Mister Haller ebnet den Weg für das Achtelfinale (Foto:imago/HMB-Media)

Die Europacup-Festwochen erhalten am Main ein weiteres Kapitel. Die SGE steht als einziger noch verbliebener deutscher Klub im Achtelfinale der Europa-League und muss sich nun mit Inter Mailand um den Einzug in das Viertelfinale duellieren. Zwar war das Ergebnis mit 4:1 am Ende doch ziemlich deutlich, von der 60. bis zur 80. Minute mussten Fans und Verantwortliche einige Schweißperlen abwischen und Stoßgebete gen Himmel richten. Denn der regelmäßige Champions-League-Teilnehmer Schachtar Donezk kam nach einem 0:2-Rückstand noch einmal heran und war drauf und dran den Ausgleich zu erzielen. Am Ende feierte man aber ein ausgelassenes Happy-End in der Frankfurter Commerzbank-Arena.

Aus personeller Sicht gab es vor der Partie Grund zur Freude. So stand Kapitän David Abraham rechtzeitig wieder zur Verfügung, nachdem er seit der Bremen-Partie aufgrund von Wadenproblemen pausieren musste. Auch Sebastian Rode konnte mitwirken, obwohl sein Einsatz auf der Kippe stand. Ante Rebic durfte sich dieses Mal als Joker beweisen. Das Duo Sebastien Haller und Luka Jovic startete gegen die Ukrainer.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung der zwölf zensierten Spieler den Wert 1,85. Die Einzelnoten der über 400 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

Sebastien Haller, Ante Rebic, Evan N’Dicka, Danny da Costa, Sebastian Rode:
Es war eines der berühmtesten und wichtigsten Tore von Eintracht Frankfurt. Der 5:1-Treffer in Form eines Übersteigers von Jan-Aage Fjørtoft in der Saison 1998/1999 gegen Kaiserslautern rettete die Diva damals vor dem sichergeglaubten Abstieg. Eine ähnliche Kopie und zumindest ännähernd so wichtig war der Treffer von Sebastien Haller, der zum 3:1 gegen Schachtar Donezk führte. Der mittlerweile als TV-Experte arbeitende Fjortoft twitterte freudig erregt: „Das ist ja klasse. Danke, Mister Haller. Ein Frankfurter Stürmer macht wieder einen Übersteiger.“ Zuvor blieb der Franzose bereits bei seinem Elfmeter zum 2:0 eiskalt und damit gehört ihm ein gehöriger Anteil am Einzug in das Achtelfinale. Zur Belohnung gibt es den Titel „Spieler des Spiels“ bei der Spielerbenotung. Ante Rebic machte mit dem 4:1 den endgültigen Deckel drauf. Der Kroate kam als frische Kraft von der Bank und sorgte nochmal für neue Impulse in der Offensive. Evan N’Dicka zeigte sich sehr stabil und zweikampfstark. Gegen die schnellen und technisch starken Gegner ließ er sich nicht wirklich in Bedrängnis bringen. Danny da Costa zeigte vor allem in der Offensive seine enormen Qualitäten. Wunderbare Vorbereitung zum 1:0 durch Luka Jovic, beinahe hätte er selbst treffen können. Starker Auftritt. Das gilt auch für Sebastian Rode, der förmlich auf dem Platz brannte und sich in jeden Zweikampf schmiss.

Martin Hinteregger, Makoto Hasebe, Mijat Gacinovic, David Abraham, Filip Kostic, Luka Jovic, Jetro Willems:
Martin Hinteregger hat sich mittlerweile so nahtlos eingefügt, dass man glauben mag, er sei schon seit Jahren ein Adlerträger. Da war gegen ihn nicht viel zu holen. Makoto Hasebe verließ seine Libero-Position um eine Reihe weiter vorne die Fäden zu ziehen. Das machte er nicht weniger gut als sonst und sorgte mit einem guten Auge dafür, dass immer wieder gezielt der Angriff inszeniert wurde. Mijat Gacinovic kämpfte, ackerte und zeigte Herz. Sicherlich war sein Spielaufbau eher mäßig, dafür machte er mit seiner Einsatzbereitschaft einiges wett. David Abraham war trotz seiner Abstinenz in den letzten Wochen kein Unsicherheitsfaktor. Herausragendes Stellungsspiel und mit seiner Schnelligkeit immer da, wenn es gebrannt hat. Filip Kostic und Luka Jovic kombinierten gut miteinander. Während ersterer unermüdlich die linke Seite beackerte, stand letzterer meist an den richtigen Stellen um es gefährlich lassen zu werden. Jetro Willems kam erst spät in die Partie und fiel weder positiv noch negativ auf. Sein voller Akku brachte ihm allerdings häufiger Vorteile gegenüber seinen Gegenspielern.

Kevin Trapp:
Kevin Trapp gab sicherlich beim Gegentor eine unglückliche Figur ab. Doch richtig in Regress nehmen kann man die Pariser-Leihgabe dafür nicht. Ansonsten hatte er Glück bei zwei Lattentreffern. Einen der beiden fälschte er noch gefahrlos ab. Ansonsten musste er nicht allzu oft sein Können unter Beweis stellen.

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4 Kommentare

  1. „Abraham war trotz seiner Abstinenz in den letzten Wochen kein Unsicherheitsfaktor. Herausragendes Stellungsspiel und mit seiner Schnelligkeit immer da, wenn es gebrannt hat.“

    Gegentor?
    Eher durchschnittliches Stellungsspiel.

  2. @ 2 Lass uns nicht das Haar in der Suppe suchen. Wenn Trapp die Murmel hält, reden und schreiben wir nicht drüber. 🙂

  3. Seht mal wie oft in unserem Sprachgebrauch das Wort „gebrannt ist brennt usw.“ gebraucht wird und nichts mit pyro zu tun hat.

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