Bei Mainz 05 konnte die SGE den ersten Saisonsieg in der Bundesliga feiern. Dabei bewährte sich die Umstellung auf die Dreierkette, die für defensive Stabilität und trotzdem nicht zu wenig offensive Präsenz sorgte. Im zweiten Heimspiel der Saison kommt der SC Freiburg an den Main, der noch ohne Punktverlust dasteht und vor Beginn des vierten Spieltages von der Tabellenspitze grüßt. Auch wenn es für die Eintracht ein unangenehmes Spiel wird, waren die Breisgauer zuletzt ein gutes Pflaster. Im Mai 2025 konnte die SGE im direkten Duell die Königsklasse sichern und überzeugte gegen den SCF besonders vor heimischer Kulisse.
Anpfiff der Partie ist am Samstag, 19. September um 15:30 im Deutsche-Bank-Park. Die Leitung der Partie übernimmt Schiedsrichter Sören Storks. „Sky“, „DAZN“ (nur in der Konferenz) und „Eintracht FM“ übertragen live.
Der Gegner
Mit dem SC Freiburg ist der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga zu Gast in der Mainmetropole. Neun Punkte und 10:1 Tore waren die Breisgauer-Ausbeute der ersten drei Spieltage. Zuletzt gab es einen 5:0-Erfolg über Borussia Mönchengladbach. Unter Trainer Julian Schuster ist der SCF schwer zu bespielen und hat mit dem ehemaligen Adlerträger Igor Matanovic einen echten Torjäger in der Sturmspitze, der in der noch jungen Saison bereits viele Abwehrreihen vor Probleme stellte. Dreimal konnte sich der Kroate bislang in die Torschützenliste eintragen und überzeugt vor allem mit seiner Robustheit und Abgeklärtheit vor dem Tor. Generell strotzt die Freiburger Mannschaft vor Selbstvertrauen, das sie auch mit zur Eintracht bringen wird.
Einstimmung
Adi Hütter: „Es ist einfach eine laufstarke Mannschaft, deswegen sind sie schwer zu knacken, wenn wir zu langsam spielen. Wenn wir schnell spielen, dann haben wir auch die Qualität, dass wir dem Gegner wehtun können. Es ist immer sehr wichtig, wenn eine dreiwöchige Pause ansteht, dass man mit einem Erfolgserlebnis in diese Pause geht. Wir müssen auch den Fans eine Leistung zeigen, dass wir imstande sind, zu gewinnen. Wenn wir das spielen, was wir können, dann können wir auch gewinnen. Auf der anderen Seite dürfen wir keine Nachlässigkeiten und Unkonzentriertheiten haben. Dann wird uns Freiburg auch bestrafen.“
Julian Schuster (Trainer SC Freiburg): „Sie haben viele Qualitäten und sich über all die Jahre sehr gut entwickelt. Und sie haben einen Trainer, der sehr viel Souveränität ausstrahlt. Wir haben sehr an der Schärfe gearbeitet. Wer gestern zufällig am Trainingsplatz vorbeigefahren ist, hat gehört, dass es lauter geworden ist. Genau diese Emotionen brauchen wir.“ (Quelle: SC Freiburg)
Noah Atubolu: „Ich probiere, das Spiel zu sehen wie jedes normale Bundesligaspiel, spätestens, wenn der Anpfiff ist. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es kein sehr, sehr besonderes Spiel für mich ist. Aber natürlich will ich gewinnen!“
Schon gewusst?
Eintracht Frankfurt ist saisonübergreifend seit fünf Bundesliga-Heimspielen sieglos (2U, 3N). Gegen den SC Freiburg ist die SGE aber seit acht Duellen ungeschlagen und holte zu Hause 10 von 12 Punkte gegen den SCF. Von 49 Spielen konnte die SGE 21 für sich entscheiden (21 S I 13 U I 15 N).
Formcheck
Eintracht Frankfurt: 3:1 I 1:4 I 3:3 I 11:0 I 0:7
SC Freiburg: 5:0 I 1:0 I 4:1 I 4:1 I 5:1
Ausfälle
Eintracht Frankfurt: Jessic Ngankam (Muskelverletzung) und Jeremiaha Maluze (Muskelverletzung)
SC Freiburg: Florent Muslija (Aufbautraining nach Kreuzbandriss)
Mögliche Aufstellung
Für Adi Hütter gibt es nach dem 3:1-Erfolg über Mainz 05 wenig Gründe, personelle Wechsel vorzunehmen. Doch schon in der Innenverteidigung ist er durch den Ausfall von Jeremiaha Maluze dazu gezwungen. Der zuletzt verletzte Nnamdi Collins ist wieder fit und wird den Part in der rechten Innenverteidigung übernehmen. Sollte es noch nicht reichen, steht der SGE noch Neuzugang Otavio zur Verfügung. Robin Koch und Lilian Brassier bilden den Rest der Dreierkette. In Mainz zeigte sich Kapitän Koch verbessert und auch Brassier überzeugte. Auf den Außenbahnen werden Elias Baum und Keita Kosugi erneut starten dürfen. Sollte sich Hütter für die offensivere Variante Ritsu Doan entscheiden, der in Mainz hinter der Spitze spielte, würde Baum aus der Elf rücken.
Im Zentrum sollten Raphael Onyedika und Noel Aseko nach der starken Leistung in Mainz weiter gesetzt sein. Vor allem Aseko überzeugte mit Spielwitz und war sehr auffällig. Optionen in der Mitte sind Mario Götze und Farès Chaïbi, Oscar Højlund kommt bislang noch nicht richtig zum Zug. In der Offensive wird Can Uzun auf seinen Doppelpack aufbauen und hinter Stürmer Jonathan Burkardt, der ebenfalls zweifach an Treffern beteiligt war, für die kreativen Aktionen und Entlastung sorgen. Sollte Hütter sich für Doan auf der rechten Außenbahn entscheiden, dürfte Younes Ebnoutalib in die Elf rücken. Der von Jürgen Klopp für die DFB-Auswahl berufene Stürmer fiel in Mainz der Systemumstellung zum Opfer und musste, trotz zwei guter Auftritte inklusive Dreierpack in Berlin, auf der Bank Platz nehmen. Burkardt hat in der Spitze derzeit die Nase vorn.
So könnte Eintracht Frankfurt spielen
Atubolu – Collins, R. Koch, Brassier – Baum, Onyedika, Aseko, Kosugi – Doan, Uzun – Burkardt
So könnte der SC Freiburg spielen
Backhaus – Treu, Ginter, Lienhart, Makengo – Eggestein, Engelhardt – Beste, Y. Sozuki, Scherhant – Matanovic






4 Kommentare
Mehr auf Augenhöhe geht nicht.
An die Kompaktheit der Freiburger kommen wenige Mannschaften ran, wobei ich bei uns mehr Spielentscheider sehe.
Ich bereite mich auf Drama vor und sehe 3 Punkte.
Wird ein schweres spannendes Spiel heute. Freiburg ist richtig gut in Form, hatte aber bisher mit Düsseldorf, Motherwell, Bremen, Paderborn und Gladbach auch keine starken Gegner.
Ihre Stärke ist die Offensive, da sind sie flexibel aufgestellt, die Defensive ist trotz der wenigen Gegentore anfällig, weswegen wir wohl ähnlich wie gegen Mainz spielen und sie erstmal kommen lassen werden.
Wenn wir kompakt stehen, die Zweikämpfe annehmen und gut und schnell umschalten, haben wir gute Chancen.
Gute Aufstellung, hoffentlich kann Collins die Lücke schließen.
Für das jetzige System wohl aktuell die beste Anfangsformation, mit starken Alternativen auf der Bank. Wenn dann noch die richtigen Wechsel zur richtigen Zeit erfolgen, bin ich optimistisch.
Das heißt Sieg für uns gegen bisher
erfolgreiche Freiburger, die wir nicht unterschätzen, aber auch nicht überhöhen sollten.
Der Schlüssel könnten Standards werden. Da ist Freiburg stark und die Spieler kennen Noahs Bewegungsmuster aus dem Training.
Statistik interessiert mich nicht so, nach dieser hätten wir in Mainz auch verloren.
Auf geht's!
Gruß SCOPE
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