Sportlich kämpft Eintracht Frankfurt um Punkte in der Bundesliga, abseits des Rasens kann sich auch die Performance eines wichtigen Partners sehen lassen. Eine Analyse der Digitalagentur „Webnetz“, die in der Vergangenheit auch immer die Reichweiten von Fußballblogs und Onlinemagazinen analysierten, hat die Hauptsponsoren der Bundesligisten auf Social Media miteinander verglichen. Dabei fällt Eintracht-Hauptsponsor Indeed insbesondere auf der Plattform Instagram positiv auf. Und die Hessen spielen in der Strategie des Unternehmens eine besondere Rolle. Untersucht wurden die Auftritte der Sponsoren auf Facebook, Instagram und TikTok sowie unter anderem Followerzahlen, Postingaktivität und Reaktionen der Nutzerinnen und Nutzer.
Indeed bei Nutzerreaktionen vor Telekom und Vodafone
Eintracht-Hauptsponsor Indeed gehört dabei insbesondere auf Instagram zu den auffälligsten Unternehmen. Obwohl der Hauptaccount des Jobportals bei der Zahl der Follower lediglich auf Rang sechs der untersuchten Bundesliga-Sponsoren landet, erreicht Indeed bei den Nutzerreaktionen den zweiten Platz. Lediglich Red Bull liegt vor dem SGE-Partner. Indeed ist neben dem Leipziger Hauptsponsor sogar das einzige Unternehmen, das im untersuchten Zeitraum die Marke von einer Million Reaktionen knacken konnte.
Bemerkenswert ist dabei, dass andere Unternehmen über eine deutlich größere Community verfügen. Die Hauptaccounts von Telekom (Bayern München) und Vodafone (Borussia Dortmund) besitzen laut der Untersuchung ungefähr doppelt so viele Instagram-Follower wie Indeed, kommen bei der Resonanz ihrer Beiträge allerdings nicht in vergleichbare Regionen. Als einen möglichen Grund nennt Webnetz die hohe Aktivität des Jobportals: Bei der Anzahl veröffentlichter Beiträge landet Indeed auf dem zweiten Platz.
Eigener Kanal nur für die Eintracht: „Indeed Eintracht“
Besonders interessant aus Frankfurter Sicht ist allerdings die Strategie hinter der Partnerschaft. Auf dem regulären Instagram-Auftritt von Indeed findet Eintracht Frankfurt praktisch nicht statt. Dort konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf humorvolle und unterhaltsame Inhalte aus der Arbeitswelt.
Für die SGE gibt es stattdessen einen eigenen Account. Unter „Indeed Eintracht“ dreht sich alles um die Partnerschaft mit den Hessen. Eine solche klare Trennung ist im Vergleich der Bundesliga-Hauptsponsoren eine Besonderheit. Lediglich HanseMerkur, Hauptsponsor des Hamburger SV, verfolgt laut „Webnetz“ mit einem zusätzlichen Sport- und Action-Kanal einen ähnlichen Ansatz.
Mehr als nur ein Logo auf der Brust
Die Zusammenarbeit beschränkt sich damit längst nicht darauf, dass das Indeed-Logo auf den Frankfurter Trikots zu sehen ist. Ein Beispiel für die Aktivierung der Partnerschaft war sogar ein eigenes Testspiel: Indeed brachte mit Eintracht Frankfurt und dem englischen Klub FC Brentford zwei Vereine zusammen, bei denen das Unternehmen als Sponsoringpartner aktiv ist.
Die Strategie bietet beiden Seiten einen Vorteil – auch wenn das Spiel aus sportlicher Sicht einen extremen Warnschuss (0:7 Niederlage) darstellte. Indeed kann Fußballfans gezielt ansprechen, ohne den eigenen Hauptkanal dauerhaft mit Eintracht-Inhalten zu bespielen. Gleichzeitig erhält die Partnerschaft mit der SGE eine eigene Plattform, auf der deutlich spezifischer auf die Frankfurter Anhängerschaft zugeschnittene Inhalte veröffentlicht werden können.
Damit zeigt die Analyse sicherlich auch, wie sehr sich modernes Trikotsponsoring über die Jahre verändert hat. Das Logo auf dem Trikot ist längst nicht nur ein Bestandteil einer Partnerschaft. Entscheidend ist zunehmend, was Unternehmen und der Verein rundherum daraus machen. Und hier scheint das Zusammenspiel zwischen Indeed und der SGE ziemlich gut zu funktionieren.






4 Kommentare
Ja ! Nett ! Prima !
Das ist Hellmanns Welt !
Ich hoffe Hütter freut sich genauso wie ich über diese Neuigkeit.
Indeed forever !
Ein Armutszeugnis unserer heutigen Zeit: "click"-zahlen , "Nutzerreaktionen", "Follower" :
Ehrlich gesagt interessiert mich das nen Scheiss...es geht PRIMÄR um Fussball und die Begeisterung unser aller Fans für diesen Sport...und DIESER soll im Mittelpunkt stehen...keine Pseudo- politischen Aussagen, keine Wichtigtuer - Ultras a la Brigade Nassau und Ehre der Gruppe Stadionverbot...aber eben auch keinen Sponsor ( die aber wenigstens im Vergleich zur ersten Gruppierung unseren Verein wirklich unterstuetzt)...
Also: Info nehme ich zur Kenntnis, aber damit muss es auch gut sein..wir sind primär ein Fussballverein und kein Wirtschaftsunternehmen, welches sich in "Projekten" engagiert...
OT:
Hoppenheim, die laut Aussage mehrerer Forumsmitglieder nun an uns vorbeigezogen sind, haben ihre neue Qualität jetzt gegen OFI Kreta und Paderborn sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt und stehen auf Platz 14.
Gewonnen haben sie bisher nur gegen Stuttgart, die uns komplett enteilt sind (aktuell Platz 15 zugegeben gegen recht starke Gegner bisher).
Außer den Bayern ist in der Liga alles ganz nah beieinander und fast jeder kann jeden an einem guten Tag schlagen.
Als Paderborner muss ich dazu sagen, dass es natürlich einfach unfair dem Gegner gegenüber war, Steffen Tigges einzuwechseln 😉
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