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Bitterer Rückschlag im Derby: Die U21 von Eintracht Frankfurt unterlag Kickers Offenbach. Foto: Imago / Jan Huebner

Torspektakel am Bornheimer Hang: Eintracht-U21 verliert Hessenderby gegen Kickers Offenbach

Die U21 von Eintracht Frankfurt hat nach der Niederlage im Nachholspiel bei der Zweitvertretung des SC Freiburg die nächste Pleite hinnehmen müssen. Im kleinen Hessenderby unterlagen die Nachwuchsadler dem Erzrivalen Kickers Offenbach mit 2:4. Paul Wünsch und Marvin Dills erzielten die Treffer für die SGE. Ausgetragen wurde die Partie in der BBBank Arena am Bornheimer Hang, der Heimspielstätte des FSV Frankfurt.

Drei Veränderungen in der Startelf

Im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Freiburg nahm Cheftrainer Patrick Glöckner drei Änderungen vor. Love Arrhov, Malik Pimpong und Nico Ochojski rückten für Maurice Spahn, Lukas Sonnenwald und George Didoss in die Anfangsformation.

Die Eintracht startete mit folgender Elf: Siljevic – Guimaraes, Scheller, J. Etse, Ochojski – Owusu Etse, Bekir Is, Arrhov – Wünsch, Pimpong, Dills.

Der OFC begann mit Brinkies – Lewald, Sorge, Garic, Wolfram, Schmid, Arh Cesen, von Hagen, Abdelhadi, Marx und Krauße.

Offenbach legt mit Doppelschlag vor

Die Gäste vom anderen Main-Ufer erwischten den besseren Start, setzten sich früh in der gegnerischen Hälfte fest und kamen zu mehreren Abschlüssen. Nach elf Minuten belohnten sich die Kickers für ihre druckvolle Anfangsphase. Einer zunächst kurz ausgespielten Ecke folgte ein Chipball in den Strafraum. Über Umwege landete die Murmel bei Jan-Hendrik Marx, der aus zentraler Position wuchtig ins linke Eck abschloss und die Offenbacher Führung erzielte. Der Treffer zeigte Wirkung: Während Frankfurt verunsichert wirkte, legte der OFC nur fünf Minuten später nach. Benedikt von Hagen trieb den Ball nach vorne und bediente Maximilian Schmid vor dem Strafraum. Dieser legte das Spielgerät an Siljevic vorbei. Als Frankfurter Abwehrspieler versuchten, die Situation zu bereinigen, eilte von Hagen heran und drückte das Leder per Grätsche über die Linie.

Die Antwort der SGE ließ allerdings nicht lange auf sich warten. In der 17. Minute schickte Ebu Bekir Is Paul Wünsch mit einem hervorragenden Pass in die Tiefe. Der Angreifer ließ Offenbachs Schlussmann Johannes Brinkies mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen und schob zum 1:2 ein. Doch auch die Gastmannschaft hatte die passende Antwort parat. Nur drei Minuten später schlug Offenbach erneut zu: Kristjan Arh Cesen flankte in den Strafraum und fand den Kopf von Maximilian Wolfram. Bei dessen Verlängerung verschätzte sich Siljevic, sodass von Hagen am zweiten Pfosten einköpfen und seinen Doppelpack schnüren konnte.

Ereignisreiche erste Hälfte

Die Partie entwickelte sich früh zu einem offenen Schlagabtausch. In der 23. Minute verhinderte Brinkies den erneuten Anschlusstreffer. Nach einem Zusammenspiel mit Arrhov drang Wünsch in den Strafraum ein, scheiterte mit seinem Flachschuss jedoch am Offenbacher Schlussmann. Im direkten Gegenzug hatte die Eintracht Glück: Garic setzte den Ball aus rund 15 Metern an die Latte. Offenbach blieb die spielbestimmende Mannschaft und war dem vierten Treffer näher als die SGE dem Anschluss. Bis zum Pausenpfiff fielen allerdings keine weiteren Tore. Mit dem 1:3-Rückstand war die Frankfurter Reservemannschaft nach dem bisherigen Spielverlauf noch gut bedient.

Dills bringt die Eintracht zurück ins Spiel

Zur zweiten Halbzeit reagierte Glöckner und brachte Lukas Sonnenwald für Owusu Etse. Der Wechsel und die Worte in der Kabine schienen zunächst Wirkung zu zeigen. Nach einem Zuspiel von Wünsch bediente dieser Pedro Guimaraes, dessen Hereingabe Marvin Dills aus kurzer Distanz zum 2:3 über die Linie bugsierte (51.). Der Treffer gab den Gastgebern Auftrieb. Knapp eine Stunde war gespielt, als Dills sogar den Ausgleich gleich zweimal auf dem Fuß hatte. Eine Flanke von Pimpong erreichte den Torschützen am zweiten Pfosten. Seine Direktabnahme ließ Brinkies nach vorne abprallen, doch beim Nachschuss traf der Deutsch-US-Amerikaner nur das Außennetz (58.). Der Ausgleich lag in der Luft.

Arh Cesen stellt den alten Abstand wieder her

Doch mitten in der Frankfurter Drangphase schlug Offenbach erneut zu. Nach einem langen Ball kam von Hagen vor der Strafraumlinie zum Abschluss. Siljevic konnte den Schuss nur nach vorne abwehren, Arh Cesen reagierte am schnellsten und verwertete den Rebound zum 2:4. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Offenbach dominierte weiterhin das Geschehen und hätte in der 71. Minute beinahe noch einen weiteren Treffer nachgelegt. Von Hagen scheiterte allerdings am Pfosten. Glöckner versuchte anschließend, mit einem Doppelwechsel neue Impulse zu setzen. Guimaraes und Arrhov machten in der 78. Minute Platz für George Didoss und Sadiki Chemwor.

Sonnenwald vergibt vom Punkt

In der Schlussphase bot sich der Eintracht noch einmal die große Möglichkeit, die Partie spannend zu machen. Nach einem Foulspiel an Dills entschied der Schiedsrichter folgerichtig auf Elfmeter. Der eingewechselte Sonnenwald übernahm die Verantwortung, scheiterte mit seinem zu schwach geschossenen Versuch in der 82. Minute jedoch an Brinkies. Damit verpassten die Adler die Chance, noch einmal auf einen Punktgewinn hoffen zu dürfen. Nach intensiven und ereignisreichen 90 Minuten ging das Main-Duell somit an den großen Rivalen aus der Nachbarstadt.

Die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt bleibt nach dem 14. Spieltag mit 16 Punkten auf dem elften Tabellenplatz. Bereits am kommenden Samstag bietet sich die Gelegenheit zur Wiedergutmachung: Dann gastieren die Nachwuchsadler beim SV Sandhausen.

Ein Kommentar

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Also im Tabellen-Mittelfeld zu bleiben wäre ein super Erfolg!

Trotz Niederlage gegen den OFC scheint die U21 dieses Jahr super Arbeit zu machen

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