Obwohl die Frankfurter Eintracht kürzlich mit Younes Ebnoutalib einen Angreifer verpflichtet hat, dürfte sich bei der SGE auch in den kommenden Tagen noch etwas im Angriff tun. Zu eklatant waren die Schwächen in der Offensive, wenn Jonathan Burkardt aufgrund von Belastungsteuerung oder wie zuletzt wegen einer Verletzung nicht zur Verfügung stand. Elye Wahi schaffte es nicht, die Lücke zu schließen und auch Michy Batshuayi war erst wegen Leistungsgründen, dann wegen seines Mittelfußbruchs keine Option.
Zuletzt geistertet der Name von Arnaud Kalimuendo immer wieder durch den Frankfurter Blätterwald. Wirklich viel gibt es von der SGE in dieser Sache aber nicht zu hören – das könnte auch an Pirmin Schwegler liegen. Der Schweizer ist seit kurzem Sportdirektor beim VfL Wolfsburg, er wechselte Anfang Dezember nach Niedersachsen, zuvor war er bei der SGE Leiter Profifußball. Daher hat er genaue Einblicke in die Transfer-Überlegungen der Hessen, er weiß, welche Namen besprochen und welche Spieler genauestens beobachtet wurden. Wahrscheinlich hat er sogar eigene Ideen eingebracht.
Irritation über Schweglers Verhalten?
Schon bei Ebnoutalib, an dem die SGE lange interessiert war, hieß es, dass auch der VfL Wolfsburg, der ebenfalls auf Suche nach neuen Offensivspielern ist, auf einmal mitmischte und der SV Elversberg mehr Geld geboten habe. Laut der „Frankfurter Rundschau“ sei man bei der Eintracht „sehr irritiert“ über das Verhalten Schweglers rund um den Deal um Neu-Angreifer Eboutalib gewesen sein. Die Zeitung schreibt sogar, dass die „die Tür bei Eintracht Frankfurt“ für Schwegler „für immer zu“ sein soll.
Dass die SGE nun aber an Kalimuendo interessiert ist, überrascht nicht wirklich, denn in den Gerüchten tauchte der Name immer wieder auf. Im vergangenen Winter wollte die SGE den Angreifer bereits verpflichten, sein damaliger Verein Stade Rennes wollte den Franzosen aber nicht abgeben. Stattdessen wechselte er im Sommer nach England zu Nottingham Forest, wo er bisher aber kaum zum Zug kommt. Dies hat die SGE wieder auf den Plan gerufen und es heißt man arbeitet an einem Deal – ob der VfL Wolfsburg und damit auch Pirmin Schwegler ebenfalls Interesse haben, ist bisher nicht bekannt.






18 Kommentare
Hätte man vor dem Wechsel Schweglers „Festplatte“ löschen sollen?
Schauen wir mal was so künftig aus Wolfsburg kommt. Ein Hausverbot wird es nicht geben.
In meiner persönlichen Hall of Fame inklusive Adlerherz hatte er noch nie einen Platz.
Schwierige Situation. Ich will mich da nicht über Schwegler ereifern, auch wenn das maximal blöd aussieht. Das alte Team um Schwegler dort könnte ja genauso gut schon länger dran sein. Die hören dann ja nicht auf, nur weil Schwegler frisch dazu kommt.
Vielleicht grätscht er ja bei Wahi rein und bietet 10 Mio., dann wären alle froh! ;)
Danke SGE4ever für Euren Einsatz!
Guten Rutsch Euch allen!
Ehrlich, das aus der Sicht des Nicht-Insiders einschätzen zu können, das maße ich mir nicht an.
Ich kenne nicht den Aufgabenkatalog, die Kompetenzen und das Geleistete
während Schwegler's Managertätigkeit bei uns. Auch mögliche Aufstiegsperspektiven waren nicht bekannt. Hierarchie und Hackordnung bei Eintracht dürften ziemlich verfestigt sein. Vielleicht war der Wechsel zu VW gar nicht so "Un" willkommen.
Schwieriges Thema, hat nicht Krösche auch Infos, Wissen usw. von den Dosen mitgebracht ? Ich hätte Schwegler als Ex Kapitän und wie man Ihn wahrgenommen hat ein bisserl anders eingeschätzt. Aber wir wissen nicht was wie wo lief. Tatsache ist, dass andere größtenteils durchaus neidisch auf unser Scouting schauen und dann eben chinesisch agieren- kopieren😉
Keine Ahnung, was der bei uns gemacht hat, aber zweimal die Eintracht verlassen, einmal nach Hoffenheim, einmal nach Wolfsburg.
Das sagt alles über den aus. Da brauch man keine Tür zuschlagen, der hat nichts, was uns hilfreich sein könnte.
Naja, interessant wäre ja eher, welche internen Infos Schwegler genutzt haben soll.
Ebnoutalib ist ja nun kein unbekanntes Juwel aus der U17 in Suriname. Er ist Führender der Torschützenliste der zweiten Liga. Ich traue selbst WOB zu, dass sie von ihm gehört haben und irgendwie an die Telefonnummer seines Berater und des Sportdirektors von Elversberg gekommen wären.
Und auch die Forderung von 10 Mio. war ja schon davor öffentlich gemacht worden.
Und dass Schwegler nach seinem Wechsel nicht aus Rücksicht oder Dankbarkeit Spieler in Ruhe lässt, an denen wir auch dran sind, ist eigentlich nur professionell.
Wie oft hast du den Arbeitgeber gewechselt? Hast du da auch jedesmal "verrat" begangen? Bist du Meinung das man bei einem Wechsel alles Wissen zurück zu lassen hat? Und bist du einer von denen die früher für den "tollen Pirmin" geschwärmt haben und ihn dann nach einem Wechsel verteufeln?
Danke!
Hm, irgendwie schreiben die meisten hier wie ich in Beitrag #2, dass man das mit Schwegler vielleicht nicht so hoch kochen lassen sollte. Aber bei mir viele Daumen runter. Komisch. Ist mir ja sonst egal, aber ich scheine mich nicht gut ausgedrückt zu haben 🤔. Die Beiträge nach mir sagen im Grunde ja auch das, was ich meine.
Was die FR wieder alles erfahren haben will. Geht mir auf den Zeiger das da ein Mensch aufgrund unbewiesener Gerüchte in eine Schublade gesteckt wird. Von SGE-Seite hat noch keiner was gesagt in Bezug auf unerwünschte Person.
Auch ich meine, dass es bei Ebnoutalib nicht viel zu verraten gab.
Alle Infos lagen doch schon Wochen vorher auf dem Tisch.
Und offensichtlich hatte nicht nur Wolfsburg Interesse, sondern
andere haben auch Gespräche geführt.
Mir scheint der Gedanke, den frankfurter jung andeutet interessant.
So einen großen Eindruck scheint Schwegler vielleicht nicht gemacht
zu. haben, Oder?
"Wenn Krösche durch die Tür kommt, ist der Raum voll". Bei Schwegler
halte ich das für ein Gerücht.
Verstehe Dein Angehen nicht so ganz.
Trotzdem ein frohes neues Jahr.
Viel Rauch um Nichts!
Lasst doch bitte die Kirche im Dorf.
Fußball ist ein Business, nix für Romantiker (wie mich 😉).
Schwer zu akzeptieren -is aber so.
Allen Adlern einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute 2026.
FORZA SGE
Es hat eher ein Geschmäckle weil Wolfsburg schon bei Katsouranis kurz vor der Verpflichtung reingegrätscht ist und da einfach einen Haufen Kohle obendrauf gelegt hat. Bei Ebnoutalib gab's nur das Bekenntnis zur Eintracht, da hätte Wolfsburg auch 5 Millionen mehr bieten können.
Koulierakis meinst du. Na der ist schon ein richtig Guter, aber es war auch nicht schwer, den zu scouten. Das ist immer alles viel weniger Magie als es scheint, wo sie nur diese Leute immer her zaubern. Wenn man auf Transfermarkt nach Spieler auf Position LIV(oder sonst eine) schaut bis max. 25 Jahre und bis max. 20 Mio. Ablöse dann kann man all diejenigen quasi direkt als Transferziel ausschließen, die bereits bei einem der Top-20-Clubs Europas mit CL-Garantie spielen, weil die sportliche Perspektive dort ohnehin schon super ist und die Eintracht das Gehalt eh nicht stemmen kann. Dem kann die Eintracht nichts besseres bieten. Wenn dann unter all den 22-25jährigen Verfügbaren einer mit damals 19-20 Jahren aufploppt, der "nur" bei Panathinaikos spielt, dann schaut man da natürlich sofort genauer hin, das ist der erste von 5 Spielern, die man anschaut. Theate hat im Prinzip ein sehr ähnliches Profil wie Koulierakis, nur letzterer ist noch 3 cm größer und zudem vor allem 3 Jahre jünger.
Man muss dafür also noch nicht mal das teure Scoutingprogramm von diesem Poker-Mathe-Genie von Brighton bemühen, um zu sehen, dass das eine lohnende Investition ist. Dann guckt man mal auf seinen Lebenslauf und sieht, ok, der ist professionell, kein Stress mit Trainern oder Spielern, wechselwillig, sehr interessant. Den hatte sicherlich jeder Verein in Europa mit ca. 300 Mio. Marktwert auf dem Zettel, der auf der Position Bedarf hatte, also auch Wolfsburg.
Der Ausdruck, Wolfsburg habe "dazwischengegrätscht", weil sie halt auch mitgeboten haben, der kam ja aus der Presse, kein Eintracht-Verantwortlicher hat das jemals so bezeichnet. Es gibt ja kein Verbot, Angebote zu unterbreiten, nur weil ein anderer Verein bereits Verhandlungen aufgenommen hat. Da könnte man ja auch behaupten, die Eintracht habe bei Spieler XY den Deal gekapert, wenn wir den Zuschlag kriegen. Die Boulevardpresse konstruiert halt liebend gern solche Geschichten und ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Leute sich dann derart dazu hinreißen lassen, bei der Hexenjagd mitzumachen, dabei ist es immer das gleiche Schema, Skandale zu produzieren und aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Es gab wie sooooo oft schlicht gar keinen Skandal. VW sucht eben in einem ähnlichen preislichen Bereich. Pissig war die Eintracht nur auf den Spieler und seine Berater, die plötzlich nochmal das Gehalt nachverhandeln wollten, was schon längst als fix galt. Da hat man ein Exempel statuiert, denn die Option Theate leihen und dann ein Jahr später kostenlos kriegen war eben auch sehr gut.
Im Endeffekt bin ich froh, dass es Theate geworden ist. Er hat eine Arbeitermentalität, er ist sehr geerdet und bodenständig, er hat eine gesunde Demut und bildet sich nicht ein, der kommende Superstar zu sein. Er ist smart und teamfähig. Er fühlt sich scheinbar sehr wohl bei der Eintracht. Mit inzwischen 25 wird er vermutlich noch eine ganze Weile bleiben und weil er dann so gut auf seine Teamkameraden abgestimmt ist, wird er für die Eintracht auf Dauer wahrscheinlich noch wertvoller und effizienter sein, selbst wenn Koulierakis in irgendeiner Statistik die Nase vorn haben sollte. Koulierakis wird aufgrund des geringen Alters ja bereits wieder mit Top-20-Clubs in Verbindung gebracht und dann muss Wolfsburg neu suchen und einen neuen Spieler integrieren. Wenn die Eintracht nicht dauernd auf allen Positionen Fluktuation hat, etabliert sich eine bessere Spielkultur.
Ich bin tatsächlich anderer Ansicht als die meisten hier: aus meiner Sicht war Schweglers Verhalten in der Causa Ebnoutalib falsch und unfreundlich gegenüber der Eintracht und seinen Ex-Kollegen.
Zum Vergleich: mein Arbeitgeber entlässt mich kurzfristig aus meinem laufenden Vertrag, weil dies für mich einen bedeutenden Karriereschritt bedeutet, obwohl (!) ich zu einem Wettbewerber gehe. Nahezu zeitgleich ist mein alter AG ist an einem neuen Kunden dran, das Ganze ist für meinen AG richtig wichtig und auch schon publik geworden. Ich denke mir: ja, den Kunden finde ich auch spannend und mache gleich ein noch besseres Angebot als mein alter AG, fahre sogar extra hin und gebe mir richtig Mühe, meinen alten AG zu auszustechen.
Nun kann ich mir sagen, ich bin ja bei einem neuen Arbeitgeber und nur noch diesem verpflichtet, alles professionell. Gleichzeitig muss ich dann aber auch akzeptieren, dass mein alter AG und v.a. meine Ex-Kollegen nicht gerade begeistert sind von meinem Verhalten und ich möglicherweise zur persona non grata werde.
Persönlich kann ich nur sagen, dass ich bei Arbeitgeberwechseln immer darauf geachtet habe, im Guten zu gehen und weiterhin gute, teilweise sogar freundschaftliche Beziehungen zu pflegen. Das hat mir noch nie geschadet.
Insofern empfinde ich Schweglers Aktion so kurze Zeit nach dem Wechsel einfach nur als dämlich und unnötig. Er hat damit gezeigt, dass er keine Loyalität zur Eintracht hat; ist ja auch gut zu wissen. Damit kann man das Kapitel Schwegler bei der Eintracht dann auch schließen.
Das ist ja alles richtig, was du schreibst, aber mit diesem Abschnitt unterstellst du Schwegler was, was er oder andere vielleicht nie so gemacht haben:
"ja, den Kunden finde ich auch spannend und mache gleich ein noch besseres Angebot als mein alter AG, fahre sogar extra hin und gebe mir richtig Mühe, meinen alten AG zu auszustechen."
Wo steht gesichert, dass Schwegler sich genau so verhalten hat? Ich finde es nicht realistisch, man es aber natürlich auch nicht ausschließen. Darum geht es, durch so eine Headline liegt schon fast Verleumdung vor, ohne Insiderwissen nicht zu bewerten.
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