Das 0:0 bei St. Pauli war tabellarisch zu wenig für die Frankfurter Eintracht. Neun Punkte steht die Siebtplatzierte SGE hinter Bayer Leverkusen. Für die Hessen geht es am Samstagmittag gegen Schlusslicht Heidenheim. Für Albert Riera aber keinen Grund, das Spiel auf die lockere Schulter zu nehmen: „Ich habe es meinen Spielern schon gesagt: Es spielt keine Rolle, gegen wen wir spielen. Wir brauchen immer dieselbe Energie und Bereitschaft auf dem Platz. Wenn ich nach dem Spiel in ihre Gesichter schaue, sollen alle so aussehen, dass sie ihr Bestes gegeben haben. Morgen müssen wir die Tabellensituation vergessen, weil es auf jeden Fall schwierig wird. Wir spielen um Europa, aber sie spielen darum, nicht abzusteigen. Es kommt auf die Mentalität an, egal gegen wen wir spielen. „
Der Spanier erwartet defensiv eingestellte Heidenheimer, die mit nur 14 Punkten zehn Zähler vom rettenden Ufer entfernt sind. „Sie werden tief stehen und auf unsere Fehler warten. Wir müssen also aufmerksam sein und die Gegenangriffe stoppen. Die Stürmer brauchen gute Bälle, um in gefährliche Situationen zu kommen. Sie müssen aber auch die Verteidiger rausziehen, das haben wir alles geübt diese Woche.“ Wie gewohnt, setzt Riera seine Mannschaft aber nicht unter Druck: „1:0 und 5:0 geben die gleichen Punkte. Für mich ist das Wichtigste, wie wir spielen. Sie werden auf ein knappes Ergebnis aus sein. Manchmal ist auch ein 5:0 kein großartiges Spiel gewesen.“
Defensiv besser als Bayern und Dortmund, offensiv aber zu ungefährlich
Die schwierigste Aufgabe seit seiner Ankunft hatte Riera definitiv mit der Defensive, die in jedem der vorherigen fünf Spiele drei Gegentore kassierte. Unter dem Fortschritt von vier Gegentoren aus fünf Spielen unter Riera, litt die Offensive etwas. „In den letzten zwei Spielen haben wir vier Schüsse aufs Tor zugelassen. Bayern und Dortmund haben in Überzahl mehr zugelassen. Aber um Spiele zu gewinnen, musst du natürlich Tore schießen und Chancen kreieren. Wir haben diese Woche viel daran gearbeitet und trainiert, wie wir Chancen erarbeiten können. Diesen Fortschritt werden wir morgen hoffentlich sehen. In der letzten Zone will ich keinen ängstlichen Spieler sehen. Wir brauchen auch riskante Bälle in unserem Angriffsspiel.“
Eine Schlüsselfigur im Angriff wird erneut Arnaud Kalimuendo sein. Der Winterneuzugang agierte nach seiner Ankunft als Sturmspitze, weichte nach der Rückkehr von Jonathan Burkardt aber auf den rechten Flügel aus. Bislang ist es noch nicht gut genug gelungen, ihn gefährlich einzusetzen. Riera sieht das Problem allerdings eher im Kollektiv und nicht bei Kalimuendo alleine: „Kalimuendo hat gegen Bayern auf dem rechten Flügel gespielt. Er war sehr gefährlich und hat einen fantastischen Job gemacht. Gegen Pauli war das Problem, dass wir die Offensive nicht genug gefüttert haben. Aber ich spiele mit den Flügeln als zweite Stürmer. Ich will, dass er die Gegner mit Läufen überrascht. Das haben wir gegen Pauli nicht geschafft.“
„Müssen erst verstehen, wie wir spielen wollen“
Mit Can Uzun und Younes Ebnoutalib fehlen zwei Offensivspieler, die der SGE sehr weiterhelfen würden. Zwar sind die beiden wieder auf dem Platz, aber werden gegen Heidenheim noch nicht in den Kader zurückkehren. „Sie sind physisch noch nicht bereit. Ich brauche aber Bankspieler, die bereit sind. Zweitens müssen sie erst verstehen, wie wir spielen wollen. Unter der Woche wirkten sie wie von einem anderen Team. Ich bin kein Trainer, der seine Spieler auf den Platz stellt und sagt: Spiel. Wenn sie auf den Platz kommen, müssen sie genau wissen, was sie zu tun haben. Mit dem Ball haben sie eine unglaubliche Qualität, aber sie müssen dem Team auch gegen den Ball helfen. Wenn sie das verstanden haben, dann können sie wieder spielen.“ Riera konnte auch ein Update zu den anderen verletzten Spielern geben: „Ansgar Knauff macht es gut, vielleicht wird er nächste Woche wieder bei uns sein, genauso wie Arthur Theate. Rasmus Kristensen ist noch weit davon entfernt.“






4 Kommentare
Drei Punkte, wie ist egal!
Ich erwarte das es endlich "Klick" macht in der Offensive.
Das alle in Bewgung sind, Lücken reißen,hinterlaufen,überlaufen. Eins gegen eins gehen.
Aus der zweiten Reihe abziehen.
Den Gegner permanent stressen.
Und gewinnen.
Klingt gut, da bin ich dabei 😂
Man sieht am Spiel Genk gegen Freiburg, was die Einstellung ausmachen kann. Man muss immer Vollgas geben.
Hoffentlich hat der Albert Recht.
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