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Dina Ebimbe brachte das Stadion mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit zum explodieren. (Foto: IMAGO / Hartenfelser)

Jahresrückblick 2. Quartal: SGE bleibt international und Glasner-Abschied

Mai: Finaleinzug, Wutrede und Last-Minute Wahnsinn

Der Mai startete fußballerisch für die Eintracht ähnlich zum April. Die Frankfurter sahen sich im DFB-Pokal-Halbfinale dem VfB Stuttgart gegenüber. In einer packenden Begegnung, in der die Adler einem Rückstand hinterherliefen, konnte die Mannschaft die Partie durch Tore von N´Dicka, Kamada und Kolo Muani zu ihrem Vorteil drehen. Die Gastgeber erzielten zwar noch den Anschlusstreffer, doch die SGE konnte das Ergebnis über die Zeit bringen und zog in das Pokalfinale ein. Der Gegner dort? RB Leipzig.

In der Bundesliga spitzte sich die Lage so zu, dass es im nächsten Spiel platze. Zumindest Glasner zeigte Emotionen, als er sich nach der 1:3-Niederlage schützend vor seine Mannschaft stellen wollte. „Bitte, hört auf der Mannschaft irgendwas von ’nicht kapieren‘ oder ‚keinem Einsatz‘ vorzuwerfen. Jetzt erzähle ich euch mal was: Der alte Makoto Hasebe ist 39. Der spielt jetzt das dritte Mal in dieser Woche über 90 Minuten am Ende der Saison, wo wir unser 43. Pflichtspiel haben. Der hat teilweise nach dem Spiel Blut im Urin und was macht er? Er spielt wieder. Dazu will ich nichts mehr sagen. Hör mit diesem Müll auf“, leitete er seine bekannte Wutrede ein.

Ein Paukenschlag, der seine Kreise zog. Wenige Tage nachdem die Eintracht erneut kein Bundesligaspiel gewinnen konnte und Cheftrainer Glasner sich zu einer solchen Ansprache hinreißen ließ, war Schluss für den Österreicher, der mit den Hessen die Europa League gewinnen konnte. Nach der Saison würden die Frankfurter Eintracht und der 48-Jährige getrennte Wege gehen. Sportvorstand Markus Krösche bezeichnete es als „eine Entscheidung im Sinne von Eintracht Frankfurt“ und Glasner akzeptierte diese, doch wollte sich zunächst darauf konzentrieren, die SGE erneut ins internationale Geschäft zu führen. Viele Anhänger der Eintracht sahen eine solche Entscheidung als die falsche Herangehensweise an, da Glasner die Hessen in das Champions League-Achtelfinale und in zwei Jahren in Folge in ein Finale führte. Den Verantwortlichen war, aufgrund der aufgekommenen Unruhen rund um den Verein wichtig, dass Klarheit in der Trainerpersonalie herrscht, sodass man am Main in Ruhe auf die Ziele hinarbeiten konnte.

Herzschlag-Finale in Frankfurt: Egal warum, aber die Negativserie der Frankfurter konnte nach dieser Entscheidung zunächst abgefangen werden. Ein 3:0-Heimsieg, samt Traumtor von Aurelio Buta, konnte die Eintracht erspielen und brachte sich so in die beste Position, die internationalen Plätze für Europa klarzumachen. Doch gegen den kriselnden Abstiegskandidaten Schalke 04 erkämpften sich die Hessen nur ein 2:2. Es folgte ein kleines Finale im Heimspiel gegen den SC Freiburg und die europäischen Plätze. Für die Gäste ging es um dein Einzug in die Champions League und die Mannschaft von Kult-Trainer Christian Streich konnte kurz vor der Pause den 1:0-Führungstreffer für die Freiburger erzielen. Die Eintracht gab sich nicht auf und sorgte für das Wunder. In der 83. Spielminute brachte Kolo Muani die SGE zurück in die Partie, ehe Junior Dina Ebimbe das Stadion in der Nachspielzeit zum Beben brachte. Mit diesem Last-Minute-Erfolg konnte sich die Eintracht für die Conference League-Qualifikation eintragen und spielte somit, unabhängig vom Ausgang des Pokalfinales, auch in der nächsten Saison international.

Personell konnte die SGE im Mai einige Transfers Dingfest machen. Mit Omar Marmoush konnte Krösche einen ablösefreien Spieler mit reichlich Potential an den Main lotsen. Bei Philipp Max, der aus Eindhoven ausgeliehen war, wurde die Kaufoption in Höhe von etwa 2 Millionen Euro und der Abschied von Almamy Touré war beschlossene Sache. Sein Vertrag lief im Sommer aus und wurde nicht erneut verlängert. Außerdem wurde das Mittelfeldtalent Hugo Larsson an den Main gelotst und auch bei Dina Ebimbe zogen die Verantwortlichen die Kaufoption.

4 Kommentare

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Vielen Dank für diese schöne Zusammenfassung an den Weihnachtsfeiertagen!

Ich fand es einerseits schade dass wir OG rausgeworfen haben, andererseits war es mir tat unerklärlich warum die Jungs bei normalen Spielen (ja zT immer noch) ihre PS nicht auf den Rasen bekommen.
Das war in der Rückrunde echt bescheiden.

Ich bin gespannt ob Toppi das hinbekommt

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Fallback Avatar 2. PeKa 26. Dezember 23, 13:53 Uhr

Wenn wir die Rückrunde nicht schlechter spielen als die Vorrunde, hat Dino viel erreicht.
Der Anschied von Glasner war richtig, das ist noch immer meine Ansicht.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 3. Block42 26. Dezember 23, 17:16 Uhr

Glasner ist ein toller Mensch und ich bin sehr froh, dass er bei uns war. Das die Beziehung nicht länger gehalten hat und man sich wahrscheinlich zum richtigen Zeitpunkt getrennt hat, war für alle bestimmt die richtige Lösung. Ich habe ihm immer gerne zugehört und seine Ansichten meist geteilt. Jetzt haben wir einen neuen Trainer, der unserer Eintracht auch gut zu Gesicht steht. Ich bewundere jeden, der in der heutigen Zeit und bei diesen Medien ruhig, sachlich und auf dem Boden bleibt. Weiter so!

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Fallback Avatar 4. Block17 27. Dezember 23, 12:07 Uhr

Bei aller Verklärung von Glasner durch den Europacup Sieg darf man einfach
nicht vergessen, dass man in der reinen Rückrundentabelle Platz 12 belegt hat
mit lediglich drei Punkten Vorsprung vor Augsburg auf Platz 16.
Wo sollte da eine Perspektive für die neue Saison sein?

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