Das letzte Spiel in der Ligaphase der Champions League war für die Eintracht nahezu bedeutungslos. Nachdem man bereits vorzeitig ausgeschieden war, ging es gegen Tottenham Hotspur vielmehr darum, wieder einen Schritt näher zu alten Stärken und zu defensiver Stabilität zu kommen. Das wollte Interimstrainer Dennis Schmitt durch ein kompaktes Zentrum erreichen, was auch über die weitesten Phasen des Spieles gut funktionert hat. „Wir haben es besser gemacht, als die Spiele zuvor. Wenn wir gemeinsam verteidigen und an unseren Aufgaben grundsätzlich festhalten sehen wir, dass wir es auch einer guten Mannschaft wie Tottenham schwer machen können“, erkannte auch Sportdirektor Timmo Hardung.
Dennoch stand nach 90 Minuten eine verdiente 0:2-Niederlage. „Am Ende haben wir dann die zwei Fehler zu viel gemacht, die in unsere aktuellen Phase dann natürlich auch so bestraft werden. Momentan kriegen wir einfach nichts geschenkt“, erklärt Hardung. Einen guten Eindruck hinterließ Oscar Højlund, der gemeinsam mit Hugo Larsson und Ellyes Skhiri das Zentrum bearbeiten sollte. „Es war schön, wieder zurück zu sein. Es war ein schwieriges Spiel zu einer schweren Zeit. Aber es war echt schön zurück zu sein und ich habe versucht, dem Team so gut es geht zu helfen“, resümiert der Däne.
Voller Fokus auf die Liga – „Wird auch gegen Leverkusen gefordert sein“
Zur Wahrheit des gestrigen Auftrittes gehörte natürlich auch der Gegner, der sich mit dem Erfolg direkt für das Achtelfinale qualifizieren konnte. „Tottenham musste und wollte hier gewinnen und das hat man auch gesehen. Trotzdem haben wir ihnen nicht allzu viele Möglichkeiten geboten, weil wir unser Zentrum stark gehalten haben und jeder sich an seine Aufgaben gehalten hat“, lobt Hardung. Sechser Højlund fasst die Champions League-Saison gut zusammen: „Erstmal überwiegt die Enttäuschung, weil wir es nicht in die Play-Offs geschafft haben. In manchen Spielen haben wir Charakter gezeigt, es gab aber auch welche, die nicht gut waren.“
Der Blick muss jetzt klar auf Leverkusen gehen, die am Samstag im Frankfurter Stadtwald zugast sind. „Jetzt können wir uns noch mehr fokussieren und gut trainieren. Und einfach mit viel Training gut vorbereiten, damit wir bereit sind für die Liga – das ist das Gute“, so der Däne. „Es wird natürlich ein schwieriges Spiel, aber wir haben wirklich Charakter gezeigt. Wir sind in einer schwierigen Phase. Wir bauen auf dieses Spiel auf und dann werden wir sehen.“ Hardung spricht an, was gegen Leverkusen besser werden muss: „Wir müssen weiter arbeiten, um weniger Gegentore zu bekommen, weniger Chancen zuzulassen und weniger Fehler zu machen.“
Dills feiert Debüt – „Unglaubliches Gefühl“
Wie bereits Alexander Staff vergangene Woche in Baku, feierte gestern der nächste Spieler aus der Jugend sein Profi-Debüt. Marvin Dills, Spieler unter Alexander Meier in der U19, ersetzte Mario Götze in der 83. Minute und kam so zu zehn Minuten Königsklasse-Luft. „Es war ein unglaubliches Gefühl“, beschreibt der 18-Jährige. „Ich habe damals schon davon geträumt als ich drei war. Dass das jetzt passiert ist, ist wirklich unbeschreiblich.“ Trotz der Niederlage und dem Ende der internationalen Saison überwiegt bei Dills die Freude: „Es ist natürlich ein gutes Gefühl. Auch wenn wir verloren haben, war das wirklich ein toller Tag.“






2 Kommentare
DFB Pokal/ Champions League ist vorbei. Jetzt und nur nach vorne schauen, volle Konzentration auf die Liga und voll voll Vollgas Eintracht!!! 🦅
Ich bin eigentlich immer positiv gestimmt, aber diese Ansichten, dass es sich ständig etwas verbessert, kann ich nicht nachvollziehen. Das Spiel gestern war derselbe Grottenkick wie die Spiele davor. Natürlich hat die Mannschaft defensiver besser gestanden, was aber auch mit 9 verteidigenden Spielern keine Kunst sein sollte. Trotzdem gab es gegen einen Gegner, der wirklich nicht besonders gefährlich agiert hat zwei Tore. Und das anfangs nicht gegebene Abseitstor, war schon miserabel verteidigt. Aber ein bisschen mehr Torgefahr und Spielerisches sollte schon auch dabei sein. Das Spiel war derart langweilig, dass meine Frau tatsächlich kurz eingeschlafen ist, was ich bei ihr in 35 Jahren bei noch keiner Sportveranstaltung und erst recht nicht beim einem Eintracht Spiel erlebt habe. Ich selbst kann mich nicht erinnern so ein langweiliges und uninspiriertes Eintracht Spiel in meinen über 60 Fan-Jahren gesehen zu haben.
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