Mit Hugo Ekitikié, Elye Wahi, Michy Batshuayi und Neuzugang Jonathan Burkhardt ist die Frankfurter Eintracht nach dem aktuellen Stand im Sturm sehr gut aufgestellt. Wer am Ende tatsächlich nach dem 30. August im Kader stehen wird, steht natürlich noch in den Sternen. Um Ekitiké ranken sich weiterhin die Abgangsgerüchte und es könnte sich ein langer Poker bis zum Ende der Transferphase anbahnen. Dann würde die Aufmerksamkeit noch stärker auf dem erst kürzlich verpflichteten Mainzer Neuzugang Burkhardt liegen. „Eintracht ist für Stürmer der Himmel!“, betont der ehemalige SGE-Profi Jan Åge Fjørtoft in der „BILD“. Der Norweger ging selbst von 1999 bis 2001 mit dem Adler auf der Brust auf Torejagd und machte sich mit seinem legendären Übersteiger Tor gegen Kaiserslautern am Main unsterblich. Auf den neuen Angreifer der Frankfurter hält er große Stücke: „Er hat in Mainz eine beeindruckende Saison gespielt und sich den Verein gewählt, der oft genug gezeigt hat, dass er Stürmer besser machen kann. Das liegt nicht am guten Wasser im Profi-Camp, sondern an den dort handelnden Personen. Er weiß, dass er sich in Frankfurt weiter entwickeln kann.“ In der Tat betonte der rund 21 Millionen schwere Neuzugang immer wieder, dass sein Wechsel zur Eintracht nichts mit seinem Fan-Dasein zu tun hat, sondern ausschließlich mit der sportlichen Perspektive. „Jonny ist sehr flexibel, kann vorn sowohl alleine als auch in einer Doppel-Spitze spielen. Er hat eine tolle Abschlussqualität, arbeitet sehr hart und kann inzwischen auch gut den Ball halten. Da hat er sich wirklich verbessert. Ich bin sicher, wir werden viel Freude an ihm haben.“ Mit Burkhardt hat die SGE womöglich den zukünftigen Nummer eins Stürmer der deutschen Nationalmannschaft verpflichtet. Einen Vollprofi, der in Frankfurt einiges erreichen will.
Aufgeben oder lernen
Wer zukünftig an seiner Seite stürmen könnte, steht noch in den Sternen. Der teure Winterzugang Elye Wahi hat bisher noch nicht viele Argumente für seine Seite gebracht. Fjørtoft bittet jedoch um Geduld für den 22-Jährigen: „Ich weiß es aus eigener Erfahrung: Du brauchst als Stürmer auch Glück, um zu funktionieren. Wenn du mal das Selbstvertrauen verloren hast, sitzt du da und rätselst, was los ist. Als Verein musst du es dann in Kauf nehmen, dass es auch mal länger dauert, bis der Knoten platzt. Gerade bei Stürmern. Oder dass es sogar mal schiefgeht, wenn der Spieler nicht zur Fußball-Kultur passt.“ Etwas, das die Frankfurter auf jeden Fall verhindern möchten. Der Franzose soll rund 26 Millionen Euro gekostet haben und wäre im schlimmsten Fall damit ein sehr kostspieliges Missverständnis. „Als Spieler hast du nur zwei Möglichkeiten: Entweder gibst du auf, oder du schaust dir was von anderen ab. Bei Eintracht gibt es genügend Beispiele aus der Vergangenheit, von denen du lernen kannst. Und Trainer Toppmöller wird ihm helfen, Lösungen zu finden. Aber er hat auch das Recht, viel zu verlangen – Eintracht spielt schließlich in der Champions League! Wahi muss also selbst den Code knacken. Am Ende kommt es vor allem auf ihn an.“ Die neue Saison kann für ihn ein Neustart sein. Wahi kann die komplette Vorbereitung mitmachen und durch die Verpflichtung von Burkhardt und die unklare Zukunft von Ekitiké sollte das Medienecho weniger auf seinen Schultern lasten. Dass der in Courcouronnes geborene Stürmer ein guter Fußballer ist, hat er in der Vergangenheit schon gezeigt. Nicht umsonst beobachtete Markus Krösche ihn schon seit mehreren Jahren.
Ekitiké weg? – Aber wohin?
Ungewisser ist die Situation von Hugo Ekitiké. Dass der Stürmer über herausragende Fähigkeiten verfügt und ein Unterschiedsspieler sein kann, ist allseits bekannt. Wie lange er diese Qualitäten allerdings noch für die Adlerträger auf den Platz bringt, ist hingegen völlig offen. Hartnäckig halten sich die Gerüchte um Chelsea, Manchester United, Liverpool und zuletzt auch Newcastle United. „Natürlich hoffen wir alle, dass er bleibt“, erklärt Fjørtoft. „Mal abwarten. Chelsea hat jetzt Gittens und Delap geholt, Arsenal sucht mehr einen klassischen Neuner. Bei Manchester United kann es sein, dass du absteigst! Mit Eintracht spielt er Champions League. Und Liverpool wird nach dem Wirtz-Transfer erst mal schauen, was sie noch brauchen. Ich denke, die Ekitiké-Seite wird schon genau überlegen, was sie macht.“ Nachdem zum Ende der letzten Saison niemand mehr mit einem Verbleib gerechnet hatte, scheint gerade tatsächlich ein weiteres Ekitiké-Jahr in Frankfurt nicht ganz ausgeschlossen. Die perfekte Option scheint sich noch nicht aufgetan zu haben und auch die geforderte Ablösesumme dürfte einige Teams abschrecken. Zumindest die Vorstellung von Burkhardt, Wahi, Ekitiké und dahinter Batshuayi, die alle zusammen funktionieren, dürfte die Herzen der Frankfurter Fans für den Moment höher schlagen lassen.






6 Kommentare
Für Stürmer ist Frankfurt momentan wirklich der perfekte Spielplatz.🤗
Burkhardt bringt uns mit seinem Dauerpressing sofort Wucht und Tiefe, 18 Buden in Mainz sagen alles.
Wahi hatte letztes Jahr den Kopf voll, kam verletzt und musste sich an Land, Sprache und Spielidee gewöhnen. Jetzt kriegt er eine komplette Vorbereitung und weniger Scheinwerfer - der Junge kann nur besser aussehen.
Spannend bleibt Ekitiké: wenn England irgendwann 60 + x Millionen überweist, ist er wohl weg, sonst haben wir das vielleicht gefährlichste Trio der Liga.
Ich finde Batshuayi rundet das Paket als erfahrener Joker ab, hoffentlich kann er auch im 2. Jahr Fuß fassen.
Wir stehen im Sturm besser da als seit Haller/Rebić/Jović, aber bis 30. August ist noch Pokerzeit - erst dann wissen wir, ob’s echter Himmel wird oder doch nur ein schöner Traum.
Wenn ich es mit heute aussuchen dürfte, Ekitike behalten oder 100 Millionen? Ich würde ihn behalten. Das war bei Marmoush noch anders. Wir sind jetzt aber stabiler und haben CL Einnahmen.
Geht mir genauso...nur der Spieler will seinen Zahltag...und ich gönne es ihm....
Ekitike wechselt sicherlich nicht für 60 mios + X ! Der blinde Gittens wechselt für solche Summen! Wenn Krösche 100 sagt , meint er auch 100, da sind 90 Minimum!
Natürlich wäre das beste er bleibt , ist natürlich ein Traum, das die besten bleiben, beide Hugos usw. Und nur die Bank oder Tribünen Spieler gehen 😃
Exakt, wenn Ekitike selbst den Wechselwunsch hinterlegt, dann wird natürlich anders verhandelt. Denn dann soll es ja auch zur Zufriedenheit aller ablaufen. Aus der "Ferne" gibt es bei Ekitike aber keine Anzeichen. Bei Muani damals hatte es sich durch den Wechsel des Beraters ja schon Monate zuvor irgendwie angedeutet und es gab ich schon früher Gerüchte über den klaren Wechselwunsch. Bei Ekitike vernimmt man (ich) zumindest an der Oberfläche in den Medien bisher keine Signale.
Es gab ein wenig Signale, Ekitiké hat auf X oder Insta oder so scheinbar eine Foto-"Story", also eine Bildzusammenstellung gepostet, die das letzte Jahr resümiert mit einem Kommentar in der Art von "war eine tolle Zeit", was ihm dann so ausgelegt wurde, als würde er in der Vergangenheit reden und das jetzt Geschichte sein. Es ist schon zu erwarten, dass der Deal zustande kommt, wenn ein Verein ihm 20 Mio. Gehalt und der Eintracht 90+Boni hinlegt. Das heißt aber noch lange nicht, dass er sich wegstreiken würde. Im Gegensatz zu Kolo merkt man ihm die Dankbarkeit an und auch, dass er ein Teamplayer ist, wie er Späße mit allen macht und selbst Freude an der Arbeit hat.
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