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Can Uzun und Nathaniel Brown bejubeln das 3:0. Foto: Imago/Jan Huebner

Krösche: „Es war wichtig, dass wir nach drei Unentschieden gewinnen“

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Eintracht Frankfurt bleibt in der Liga im Jahr 2025 weiterhin ungeschlagen. Gegen Bundesliga-Schlusslicht Holstein Kiel feierte die Elf von Trainer Dino Toppmöller ein überzeugenden 3:1-Sieg. Hugo Larsson (18.), Tuta (37.) und Can Uzun (60.) erzielten die Treffer für die Adlerträger, Finn Porath gelang nur noch der Ehrentreffer (73.). Einziger Wehrmutstropfen: durch den Sturz eines Fans vom Mittelrang in den Unterrang wurden zwei Fans schwerer verletzt, zwei weitere wurden leichter verletzt. Wir haben die Stimmen für euch zusammengefasst:

Hugo Larsson:Es war ein sehr wichtiger Sieg, gerade wenn man die anderen Ergebnisse sieht, die für uns spielten. Wir sollten nicht so viel auf die anderen schauen, sondern auf uns. Dann müssen wir nicht auf die anderen schauen, wenn ihr versteht, was ich meine. Am Ende geht es darum zu gewinnen, dass wir gewinnen. Es war ein spezielles Tor, ich musste improvisieren, als der Ball von Nene kam, habe ich ihn mit dem Oberschenkel reingemacht.“

Markus Krösche (Eintracht-Sportvorstand):Ich glaube, dass wir verdient gewonnen haben. Nach dem dritten Tor haben wir zu wenig gemacht, waren zu passiv. Da müssen wir lernen, das Spiel auch über 90 Minuten mit der gewissen Aktivität zu Ende zu bringen. Das Gegentor war super ärgerlich. Wir müssen schauen, dass wir auch nach einer guten Führung weitermachen. Das wir Umschaltmomente und Torchancen kreieren. Das müssen wir besser machen. Es war wichtig, dass wir nach drei Unentschieden gewinnen. Es war ein Pflichtsieg zuhause, mehr auch nicht. Mario und Can haben es beide sehr gut gemacht. Can hat es mit der Arbeit gegen den Ball gut gemacht, das er dann in die Situation kommt, das dritte Tor zu machen. Von daher war es von beiden sehr gut.“

Kevin Trapp: „In der Summe war es souverän. Wir wollten sie extrem hoch attackieren, früh unter Druck und Stress setzen. Das haben wir gut gemacht, haben das Spiel gut kontrolliert, haben fast nichts zugelassen. Das Gegentor ärgert mich sehr, weil es nicht nötig ist. Zum Ende haben wir uns zu weit hinten reindrücken lassen, aber im Großen und Ganzen war das wirklich ein sehr souveräner Auftritt. So haben wir uns das vorgestellt.“

… über die Schlussphase:In der Schlussphase müssen wir abstellen, zu passiv zu werden. Auch wenn wir tief stehen, müssen wir Druck auf die Gegner bekommen. Wir dürfen uns nicht zu tief hinten reindrücken lassen. Vor allem gegen Kiel, die vor zwei Wochen in München 4:0 zurücklagen und dann noch das 4:3 schafften. Auch in Leverkusen und Bremen haben sie Rückstände noch aufholen können. Wir wussten, dass Kiel trotz des Tabellenstandes keine Mannschaft ist, die wir aus dem Stadion schießen werden. Vor allem, dass wir auch bis zum Schluss alles geben müssen. In der Schlussphase haben wir Kiel zu sehr kommen lassen und waren passiv. Das müssen wir ansprechen und ändern. Dennoch war das ein sehr souveräner und wichtiger Sieg.“

… über die nächsten Partien: „Momentan sieht die Tabelle schön aus, aber wichtig ist, was am Ende da steht. Klar war das heute wichtig mit Blick auf die nächsten zwei Wochen. Da haben wir zwei Top-Mannschaften vor uns. In München brauchen wir einen perfekten Tag, trotzdem müssen wir uns auch dort nicht verstecken. Danach haben wir den amtierenden deutschen Meister hier bei uns. Das sind immer interessante Spiele gegen Leverkusen. Wir werden uns nicht verstecken, wir wissen auch was unsere Qualitäten sind. Das sind zwei Spiele gegen Gegner mit denen wir uns messen müssen. Wenn wir über Champions League reden, sind das zwei Mannschaften die ein ähnliches Niveau haben, die stabil in der Saison stehen.“

Can Uzun: „Ich freu mich, war ein gutes Spiel von mir und vom Team, darauf können wir aufbauen. Wir wollen so weitermachen, die Leistung des Teams war gut. Ich denke das Spiel war gut für mich, weil wir viel Ballbesitz hatten und zwischen den Räumen kann ich gut aufdrehen. Der Trainer hat mir schon vor dem Spiel gesagt, was ich ungefähr machen kann. Die ganzen Situationen die er dargestellt hat, sind auch so vorgekommen, da freue ich mich natürlich.“

…über das Tor: „Ich sehe wie er in die Mitte schaut. Dann schau ich kurz weg, damit er hinpasst und das hat er auch gemacht. Und dann kann ich einschieben.“

… über seine ersten Monate: „Ich habe vor allem defensiv sehr viel gelernt. Ich mache weiter Fortschritte dadurch. Auch meine Balleroberungen wurden besser. Ich will weiter von den Trainern lernen. Ich hoffe es geht so weiter jetzt für das Team. Ich mache was der Trainer sagt und dann entscheidet er, wer in der Startelf steht.“

Dino Toppmöller (Trainer Eintracht Frankfurt): „Vor allem von den jungen Spieler, angeführt von unseren Leadern, war es ein souveräner Auftritt. Am Ende haben wir es uns unnötig schwierig gemacht. Ich glaube, wenn wir den Elfmeter vor der Halbzeit reinschießen, ist das Ding schon früher durch. In der zweiten Halbzeit machen wir dann das 3:0, wollten unbedingt nochmal nachlegen. Dann bekommen wir ein blödes Gegentor. Das nervt dann auch. Am Ende hätten wir es noch deutlicher gestalten können.“

… über die Passivität nach der Führung: „Es geht grundsätzlich nicht darum, dass wir zu passiv werden. Wenn wir etwas passiver werden, brauchen wir die Geduld im Low-Block zu bleiben und dann auch in der Struktur es aushalten zu können, dass der Gegner den Ball in unserer Hälfte hat. Das war dann nur so halb-halb. Dann gehen die Sechser von ihrer Position, sodass sie vor die Kette spielen können. Dann entstehen Räume, das nervt mich. Entweder gehen wir mit hoher Intensität vorne drauf oder geduldig bleiben im Low-Block. Dann geht es darum auch im Rücken zu verteidigen und das haben wir nicht gut gemacht. Wenn der Sechser rausrückt, muss der Verteidiger rausrücken und dann entsteht eine Kettenreaktion. Das ist glaube ich der entscheidende Punkt. Es war auch dem Gegner geschuldet. Gegen Dortmund haben wir auch viel im Low-Block verteidigt, im 5-4-1. Da sind wir geduldig geblieben. Da wussten die Jungs, wenn ich jetzt aus meinem Raum rausgehe, sind die Dortmunder technisch so gut, dass sie den Raum im Rücken ausnutzen. Jetzt gegen Kiel, hatten die Jungs glaube ich das Gefühl, wenn wir jetzt noch ein bisschen mehr Druck auf den Ball kriegen, provozieren wir den ein oder anderen Fehler. Aber wenn du das nicht mit Intensität machst, dann bekommst du diese Probleme. Am Ende muss man sagen, habe ich keine große Torchance von Kiel gesehen. Den guten Angriff aus der ersten Halbzeit nach dem 1:0. Ansonsten war es vor allem was Box-Verteidigung angeht schon gut.“

… über die nächsten Spiele: „Wir sind froh, dass wir immer noch ungeschlagen sind. Jetzt mit 7 Spielen am Stück im neuen Jahr. Das wollen wir so lange wie möglich halten. Im Moment macht vor allem der Blick auf die Tabelle den Fans Spaß. Aber wir sollten jetzt nicht zu sehr auf die Tabelle schauen und anfangen zu rechnen. Wir sollten uns auf das fokussieren was wir in der Hand haben. Das sind eine gute Trainingswoche und das Spiel gegen Bayern. Wir wissen, dass da die Trauben hochhängen, aber die junge Mannschaft ist immer in der Lage einem Gegner weh zu tun.“

auf der Pressekonferenz: „Zunächst mal gute Besserung an die Fans. Wir hatten heute zum Start eine extrem junge Mannschaft. In unserer guten Drangphase haben wir dann das 1:0 gemacht, aber anschließend das Spiel einfacher gestalten können. Vor seinem Tor hat Can Uzun sehr gut antizipiert. Das Gegentor war richtig dämlich, was mich ärgert, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Kiel steckt nie auf und wir mussten bis zur letzten Minute hellwach sein. Wir sind nun sieben Spiele in der Bundesliga in Folge ungeschlagen und fahren jetzt mit einem guten Gefühl nach München.“

Marcel Rapp (Trainer Holstein Kiel): „Wenn man 0:2 oder 0:3 hinten liegt, ist es immer schwer einen Punkt zu holen oder zu gewinnen. Wir bekommen zu einfach Gegentore. Mit dem Ball haben wir schon ordentliche Ballstafetten, teilweise auch ordentliche Angriffe. So wie nach dem 1:0, da haben wir die Chance auf das 1:1. Das Momentum hat heute gefehlt. Frankfurt macht dann auch in den vermeintlich richtigen Momenten die Tore, dann war es auch ein verdienter Sieg für die Eintracht.“

auf der Pressekonferenz: „Wir waren in den ersten Minuten gut im Spiel und nutzen die Chance zum 1:0 nicht. Die ersten zwei Tore waren zu leicht hergegeben. Das dritte Tor kam zu einem unglücklichen Zeitpunkt und passiert, wenn man Fußball spielen will. Ich hatte das Gefühl, dass wir immer dran waren und das wir immer die Chance hatten, ins Spiel zu kommen. Am Ende war es dann ein verdienter Sieg.“

Finn Porath (Holstein Kiel): „Ich glaube, wir haben versucht alles reinzuschmeißen, der Plan des Trainers hat gepasst. Aber gefühlt haben die Abstände beim Anläufen nicht gepasst. Das was wir uns vornehmen, passt, aber es sind die kleine Details, Flanken verteidigen, den Fuß vor bekommen, im richtigen Moment im Sechszehner in den Mann gehen, keine einfachen Fehlpässen machen. Die kleinen Momente, das ist, was brutal bestraft wird. Das ist, was wir im Moment vermissen lassen.“

Thomas Dähne (Holstein Kiel): „Ich bin absolut stolz aufs Bundesliga-Debüt, aber ich glaube, es wäre mehr drin gewesen. Wir gehen mit 0:2 in die Halbzeit, haben die richtigen Worte gefunden. Wir haben es dann ordentlich gemacht. Dann fällt das 0:3. Wenn das 0:3 nicht fällt und wir das 1:2 machen, kann es nochmal eng werden. So ist es natürlich extrem bitter. Ich habe mir vor dem Spiel die Szenen angeschaut und gesehen, dass, wenn Ekitiké den Zwischenschritt macht, er gerade schießt. Deswegen bin ich ganz froh, dass es ganz gut geklappt hat beim Elfmeter. So war es noch ein offenes Spiel. Wir haben uns viel vorgenommen für die zweite Halbzeit, jetzt fahren wir mit einer Niederlage nach Hause.“

Quelle: DAZN, eigene

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7 Kommentare

Fallback Avatar 1. dieseeledesadlers 16. Februar 25, 20:58 Uhr

Wir haben 5 punkte plus Tordifferenz Vorsprung und 90% Chance nach den nächsten Zwei Hammer Begegnungen auf Platz 3 zu stehen. Danach haben wir 10 spiele um diesen Platz 3 zu verteidigen und in Europa weit zu kommen. Bis auf Leipzig wird es für die Mannschaften hinter uns sehr schwer an uns ranzukommen. Platz 4 reicht für Champions League. Dass ist definitiv unser Ziel. Mit dem Kader ist es sogar so langsam Pflicht. Also sind wir eine Spitzenmannschaft geworden und werden daran gemessen. Auf gehts in eine freudige Rückrunde ohne Schande !

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Fallback Avatar 2. Barth 16. Februar 25, 21:52 Uhr

Ich wünsche den verletzten Fans schnelle Genesung !

Zum Spiel, erwachsene Leistung. Warum sollten wir gegen den FCB oder B04 keine Punkte holen. Wir werden sehen.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 3. lipt00n 16. Februar 25, 22:12 Uhr

Ajoooo, 40 Punkte geknackt, Klassenerhalt safe! :D

(Man darf ja nie vergessen, wo man herkommt)

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Fallback Avatar 4. culo blanco 16. Februar 25, 22:41 Uhr

Puh, das war schon bitterkalt, Respekt an die Kieler und gute Heimreise, die feiern ihr Erstligajahr, schön zu sehen, dass die Auswärtskurve voll ist. Zum Spiel, nichts gegen Shkiri aber man muss schon sagen, als Höjlund ging, war das Ganze langsamer. Der ist wirklich brutal zusammen mit Larsson. Laufleistung stimmt, Zweikämpfe, Offensivdrang und vor allem immer abspielbar und will den Ball haben, über kurz oder lang löst er Shkiri ab. Insgesamt - Kiel hatte keine Chance, dominates Auftreten, gut nach den blöden Unentschieden.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 5. eldelabeha 17. Februar 25, 01:18 Uhr

Wichtige drei Punkte, gerade im Hinblick auf die nächsten zwei Spiele gegen Bayern und Bayer.

Souveräner Sieg und das mit der jüngsten Startelf der Bundesligasaison.
Es ist sehr schön, dass nach Collins und Brown in der Vorrunde mit Højlund und Uzun jetzt die nächsten Talente mit starken Auftritten für Aufsehen sorgen.
Besonders Uzun hat mir heute gefallen, nicht nur wegen Tor und Vorlage. Der hat extrem gute Laufwege, durch die er sich immer wieder in Abschlussposition bringt und fackelt dann nicht lange.

2/3 der Saison gespielt, 6 Punkte Vorsprung auf Rang 5 und selbst Toppmöller spricht in der PK (wenn auch etwas verklausuliert) von einer Spitzenmannschaft.
Ich denke die Zielsetzung ist damit intern ganz klar. Die gilt es in den nächsten zwei Wochen mit guten Leistungen zu unterstreichen, dann sind auch Punkte drin.

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Fallback Avatar 6. adelaar 17. Februar 25, 09:18 Uhr

Ungefährdeter Sieg einer Truppe, die Omars Abgang weitgehend überwunden zu haben scheint und sich zeitweise entschlossen zeigt, sich als U25 im Top-Drittel der Tabelle einzurichten.

Nichtsdestoweniger sollte die erste Viertelstunde genauer unter die Lupe genommen werden: Die Desorientierung und Passivität bei hohem Pressing des Gegners ist ein Hauptthema seit Wochen, da sollte sich was verbessern lassen. Ebenso die wiederholte Tendenz zur phasenweisen Verwaltung diesmal nach dem 3. Tor: Wenn man in den Schongang schaltet, darf man den Gegner nicht wieder ins Spiel kommen und sich von ihm stressen lassen. Da fehlen noch Cleverness und Reife. Davon wird Michy in Kürze einiges einbringen.
Einstweilen aber feiere ich die mehr als ansatzweise funktionierende von mir ausdrücklich herbeigewünschte Doppelzehn: Mario = Can.
Mir würde jetzt einiges einfallen, weshalb Dino eben diese Paarung zu einer legendären Institution machen könnte.

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Fallback Avatar 7. frankfurter jung 17. Februar 25, 10:01 Uhr

Klar, es war der benötigte "Pflichtsieg".
Hochverdient und mit einer überwiegend guten Auftritt
Mal speziell zu Götze, der maßgeblich zu einer starken Mannschaftsleistung beitrug. Wie er das Spiel ordnete, gut zustellte, anspielbar war, auch mal die unspektakulären Pässe spielte, das war schon Klasse. Götze hat nicht immer die Vielzahl der großen Aktionen, aber insgesamt sehe ich ihn, auch -und gerade- mit seiner Routine in unserer jungen Mannschaft als sehr bedeutend.
Wenn mal Ruhepausen angesagt sind, der Kader bietet Alternativen. Auch hier wurde die SGE kontinuierlich und gezielt
weiterentwickelt.

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