Im letzten Spiel von Interimstrainer Dennis Schmitt verlor die Eintracht mit 1:3 gegen Bayer Leverkusen. Schmitt sah beim Heimduell mit der Werkself zwei unterschiedliche Halbzeiten: „Es waren zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Wir hatten uns eigentlich das, was wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben auch für die erste Hälfte vorgenommen. Wir waren aber zu passiv, haben Leverkusen wieder den Ballbesitz und in ihr Positionsspiel reinkommen lassen.“ So führten die Gäste aus Leverkusen zur Pause bereits mit 2:0.
Eigentlich war man ganz gut in die Partie reingekommen und in der fünften Minute gab es eine Aufregerszene, die die Beteiligten auch nach Abpfiff noch beschäftigte. Arnaud Kalimuendo wurde im Strafraum deutlich von Robert Andrich getroffen (4.), Schiedsrichter Robert Schröder entschied nach Ansicht der Bilder aber auf keinen Strafstoß. Eine bittere Entscheidung für die SGE: „Ich hatte im Spiel eine ganz gute Sicht und für mich ist das ein klarer Treffer und ein Elfmeter. Aber jetzt bringt es nichts ewig darüber zu sprechen, weil die Entscheidung so gefallen ist. Aber das hätte uns natürlich eine große Möglichkeit auf die Führung gegeben und dem Spiel eine andere Dynamik“, hatte Schmitt es anders gesehen. Nach der Situation wurden die Hausherren immer passiver. Die Gäste übernahmen langsam die Kontrolle über die Partie. Der eigentliche Frankfurter U21-Trainer begründete, man habe nicht mutig genug im hohen Pressing agiert. Leverkusen habe sich immer wieder aus dem Druck befreit und die Hessen hätten dann hinterherlaufen müssen, analysierte Schmitt.
„Wir waren deutlich intensiver und machen folgerichtig das 2:1“
Die Zuschauer im Deutsche Bank Park sahen im zweiten Durchgang eine verbesserte SGE. Mit der Performance zeigte sich im Nachgang der 32-jährige Interimscoach zufrieden: „In der zweiten Halbzeit haben die Jungs gezeigt, was in ihnen steckt. Wir waren deutlich intensiver und haben folgerichtig das 2:1 gemacht.“ Im Nachgang einer Ecke erzielte Kapitän Robin Koch sein drittes Saisontor. Man merkte deutlich, wie die Gastgeber zielstrebiger, aggressiver und selbstbewusster wurden. Die Bemühungen bekamen aber einen deutlichen Rückschlag: Ellyes Skhiri sah nur knapp zwei Minuten nach einer Gelben auch noch die Gelb-Rote Karte. Ein echter „Nackenschlag“, wie Schmitt es nannte. Auch zu zehnt erspielte man sich noch einige aussichtsreiche Gelegenheiten, doch Bayer machte in der Nachspielzeit mit dem 3:1 alles klar. Für Schmitt ein ärgerliches Ende einer verbesserten zweiten Hälfte.
Zum Ende der kurzen Amtszeit des Interimsduos ergibt sich eine ernüchternde Bilanz von vier Niederlagen aus vier Spielen. Damit geht vor der Ankunft vom neuen Cheftrainer Albert Riera die Abwärtsfahrt der Eintracht weiter. Nur ein Sieg aus den letzten 13 Pflichtspielen sind eine erschreckende Bilanz für einen Verein, der als Ziel die internationalen Plätze haben muss. Bereits jetzt sind es acht Punkte Abstand auf den sechsten Platz in der Tabelle. Für den Spanier, der im Umfeld sehnsüchtig erwartet werden dürfte, könnte die Herausforderung und die auf ihn zukommende Arbeit nicht größer sein. Wie die Übergabe zwischen dem aktuellen Trainerduo und dem neuen Coach ablaufen wird, konnte Schmitt noch nicht sagen. Immerhin war die Leistung der zweiten Hälfte gegen Bayer 04 so, dass man an sie anknüpfen sollte. Viel Zeit bleibt zu Beginn aber nicht. Riera wird am Montag in Frankfurt erwartet, nur vier Tage bleiben bis zum nächsten Auswärtsspiel in Berlin.






12 Kommentare
Ich hatte hier am letzten Mittwoch schon geschrieben, wenn Schmitt gegen Leverkusen das sagen hat, wir die Punkte per Post verschicken können. Und genau so ist es gekommen.
Ich glaube mit DT hätten wir in den vier Spielen vielleicht 1-2 Punkte geholt. Schmitt hat nichts verändert, obwohl er in den Pks immer davon gesprochen hat einiges zu verändern.
Was hat er verändert? Er hat immer wieder die selben Verdächtigen in die Startelf gestellt. Unglaublich. Shkiri, Doan, Götze hätten zur Halbzeit ausgewechselt gehört, wegen schwacher Leistung. Dann läßt Schmitt Shkiri mit der gelben Karte auch noch auf dem Platz. Das passiert noch nicht mal einem Anfänger. Zum Glück ist dieses Thema jetzt erledigt. Es hätte vielleicht für einen Punkt reichen können.
Ich habe das Spiel Hamburg gegen Bayern gesehen. Da konnte man sehen wie man gegen die Top Mannschaften bestehen kann. Die Hamburger haben gebissen von der ersten bis zur letzten Minute. Dagegen war unser Spiel zumindest in der ersten Halbzeit Schlafwagenfußball. Der Trainer kann mir nicht erzählen dass das nicht so gewollt war. Von wegen gut ins Spiel gekommen.
Weiß nicht was erschreckender ist:
- seine Punkteausbeute als Interim
- seine Spielweise
oder noch viel schlimmer:
- dass er der Trainer der U21 ist
Was ein Meckerportal hier nur noch
@4 ja, leider... Ich kann die Idee, mit Schmitt für ein paar Spiele (bis der neue da ist) einen neuen Impuls zu setzen, eine neue Ansprache zu bekommen, gut verstehen. Es hat leider nicht geklappt - hinterher ist man immer schlauer. Hier wollten so viele Toppmöller lieber früher als später vom Hof jagen, dann war es aber auch nicht recht. Ab morgen beginnt ein neuer Abschnitt und ich finde es gut, dass man sich die Zeit genommen hat, den hoffentlich richtigen Trainer zu bekommen. Wie es mit Toppmöller gelaufen wäre, ist zudem reine Spekulation. Nicht auszudenken, was hier bei ähnlichen Ergebnissen losgewesen wäre, wenn Toppmöller bis heute im Amt geblieben wäre.
Seh ich auch so,
Ich fand die 2. Halbzeit durchaus positiv und es gibt Grubd zur Hoffnung.
Hier wird halt immer viel Schwarz/Weis gemalt:
Zu Beginn: Bayern Jäger Nr. 1
Jetzt: Wir steigen ab
Dazwischen gibt es hier zu wenige „gemäßigte“ Stimmen mit realistischer Einschätzung.
Läuft es gut? Weis Gott nicht.
Ist es das Ende der Eintracht? lange noch nicht
Bleiben wir ehrlich, Schmitt war ein Totalflopp und das vorallem wegen mangelndem Mut für eigene Ideen und der verpassten Chace, Kampf und Leidenschaft zu entfachen.
Schade
Gude zusammen,
ich finde es in den letzten Wochen zunehmend anstrengend und frustrierend. Es liegt nicht an der Eintracht. Das könnte man meinen, denn es ist gerade oft nicht sehr erfreulich, was und wie wir spielen.
Keine Frage.
Ich bin auch frustriert über die Eintracht und das darf man durchaus auch sein, denke ich. Aber erstens finde ich, dass es immer noch unser, mein Verein ist. Und das ist er halt eben nicht nur dann, wenn es gut oder annehmbar läuft. Und zweitens finde ich, dass Spieler und Trainer und Manager und Fans des Vereins zwar kritisiert werden dürfen, aber da gibt es Grenzen.
Und die Art und Weise wie kritisiert wird, zeigt meiner Meinung nach nicht nur eine Haltung gegenüber dem Fußball, sondern gibt auch immer Zeugnis über die Haltung gegenüber Menschen.
Was mich gerade total runterzieht, ist die Stimmung hier im Forum. Damit meine ist die Art und Weise, wie manche hier Unzufriedenheit, Frust, Gift verbreiten.
Gleichzeitig gibt es auch ein gewisse Art, ich nenne es mal besser, "Besserwissertum" und "Sich über den andere stellen", die für mich auch dazu gehört, was mich frustriert.
"Früher" ( ich weiß, ein dehnbarer Begriff, aber ich kann es nicht genauer sagen), so meine ich, gab es ein paar wenige übliche Verdächtige, die recht einseitig negativ und despektierlich geschrieben haben.
Die konnte man überlesen.
Aber ich habe den Eindruck, dass das inzwischen auch auf andere übergegriffen hat oder/und dass es mehr werden. Oder es kommt mir zumindest so vor.
Es kann natürlich auch sein, dass ich empfindlicher werde.
Da kann sich jeder selbst prüfen und ich beziehe mich da auch mit ein.
Ich merke, dass ich häufiger die Lust verspüre, jemanden sehr deutlich zu sagen, wie unmöglich ich seine Art finden. Blöderweise kommen mir dabei andere und weniger passende Worte als "unmöglich" in den Sinn, die ich eben nicht aussprechen (schreiben) möchte. Weil es mich eben immer häufiger so frustriert und auch zunehmend wütend macht.
Ich muss jetzt mal eine Pause machen.
Ich möchte euch mit meinen Worten nicht moralisch irgendetwas reindrücken, sondern tatsächlich versuche ich gerade, mich (und Euch) zu schützen. Und klar, ehrlich gesagt würde ich mich auch freuen, wenn es den oder anderen zum Nachdenken anregt und am besten natürlich die "Richtigen".
An alle: Macht es gut und ich hoffe, dass die Pause nicht zu lange dauert.
Und an einige hier adressiert: ich werde Eure Kommentare und Beiträge vermissen.
P.S. Ich hoffe, es ist klar, dass meine Reaktion nicht spontan oder kurzschlussartig ist, sondern ein Ergebnis der letzten Wochen und Monate.
jeder b klassen trainer hätte den vorher ausgewechselt
schon lange vor der gelben karte
Leute, es geht hier nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um unsere SGE. Zumindest das sollte uns vereinen.
Schmitt/Meier jetzt weithin zu kritisieren, zu was soll das führen. Die beiden waren absolut engagiert und zeigten vollsten Einsatz. Es waren MK's Entscheidungen Toppmöller zu entlassen, bevor er einen Nachfolger hatte und Schmitt/Meier zu vertrauen.
MK verschenkte somit Zeit und Punkte.
Nur mal so...Urs Fischer kam zum Karnevalverein und holte in neun Spielen vier Siege, vier Unentschieden, bei nur einer Niederlage. So gut kann es zwar nicht immer laufen, aber bei uns war's der absolute Super-Gau. Null Punkte in vier Spielen, dazu noch auch die, zwar geringe, Chance in der CL verspielt. Die Adresse für Kritik ist unbestritten Krösche, nicht nur für die Zeit nach Toppmöller, auch für die ganze bisherige Saison. Wer zu Recht für vieles gelobt wurde, muss sich jetzt auch Kritik gefallen lassen und damit auch richtig umgehen. Smarte Interviews mit den immer ähnlichen Standardtaussagen sind da nicht dienlich. Wie auch hier im Forum geschrieben wurde, würde eine kommende Saison ohne die europäischen Einnahmen die Eintracht schwer treffen und in zukunftsorientierten Entscheidungen erheblich einschränken. Darum geht's, das sollte jedem bewusst sein.
Mir bereitet die Ausage im Interview vom Kicker mehr Sorge, man möchte mehr positvien Vibe oder auch Stimmung mit den neuen Trainer in die Mannschaft bringen! Stellt sich die Frage, ist die Mannschaft ein 11er Rat? (Ironie on/off) Diese Einschätzung, bei dieser Form der Mannschaft, reicht mit Sicherheit nicht aus. Mag der Trainer viel positives mitbringen, die Spieler sind die selben und ohne einen Plan, wird es wohl bis zur Sommerpause eine Hängepartie werden. Absteigen, sicherlich nicht, aber es wird Veränderungen im Kader geben müssen und hoffentlich hört Krösche dem neuen Trainer bei seinen Einkaufswünschen zu.
Also jetzt auf dem Schmitt rumzuhacken ist ja wohl völlig daneben. Was hat er da spontan für einen schwierigen Job übernommen? was war die Vorgabe? was hat er für eine Perspektive bei den Profis?
Danke für den Einsatz in den letzten Wochen und Danke für deinen Einsatz auch in Zukunft im Nachwuchs. Das ist eine ganz wichtige Aufgabe für unseren Verein und ich hatte gestern keine schlechten Eindruck, besonders in der zweiten Halbzeit!
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