Makoto Hasebe sticht in der Defensive der Frankfurter Eintracht aktuell heraus.

Ein japanisches Sprichwort besagt, dass ein altes Pferd seinen Weg nicht mehr vergisst. Auf einen japanischen Eintracht-Spieler scheint die Redewendung bestens zuzutreffen. Denn Makoto Hasebe hat den Weg zurück gefunden und gehört nach seinem ganz persönliche Stotterstart in die Saison aktuell zu den herausragenden Spielern.

Hasebes persönlicher Stotterstart

Im Supercup und der ersten Pokalrunde durfte Hasebe noch ran, die ersten drei Ligaspiele allerdings war der 34-Jährige unter dem neuen Trainer zum Zuschauen verdammt. Nicht in Form lautete nach überstandener Krankheit am 1. Spieltag in Freiburg das Urteil. Seit dem 4. Spieltag allerdings gehört der ehemaligen Kapitän seines Landes zu den unverzichtbaren Stammkräften und verpasste keine Minute. Bezeichnend, dass Adi Hütter an den ersten drei Spieltagen auf einer Viererkette setzte – ein System, in dem Hasebe nur auf der Sechs spielen kann, wo er allerdings längst nicht mehr so wertvoll ist, wie als inneres Glied einer Dreierkette. Das erkannte Hütter und entsprechend spielt sein Team seit der Rückkehr des Leistungsträgers auch wieder im altbekannten System. Eine Formation, in der der Defensivspieler seine Stärken optimal ausspielen kann. Antizipation, Passgenauigkeit, einen ruhigen Aufbau, aber auch Zweikampfstärke.

Frust bei Immobile – überragende Passquote gegen Hoffenheim

Ciro Immobile dürfte nach dem vergangenen Donnerstag noch eine schlaflose Nacht gehabt haben. Ob er von Makoto Hasebe geträumt hat, ist zwar nicht überliefert, ganz unwahrscheinlich ist es aber nicht. Der italienische Mittelstürmer, der in der Serie A zu den besten seines Faches gehört, war über 90 Minuten quasi komplett abgemeldet. Hasebe hatte daran einen nicht gerade kleinen Anteil. Der ehemalige Dortmunder war zum Ende hin teils so gefrustet, dass er dem Japaner diverse Male einen mitgeben musste, um sich besser zu fühlen. Ein größeres Kompliment hätte Frankfurts Libero wohl nicht bekommen können. Im Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim legte Hasebe allerdings nochmal nach. Mit einer Passquote von 96 Prozent überragte der Verteidiger sein gesamtes Team. Bedenkt man, dass die Kraichgauer 69 Prozent Ballbesitz hatten und die Frankfurter Defensive entsprechend unter Druck stand, ist das ein herausragender Wert.

Abfangjäger Hasebe passsicher

Insgesamt zeigt sich der Ex-Nationalspieler äußerst passsicher. 80 Prozent der Pässe finden im Schnitt auch ihren Adressaten. Nur Gelson Fernandes hat im Team eine bessere Quote. Eine Statistik, die nur selten im Fokus steht, aber gerade bei den Frankfurtern ein wichtiger Qualitätsnachweis ist, ist die der abgefangenen Bälle oder Englisch „interceptions“. Dort führt Hasebe ebenfalls das interne Ranking an. Gegen Lazio Rom waren es drei, in Hoffenheim gar vier Bälle, die er durch Antizipation abfangen konnte. Situationen, die dazu führen, dass der Defensivmann überhaupt gar nicht erst in einen Zweikampf gehen muss, ebenso wenig wie seine Nebenmänner.  Hinzu kommen gegen die TSG auch noch fünf Klärungsaktionen und zwei geblockte Schüsse, auch das sind jeweils Bestwerte. 61 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnt Hasebe in der Liga. Das ist nicht überragend, aber vielen geht er eben auch vorausschauend aus dem Weg.

Lob von allen Seiten

Entsprechend groß waren nach dem Spiel auch die Lobeshymnen von Trainer und Teamkollegen: „Für mich sticht sicher Makoto Hasebe heraus, der in einer Verfassung ist, wie ich es mir vorstelle. So kann er Topleistung bringen. Er ist ein richtig guter Spieler“, schwärmt Adi Hütter nach der überragenden Woche mit der Optimalausbeute mit drei Siegen, an denen der Japaner einen bedeutenden Anteil hatte. „Er hält hinten alles dicht, läuft alles ab. Man sieht, dass er so viel Erfahrung durch die Nationalmannschaft hat und international brauchst du solche Spieler“, lobte Marco Russ seinen Nebenmann nach der Partie gegen Lazio Rom und sah in ihm den Spieler des Spiels. „Wir haben ihm alle dazu gratuliert. Wenn man da jemanden rausnehmen kann, dann ihn. Er strahlt viel Ruhe aus, verteilt die Bälle gut. Für mich ist es gut zu wissen, jemanden vor mir spielen zu haben, der weiß, was er tut in jeder Aktion“, ist auch Kevin Trapp froh, Hasebe in seinem Team zu wissen.

Erfahrung pur

Im Januar wird der ehemalige Wolfsburger und Nürnberger 35 Jahre alt. Aktuell im Spätherbst seiner Karriere wirkt er so sicher und präsent wie selten zuvor. 264 Bundesligaspiele, 114 Länderspiele, insgesamt über 500 Spiele auf Vereinsebene. Makoto Hasebe ist Erfahrung pur. Und doch wirkt er dynamisch und spritzig wie eh und je. Kombiniert mit den fußballerischen Fähigkeiten, der taktischen Disziplin und seiner vorausschauenden Art hat er sich in Frankfurt unverzichtbar gemacht. Er selbst bleibt weiterhin wortkarg, seit 2007 in Deutschland tut er sich mit der Sprache immer noch nicht ganz so leicht. Aber auf dem Platz weiß er ganz genau, wo es lang geht. An ihm können sich die Mitspieler orientieren. Mit ihm kann das Team auch den Ausfall ihres Kapitäns kompensieren. Ein altes Pferd eben. Und irgendwie auch ein guter Wein, der mit dem Alter immer besser wird. Wenn wir schon bei Sprichwörtern und Weisheiten sind.

 

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22 Kommentare

  1. Ich selbst habe Hasovic zuletzt auch sehr stark gesehen, aber unverzichtbar ist er sicher nicht. Ich gege davon aus, dass Adi gegen Düsseldorf oder Nürnberg eine 4er-Kette aus dem Hut zaubert und der Unverzichtbare dann gleich mal eine Pause bekommt.
    Und ich empfinde Hase gar nicht wortkarg. In EintrachtTV gibt er regelmäßig Interviews und wirkt da gar nicht wortkarg oder in der Sprache unsicher – eher im Gegenteil!! mMn

  2. @Fozzi
    In der aktuellen Form sehe ich Hasebe tatsächlich als unverzichtbar an. Aber klar, gegen Gegner, deren Druck nicht so hoch ausfällt, könnte die Überlegung wieder zu einer Viererkette gehen. Da stellt sich dann aber die Frage: System vs. Qualität. Die wird Hütter beantworten.
    Und zu deinem anderen Punkt: ich erlebe Hasebe tatsächlich als sehr wortkarg. Man darf nicht vergessen, dass er schon elf Jahre in Deutschland ist. Komplexere Fragen beantwortet er nach wie vor mit einfachsten Sätzen. (Sowohl in Kurzinterviews als auch bei längeren Presserunden) Die Umstellung von Japanisch auf Deutsch soll aber auch immens schwer sein. Vorwürfe mache ich ihm da definitiv keine. Nichtsdestotrotz ist er außerhalb des Platzes alles andere als ein Lautsprecher. Muss er aber auch nicht sein.

  3. Ich würde mir wünschen sein Vertrag wird wieder um ein Jahr verlängert, auch wenn man natürlich auf jüngere bald setzen muss. Aber das Geschäft ist anders siehe AMFG, selbst als Standby sind sie zu teuer (?), wobei ja AMFG für hunderttausend € spielen würde und ebenso den Standby-Posten akzeptiert hätte wie vermutlich es Hasebe tun würde, da er ja zu dem (hoffentlich) eh weitere Anstellung finden soll, z. B als Markenbotschafter in Asien. Aber wie gesagt die Zeiten sind anders.

  4. Niemand ist unverzichtbar. Und das wird genau in dem Moment erkennbar, wenn (irgend-) ein Spieler verletzungsbedingt ausfällt.

  5. @2
    Wie geschrieben bin ich mir recht sicher, dass Hütter demnächst wieder mal auf 4er-Kette gehen wird. Schon alleine, um die Gegner diesbezüglich nicht in Sicherheit zu wiegen – und dann wird Hase verzichtbar 😉
    Aber Du hast, was seine Leistung zuletzt betrifft, ganz sicher recht !!!

    Ich habe einen ausländischen Kollegen, der echt clever ist, eine tolle Arbeit macht, hier voll im Sportverein integriert ist, und deutlich schlechter Deutsch spricht als Hase. So schlimm finde ich es daher nicht. Aber seinen Umgang mit Kollegen und Presse kann ich auch nicht wirklich beurteilen, daher magst Du recht haben.

  6. @3
    Wie kommst Du drauf zu wissen, für was Meier oder Hasebe spielen würden? Warst Du bei Gesprächen dabei? Dummgeschwätz, sonst nichts!

  7. Unverzichtbar ist doch Ausdruck eines Gefühls oder einer Emotion. Ich verstehe die Aussage eher in die Richtung, wir wollen nicht auf ihn verzichten, anstatt wir können nicht…und somit als Lob und nicht als Tatsache. Ich finde, Hasebe ist unverzichtbar.

  8. Beiträge, die durchaus interessant zu lesen sind, werden plötzlich als ‚Dummgeschwätz‘ bezeichnet. Färbt da schon die ‚Klugschwätzer‘-Floskel von Bobic ab?
    War mir klar, dass es da Nachahmer gibt.

  9. @9
    Dann beleg deine Niveauvolle Aussage doch mal mit was Belastbarem, außer „ich hätte auch einen leistungsbezogenen Vertrag unterschrieben“*

    *alle Verträge in der BL sind leistungsbezogen

  10. @Fozzi
    Doch wieder dabei eine Nebenfront zu eröffnen?
    Beleg du doch mal, dass AM NICHT (!) als Standby-Profi und für Sechzig-Euro-Fünfzig zur Verfügung gestanden hätte… Dummschwätzer!

  11. Einen akzeptierten Vertrag über 100.000,00 halte ich auch eher, sagen wir unglaubwürdig.

  12. 11. sge1899, wie du merkst, widerspricht sich das ja schon in sich 😉
    Er will spielen und das am besten jedes Spiel, denn er ist ja laut ihm selbst „voll im Saft“. Er will kein Standby Spieler sein.

    Ich gebe da Fozzi Recht und persönlich, glaube ich weder an die Akzeptanz von einem mini Gehalt noch von minimaler Joker Rolle.

    Eigentlich ein blödes Thema und schon viel zu viel diskutiert und gestritten drüber.

  13. @11
    Das kann ich nicht, deshalb würde ich so ein Behauptung nie aufstellen – weder das er teuer gewesen wäre, noch das Gegenteil. Und jetzt?
    Und was genau habe ich denn für eine Nebenfront eröffnet? Ich habe mich meines Wissens nie zu Meier bezüglich der Nicht-Vertragsverlängerung geäußert, weder positiv noch negativ. Ich wäre mich aber dagegen, dass hier immer wieder Unsinn behauptet wird – und für wie viel Meier hier gespielt hätte oder nicht, ist, mal wieder, völlige Spekulation.
    Ich kann verstehen, dass Du und andere ihn gerne behalten hätten. Aber ich verstehe halt nicht, dass zum einen DESHALB unsachlich das Management wegen anderer Dinge schlecht geschrieben wird und man außerdem noch die Fans spaltet. Ich baue Nebenfronten auf? Nein, ich verbinde gerne. Aber das, was Grandler da behauptet hat ist einfach pure Spekulation, die hier immer wieder behauptet wird.

  14. @11
    Ach ja, und ich halte es übrignes schon für einen Unterschied, ob man eine Aussage oder eine Schreiber kritisiert und welche Worte man dazu wählt.

  15. @Fozzi
    bezüglich 15 gebe ich dir recht. Sorry.
    Des Weiteren scheinst du aber immer Sachen wieder und wieder „vertiefen“ zu wollen, die hier seitens der „Dummschwätzer“, „Klugscheißer“ oder „Traditionalisten“ (als wenn das im Fußball was schlechtes wäre) zu verschiedenen Themen eingeschoben werden.
    Wir haben doch nun – hoffentlich endgültig – geklärt, dass es Punkte gibt (Kaderplanung, AM, TG2), die der einen Gruppe die eine oder andere Kritik abnötigen, während die andere Gruppe nichts kritikwürdiges entdecken kann.
    Kann man das nicht einfach mal so stehen lassen und abwarten, wie der Verlauf der Geschichte sich präsentiert?
    Zumal in Sachen AM eher emotionale Argumente eine Rolle spielen als alles andere.
    Muss bei jeder Zeile, die nach Kritik riecht, sofort die Keule rausgeholt werden? Was ändert das? Wer hat denn Recht? Kann man irgendwas belastbares für (!) oder gegen (!) die einen oder anderen auf den Tisch legen?

    Ich wünsche mir die deutsche Meisterschaft und den EL-Sieg. Und wenn es tatsächlich so kommen sollte, werde ich trunken vor Glück und Weinkrämpfen in einer ruhigen Minute trotzdem Bobic und Hübner sagen, wenn ich die Gelegenheit bekomme, dass sie dieses und jenes (AM, TG2) aus meiner Sicht nie hätten so entscheiden dürfen und dass die Kaderplanung spät und teilweise inkomplett erfolgt ist. Und dann würde ich sie anspringen und ganz feste umarmen… Siehst du einen Widerspruch??

  16. @16
    Ich kann Dir da in vielem folgen. Ich halte es nur gerade in Zeiten von Fakenews für wichtig, dass man in einem Forum auch mal auf kleine Unterschiede hinweißt – wegen mir auch drauf rumtrampelt oder kleinkarriert rumreitet. Nenns, wie du möchtest. Für mich ist es ein himmelweiter Unterschied, ob ein User folgende zwei Dinge schreibt:

    A: „Man hätte Meier aus verschiedenen Gründen behalten MÜSSEN. Dass das Management dies nicht gemacht hat, verzeih ich denen nie!“
    B: „Meier hätte für wenig Geld gespielt, das hätte man nutzen müssen!“

    Über ersteres kanm man streiten, was ich nicht tue, weil ich hin und her gerissen bin und mir beides unter Umständen als richtig vorstellen kann. Zweiteres, behaupte ich mal, können 99,9% der User hier nicht behaupten, weils sie’s nicht wissen. Daraus auch noch einen Trend für Hasebe abzuleiten … mindestens mal gewagt!

    Und um das noch mal klar zu sagen, auch wenn du das vielleicht mal irgendwo herausgelesen zu haben glaubst – ich habe hier noch NIE gegen einen Verbleib vom Meier argumentiert! Und ich habe auch gar nicht gegen den Austausch von emotionalen Argumenten. Aber das Darstellen von Spekulationen als Tatsachen geht mir schon zunehmend auf den Keks. UNNÖTIG !!

  17. Hey Leute, habe mich seit längerem hier im Forum aus verschiedenen Gründen zurückgehalten. Durch diesen „Abstand“ sind mir hier doch auch einige „Anfeindungen“ aufgefallen. Ich finde das echt sehr schade, da uns ja allen „unsere Eintracht“ am Herzen liegt. Natürlich gibt es hier einige User, die manches kritischer sehen als andere und das ist auch völlig legitim. Wenn es allerdings ins persönliche abdriftet, finde ich es nicht mehr so prickelend. Ich gehöre wohl eher zu den Optimisten, aber akzeptiere die Meinung der anderen User, auch wenn es mir mal sehr schwer fällt. Die positive Entwicklung der Mannschaft finde ich einfach nur „geil“ und versuche den „Moment“ zu geniessen und zu feiern. Wann gab es denn z. B. schon so eine Woche mit drei sehr wichtigen Siegen am Stück. Einfach genial und in meinen Augen passt nicht erst in diesen Momenten das Management in Symbiose mit der Mannschaft und den Fans sehr sehr gut. Diese Entwicklung habe ich „herbeigesehnt“ und davon „geträumt“. Und das Schönste ist, dass wir noch nicht am Ende unseres Weges sind. Daran glaube ich fest, ohne allerdings alles schön reden zu wollen, da es gerade in mancher Kommunikation nach außen nicht immer optimal gelaufen ist. Aber wir alle lernen ja noch dazu. Also ich bin nicht nur im Moment richtig Happy über unsere SGE.

  18. Zrück zum Artikel: versthe ich es richtig, dass Makoto gegen Hoffenheim 96% Passqoute hatte und die 80% der Durchshnitt über alle Spiele sind?
    Wenn ja, über welchen Zeitraum?
    Alle gespielten Spiele in dieser Saison?
    Überhaupt alle bei der Eintracht?
    Wenn es um diese Saison geht, dann müsste es Spiele gegeben haben bei denen er deutlich schlehter war was ich mir aber im Moment nicht direkt vorstellen kann.
    Was ich auch noch hoch anrechne ist Sportlichkeit und Fairness.
    Gerade weil ihm Immobile „immer wieder einen mitgegeben hat“ hätte er mehr daraus machen können, hat es aber nicht.
    Obwohl der Immobile vom Platz gehört hätte denn das war eine Tätlichkeit da zum Schluss (ich weiß allerdings nicht ob das gegen Makoto war).

  19. Um mal mit bereits ausreichend abgehandelten Themen aufzuräumen:
    1. Fußballromantiker würden sich einen AMFG noch in 2025 aktiv bei uns wünschen. Ob man das billigt oder nicht, auch eine SGE ist ein Unternehmen, dass wirtschaftlich handeln muß. Wäre ein Kovac eine weitere Saison geblieben, hätte ein AM sicher eine Chance auf Vertragsverlängerung gehabt. Aberbei einem neuen Trainer, der zudem eine andere Spielphilosophie verfolgt, wäre ein AM sicher – wenn überhaupt – zu Kurzeinsätzen gekommen. Ich bezweifel, dass das für Fans und AM selbst befriedigend gewesen wäre. Und der aktuelle Erfolg gibt dem Verein mit seinen getroffenen Entscheidungen recht!
    2. TG2 wurde nur von den Medien so genannt, niemals von Vereinsvertretern (weder Mamagement, noch Trainer, noch Spieler). Tatsache ist, dass einige Spieler wechseln wollten oder sollten. Dass dann ein neuer Trainer, der Verein und Spieler erst kennen lernen muss (schwierig genug bei den vielen abwesenden Nationalspielern) und das in relativ kurzer Zeit (Sommerpause durch WM gekürzt), ist klar, dass er sich vorrangig mit den voraussichtlich in der kommenden Saison verbleibenden Spielern beschäftigt. Dennoch hat der Verein den Wechselwilligen einen Raum/Platz für professionelles Training eingeräumt. Also lasst euch doch nicht von den Medien aufs Glatteis führen – geschweige denn spalten.

    Was Makoto Hasebe anbelangt, sehe ich das auch so, dass er im aktuellen Spielsystem (3-5-2) unersetzlich ist. Und das nicht nur als Ausdruck eines Gefühls sondern auch tatsächlich. Aktuell gäbe es im ganzen Kader niemand, der die Rolle so (und auch noch so gut!!) ausfüllen könnte.

    Und abschließend:
    So erfolgreich wie unsere SGE aktuell ist (Siege gegen Marseille!! und Rom!! Wer ehrlich ist, hätte so nicht damit gerechnet) und Sprung vom zwischenzeitlichen Tabellenplatz 16 hoch auf den 7. wird nach der Länderspielpause gegen Limasol das Überwintern und nächste Runde in der EL klar gemacht und in der Liga gegen Düsseldorf und Nürnberg gepunktet.

    Also lasst uns gemeinsam (!) die Erfolge feiern !!
    Streiten und diskutieren kann man immernoch nach einer sehr erfolgreichen Saison – wenn man dann überhaupt noch daran denkt^^

  20. @Elisabeth32

    Die Werte beziehen sich auf die Liga. Gegen Leipzig (70%) und Gladbach (72%) lag Hasebe unter seinem Durchschnitt, das gleicht der Wert gegen die TSG dann aus. In der Europa League kommt er auf einen Wert von knapp 78 Prozent im Schnitt. Kleine, interessante Randnotiz: Hasebe hat in vier Ligaspielen 14 lange Bälle gespielt (3,5 im Schnitt), Abraham über dieselbe Distanz 29 (7,3 im Schnitt/75 Prozent angekommene Pässe).

  21. @ 18 Das siehst Du vollkommen richtig! Vergleiche mal unsere Fangemeinde mit einer politischen Partei. Der kleinste Nenner, hinter dem wir uns versammeln, ist unser Firmenlogo SGE. Und dann kommen schon die unterschiedlichen Meinungen, Interessenslagen und offensichtlich Befindlichkeiten. Und wenn dann irgendwie das Ventil fehlt oder die Fantasie, wie man sein Mütchen kühlen könnte, holt man halt beispielsweise den Alex Meier, Armin Veh oder Thomas Schaaf aus der Kiste. (Es wird noch eine halbe Generation dauern, bis diese Namen oder die besonderen Umstände vergessen sind.).
    Es geht dann eigentlich gar nicht mehr um unsere Eintracht, sondern nur noch ums Abarbeiten.

    Ich wollte auch etwas zu unserem Super-Hase schreiben und den Vergleich zu den bis vor kurzem unverzichtbaren Robbens und Riberys anstellen. Alles hat seine Zeit. Jeder hat seine Zeit. Ich wünsche mir sehr, dass ich nochmal so eine „Wunder-Rückholaktion“ a la Trapp mit einem jungen spanischen Defensivspieler erleben darf.

    Und nun möchte ich meinen Dank an die Fangemeinde zum Ausdruck bringen. Mir ist aufgefallen, dass es kaum Häme oder Seitenhiebe in Sachen Kovac gibt. Das ist fein! Nur ungern erinnere ich mich an die Zeit der Hilflosigkeit im März 2016. Und jetzt stehen wir nach zweieinhalb Jahren mit beiden Beinen in Europa. Nochmals vielen Dank.

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