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Trainer Niko Arnautis ist optimistisch, dass seine Mannschaft das Finale des Turniers erreicht. Foto: IMAGO / HMB-Media

„Wir wollen den Fans ein gutes Spiel zeigen“: Eintracht-Frauen starten gegen Nikosia

Während sich die Männermannschaft der Eintracht noch auf den Saisonstart vorbereitet, beginnt für die Frauen bereits der Ernst des Lebens. Heute Abend um 19 Uhr empfängt das Team von Cheftrainer Niko Arnautis im Stadion am Brentanobad den zyprischen Vertreter Omonia Nikosia zum Halbfinale des Miniturniers in der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Women’s Champions League. Es ist das erste Pflichtspiel der Saison 2026/27 und zugleich die erste Chance, den Traum von der Königsklasse weiterleben zu lassen. Auf der Pressekonferenz vor der Partie äußerten sich Trainer Niko Arnautis und die 59-fache deutsche Nationalspielerin Sara Doorsoun zur Vorbereitung, zum Gegner und zu den Zielen für die kommenden Tage.

Vorbereitung soll sich auszahlen

Hinter den Adlerträgerinnen liegt eine intensive Vorbereitung. Nach Testspielen gegen Mainz 05, den SC Sand, Racing Straßburg und Feyenoord Rotterdam soll nun der gelungene Übergang in den Pflichtspielbetrieb folgen. Arnautis zeigte sich mit den vergangenen Wochen zufrieden. Man habe die Zeit genutzt, um die Neuzugänge „auf und neben dem Platz erfolgreich zu einer homogenen Gruppe“ zusammenzuführen. Seine Mannschaft habe zuletzt „einen guten und frischen Eindruck“ hinterlassen und wolle dies nun auch gegen Nikosia bestätigen. Die Sommerzugänge um Danique Tolhoek, Larissa Mühlhaus, Paulina Krumbiegel, Jamilla Rankin und Hanna Bennison sollen dabei erstmals in einem Pflichtspiel das Eintracht-Trikot tragen. Tolhoek empfahl sich zuletzt mit dem Siegtreffer beim 1:0 gegen Racing Straßburg bereits für weitere Aufgaben. Auch Sara Doorsoun blickt mit großer Vorfreude auf den Auftakt. „Bei mir und auch im Team ist die Vorfreude riesig“, sagte die erfahrene Defensivspielerin. Die intensive Vorbereitung habe dazu beigetragen, die neuen Spielerinnen schnell einzubinden. Gerade außerhalb des Platzes habe die Mannschaft viel gemeinsam unternommen, um als Team zusammenzuwachsen.

Der Fokus gilt zunächst Nikosia

Mit Omonia Nikosia wartet ein Gegner, der erstmals an der Qualifikation zur UEFA Women’s Champions League teilnimmt. Die Frauenabteilung des traditionsreichen Vereins aus der zyprischen Hauptstadt existiert seit 2015 und hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich entwickelt. Der Kader besteht überwiegend aus zyprischen Spielerinnen und wird durch einige internationale Akteurinnen ergänzt.

Arnautis erwartet keine einfache Aufgabe. Man rechne vor allem mit engen Räumen und schnellen Kontern, welche die Frankfurterinnen fordern dürften. Entscheidend sei jedoch vor allem das eigene Spiel: „Wir wollen den Fans zu Hause ein gutes Spiel zeigen und die Partie für uns entscheiden.“ Personell kann der Eintracht-Coach nahezu aus dem Vollen schöpfen. Amanda Ilestedt trainiert wieder vollständig mit der Mannschaft, Sophia Winkler absolviert Teile des Mannschaftstrainings. Lediglich Ainhoa Alguacil fällt weiterhin verletzungsbedingt aus.

Ein Schritt nach dem anderen

Im Mittelpunkt steht zunächst das Miniturnier. Der Sieger der heutigen Partie trifft am Samstag auf den Gewinner des Duells zwischen Vålerenga und Malmö FF und wahrt damit die Chance auf den Einzug in die nächste Qualifikationsrunde der Champions League. Der Verlierer bestreitet zuvor das Spiel um Platz drei.

Für Arnautis ist das Ziel klar formuliert: „Wir werden alles dafür tun, um in die nächste Runde einzuziehen.“ Die Mannschaft habe sich diesen Moment mit einer starken Rückrunde der vergangenen Saison verdient. Über die langfristigen Saisonziele wolle man jedoch erst sprechen, wenn das Turnier abgeschlossen sei. Zunächst gehe es darum, das Heimturnier erfolgreich zu gestalten und „das große Finale bei uns zu Hause“ zu erreichen. Eine ähnliche Herangehensweise verfolgt auch Doorsoun. In der Kabine spreche zwar jede Spielerin über die Champions League und die Qualifikation, dennoch gelte: „Wir denken Schritt für Schritt.“ Sie sei „kein Fan davon, fünf Schritte weiterzudenken“, sondern richte den Blick ausschließlich auf das bevorstehende Turnier.

Freigang bleibt Kapitänin

Auch zur Situation von Laura Freigang bezog Arnautis Stellung. Trotz der weiterhin laufenden Ermittlungen wegen verpasster Dopingtests stellte der Trainer klar, dass die Nationalspielerin ihre Rolle innerhalb der Mannschaft unverändert ausfüllt. „Laura Freigang behält ihre Kapitänsposition“, erklärte der 46-Jährige. Alles Weitere werde der Verein in den kommenden Wochen bekannt geben. Für die Mannschaft sei das Thema derzeit kein Schwerpunkt: „Sie ist da und sie spielt.“

In der vergangenen Saison scheiterten die Frankfurterinnen im Halbfinale des UEFA Women’s Europa Cups an BK Häcken. Nun bietet sich die nächste Gelegenheit, sich erneut auf internationaler Bühne zu beweisen. Der erste Schritt führt über Omonia Nikosia. Gelingt der Auftaktsieg, wartet bereits am Samstag das Endspiel des Miniturniers.

3 Kommentare

Avatar 1. SGE-SCOPE 05. August 26, 18:56 Uhr

Ich bin da und gespannt ob es in diesem Jahr was wird mit der Champions League. Nach dem Endspurt wäre es verdient.

Gruß SCOPE

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 2. zueri adler 05. August 26, 19:53 Uhr

Läuft doch nicht schlecht bis jetzt 😉

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Avatar 3. SGE-SCOPE 05. August 26, 19:57 Uhr

Ja, gut wie sich die neuen Spielerinnen schon einfügen. Leider ist Nikosia kein Gradmesser, unsere Abwehr hat nicht vergessen viel zu tun.

Gruß SCOPE

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