helfen.“

Was beim eher kleinen und flinken Spieler Ritsu Doan oft nicht auffällt, ist seine Zweikampfstärke. Er hat in dieser Saison 237 Zweikämpfe gewonnen. Das bedeutet ligaweit die sechstmeisten, intern bei der Eintracht sogar die meisten. Lachend schob er dies auf Ex-Trainer Streich: „Nein, das wusste ich nicht. Das gehört zu meinem Spiel dazu, Christian Streich hat mir das beigebracht.“

Sieben Monate ist Doan nun im „Herzen von Europa“. Dabei verriet er, dass der Start nicht immer einfach war: „Es war anfangs schon herausfordernd, alles war neu – neue Stadt, neuer Klub, neue Mitspieler, neuer Trainer.“ Trotz mancher schwieriger Phase bleibt sein Gesamtfazit allerdings positiv: „Ich bin super happy, für diesen großartigen Klub mit diesen großartigen Fans und diesem im positiven Sinne verrückten Stadion zu spielen.“ Er habe daher einen klaren Plan: „Wir wollen in dieser Saison einen internationalen Startplatz erreichen, dort gehört die Eintracht hin.“

Am Sonntag aber zählt für ihn nur eines: drei Punkte gegen den Ex-Klub – und der nächste Schritt Richtung internationales Geschäft.

Ein Kommentar

Avatar 1. SGE-SCOPE 28. Februar 26, 17:45 Uhr

TSG verliert, Bayer 04 spielt nur unentschieden. Das sind Vorlagen, die man nutzen muss, vor allem gegen Europakonkurenz aus Freiburg. Morgen zählt es!

Gruß SCOPE

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