Der Countdown bis zum Saisonstart läuft. Heute startet die letzte Vorbereitungswoche, bevor es am Sonntag für die Eintracht beim ersten Pflichtspiel gegen den 1. FC Magdeburg ernst wird. Gestern wurde mit Michael Hector der wohl letzte Neuzugang für die kommende Spielzeit vorgestellt. Trainer Niko Kovac zeigt sich nach dem gewonnen Testspiel gegen Celta de Vigo sehr erfreut über diesen Transfer. „Wir sind froh, dass wir Hector haben. Er ist ein Spieler, der bei Chelsea unter Vertrag steht und Nationalspieler ist. Das heißt schon mal etwas. Ich bin sehr zufrieden, sein Einstand ist gut verlaufen. Es war ein ordentliches Spiel von ihm. Er ist schon eine Kante, wie man im Fußballfachjargon sagen würde. Er ist groß, hat ein gutes Zweikampfverhalten und eine außerordentlich gute Schnelligkeit – das, was wir auch wollen“, sagt der Coach. Er will den Innenverteidiger im Pokalspiel wohl von Beginn an spielen lassen. Im Vergleich zu Jesús Vallejo ist Hector natürlich wesentlich erfahrener, doch der Trainer hält auch viel von dem 19-jährigen spanischen Neuzugang, der auf der selben Position wie Hector spielt. „Leider hat er sich verletzt und ist nicht so durch die Vorbereitung gekommen, wie wir das wollten. Aber er macht einen sehr guten Eindruck“, lobt Kovac.
Beide – Hector und Vallejo – sind genauso wie Ante Rebic und Guillermo Varela lediglich von anderen Vereinen bis Saisonende geliehen. Bei Omar Mascarell besitzt Real Madrid eine Rückkaufoption. Mit Ausnahme von Rebic, bei dem die SGE eine Kaufoption in unbekannter Höhe besitzt, gilt wohl: Spielen sie hier in Frankfurt eine gute Saison und entwickeln sich gut weiter, sind sie am Saisonende höchstwahrscheinlich wieder weg. Ein zukunftsfähiges Konzept sieht anders aus. Kovac hat sich damit aber abgefunden und versucht nun, das beste aus der Situation zu machen: „Natürlich wäre es wünschenswert, dass wir in einer anderen finanziellen Situation wären. Das ist aber nicht so. Wir müssen das erst einmal so machen und zusehen, dass wir den nötigen Erfolg einspielen. Wenn man erfolgreich ist, wird sich das sicherlich auf die andere Seite drehen.“ Man könne derzeit eben nur kleine Beträge für neue Spieler ausgeben und man müsse hoffen, dass sich dies irgendwann amortisiere. Um dies zu erreichen, fordert der Trainer Geduld ein. Jetzt sei es aber nur wichtig, in der Liga zu bestehen und zu versuchen eine ähnliche Misere wie in der vergangenen Spielzeit zu verhindern. Dass die Lücke in der Innenverteidigung mit dem Hector-Transfer nun geschlossen ist, ist für den Moment also am wichtigsten – egal, ob der Spieler nur geliehen oder gekauft ist.
Generell ist Kovac mit dem derzeitigen Kader sehr zufrieden. Sogar so zufrieden, dass es ihm am liebsten wäre, wenn bis zur Schließung des Transferfensters Ende August kein Spieler mehr abgegeben wird. „Ich weiß aber auch, dass bis zum 31. August noch etwas passieren kann. Es wird dann absehbar sein, wer in den ersten Elf ist. Und wie das im Fußball so läuft – sobald das jemand spürt, will er sich vielleicht doch noch verändern. Aber das Trainerteam will, dass alle bleiben.“ Einen direkten Ersatz für Stefan Aigner wird es auch nicht mehr geben. Kovac sieht darin aber kein Problem. Im Gegenteil, er sieht sein Team auf der vermeintlich vakanten Position gut besetzt. Mit Castaignos, Gacinovic, Rebic, Blum und Seferovic kann er auf fünf Leute zurückgreifen, die auf der Außenbahn spielen können. „Daher glaube ich, dass auf dieser Position keiner mehr kommen wird. So, wie wir derzeit aufgestellt sind, ist es gut. So kann es in die Saison gehen“, ist der 44-Jährige optimistisch.
Eine genaue Prognose für die kommende Spielzeit kann er jedoch nicht abgeben. Es sei im Vorfeld für einen Trainer immer schwierig zu sagen, wo man stehe: „Ich glaube aber schon, dass wir soweit ganz gut vorbereitet sind, zumal wir in den letzten beiden Spielen gegen gute Mannschaften gespielt haben. Es heißt aber nicht, dass es jetzt zum Selbstläufer wird.“ Denn so zufrieden er mit der Offensivleistung seiner Mannschaft ist, („Man sieht, dass wir richtig viel Speed haben und Spieler haben, die den Ball auch in die Tiefe spielen können.“) so weiß er auch um die Schwierigkeiten in der Abwehr: „Defensiv müssen wir alle noch ein bisschen arbeiten, weil es da vor allem in der zweiten Halbzeit gegen Celta de Vigo teilweise noch nicht so gestimmt hat. Es bleibt aber noch ein bisschen Zeit und das werden wir auch noch hinbekommen, damit das im Gesamtpaket dann gut ausschaut.“






62 Kommentare
@46. Adlerherb
Schau oben rechts auf die Tabelle. Also, ich könnte damit leben, gebe ich Dir hiermit schriftlich! :) Würde mich auch mit meiner Fehleinschätzung nach der Saison outen. Mit dem CL-Geld könnten wir den ein oder anderen Leihspieler, welche ja dann Top gewesen sein müssten, halten und den Kader mit Spielern, womöglich aus der 2. Liga ergänzen. Bobic und Kovac bekommen ein Denkmal und vlt. kann man auch noch in Grund und Boden investieren.
Ich kann die Kritik an den vielen Leihspielern durchaus nachvollziehen. Aber man muss sich die Alternative anschauen. In den letzten Jahren wurden in der Tat Fehler gemacht. Da wollte man mit Spielern unbedingt verlängern (Zambrano, Aigner, Schwegler, Jung usw.) und hat dafür in Kauf genommen, dass entweder sehr kleine AK in die Verträge geschrieben wurden oder das Gehaltsniveau peu a peu soweit angehoben wurde, dass man das nur auffangen konnte, wenn man in relativ kurzer Zeit ins internationale Geschäft kommt oder zumindest in der Fernsehgeldtabelle schnell Boden gut macht. Das ist nach hinten losgegangen. Im Winter wurde dann, um den Super-GAU Abstieg zu vermeiden im Vorgriff nochmal ein paar Mio,. ausgegeben.
Jetzt haben wir Leihspieler geholt. Das ist einerseits schade, weil man sie nicht zu Geld machen kann, wenn sie eine starke Saison spielen. Andererseits sitzt man aber auch nicht auf ihnen fest, falls sie floppen. Schauen wir uns doch einmal an, wie es genau jetzt aussieht. In der letzten Saison hatten wir mit Ayhan nur einen einzigen Leihspielert, und auch noch mit KO. Der war aber so schwach, dass man ihn gar nicht haben wollte, die KO hat also in diesem Fall einfach nur Geld gekostet (ohne KO sind Leihen logischerweise immer billiger). Alle anderen Spieler gehören uns und die können wir jetzt zu ganz viel Geld machen. Iggy haben wir für 750000 Euro verkauft, Waldschmidt gar für 1,3. und Aigner für 2-3 Mio. Da war nur möglich, weil sie uns gehört haben. Und bei Seferovic und Castaignos warten wir nur noch darauf, wer die größte Unsumme auf den Tisch legt.
Was ich damit sagen will: Wenn man eine beschissene Saison spielt, bringt es einem gar nichts, wenn man die Rechte an den Spielern hat. Dann muss man wie jetzt sogar Leistungsträger für wenig Geld gehen lassen, um überhaupt handlungsfähig zu bleiben.
Sollte die nächste Saison besser werden (und die Wahrscheinlichkeit mit Spielern, die man nur leihen kann, weil sie zu teuer sind, um sie zu kaufen, ist höher als mit Spielern, die günstig genug sind, um sie zu kaufen), dann steigert sich der Marktwert der kompletten Mannschaft. Ich sehe auch mitnichten nur Gacinovic als Spieler, der uns Geld bringen kann. Stendera wird, wenn er wieder zurückkommt, in naher Zukunft für andere Vereine interessant sein. Hrgota ist noch jung und wenn er über die Saison eine ähnliche Leistung bringt, wie gestern, dann kann er auch schnell in den Fokus eines Finanzkräftigen Klubs kommen. Gleiches gilt für Casta und Sefe, die aber natürlich wieder in die Spur kommen müssten.
Hätte man sich nun entschieden, für das Geld, was wir haben Spieler zu holen, die im Idealfall solide spielen (Iggy, Medo, Schröck, Chandler usw.) dann hätte man diese Saison vielleicht ein, zwei BU's mit Bundesligaerfahrung (Olé, Olé) und einen, der Mangels Alternativen sogar Stammkraft ist, am Ende würde man aber jede Saison hoffen,oder dass man sie irgendwie gewinnenbringend verkaufen kann oder teilweise hofft, überhaupt einen Abnehmer zu finden, damit sie von der Gehaltsliste verschwinden.
So oder so wurde aber die Basis dafür geschaffen, dass wir nächsten Sommer eben NICHT mehr in der gleiche Lage, wie diesen Sommer sind. Es wurde wenig Geld ausgegeben, also kein Vorgriff genommen, zudem wurde das Gehaltsgefüge wieder ins Lot gebracht, da mit Reinartz, Zambrano und Aigner drei absolute Topverdiener weg sind.
Für mich zeichnet sich somit eigentlich schon ein Plan ab - Eine ruhige Saison im Mittelfeld spielen, ohne sich finanziell zu übernehmen. Dafür holt man nur Spieler, die 1. bezahlbar sind und von denen der Trainer 2. überzeugt ist. Ein paar Spieler, die man haben wollte, konnte man nicht bekommen, weil sie zu teuer waren. Hätte man sie trotzdem geholt, hätte man wieder Geld ausgegeben, dass man nicht hat und wäre nächste Saison in einer ähnlich prekären Lage. Also hat man sich entschieden, die Positionen für die man nicht die Wunschspieler bekommt nicht mit mittelmäßigen Spielern zu füllen, sondern mit Leihspieler zu schließen, von denen man überzeugt ist. Klar, die gehen dann nächste Saison, aber da sieht es dann finanziell (außer bei einem Abstieg) definitiv besser aus. Dann kann man vielleicht zwei der vier Leihstellen mit Spielern, die man bezahlen kann UND von denen man überzeugt ist schließen und hat nur noch zwei Leihspieler. Und irgendwann ist man soweit nur noch ein, zwei Leihspieler zu holen, die man, falls sie sich entwickelt bezahlen kann.
Soweit der Plan. Ob er klappt, weiß keiner. Aber die Fehler in der Vergangenheit haben nicht diejenigen zu verantworten, die den Umbruch eingeläutet haben. Wie man bei einem Trainer, der ein paar Monate und einem Sportdirektor, der ein Wochen da ist, plötzlich davon sprechen kann, dass es wohl jedes Jahr so weitergeht, ist entbehrt jeglicher Grundlage und erinnert schlicht daran alles und jeden schlecht reden zu wollen, bevor er überhaupt mit seiner Arbeit richtig anfangen konnte.
Typisch hier. Da werden die Beispiele Bremen und HSV genannt und man wundert sich das diese Geld ausgeben können, wir aber nicht. HSV dürfte klar sein. Da hat Kühne seine Machtposition erneut gestärkt und nochmal den Geldbeutel geöffnet. Bremen hat nur so am Rande Vestergaard für 2,5 Mio ca. von Hoffenheim gekauft und für ca. 12,5 manchmal ist auch von 14 mio zu lesen an Gladbach verkauft. Bevor man Beispiele bringt ist vllt. ein wenig recherchieren ganz hilfreich ;-)
An Vestergaard waren wir glaub ich auch dran aber er ist dann nach Bremen gegangen.
Ergänzung zu Bremen. Ujah ging auch für ne höhere Summe nach CHina. Deshalb konnten die das geld raushauen. Übrigens finde ich deren Einkäufe nicht gut. Bin mir sicher, das wir am Ende vor ihnen liegen. Und sie haben dann mal kurz einen zweistelligen Millionenbetrag verbrannt. Hamburg hat wegen Kühne jede Menge Kohle. Auch da bin ich aber mal gespannt, was aus dem Kader wird.
Hier wird viel mit "hätten wir..." argumentiert. Mir ist lieber wenn wir jetzt in der Gegenwart bleiben, weil wir die Vergangenheit nicht ändern können.
Übrigens, Ausbildungsvereine gibt es nicht wirklich viele in der Liga. Ich zähle Freiburg dazu, Köln zum Teil und Mainz. Mainz kauft viele Spiele ( nur ein teil schafft es ) und einer davon wird schon zünden. Und schon machen sie einen guten Transfer. Wären wir in der Vergangenheit ein Ausbildungsverein gewesen, hätten wir Jung, Rode und Seferovic trotz Vetrag verkauft, um Erlöse zu generieren. Das wollte man nicht, häte mir auch nicht gefallen. Heute sage ich, das der Weg aber richtig ist. Wenn nach der Saison ein verein 15 Mio für Gacinovic bietet, würde ich ihn sofort verkaufen. Obwohl ich ihn gerne spielen sehe. Und die nächsten drei Talente dafür holen. Ausbildungsverein heißt auch, mehr wie ein Unternehmen und weniger wie ein Fussballverein zu denken und zu handeln. Wir haben wenn ich es richtig im Kopf habe eine KO bei Rebic von 4 Mio. Will ihn nach de Saison ein Klub für mehr kaufen, dann Option ziehen und weiterverkaufen.
Unser Scouting muss halt ständig Spieler beobachten, damit wir da möglichst früh zuschlagen können.
@53
Das ist doch genau das was Bremen richtig gemacht hat und wir außer bei Trapp ( noch viel zu billig) nicht hinbekommen haben . Das ist ja genau das was ich kritisiere.Warum schafft das Bremen und wir nicht jemand so teuer zu verkaufen?Ich habe eine Quelle mit elf Millionen und Vestergard , zudem kosten Pizarro und Kruse wohl auch relativ viel Gehalt, man hat halt da wohl schon etwas besser gehaushalt als wir und soviel ich weiss zahlen die Sponsoren da auch mehr als bei uns .
Richtig wir waren an Vestergard dran haben dann aber Abraham verpflichtet.
Bremen wir nächste Saison wieder die gleichen Probleme haben, da ich bisher bei ihnen ausser Kruse keine Verpflichtungen gesehen haben, die sie verstärken.
Nochmal zu Veh.
Wie kann es sein, dass er am Wochenende als Angstellter der Eintracht bis 2017 immerhin, in Zukunft wohlmoglich über die Eintracht urteilt?
Grantler
alles klar ! Wenn es soweit kommt, dann lade ich dich im ersten Heimspiel der CL Gruppenphase auf ein Bier/Äpler ein (oder auch zwei) :-)
Kann die Bedenken auch etwas verstehen, aber spätestens nach dem Spiel am Samstag (eigentlich schon in Ansätzen ab dem Bergamo Spiel) bin ich mehr als beruhigt. Ich glaube jetzt sogar wir werden eher eine Überraschungsmannschaft als ein Abstiegskandidat ! Ich bin sehr zufrieden mit allen beteiligten und freue mich auf die ersten Spiele. Es ist ein Konzept zu erkennen sowohl auf dem Platz als auch außerhalb. Leider sind wir finanziell extrem limitiert, was sich hoffentlich die nächsten Jahre ändern wird.
@ Euroadler: so siehts aus, und ich wäre auch da für, dass die Presse, z.b. SGE4EVER, hier einmal Antworten bzw. Aufklärung von den Verantwortlichen wünscht.
Ujah hat sich in dem einen Jahr bei Bremen ja auch nicht wirklich verbessert was seine Ablöse erklären würde. Das ist allein die Marktwertinflation unter anderem aufgrund des Englischen Geldsegens.
Wir haben einfach zur falschen Zeit, zu wenige Spieler die sich in den Fokus ausländischer Scouts gespielt haben.
Es lohnt sich wohl nicht wie Benjamin schreibt sich über die Vergangenheit aufzuregen. Bin mir aber sich dass wir niemals für Ujah oder Vestergard soviel Kohle bekommen hätten. Man hat ja bei Stendera gelernt. Gacinovic seinen Vertrag noch verlängern dann geht es in die richtige Richtung ich ärgere mich halt einfach weil ich denke , dass es auch unfair (?) gegenüber einem Trainer wie Kovac und einem neuen Manager Bobic ist zu verlangen, dass er quasi aus 2,5 Millionen sechs Fussballgötter zaubert .Noch mehr zielt es auf Kovac ab , der leider viel schlechteRe Voraussetzungen hat als Veh vor einem Jahr. Bobic weiss ich nicht, ob seine Umstrukturierungen nicht zuviel Geld verraten haben!? Egal , sollten die Zahlen stimmen, hat man auf jeden Fall das scheinbare Maximum rausgeholt.
@52 super Kommentar!
Man muss doch auch mal die Chancen einer Leihe sehen:
Wenn der geliehene Spieler einschlägt wird er sicher wieder zu seinem Heimatverein gehen. Die werden heilfroh sein dass der Spieler sich bei uns so gut entwickelt hat und weiteren Leihen anderer Spieler eher zustimmen.Und mit viel Glück kommt es dann auch mal zu einer festen Verpflichtung,die nur wegen der guten Zusammenarbeit der Vereine zustande kommt. Und das ist ein super Ansatz wie ich finde.
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.