Seit dieser Woche hat die Frankfurter Eintracht einen neuen Trainer. Nach der Entlassung von Dino Toppmöller wurde das Team zwei Wochen lang von Dennis Schmitt und Alexander Meier betreut und trainiert. „Sie haben alles dafür getan, dass die Mannschaft eine gewissen Struktur wieder zurückbekommt, dass die gewisse Abläufe wieder reinbekommt und das sie als Team wieder zusammengerückt sind“, bedankt sich Markus Krösche bei den beiden Trainern. Schmitt und Meier werden nun wieder in ihre Jugendmannschaften zur U21 und U19 zurückkehren. Die Strippen zieht ab dieser Woche Albert Riera. Der spanier kam von NK Celje aus Slowenien.
Lange Bekanntschaft zwischen Krösche und Riera
„Als wir uns von Dino getrennt haben, habe ich ihn kontaktiert und ihn gefragt, ob er sich das vorstellen könnte, für Eintracht Frankfurt zu arbeiten“, erklärt Krösche die schnelle Kontaktaufnahme mit Riera. „Er hat relativ schnell ja gesagt. In den letzten zwei Wochen haben wir versucht mit dem Klub entsprechende Lösungen zu finden, was wir letztendlich auch geschafft haben. Wir freuen uns jetzt auf die gemeinsame Zeit.“ Krösche und Riera kannten sich bereits vorher. „Wir haben uns das erste Mal vor zweieinhalb Jahren getroffen und haben über Fußball gesprochen. Es war sehr interessant, mit ihm über diese Themen zu sprechen.“ Auch der Spanier erinnert sich: „Seit dem Gespräch habe ich Eintracht noch mehr verfolgt und seit dieser Zeit war ich interessiert.“
Krösche betont, was für Riera gesprochen hat: „Auf der einen Seite passt er zu dem Spielstil, wie wir Fußball spielen wollen. Er spielt offensiven und mutigen Fußball und ist in der Lage, Spieler weiter zu entwickeln. Das sind Dinge, die für Eintracht Frankfurt wichtig sind. Es ging darum, jemanden zu finden, der zu uns passt. Die offensichtlere Lösung ist nicht immer die beste Lösung. Für uns war es wichtig die beste Lösung für Eintracht Frankfurt zu finden.“ Dabei hat es keine Rolle gespielt, dass der 43-Jährige kein deutsch spricht. „Die Amtssprache bei uns im Sport ist englisch. Sitzungen sind in der Vergangenheit auch immer schon auf englisch gewesen und auch die Spieler sprechen englisch untereinander.“
Schnelle Lösungen gefordert – Riera setzt auf Selbstvertrauen
Bereits am Freitag steht für Riera das erste Spiel an, wenn die SGE bei Union Berlin zu Gast ist. Darüber, dass noch nicht alles klappen kann, ist er sich bewusst. „Im Fußball hat man keine Zeit. Wir wollen alle das nächste Spiel gewinnen. Sicherlich brauchen wir Zeit, um den Spielern die Anweisungen zu geben. Wenn wir diesen Schritt machen können, wird man den Wechsel schon im nächsten Spiel sehen können. Wir werden sehen, wann wir an unser Limit kommen. Es ist ein Prozess. Die Spieler wollen Lösungen und Klarheit darüber, was zu tun ist – genau das werde ich angehen. Ich möchte sie davon überzeugen, dass sie stark sind, an ihre Qualität glauben und Selbstbewusstsein entwickeln. Ich bin sehr motiviert. Wir haben alles, was ein guter Klub mitbringen muss.“
In der letzten Zeit unter Toppmöller hatte man Eindruck, dass viele Spieler nicht bei 100% sind und ängstlich in ihre Aktionen gehen. Gerade in der Defensive machte sich die Unsicherheit bemerkbar. „Um Spiele zu gewinnen, braucht man viele gute Dinge. Ein Spieler mit 50% Selbstvertrauen ist voller Power. Ein Spieler ohne Selbstvertrauen ist ängstlich, macht sich Gedanken auf dem Feld und sieht schlecht aus. Unsere Spieler müssen gut aussehen, stark und schnell sein. Das ist der Weg, wie wir arbeiten. Wenn du ein Problem hast, was du nicht lösen kannst, hast du ein Problem. Aber im Fußball, wenn du weißt, wie du in jeder Situation verteidigen musst und was du mit dem Ball machen sollst, gibt es kein Problem. Ohne Gedanken hat man Selbstvertrauen. Ich war selber Spieler weiß, was man mit Selbstvertrauen machen kann.“ Auch Sportvorstand Krösche gibt die Marschroute für die nächsten Spiele vor: „Es geht jetzt erstmal darum, gewissen Prinzipien und eine Stabilität reinzubekommen. Dass wir auch in der Lage sind, wieder Spiele zu gewinnen.“
„Weniger Fehler als der Gegner machen“
Auch die vielen Fehler waren ein bekanntes Thema in der Vergangenheit. Damit wird sich Riera in der nächsten Zeit auch befassen. „Es geht auch darum, weniger Fehler als der Gegner zu machen. Wenn wir den Ball verlieren, dann weil wir etwas riskiert haben. Wir wollen das Team sein, dass sicher mit dem Ball ist und dass das Talent auf dem Platz zeigt.“ Das schlaue Spielen steht beim spanier an höchster Stelle: „Meine Spieler müssen clever sein und das Spiel verstehen. Sie müssen wissen, wie sie zu rennen haben. Ich sage gerne, dass es zählt nicht, wer mehr rennt, sondern wer besser rennt. Du kannst 14 Kilometer laufen, aber wenn es schlecht ist, bist du umsonst gerannt. „
Neben dem Platz will sich Riera dem Positiven stellen und die Sache mit Besonnenheit angehen. Die Anweisungen müssen aber klar sein: „Ich sage meinen Spielern nicht, was das Problem ist. Ich sage ihnen, was ihre Optionen sind und was wir dagegen machen müssen. Wenn wir etwas falsch machen, verbessere ich es oder mache etwas anderes. Es ist kein Geheimnis, dass wir viele Tore kassieren und das verbesser müssen. Aber ich werde meinen Spielern nicht sagen, dass wir schlecht verteidigen. Ich sage ihnen, wie wir ab jetzt verteidigen werden.“
Nur auf dem Platz und praktisch arbeitete Riera aber nicht. Vielmehr zählt auch neben dem Platz und den Spielern die Vorstellungen klarzumachen. „Es ist wie mit dem Führerschein. Erst muss man die Theorie machen und dann darfst du fahren. Bei uns ist es genauso. Erst die Theorie und dann gehen wir auf den Platz. Als erstes muss man alle Signale kennen.“
Koch bleibt Kapitän, neue Rolle für Burkardt – „Ich möchte Leader haben“
Seit dem Abgang von Kevin Trapp ist Robin Koch der Kapitän der Eintracht. Das wird er auch unter Riera bleiben. Der Spanier hat ein fünfköpfiges Kapitänsteam benannt, das bald um eine Person erweitert wird: „Die Kapitäne kann ich bennenen, das ist kein Geheimnis. Koch bleibt erster Kapitän, Mario Götze ist der Zweite, Rasmus Kristensen der Dritte und Arthur Theate der Vierte. Dann habe ich das Team einen Weiteren wählen lassen und es wurde Jonathan Burkardt. In zwei Wochen werde ich einen weiteren wählen.“ Riera setzte dabei viel auf Charakter und Spieler, die vorangehen: „Wir müssen ein Team mit Intensität und Aggressivität sein. Ich will Spieler integrieren, die Führungsqualitäten haben. Ich möchte Leader haben.“ Generell gilt für den Spanier das Miteinander. „Ich werde nicht viel über einzelne Spieler sprechen. Fußball geht über das Kollektiv. Ich will, dass alle Spieler hungrig sind und das alle das Gefühl haben, in der Mannschaft spielen zu können.“ Dabei sollen die Führungsspieler helfen, um eine gute Stimmung im Team beizubehalten.
Aktuell steht die Eintracht auf Platz acht, ist bereits aus dem Pokal und der Champions League ausgeschieden und droht die festgelegten Ziele zu verpassen. „Wir haben noch 14 Bundesligaspiele. Unsere Ambitionen haben sich sicherlich nicht verändert, wir wollen nächstes Jahr international spielen. Wir tuen aber jetzt nicht gut daram, irgendwelche Attacken auf irgendwelche Plätze auszurufen“, erklärt Krösche. „In zwei oder drei Wochen können wir sehen, welche Ziele realistisch sind“, blickt Riera voraus, appelliert aber, das Hier und Jetzt nicht zu vergessen. „Im Spiel ist es genau das gleiche. Ich bin nicht auf das Ergebnis orientiert, sondern wie wir spielen. Wir werden sehen, wo wir am Ende stehen. Wo wir jetzt stehen, können wir nicht ändern. Wir müssen viele gute Spiele machen und uns darauf fokussieren. Vielleicht kommen wir dann dahin, wo wir sein wollen.“
„Bin kein Diktator, sondern der Trainer“
Viele Eintracht-Fans haben sich bereits bei den erste Gerüchten um Riera für ihn interessiert und Recherche betrieben. Schnell wurde dabei klar, dass der Spanier viel auf Disziplin setzt. Das hat er bereits an seinem ersten Tag in Frankfurt so eingeführt. „Gestern haben wir uns alle versammelt. Der ganze Staff, nicht nur die Spieler. Dann habe ich die Regeln vorgegeben, aber nicht weil ich ein Diktator bin, sondern ich bin der Trainer. Aber diese Regeln sind für jeden. In der Kabine hängen diese Regeln auch. Die Erste ist Respekt. Die Zweite ist: so wie du trainierst, spielst du auch. Und die Dritte ist, dass sie sich selbst hinterfragen sollen. Was gebe ich dem Team mit dem Ball und ohne Ball. Diese drei Regeln zählen jeden Tag.“ Die Spieler sollten sich auch stets an diese Vorgaben halten: „Wenn jemand diese Regeln nicht befolgt, muss er zum einen etwas aus seiner Tasche bezahlen. Dann haben wir ein Rad, wo verschiedene Aufgaben dranstehen. Das kann sein, die Schuhe der anderen zu putzen, eine Stunde einem Analysten oder einem Gärtner zu helfen.“






26 Kommentare
Stand jetzt werden wir unter ihm Meister ✌️
Wer weiß wie diese CL-Saison mit ihm verlaufen wäre.
Und: wir werden es ja leider nie erfahren, aber ich wüsste zu gern, was ihm bei Ansicht unserer letzten 10-15 Spiele so aufgefallen ist.
Ich werde immer sicherer je mehr ich von ihm höre , zumindestens jetzt nach der PK, dass es matchen wird mit ihm als Trainer.
Er spricht nicht von Problemen sondern von Lösungen usw.
Interessant auch mal die Klarstellung , dass man gemeinsam zum Entschluss gekommen sei keine neue Spieler zu benötigen , der Kader sei gut genug aufgestellt.
Ich bin auch überzeugt ein richtiger erfahrener Trainer kann mit diesem Kader einiges mehr erreichen und relativ schnell eine Wende schaffen.
Fast bissi schade, dass Elye nicht mehr im Glied ist. Ich hätte einiges drum gegeben, ihn mal beim Gärtnern zu erleben.
Der “positive Drecksack” wie einer irgendwo schrieb hat klare Vorstellungen von Führung, Spielanlage in der Defensive und Offensive. Er gibt keine Allerweltsantworten wie ein aalglatter Bubi und die Phrasen sind keine Phrasen weil er authentisch rüber kommt. Stand jetzt (um mal Kovac zu zitieren) fängt er mich nach einer PK mehr ein als das Toppmöller nach Platz 3 hätte machen können. Ich trete nicht nach; ich rede nur von der Person und wie sie subjektiv rüber kommt. Ob das nach Freitag noch so ist wird sich zeigen. Wenn Toppmöller all die Chancen verdient hatte, hat der x hoch y mehr Chancen verdient.
"Sie müssen wissen, wie sie zu rennen haben. Ich sage gerne, dass es zählt nicht, wer mehr rennt, sondern wer besser rennt. Du kannst 14 Kilometer laufen, aber wenn es schlecht ist, bist du umsonst gerannt."
Für die km-Zähler, eine Statistik ohne Wert!
Kann mir gut vorstellen, dass es den Spielern ähnlich wie dir geht....die mussten sich das jeden Tag anhören.
Wenn Riera wochenlang die Mannschaft angeschaut hat und dann nach
den letzten Spielen Götze zu seinem zweiten Kapitän macht, ist die erste
ganz große Begeisterung schon wieder weg.
"Wir müssen ein Team mit Intensität und Aggressivität sein", unsere Spieler
müssen stark und schnell sein".
Wie passt das zusammen?
Vergleiche mit Toppmöller finde ich irgendwie überflüssig, besonders wenn es dabei darum geht Toppmöller schlecht zu reden. Er ist ein ganz anderer Typ. Und von einer guten Pressekonferenz können wir uns Stand Jetzt noch gar nichts kaufen. Wie Toppmöller in der Kabine war weiß keiner von uns. Er hat immer alles für die Eintracht gegeben, hat viele Transfer Entscheidung ohne sich zu beschweren akzeptiert. Er hat viele Spieler besser gemacht und weiter entwickelt. Ganz leise, ruhig und professionell. Dass das am Ende nicht mehr gepasst hat, konnten wir alle sehen, aber vom Typ her ist mir persönlich so ein Toppmöller lieber - das ist keine Kritik am neuen Trainer und einfach eine Typsache. Ich kann den Hype gerade verstehen, aber am Ende muss das auf Dauer auch durchgehalten werden und bei der Mannschaft ankommen. Daher werde ich abwarten was die ersten 5 bis 7 Spiele bringen werden. Am Anfang der Saison dachten auch alle das wir Deutscher Meister werden. 😉
Ich bin sehr hoffnungsvoll, dass es wieder dahin geht, wo wir die Mannschaft sehen wollen.
Allerdings haben wir an vollmundigen Ankündigungen schon zu viel gehört, ohne, dass es etwas gebracht hat.
Aber ich freue mich nach längerer Zeit mal wieder auf ein Spiel von uns.
Und, dass es nicht Rose geworden ist, dafür bin ich jetzt schonmal dankbar.
Und mich begeistert das total.
So kann man einen Topspieler motivieren und in die Verantwortung nehmen!
Ich habe Video-Ausschnitte vom ersten Training gesehen. Der Trainer ist wirklich voll motiviert und voll Power. Das kann man - so weit man das auf den Videos sieht - von den Spielern noch nicht in dem Umfang sagen. Ich habe viele Fragezeichen über den Köpfen gesehen und hängende Schultern. Die Verunsicherung sitzt soooo tief. Hoffentlich schafft es Riera, die mentale Trendwende bei den Spielern zu schaffen. Der hat richtig viel Arbeit vor sich!!!
Du hast Recht, ich will ihn gar nicht mit Toppmöller vergleichen. Bei Dino frage ich mich wann die , die Du ansprichst, am Ende war. Es gab so viele Spiele, die blutleer gar charakterlos waren. Das Kabinenargument ist ein Totschlagargument. Wenn Dino also ein Dr. Jekyll & Mr. Hide gewesen sein soll, also in der Öffentlichkeit anders als in der Kabine müsste man ihm jegliche Authentizität absprechen. Das will keiner.
Ich werde als Fan auch ab sofort positiv denken und damit auf spiritueller Ebene die Mannschaft pushen! Von nun an beginnt eine neue, bessere Ära. Auch wenn es vielleicht noch etwas dauern sollte, bis man die Verunsicherung aus dem Leib bekommt. Es ist mehr als nur Hoffnung....der Glaube ist da! Die Eintracht wird sich sehr bald ganz anders auf dem Platz präsentieren.
Sehr gute Präsentation, wir alle hoffen, das nun ein Ruck durch die Mannschaft geht.
Dier Satz hat mir am besten gefallen.
"Ich mag es nicht, mit dem Torhüter zu spielen. Wir müssen versuchen, so wenig wie möglich zum Torhüter zurückzuspielen. Es geht darum, den freien Mann zu finden, der das Spiel verändern kann."
Es ist unglaublich spannend, ob und wie lange die Mannschaft bzw jeder einzelne Spieler braucht, bis zum einen diese Mentalität und zum anderen die Idee Fußball zu spielen verinnerlicht wird. Je schneller es geht, desto schneller können wir wieder erfolgreiche und mitreißende Spiele erleben. Natürlich wird es auch schwache Spiele oder Niederlagen geben... Ich freue mich aber total auf die restliche Saison. Mich hat dieser Enthusiasmus, den der Trainer versprüht, total gepackt.
Genau das habe ich mir heute auch gedacht! Die wussten gar nicht, wie ihnen geschieht.
Riera ist ein Schwätzer, aber was er im Großen und Ganzen so von sich gegeben hat, kann Ich inhaltlich eigtl nur unterschreiben. Bin gespannt ob er es schafft, der Mannschaft alles zu vermitteln und ob er es schafft, sich als Trainer auf dem Niveau einer großen Liga zu etablieren. Es wird auf jeden Fall spannend
Du kannst der beste Trainer der Welt sein, wenn es die Spieler nicht umsetzen, nutzt das alles nichts.
Seine PK war auf jeden Fall gut. Es weht ein anderer Wind. Ob die Mannschaft mitzieht, wird sich zeigen. Bin gespannt.
Wenn ich an die begeisterten Kommentare nach Schmitts erster PK denke...
Riera, der Mann hat Feuer.
Aber, jetzt sind der Worte genug gesagt, die Saison ist noch lang. Jetzt bleibt erstmal das weitere intern und mit sämtlicher Energie geht's Richtung Union. Der Mann kann zwar auch nicht zaubern, aber der Neubeginn muss erkennbar sein.
Vielleicht können die kein Englisch😉😅
Ich habe es so verstanden, dass er die alte Reihenfolge beibehält, mit Jonny einen hat dazu wählen lassen und selbst noch einen bestimmen wird.
Was für eine interessante Pressekonferenz. Die erste, die ich mir von A-Z angehört habe. Geiler Typ. Hut ab, wie überzeugend er seine kompromisslosen Ideen präsentiert hat. Und nochmal Hut ab dafür, dass man einen solchen Typen aus demselben gezaubert hat! Er hat einen großen Vertrauensvorschuss verdient und wenn er in den nächsten Wochen nicht die gesamte, sondern einen Großteil seiner anspruchsvollen Philosophie in die Köpfe seiner Spieler transportieren kann: Respekt! Ab jetzt gilt: „Der Worte sind genug gewechselt,
Laßt mich auch endlich Taten sehn“ ! (Goethe … sorry …). Denn die PK’s und Ansagen von Dennis Schmitt hatten mich auch überzeugt. Und für Markus ist klar: Das war seine „letzte Patrone“ (nochmal sorry für die martialische Formulierung).
genau...
Frisch Gesellen seid zur Hand.
Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiss, soll das Werk den Meister loben (Schiller).
Auf geht's, wir fahren nach Berlin...
Ich weiß was Du meinst. Und ich glaube das ist jetzt für die Spieler ein komplettes Umdenken. Da kommt jetzt einer mit einer klaren Idee, die er jetzt umgesetzt sehen will. Komplett andere Ansprache. Das alles am ersten Tag. Ich denke wenn wir uns das Training in zwei Wochen anschauen werden die Spieler anders dreinschauen.
Aber krass ist auch wie konsistent das ist. Sein Training passt zu 100% zu seiner PK von heute. Ich hoffe, dass die Spiele dann demnächst auch dazu passen.
Bin beeindruckt, habe die PK auch durchgesehen.
Hoffe das geht auch zu den Jungs durch, glaube ihm mag man nicht widersprechen. Muss man auch nicht.
Den besten Ausschnitt fand ich als er meinte, dass man nicht auf einen Abwehrspieler zeigen soll, weil er einen Fehler gemacht hat, sondern auf die anderen, die ihm keine (Anspiel-)Option gegeben haben.
Wie oft war das in letzter Zeit, die Spieler mit dem Ball stehen oder laufen durchs Feld und niemand ist anspielbereit und daraus ergeben sich keine Lücken. Da brauchs dann eine Einzelaktion, die es immer weniger gab durch die Verunsicherung. Die Aussage ist so passend, wie oft sitzt man da und ruft "bewegt euch, bietet euch an!" und der Ballführende sitzt wie ein Kaninchen vor der Schlange und es gibt wieder einen "individuellen Fehler".
Bin hyped, aber noch skeptisch, wie gut das bei den Spielern verfängt.
Der Anfang ist gemacht und sein Mindset wäre Balsam für uns alle: seht Lösungen, nicht Probleme, vor allem weil man Lösungen (oder Lösungsversuche) angehen kann. Probleme bleiben meist Probleme, wenn man nur über sie spricht.
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