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Peter Neururer stärkt Adi Hütter den Rücken, lässt aber zeitgleich kein gutes Haar an Sportvorstand Markus Krösche. Foto: IMAGO / Steinsiek.ch

Neururer kritisiert Krösche scharf: „Sein Auftrag ist beendet!“

Die Stimmung rund um Eintracht Frankfurt war schon einmal besser. Nach dem Debakel in Leipzig steht die Mannschaft unter Druck, vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln werden dringend Punkte benötigt. Doch die Diskussionen beschränken sich längst nicht mehr auf die schwache Defensive oder die Leistungen einzelner Spieler. Mittlerweile geht es auch um die grundsätzliche Ausrichtung des Vereins.

Im Format „Beidfüßig“ bei „Wettbasis“ haben Peter Neururer und Benjamin Lauth die Situation der Hessen unter die Lupe genommen. Besonders Neururer spart dabei nicht mit Kritik an Markus Krösche. Bereits beim letzten Sport1-„Doppelpass“ am vergangenen Sonntag, wo auch Timothy Chandler zu Gast war, analysierte der ehemalige Bundesligatrainer schonungslos die sportlichen Probleme der SGE.

Neururer sieht Krösches Arbeit kritisch

Dass die Eintracht in den vergangenen Jahren sportlich und wirtschaftlich große Fortschritte gemacht hat, bestreitet der 71-Jährige nicht. Krösche habe es geschafft, eine Mannschaft aufzubauen, die sich zeitweise mit den besten Teams der Bundesliga messen konnte. Auch die hohen Transfererlöse erkennt Neururer ausdrücklich an. Genau darin sieht er mittlerweile allerdings ein Problem. Immer wieder musste Frankfurt wichtige Leistungsträger abgeben. Die Einnahmen waren beträchtlich, sportlich konnte die Mannschaft die Verluste aber nicht dauerhaft auffangen.

Für den ehemaligen Trainer ist die Eintracht inzwischen ein gutes Stück von ihren früheren Ansprüchen entfernt. Die Mannschaft habe sich seit dem Abschied von Dino Toppmöller nicht weiterentwickelt. Trotz der hohen Transfererlöse und neuer Investitionen sei die sportliche Qualität zurückgegangen. „Eine Spitzenmannschaft aufzubauen, ist Krösche gelungen, aber in der Spitze zu bleiben, nicht – sein Auftrag ist beendet!“ urteilte Neururer über den Sportvorstand. Neururer stellt deshalb auch die Frage, ob Krösche der richtige Mann für einen erneuten Aufbau sei. Dass die Frankfurter zwischenzeitlich Champions League spielten und sich in der Bundesliga oben festsetzen konnten, macht den Absturz aus seiner Sicht umso schwerwiegender.

Lauth kritisiert die Transferpolitik

Benjamin Lauth schlägt in eine ähnliche Richtung ein, bewertet Krösches bisherige Arbeit allerdings noch etwas differenzierter. Über Jahre habe das Frankfurter Geschäftsmodell hervorragend funktioniert. Die Eintracht entwickelte Spieler, verkaufte sie für hohe Summen und investierte das Geld in neue Talente: „Jetzt im Sommer-Transferfenster war es das erste Mal, wo das nicht so gepasst hat“, kritisiert Lauth.

Tatsächlich haben die Hessen mit Hugo Larsson und Jean-Matteo Bahoya zwar erneut zwei junge Spieler abgegeben, die sportlich eine zumindest in Teilen wichtige Rolle eingenommen hatten. Auf der anderen Seite kamen Neuzugänge, denen teilweise noch die Erfahrung auf höchstem Bundesliganiveau fehlt. Dass sich eine Mannschaft mit vielen jungen Spielern entwickeln muss, ist nichts Ungewöhnliches. In Frankfurt fehlt dafür derzeit allerdings die Ruhe. Die schwachen Ergebnisse erhöhen den Druck, während erfahrene Führungsspieler ihrer Verantwortung bislang nicht ausreichend gerecht werden.

Lauth sieht die Eintracht deshalb aktuell nur noch im Mittelfeld der Bundesliga: „Also wenn das Mittelmaß nach den Klubs, die jetzt auch vorne sind, wie Dortmund, Leipzig, Leverkusen, mittlerweile auch Freiburg, ist, da sehe ich die Eintracht leider nicht, deswegen ist sie für mich aktuell nur Mittelmaß.“

Lauth wirft Hütter vor, Koch beschädigt zu haben

Bei einem anderen Thema gehen die Meinungen der beiden Experten allerdings deutlich auseinander. Die Auswechslung von Robin Koch zur Halbzeit des 0:6 gegen RB Leipzig sorgt weiterhin für Diskussionen. Hütter hatte nach der Partie erklärt, seinen Kapitän mit der Maßnahme schützen zu wollen. Neururer kann diese Begründung nachvollziehen. Der Trainer habe verhindern wollen, dass Koch in einer ohnehin schwierigen Partie noch weiter unter die Räder gerät. Entscheidend sei nun, dass Hütter seinem Abwehrchef intern den Rücken stärkt und ihm wieder Sicherheit vermittelt.

Lauth sieht die Sache vollkommen anders. Für ihn war die Auswechslung keine Schutzmaßnahme, sondern eine öffentliche Schwächung des Kapitäns. „Für mich hat er ihn eher beschädigt und nicht beschützt und das auch bewusst gemacht, weil die Lösung hätte man auch anders finden könne“ , meint der ehemalige Stürmer.

Gegen Köln muss die Eintracht liefern – „Platz 7 bis 13 ist realistisch“

Unabhängig von den unterschiedlichen Einschätzungen zur Personalie Koch sind sich beide Experten einig, dass Frankfurt schnell wieder in die Erfolgsspur finden muss. Neururer erwartet dabei keine grundlegende taktische Revolution. Vielmehr gehe es zunächst darum, der verunsicherten Mannschaft Stabilität zurückzugeben. „Wie? Egal, Siege müssen her“, fordert der 71-Jährige mit Blick auf das Heimspiel gegen Köln. Große Sprünge traut er der Eintracht momentan aber ohnehin nicht zu. „Platz 7 bis 13 ist realistisch“, lautet seine Einschätzung. Eine Prognose, die in Frankfurt angesichts der Ambitionen der vergangenen Jahre kaum jemanden zufriedenstellen dürfte. Noch ist die Saison allerdings jung genug, um die sportliche Entwicklung zu korrigieren. Heute Abend gegen Köln darf es also gerne in die andere Richtung gehen.

3 Kommentare

Avatar 1. Hooliganverachter 16. Oktober 26, 13:32 Uhr

Lauth und Neururer ... Den Verkäufer von Getränke Hoffmann in Delmenhorst hat man wohl noch nicht erreicht. 🤔

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Fallback Avatar 2. pit3157 16. Oktober 26, 13:34 Uhr

jetzt läst jeder seinen scheiß hier los

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 3. Scheppe Kraus 16. Oktober 26, 13:34 Uhr

Peter Neururer im Format „Beidfüßig“ bei „Wettbasis“...wahrscheinlich so was ähnliches wie das Dschungelcamp der "Fussballexperdden"...was mittlerweile so alles für einen Bericht hervorgeholt wird. :-)

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