Die Frankfurter Eintracht blickt auf eine Saison mit einigen Höhen, aber vor allem vielen Tiefen zurück. Die verpasste europäische Teilnahme, die blutleeren Auftritte der Mannschaft und zahlreiche interne Unstimmigkeiten haben für mächtig Unruhe im Umfeld gesorgt. Auch im Kader konnten nicht viele Spieler ihr volles Potenzial auf den Platz bringen. Einer der Lichtblicke war dabei zweifelsohne Nathaniel Brown, der seine kometenhafte Entwicklung in seiner ersten Saison am Main fortsetzte. Der 22-Jährige stand wettbewerbsübergreifend 42 Mal auf dem Platz. Ingesamt kam er nur zweimal nicht zum Einsatz. Dabei gelangen ihm vier Tore und sechs Vorlagen. Starke Werte, die auch den offensiven Output von Brown unterstreichen. Damit gehörte der Linksverteidiger zu den konstantesten Spielern im Kader. Zudem bewieß der gebürtige Amberger in der Champions League, dass er es auch auf der größten europäischen Bühne mit allen Kalibern aufnehmen kann. So biss sich in dieser Saison der ein oder andere Superstar am Frankfurter Außenverteidiger die Zähne aus. Das blieb natürlich auch international nicht unbemerkt und so wird der Adlerträger seit Wochen mit zahlreichen Top-Klubs in Verbindung gebracht. Zudem durfte Brown im Oktober sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft feiern. Seitdem sammelte er bisher in drei Spielen Einsatzminuten. Jetzt scheint der Youngster vor seinem nächsten Karriere-Highlight zu stehen.
Brown als Raum-Herausforderer
Wie die „Bild“ und „Sky“ übereinstimmend berichten, soll es Brown in den Kader für die anstehende Weltmeisterschaft geschafft haben. Demnach soll Bundestrainer Julian Nagelsmann den Verteidiger über seine Nominierung bereits informiert haben. Der offizielle DFB-Kader wird am Donnerstag bekannt gegeben. Der Stuttgarter Maximilian Mittelstädt wird dadurch wohl den Kürzeren ziehen und nicht die Reise nach Nordamerika antreten. In der Nationalmannschaft ist der Leipziger David Raum auf der linken Defensivseite gesetzt. Brown wird wohl als Herausforderer in die Turniervorbereitung starten. Für den 22-Jährigen schließt sich damit auch eine Art Kreis. Vor knapp einem Jahr versuchte Gastgeberland USA noch den ehemaligen Nürnberger von ihrer Auswahl zu überzeugen. Der SGE-Akteur, dessen Vater US-Amerikaner ist, entschied sich allerdings schon damals für Deutschland. Jetzt steht er vor seiner ersten Turnierteilnahme. Geplant ist, dass sich der DFB-Tross am 2. Juni auf den Weg in die Staaten macht. Das erste Gruppenspiel steht am 14. Juni in Houston gegen Curaçao an. Für Nathaniel Brown ist es der verdiente Lohn für eine herausragende Entwicklung, die er in den letzten beiden Jahren in Frankfurt genommen hat.






10 Kommentare
Absolut verdient, auch wenn er natürlich Schwankungen hatte, die man so einem jungen Kerl aber nachsehen sollte, Megapotenzial der Nene. Wäre meiner Meinung nach sogar die bessere Alternative zu Raum.
Ist das erst die Vornominierung und er könnte gegebenenfalls noch gestrichen werden ? Was ich nicht hoffe !
Insgesamt absolut verdient. Wenn er performt wird es leider immer lauter um ihn und wir können uns auf viele Interessenten einstellen.
Leider glaube ich, dass er eh wechseln wird. Daher ist es für eine mögliche Ablöse gut
Brown jetzt zu verkaufen, wäre wohl der nächste Kardinal-Fehler der gemacht werden könnte:
- In München sitzt er nur auf der Bank
- Es gibt keine finanzielle Notwendigkeit
- Der Junge hat Entwicklungspotential und wird teurer in den Folgejahren.
- Zu jung, um jetzt in die kapitalistische Kälte zu wechseln.
- Er hat Vertrag bei uns.
- Uzun kann man dann gleich mit verkaufen, denn die beiden sind enge Freunde und Uzun's Qualität würde unter einem Weggang Browns leiden.
Wir hätten ihn sicher alle gerne weiter bei uns.
Ich glaube aber, dass er geht, wenn ein Verein die geforderte Summe zahlt und der Spieler unbedingt dort hin will.
Analog Marmoush und Hecki zB.
Die finanzielle Notwendigkeit besteht insofern, als dass Frankfurt Transfererlöse erzielen muss. Ob das mit Brown geschehen muss, sei mal dahingestellt. Aber es gibt dem Vernehmen nach ein finanzielles Loch, das gestopft werden muss.
LG
Aktuell halte ich Raum für stärker, weil aggressiver im Zweikampfverhalten. Brown gehört die Zukunft ... und sein Marktwert wird deutlich steigen. Sollte die WM zum Kennenlernausflug mit künftigen FCB-Kollegen werden, würde mich das traurig machen. Wenn er schon ginge, dann bitte nicht zu den Lederhosen, die gerne weniger Ablöse bezahlen als Engländer oder Spanier.
"Nene, bleib noch e bissi und trage dazu bei, dass die Eintracht wieder richtig gut wird!"
Wir müssen Transfererlöse erzielen, bumm, fertig. Da muss mal hinterfragt werden, warum. Die Eintracht hat gigantische Verkaufserlöse in den letzten Jahren erzielt, EL gewonnen und CL gespielt. Wo ist das ganze Geld? Wer verdient wie viel? Vorstand, Leitung, Staff, Spieler. Ist der Kader völlig überperformt? Was kosteten die Ausflüge nach Florida? u.v.m.
Naja... Also - es wurde eben reinvestiert? Jeder Verein, der wachsen will, investiert viel Geld. Jedes Investment ist auch Risiko. Dieses Jahr ist das Risiko nicht aufgegangen. Hätten wir uns für Europa qualifiziert, wäre das Loch weniger groß. Aber die SGE hat einen großen Kader, der sehr teuer im Unterhalt ist. Warum das so ist, hat Krösche plausibel erklärt in der PK.
Kurzform: Es wurden über die Jahre Spieler verpflichtet. Manche von ihnen haben sich weniger schnell entwickelt als der Klub. Sie wurden also mit besseren Spielern ersetzt, sind aber noch auf der Payroll der Eintracht. Hätte man auf der anderen Seite aber eben jene Verbesserungen nicht gemacht im Kader, hätte man die Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel gesetzt etc. Das ist ein Beispiel von vielen. Aber zu denken, dass man CL spielt, Europa League gewinnt und dadurch für Jahre auf Rosen gebettet ist finanziell, ist Blödsinn. So hart, wie es klingt. Das ist ein Geschäft, da muss man vollkommen wirtschaftlich denken. Egal, wie man dazu steht.
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