Die Frauen der Frankfurter Eintracht haben das erste Heimspiel des Jahres für sich entschieden. Gegen Bayer Leverkusen triumphierte die SGE am heutigen Samstag mit 1:0. Den goldenen Treffer des Tages erzielte Rebecka Blomqvist. Die Adlerträgerinnen bleiben damit in Schlagdistanz zum begehrten dritten Tabellenplatz. Die Konkurrenz kann die Eintracht allerdings am morgigen Sonntag noch überholen.
Im Vergleich zum 2:2-Unentschieden gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende rotierte Cheftrainer Niko Arnautis auf drei Positionen. Nadine Riesen, Elisa Senß und Rebecka Blomqvist standen neu in der Startelf. Dafür nahmen Remina Chiba, Pia-Sophie Wolter und Lisanne Gräwe auf der Bank Platz. In den ersten zehn Minuten erwischte die Werkself den besseren Start in die Partie. Nach fünf Minuten landete der erste Abschlussversuch in den Armen von SGE-Torhüterin Lina Altenburg. Kurz darauf wurde es deutlich gefährlicher, als sich ein Schuss von Vanessa Fudalla an den Außenpfosten drehte. In der Folge konnten sich die Adlerträgerinnen aus dem hohen Pressing der Gästinnen befreien und lieferten selbst mehr Spielakzente. Richtig brenzlig wurde es zunächst allerdings nicht. Dafür fehlte die entscheidende Präzision im letzten Drittel. Aber auch die Leverkusenerinnen versuchten es fast ausschließlich aus der Distanz und brachten Altenburg nicht wirklich ins Schwitzen. Die erste richtig gefährliche Aktion der ersten Halbzeit trug sich nach einer knappen halben Stunde zu. Die auffällige Fudalla kam im Strafraum an den Ball und verschaffte sich mit einer guten Körperbewegung Platz. Altenburg wäre bei ihrem Schuss wohl geschlagen gewesen, doch der Ball erwischte erneut nur das Aluminium. Nach dieser Szene schien nochmal ein Ruck durch die Eintracht-Frauen zu gehen. Nur kurz darauf hätte Blomqvist beinahe die Riesengelegenheit zur Führung gehabt. Leverkusens Torhüterin Friederike Repohl war aber rechtzeitig zu Stelle. Wenige Minuten später war es dann Géraldine Reuteler, die aus der Distanz nur knapp verzog. Wieder nur fünf Minuten später war erneut die Schweizerin im Fokus, die nach einem schönen Steckpass von Ereleta Memeti an Repohl scheiterte. Allerdings verletzte sich die Torfrau bei der Aktion und musste durch Rafaela Borggräfe ersetzt werden. Damit war aber auch erstmal die Chancenflut der SGE beendet und das Spiel trudelte in die Halbzeitpause.
Blomqvist bringt SGE auf die Siegerstraße
Die Adlerträgerinnen starteten mit Elan in den zweiten Durchgang. Bereits nach drei Minuten wurde Laura Freigang rechts im Strafraum mal freigespielt. Der Abschluss der Kapitänin wurde allerdings zur Ecke geblockt. Diese brachte nichts ein. Nach 55 Minuten wurde Memeti knapp hinter Mittellinie zu Fall gebracht und es gab Freistoß für die Eintracht. Die Gefoulte selbst brachte den Ball scharf in den Strafraum, wo Nicole Anyomi nach einem unübersichtlichen Gewusel auf Blomqvist ablegte. Die Schwedin kam auf Höhe des Elfmeterpunkts an den Ball und sorgte mit einem wuchtigen Flachsschuss für die 1:0-Führung. Der Treffer schien weitere Energie freizusetzen, denn der Eintracht-Druck nahm in den Folgeminuten weiter zu. In der 62. Minute setzte es direkt hintereinander gleich drei Eckbälle für die Heimmannschaft. Profit konnte daraus allerdings nicht geschlagen werden. 20 Minuten vor dem Ende nahm Arnautis dann den ersten Wechsel vor. Gräwe kam für die Torschützin Blomqvist in die Partie. Im Anschluss hatte Freigang dann die große Chance auf die Vorentscheidung. Nach einem Konter schüttelte die 28-Jährige ihre Verfolgerin ab und war frei vor der herausgeeilten Borggräfe. Ihr Abschluss war zu ungenau und ging rechts am Kasten vorbei. Auch die Leverkusenerinnen kamen immer wieder weit in die gegnerische Hälfte. Für richtige Gefahr konnten sie in dieser Phase aber nicht sorgen.
Viele Konter und große Defensivlücken
In der 80. Minute ging dann Reuteler vom Platz. Für sie kam Chiba. In der Schlussphase warfen die Gästinnen nochmal alles nach vorne und die SGE war größtenteils mit Verteidigen beschäftigt. Arnautis reagierte nochmal und brachte Jarne Teulings für Anyomi. Durch das hohe Anlaufen der Leverkusenerinnen boten sich allerdings auch Räume. Bei einer Konterszene in der 90. Minute war die Eintracht mit drei zu eins in der Überzahl. Freigangs Ablage auf Chiba kam allerdings zu ungenau und der Ball konnte noch geklärt werden. Kurz darauf hatte erneut Freigang frei und allein vor dem Tor die Entscheidung auf dem Fuß. Der Ball ging allerdings von Pfosten zu Pfosten und wurde dann von Borggräfe aufgesammelt. Man spürte, dass die Eintracht unbedingt das zweite Tor machen wollte. Allerdings zeigte sich die Hintermannschaft in den letzten Minuten teilweise viel zu offen, wenn man bedenkt, dass die SGE in Führung lag. Die Werkself konnte aber keinen Profit mehr daraus schlagen, auch weil Sara Doorsoun ein herausragendes Spiel machte. Eintracht Frankfurt fährt also diesen wichtigen Heimsieg ein und schiebt sich damit zumindest vorübergehend auf Platz fünf. Weiter geht es bereits am kommenden Wochenende. Dann trifft die SGE auswärts auf Carl Zeiss Jena.






3 Kommentare
Ich hab das Gefühl das die komplette Mannschaft eine Klasse schlechter spielt als letzte Saison. Reuteler ein Schatten ihrer selbst, Anyomi kaum zu sehen, Riesen quasi wirkungslos. Oder sind die anderen Teams so viel besser geworden?
@ Redaktion
Gast - Gäste ist geschlechterneutral. Muss also gar nicht gegendert werden.
Es las sich für mich etwas ungewöhnlich.
Ähnlich wie bei den Männern...sorry diese Vorlage musste ich verwerten..)
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