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Gegen den FC Bayern muss Albert Riera in der Aufstellung kreativ werden. Foto: IMAGO / HMB-Media

Viele Ausfälle, große Aufgabe: „Werden ein Stück weit überraschen“

Für Albert Riera steht die erste harte Aufgabe in der Bundesliga an. Nach vier Punkten aus seinen ersten beiden Spielen geht es für den Spanier mit der Eintracht zum deutschen Meister nach München. Die Stärke der Bayern ist bekannt, für die Vorbereitung spielt das allerdings keine Rolle, betont Riera: „Wir bereiten uns auf jeden Gegner gleich vor. Ich will gewinnen und darauf bereite ich mein Team vor. Natürlich ist es ein sehr starker Gegner, aber es gibt keine Perfektion. Wir werden Lücken suchen.“ Das Spiel in München könnte sogar dankbar sein: „Wir haben nicht viel zu verlieren, aber vieles zu gewinnen.“

Noch schwerer macht es die Aufgabe, dass der SGE viele wichtige Spieler fehlen. Nun fehlt auch noch Robin Koch krankheitsbedingt. Für Riera ist die Situation mit den vielen Ausfällen neu: „Es ist mir in meinen fünf Jahren als Trainer noch nie passiert, weil Dinge nicht nur während des Spiels passieren. Auch Robin Koch wird uns fehlen. Er hat Temperatur und wird nicht im Kader stehen. Wir haben momentan Pech mit den Verletzungen. Deshalb sage ich immer, dass alle bereit sein müssen. Deswegen bereite ich alle vor, dass sie sich wichtig fühlen. Um Spiele und Titel zu gewinnen, brauchst du alle Spieler.“

„Müsste in die Kirche gehen und beten“

Auch Arthur Theate und Rasmus Kristensen fehlen den Hessen, womit nur Aurele Amenda als nomineller Innenverteidiger übrig bleibt. „Ich habe Lösungen und denke nicht nur daran, dass mir mein Kapitän fehlt. Natürlich würde ich das besser finden, aber wir sind keine Maschinen. Die Ärzte geben ihr Bestes, dass die Spieler schnell gesund werden. Aber ich denke nie über die schlechten Situationen nach, sondern wie wir das Problem lösen können.“ Wen Riera zentral verteidigen lässt, ist noch unklar. Doch er muss dabei kreativ werden: „Wir werden bei der Aufstellung vielleicht ein Stück weit überraschen. Wir haben nicht viele Innenverteidiger, weil wir Collins als Außenverteidiger einsetzen. Ich bin mir sicher, dass ich euch morgen überraschen werde.“

Die Verletzungsserie sorgt beim Trainer für Unglauben, dass er, lächelnd gemeint, bald zu Höherem greifen will: „Eigentlich müsste ich jeden Morgen anstatt zu meinen Spielern in die Kirche gehen um zu beten. Es ist nicht normal, was aktuell passiert. Das ist die Situation, aber ich garantiere, dass wir das Team auf einen Sieg vorbereiten werden. Es spielt keine Rolle, wie viele Spieler fehlen. Wir bereiten uns immer gleich darauf vor.“

Gute Nachrichten gibt es in Person von Jonathan Burkardt, denn der Stürmer ist nach überstandener Verletzung wieder einsatzfähig. „Er ist wieder fit, hat aber lange nicht gespielt. Wir müssen seine Einsatzminuten managen. Ich kann natürlich nicht sagen, ob er morgen starten wird, aber er ist bereit, uns zu helfen.“ Wer im Sturm spielen wird, ist noch offen. „Bei Kalimuendo ist es die gleiche Situation, er ist auch nicht bei 100 Prozent.“

Alles auf drei Punkte – „Ich erwarte Charakter“

Riera geht die Aufgabe beim Rekordmeister selbstbewusst an: „Wenn ich weiß, dass ich verliere, kann ich zu Hause bleiben und mir die Reisekosten sparen. Aber wenn ich denke, dass wir gewinnen, werden wir natürlich dorthin reisen. Es wird sicherlich schwer. Es ist keine Ausrede, sondern ein Fakt, dass uns viele Spieler fehlen. Aber wir haben einen Plan, mit und ohne den Ball, um sie zu nerven und sie auch laufen zu lassen. Ich bin überzeugt von unserem Plan.“ Und er weiß auch, worauf es noch ankommt: „Ich erwarte morgen Charakter, wenn wir den Ball haben. Wir müssen ein Team sein, das viele Dinge ausprobiert, weil Bayern lieber mit dem Ball spielt, als zu laufen. Wir werden unsere Chancen bekommen und müssen sie nutzen.“

Bei den Bayern treten viele Teams defensiv an, beschränken sich auf das Verteidigen und vernachlässigen die Offensive. Häufig führt das zu hohen Bayern-Siegen. Für Riera ist das keine Option: „Das Wort ‚ängstlich‘ sollte im Fußball nicht existieren. Wir versuchen sie mit unseren Stärken zu schlagen. Ich will, dass meine Spieler es genießen, Fußball zu spielen.“ So schwer die Aufgabe auch sein mag, so sehr ist die SGE auf Punkte angewiesen. Verstecken ist also kein Mittel gegen den FCB.

4 Kommentare

Fallback Avatar 1. zicobindewald 20. Februar 26, 18:17 Uhr

Amin Younes wäre kurzfristig verfügbar 😎

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Fallback Avatar 2. Werner 20. Februar 26, 18:39 Uhr Zitat - zicobindewald Amin Younes wäre kurzfristig verfügbar 😎 Path

Jetzt würden wir von s04 Spieler nehmen die sie aussortiert haben.... So weit ist es noch nicht.
Bin aber wirklich mal gespannt wie wir spielen.

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Fallback Avatar 3. Adlermacht 20. Februar 26, 18:57 Uhr

Also Riera schafft es wirklich, dass wenig üver die Mannschaft gesprochen wird. Jetzt fragt man sich, welche Taktik er wohl wählt. Der Druck ist weg von den Spielern. Macht er super!

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Fallback Avatar 4. zeugeyeboahs73 20. Februar 26, 19:48 Uhr

Leider erwarte ich auch eine Überraschung 😀

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