Eine neue Saison mit neuen Zielen, einigen neuen Spielern, doch demselben Trainer steht vor den Toren der SGE. Die Eintracht geht in die kommende Spielzeit mit einem Übungsleiter, der in seiner ersten Saison von der Kritik nicht verschont blieb. Im Pokal unglücklich gegen den 1. FC Saarbrücken ausgeschieden und auch international sind die Hessen nach dem Aus gegen Saint-Gilloise hinter ihren Erwartungen geblieben. Spielerisch sah es oftmals dünn auf dem Rasen aus. Jetzt bekommt Cheftrainer Dino Toppmöller erneut eine Chance, sein Können als Übungsleiter von Eintracht Frankfurt unter Beweis zu stellen. Für Wolfgang Steubing, Ehrenaufsichtsrat der Adlerträger, wurde und wird Toppmöller zu schnell abgestempelt, wie er in einem Interview mit der „Bild“ verriet.
„Ach wissen Sie, das mit der Kritik geht in Frankfurt immer schnell. Man sollte den sozialen Medien nicht zu viel Achtung schenken, sondern auf die hören, die jeden Tag mit ihm zusammenarbeiten. Wir haben in vielen Saisons nicht gut gespielt, auch unter seinen Vorgängern nicht, die ich alle sehr geschätzt habe. Ich habe in meiner Funktion immer den Trainer unterstützt, denn es ist einfach ein schweres Geschäft“, so Steubing, der bei der Eintracht Gesellschafter, Aufsichtsratsmitglied und Aufsichtsratsvorsitzender war. Insgesamt zehn Jahre war er in diesen Positionen bei den Hessen angestellt. Zu der heutigen Zeit, so Steubing weiter, habe es ein Trainer schwerer, da disziplinarische Maßnahmen nicht mehr im selben Ausmaße genutzt werden können. „Wir haben es mit Millionären zu tun, die wollen argumentativ überzeugt werden. […] Die Möglichkeiten eines Trainer, auf Disziplinlosigkeiten zu reagieren, sind beschränkt. Ich finde jedenfalls, dass Dino einen super Job macht.“
Toppmöller-Verbleib ohne Zweifel
Dass der Trainer mit der Mannschaft umgehen kann, habe er schon in der letzten Spielzeit bewiesen. Steubing erinnert sich daran, dass Toppmöller auch in der Frankfurter Kabine richtig laut wurde: „Er ist in der Kabine schon hier und da mal richtig laut geworden, nur kam das nicht nach außen, und das ist auch richtig so. Als Cheftrainer musst du eben auch mal ein hartes Wort reden, selbst wenn das in der heutigen Zeit bei den Spielern, die alle gefühlt schon Stars sind, nicht gut ankommt. Dennoch hat er ein sehr guten Draht zu ihnen.“ Dabei habe Dino den schlechteren Kader als sein Vater Klaus Toppmöller, der die Mannschaft oftmals schnell motivieren konnte.
Für Steubing muss Toppmöller in den Transferentscheidungen des Vereins mehr eingebunden werden. Die Eintracht sei ein „zusammengekaufter Haufen“, bei der der Trainer mitentscheiden können sollte. Der 43-Jährige solle mehr mitteilen, welche Spieler er sich in seinem Team vorstellen kann und welche ihm am meisten weiterhelfen würden: „Er kennt ja das Budget und weiß, was finanziell möglich ist. Aber im Rahmen dessen muss er seine Vorstellungen mehr durchsetzen, denn er hat das Auge und die Fachkompetenz dafür.“ An einer weiteren Anstellung für die kommende Saison, habe Steubing nie gezweifelt. „Es war eigentlich von Anfang an klar, dass Dino bleibt. In all den Gesprächen, die ich geführt habe, war nie etwas zu spüren von einem grundlegenden Zweifel. Und das ist auch gut so!“






10 Kommentare
Sehr bedenkliche Worte. Zusammengekaufter Haufen und der Trainer sollte mehr mitentscheiden dürfen,sind für mich die Kernaussagen. Ja, wir müssen einen gewissen Weg gehen, dachte aber schon das Dino ein gewisses Mitspracherecht hat.
Das Transfer-Thema war doch bei Glasner schon das Problem und seine Beschwerden ein Grund für die Trennung.
Sollte das so weitergehen, dann könnte das ein Problem mit Krösche sein.
Die Zeit wird es zeigen
Warum ist Toppmöller da und darf auch bleiben ? Damit Krösche machen kann was er will.Siehe auch 2 Mannschaft.Neuer Trainer aus Paderborn .Na sowas.
Hallo liebe Eintracht-Gemeinde,
Sicher sollte DT Mitspracherecht haben, aber ich denke die sollte nicht soweit gehen, das er sagen kann, den oder den Spieler will oder brauche ich für das was ich spielen lassen möchte. Der Wunsch nach einem bestimmten Spieler ist ok, aber ich denke das die skills dieses Wunschspielers als Maßstab des Transfers letztendlich die Messlatte sein sollte.
Das soll nicht heißen das DT keine Ahnung hat, vielmehr spielen die Faktoren Verfügbarkeit, Preis und Lohn eine ebenso wichtige Rolle, wenn also der bestimmte Spieler nicht an den Main gelotst werden kann, sollte MK den Markt sondieren und einen Spieler mit ähnlichen Anlagen holen.
Wenn dies auch nicht klappt, muss sich die Sportliche Leitung sich einen Plan B überlegen.
Aber ich denke da werden die Verantwortlichen sicherlich die Optionen genau festlegen.
Also auf geht's, Forza SGE
Natürlich klingt es beim ersten Lesen bedenklich, dass Steubing durchblicken lässt, dass DT zu wenig Mitspracherecht hat (dabei sollte nicht vergessen werden, dass das Sportliche nicht die Kernkompetenz von Steubing ist und er hier eigentlich nur seine Meinung/Einschätzung abgibt - deswegen verpflichten Leute wie Steubing/Holzer ja auch Verantwortliche wie Bobic und Krösche, sonst könnten sie den Job ja auch selbst machen).
Damit können wir diese Analogie direkt weiter zu Krösche & DT spinnen: Krösche ist für langfristige Ausrichtung des Vereins und des Kaders verantwortlich. Die Halbwertszeit eines Trainers liegt in der Regel darunter, womit ein Trainer verpflichtet werden muss, der mit Spielern und Vereinsausrichtzung umgehen bzw. das fehlende Puzzlestück bilden kann.
Daher ist ein subtiles, despektierliches Unterstellen, dass der "Trainer Krösche aus Paderborn" hier seine Kompetenzen übersteigt bzw. DT nicht ausreichend mitreden lässt, eher unterkomplex. Krösche und Harding werden schließlich auch die Köpfe hinhalten müssen, wenn die Transferpolitik nicht zündet. Der Trainer muss seinen hinhalten, wenn es im Tagesgeschäft nicht läuft.
Bei allem sportlichen Erfolg, muss man auch bedenken das MK nicht immer alle Löcher hat stopfen können. Bisher fehlte es jede Saison an 1-2 wichtigen Stellen.
Natürlich ist mir klar, dass man nicht immer bekommen kann was man will und manchmal ist es besser keinen Spieler zu nehmen.
Am Ende kann ich sagen, wir “jammern auf hohem Niveau” mittlerweile und das ist eigentlich ein gutes Zeichen
Endlich mal ne DT Diskussion. Die letzte ist schon mind. 48 Stunden her und ich fühlte mich so leer.
Der Verein gibt zu 80-90% vor, was er von seinem leitenden Angestellten (Trainer) erwartet. Und der leitende Angestellte (Trainer) hat im Rahmen von 10-20% Mitspracherecht und hat das umzusetzen, was der Verein zu 80-90% vorgibt.
Hat der leitende Angestellte (Trainer) mehr Mitspracherecht, fehlt es an sportlicher Kompetenz im Verein. Damit hat der Verein keine Chance, langfristig sich zu entwickeln, sondern setzt nur auf kurzfristigen Erfolg.
Bestenfalls decken sich die Vorgaben des Vereins mit den Fähigkeiten des leitenden Angestellten. Zumindest sollten hier die erwähnten 80% Safe sein. Die restlichen 20% sind der Spielraum vom leitenden Angestellten, der so seine eigene Note mit reinbringen kann und dann bestenfalls den Unterschied ausmacht.
Wenn das so ist auch bei uns dürften keine Trainer mehr entlassen werden.
Aber was Sportvorstände so anrichten können haben wir ja bei anderen Vereinen gesehen
Wie sagte schon unser grosser Trainer
»Qualität kann man nicht trainieren. «
@@@@7. Dr. Hammer
01.07.2024 - 07:29 Uhr wenn du das richtig liest geht es eher in Richtung Krösche.
und der hat ja OG schon im Regen stehen lassen.
Dachte wohl mit einem Neuling läuft es besser
Dazu passte ja auch zum Schluss als es gelaufen war das Anzählen in Richtung DT
Es bleibt spannend
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