Kanté, Hazard, Giroud: der FC Chelsea hat viele Weltklasse-Spieler in seinen Reihen (Foto: imago images / DeFodi).

Zum letzten Europacup-Heimspiel der Saison kommt ein ganz Großer nach Frankfurt: der FC Chelsea London. „The Blues“ müssen sich nicht mehr vorstellen, ihren Namen kennt die ganze Welt. Aber auch sie dürften vor Eintracht Frankfurt gewarnt sein, räumten die Hessen auf ihrem Weg in das Halbfinale die Champions League-Absteiger Schachtar Donezk, Inter Mailand und Benfica Lissabon aus dem Weg. In den Begegnungen am 2. und 9. Mai (jeweils ab 21:00 Uhr live auf RTL und DAZN) dürfte die Favoritenrolle aber klar verteilt sein, auch wenn die SGE im Heimspiel mit ihren Fans im Rücken zumindest einen atmosphärischen Vorteil genießen darf.

Drei Chelsea-Spieler wertvoller als kompletter SGE-Kader

Eine Woche später reisen die Adler an die legendäre „Stamford Bridge“ nach England. Mit nur 40.853 Plätzen umfasst sie eine geringere Kapazität als die Commerzbank-Arena in Frankfurt. Sitzplätze muss der FC Chelsea vor dem Rückspiel allerdings nicht mehr einbauen, denn in englischen Stadien gibt es seit der Hillsborough-Katastrophe von 1989 keine Stehplätze mehr. Der russisch-israelische Oligarch Roman Abramowitsch kaufte den 1905 gegründeten Traditionsverein im Jahr 2003 auf.

Seitdem investierte Abramowitsch etwa 1,77 Milliarden Euro in neue Spieler für Chelsea. Dementsprechend besitzt der Spitzenklub aus London auch über einen gewissen Kader-Marktwert. Während alle Spieler, die in dieser Saison bei Chelsea unter Vertrag stehen, geschätzte 885,75 Millionen Euro wert sein sollen, ist der Kader der Eintracht in etwa 261,70 Millionen Euro schwer. Allein Eden Hazard (150 Mio.), N`Golo Kanté (100 Mio.), und Olivier Giroud (15 Mio.) sind laut „transfermarkt.de“ mehr wert als alle Spieler der SGE zusammen. Das Finale haben sie deswegen aber noch lange nicht erreicht.

Champions League-Sieger 2012

Der FC Chelsea zählt in England zu den Topklubs und ist regelmäßig unter den ersten sechs Plätzen zu finden. In der Saison 2011/2012 erreichten sie den wohl größten Triumph ihrer Vereinsgeschichte: den Gewinn der UEFA Champions League. Nachdem sie 2008 das CL-Finale gegen Manchester United im Elfmeterschießen verloren haben, gewannen sie vier Jahre später in München gegen den FC Bayern endlich den Henkelpott. Ein Jahr später folgte der Sieg in der Europa League – mit 2:1 setzten sich die Londoner gegen Benfica Lissabon durch. Den Europapokal der Pokalsieger gewannen sie in den Jahren 1971 gegen Real Madrid und 1998 gegen den VfB Stuttgart.

Kampf um CL-Quali – Europa League als letzte Titelchance

In der Gegenwart kämpfen die Engländer um die Qualifikation für die Champions League, die sie neben der Liga auch durch den Gewinn der Europa League erreichen können. Der Weg über den Pokalsieg scheint derzeit der „Leichtere“ zu sein, denn mit Tottenham Hotspur, dem FC Arsenal London und Manchester United streiten sich in der Premier League vier Klubs um zwei CL-Plätze. Vergangenen Sonntag spielte Chelsea London in der Liga bei Manchester United nur 1:1 und steht derzeit auf Platz vier.

Titelchancen haben die „Blues“ nur noch in der Europa League. Die englische Meisterschaft machen der FC Liverpool und Manchester City unter sich aus und in beiden englischen Pokalwettbewerben ist Chelsea auch leer ausgegangen. Im internationalen Geschäft schlossen die Londoner ihre Gruppe mit Bravour ab: fünf Siege und ein Remis reichten locker für das Weiterkommen. In der K.O.-Runde ließ der sechsfache englische Meister unter anderem Malmö FF, Dynamo Kiew und Slavia Prag hinter sich und kassierte bis zum Halbfinale nur sieben Gegentore. Mit 30 Treffern sind die Engländer zudem die torgefährlichste Mannschaft aller vier Halbfinalisten – es folgen die SGE mit 28 Toren, der FC Arsenal mit 22 Toren und der FC Valencia mit 17 Toren.

Millionenschwerer Kader mit vielen Weltstars

Eden Hazard ist derzeit Chelseas Top-Scorer und Kapitän der belgischen Nationalmannschaft (Foto: imago images / Uk Sports Pics Ltd).

Schon viele Weltstars trugen das Trikot des FC Chelsea und wurden zu Klub-Legenden: Petr Čech, Didier Drogba, Frank Lampard, John Terry, um nur ein paar zu nennen. Und auch in der heutigen Zeit ist es sehr schwer einzelne Spieler aus dem Kader von Trainer Maurizio Sarri (60) hervorzuheben: der belgische Superstar Eden Hazard, der frisch gebackene Weltmeister N`Golo Kanté oder die beiden Top-Stürmer Olivier Girod und Gonzalo Higuaín. Zudem hütet mit „Kepa“ (80 Mio. Euro) der derzeit teuerste Torwart der Welt das Tor des fünffachen englischen Ligapokalsiegers.

Chelsea verfügt über sehr viele Nationalspieler aus weltweiten Top-Nationen. Mit César Azpilicueta, Gary Cahill, David Luiz oder Davide Zappacosta stehen Cheftrainer Sarri sehr erfahrene Verteidiger zur Verfügung. Der aus der Bundesliga bekannte deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger (früher VfB Stuttgart) fällt wegen einer Operation am Meniskus für den Rest der Saison aus. Das Mittelfeld ist mit Namen wie zum Beispiel Kanté, Jorghino oder dem kroatischen Vize-Weltmeister Mateo Kovacic gespickt und vorne steht mit Giroud ein Weltmeister von 2018 im Sturm. Der Franzose führt mit zehn Treffern die Torjäger-Liste in der Europa League an – SGE-Stürmer Luka Jovic folgt mit acht Toren direkt dahinter. Mit Gonzalo Higuaín gibt es zweifellos einen adäquaten Ersatz für Giroud. Der Argentinier spielte schon erfolgreich bei Real Madrid, Juventus Turin, dem AC Mailand und dem SSC Neapel und stand 2014 im Finale der Weltmeisterschaft.

Kanté als Schlüsselspieler – Hazard sorgt vorne für Gefahr

Wenn der FC Chelsea einen Schlüsselspieler haben sollte, dann wäre es N`Golo Kanté. Er sorgt für die Stabilität im Mittelfeld, rennt das ganze Spiel über dem Gegner hinterher, gewinnt wichtige Zweikämpfe und erobert so die Bälle zurück. Hazard hingegen verteilt vorne die Bälle und ist an den meisten Toren der Engländer in dieser Saison beteiligt. Mit Willian und Pedro tragen zwei weitere Flügelflitzer das blaue Trikot, die schon einige Titel gewinnen konnten. Auf den talentierten Nachwuchsspieler Callum Hudson-Odoi muss Cheftrainer Sarri verzichten. Der vom FC Bayern heiß begehrte 18-Jährige erlitt vor ein paar Wochen einen Achillessehnenriss im rechten Fuß und fällt für mehrere Monate aus.

Gerade weil der FC Chelsea als haushoher Favorit in beide Begegnungen geht, kann Eintracht Frankfurt nur gewinnen. Die SGE spielt eine überragende Saison in der Europa League und ist in der Bundesliga auf dem Weg, sich zum zweiten Mal in Folge für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren. Die gesamte Mannschaft inklusive Trainerstab wird es genießen: das vorerst letzte Heimspiel in Europa.

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8 Kommentare

  1. Ich habe Chelsea öfters mal gesehen diese Saison. Für mich ist eher Jorginho der Schlüsselspieler (spielt aber nicht immer in der EL). Auf ihn schneidet Sarri das Mittelfeldspiel zu, er hat ihn ja extra aus Neapel mitgebracht. Kanté spielt offensiver als man es von ihm gewohnt ist, nicht auf der 6, sondern eher als 8er. Grunsätzlich spielt Chelsea praktisch immer 4-3-3.
    Hazard ist eine Augenweide, kaum zu stoppen in Dribbling, gute Übersicht, beidfüßig, abschlussstark – zurecht als einer der besten Offensivspieler der Welt gehandelt; allerdings musste er unter Sarri auch immer mal im Sturmzentrum ran (dann mehr als „Falsche 9“), was ihm nicht so sehr behagt. Lieber – und in meinen Augen auch deutlich besser – spielt er, wenn er aus einer tieferen Position Speed aufnehmen kann, offiziell dann meist als Linksaußen. In der EL spielt er aber sehr selten (erst zweimal Startelf, allerdings zuletzt gegen Prag im Rückspiel).
    Giroud spielt übrigens nur in der EL Stamm (weswegen er wohl auch gerne wechseln würde). In der Liga kommt er zwar auf 25 Einsätze, aber nur etwas über 800 Minuten (18 Mal eingewechselt, nur 2 Tore).
    Außer Giroud gibt es noch weitere „EL-Experten“: Der Ex-Gladbacher Andreas Christensen hat nur 7 PL-Einsätze, aber 12 Mal in der EL durchgespielt. Da Rüdiger verletzt ist (der sowieso nur teilweise in der EL gespielt hat), wird er vermutlich wieder auflaufen. Cahill ist zwar offiziell Kapitän, spielt aber diese Saison praktisch überhaupt nicht mehr. Als LV läuft in der EL häufiger Emerson statt Marcos Alonso auf, der in der PL auch eher selten zum Einsatz kommt. Zuletzt war M. Alonso länger verletzt und hat gegen ManU sein Comeback gegeben. Ich nehme daher an, dass er nicht gleich wieder über 90 Minuten spielen kann und erwarte Emerson. Das Gleiche gilt links mit Zappacosta statt Azpilicueta, wobei Azpilicueta schon sehr regelmäßig spielt. Für große Furore (auch in der EL) hat übrigens Bayern-Wunschspieler Hudson-Odoi gesorgt (Rechtsaußen), aber der fällt monatelang aus).
    Es ist natürlich die Frage, ob Sarri diese Rotations-Politik durchzieht, schließlich ist es auch für Chelsea die zweite Chance, in der CL aufzulaufen, falls es in der hart umkämpften Liga nicht klappt. In der Liga haben sie am Wochenende Watford zuhause, nicht gerade Fallobst (10. mit 50 Pkt.), aber eigentlich auch keine allzu große Hürde. Es kann sein, dass dann eher am Wochenende ein paar aus der zweiten Reihe spielen.

  2. Der Frage nach dem Ablauf für die Ticketvergabe von Baku ist noch zu früh… – eigentlich nicht – oder?
    In der Schweiz hat die Eintracht auch recht viele Sympathisanten – nicht nur wegen: Spycher, Huggel, Güntensperger, Schwegler, Barnetta, Seferovic, Fernandes & Co)

    Also auf geht`s 🙂 – Treffen uns dann in Baku!!!!!

  3. Reebok hat schon mal gut losgelegt mit Infos zum Gegner, danke hierfür 🙂
    Ich werd nochmal was hinzufügen und noch mehr Mut machen.
    Jeder sieht derzeit, dass es zum Ende der Saison Kräfteverschleiß gibt. Das gilt auch für Chelsea, auch wenn sie wesentlich mehr Rotationsmöglichkeiten haben.
    Aber ich fang mal mit den Faktoren an, die für Chelsea sprechen:
    1.
    Das Unentschieden gegen ManU war für Chelsea extrem wichtig. Sie haben es sich erarbeitet. Bei einer Niederlage wären die Köpfe erst mal unten gewesen, so halten sie ihren Vorsprung von 3 Punkten gegenüber ManU. Auch sie sind derzeit auf Platz 4, der zur CL-Quali reicht und müssen diesen verteidigen. Von den Konkurrenten um diesen Platz spielt nur ManU nicht mehr international. Arsenal und Tottenham sind ja auch noch dabei und damit kräftemäßig in einer ähnlichen Konstellation wie Chelsea.
    ManU hatte nach dem 0:4 in Everton was gutzumachen und Chelsea konnte zuvor zuhause nicht gegen Burnley gewinnen, für die es ähnlich wie bei uns gegen Hertha um nichts mehr ging.
    Damit war dieses Spiel schon extrem wichtig.
    2.
    Chelsea ist grundsätzlich gut in Form. Seit der letzten Länderspielpause verloren sie nur in Liverpool und dort kann man natürlich verlieren. Ansonsten gabs in der Rückrunde noch 3 weitere Niederlagen, allesamt auswärts: Arsenal 0:2, Bournemouth 0:4 und Man City 0:6.
    3.
    Es treffen bei Chelsea verschiedene Spieler ins Tor, was für eine gute mannschaftliche Geschlossenheit spricht. Seit der letzten Länderspielpause:
    Cardiff City (A), Spiel nach 0:1 in der Schlussphase zu 2:1 gedreht:
    Tor: Azpilicueta Assist: Alonso
    Tor: Loftus-Cheek Assist: Willian
    West Ham (H) 2:0
    Tor: Hazard Assist: Loftus-Cheek
    Tor: Hazard Assist: Barkley
    Slavia Prag (A) 1:0
    Tor: Alonso Assist: Willian
    Liverpool (A) 0:2
    Slavia Prag (H) 4:3
    Tor: Pedro Assist: Giroud
    Eigentor
    Tor: Giroud Assist: Pedro
    Tor: Pedro
    Burnley (H) 2:2
    Tor: Kanté Assist: Hazard
    Tor: Higuaín Assist: Azpilicueta
    ManU (A) 1:1
    Tor: Alonso

    Man sieht, dass die Außenverteidiger der Viererkette (Azpilicueta, Alonso) gerne nach vorne gehen und auch torgefährlich sind. Die Ausnahme bildet Emerson, den ich wie Reebok in der Startaufstellung anstatt Alonso sehe.
    Im zentralen MF sind Kanté, Barkley und Loftus-Cheek die torgefährlicheren Varianten, wobei Sarri hier varieren könnte. Kovacic und Jorginho sind eher defensive Alternativen.

    Ansonsten sind die Innenverteidiger eher nicht so torgefährlich. Augenmerk sollte bei Standards aber auch auf D. Luiz liegen, der in solchen Spielen schon öfters nach Standards per Kopf netzte.

    Über die gesamte Saison sind die gefährlichsten Spieler (alle Wettbewerbe, Rückrunde nur PL und EL)
    Hazard 19 Tore, 13 Assists .. Rückrunde 7 Tore, 4 Assists
    Giroud 12 Tore, 8 Assists .. Rückrunde 7 Tore, 4 Assists
    Pedro 11 Tore, 4 Assists .. RR 5 Tore, 2 Assists
    Willian 8 Tore, 14 Assists .. RR 4 Tore, 8 Assists
    Loftus-Cheek 8 Tore, 4 Assists .. RR 2 Tore, 4 Assists
    Barkley 5 Tore, 6 Assists .. Rückrunde 2 Tore, 2 Assists
    Alonso 4 Tore, 7 Assists .. RR 3 Tore, 2 Vorlagen
    Kanté 5 Tore, 4 Assists .. Rückrunde 3 Tore, 2 Assists
    Azpilicueta 1 Tor, 9 Assists .. RR 1 Tor, 6 Assists
    Higuain (bisher nur 4 Tore, kam aber auch erst zur Rückrunde) muss man in solchen Spielen natürlich auch immer ernst nehmen. Ihn erwarte ich aber nicht in der Startaufstellung.

    In der Rückrunde scorten insbesondere Azpilicueta, Kanté, Willian und Giroud. Bei Hazard nahm die Torgefahr bspw ab.

    Damit zu den Faktoren, die für einen Sieg der Eintracht sprechen.
    4.
    sichere Ausfälle: Hudson-Odoi und Rüdiger
    Wahrscheinlich: Willian
    Vielleicht: David Luiz (war nach ManU-Spiel angeschlagen, soll aber fit sein)

    Chelsea hatte gerade das schwere Spiel bei ManU und da gings richtig zur Sache. Das zeigen schon 2 verletzungsbedingte Auswechslungen (Rüdiger, Willian) und ein angeschlagener D. Luiz.
    Wie schwer es ist sich 4 Tage später inkl Anreise nach solch einem Spiel neu zu motivieren wissen wir allzu gut.
    Die Spieler mit den meisten Spielen in den Knochen sind:
    Kepa (TW) 4.530 Minuten
    Azpilicueta 4.387 Minuten
    Kanté 3.995 Minuten
    Jorginho 3.911 Minuten
    Rüdiger 3.894 Minuten
    D. Luiz 3.860 Minuten
    Hazard 3.529 Minuten
    Willian 3.322 Minuten
    und Alonso 3.276 Minuten

    im Vergleich: da Costa 4.008 Minuten, Trapp 3.568 Minuten, Kostic 3.514 Minuten, Hasebe 3.452 Minuten, Haller 3.017 Minuten

    Dazu muss man zählen, dass es in der Premier League keine Winterpause gibt und die Spiele physisch anspruchsvoller sind. Die Liga ist schlichtweg stärker und es geht auch richtig zur Sache.
    Dass dies zum Ende der Saison Auswirkungen zeigt erkennt man gut daran, dass Tottenham gestern zuhause gegen Ajax verlor. Aber auch grundsätzlich daran, wie englische Teams im Normalfall in Europa abschneiden. Titel werden europäisch trotz der Klasse der Mannschaften eher seltener gefeiert.
    Daher setze ich bspw auch auf Valencia im Spiel gegen Arsenal.
    Chelsea wird vom Kopf her nach dem ManU-Spiel ähnlich platt sein wie wir gegen Hertha.
    Mit Paciencia und Hinteregger haben wir zudem 2 Spieler, die RICHTIG frisch im Kopf sind. Auch von Gacinovic erwarte ich mir dbzgl viel.
    Bei Chelsea bringen in dieser Hinsicht Giroud, Pedro und, falls einer der beiden spielt, Loftus-Cheek oder Barkley Frische mit. Giroud ist nicht unbedingt der Schnellste, aber Pedro wird sauschwer zu verteidigen sein, wenn wir ihm Raum geben. Hazard natürlich auch, aber irgendwie macht mir der weniger Angst.

    5.
    So erfahren sind die Spieler auf europäischem Niveau teilweise nicht.
    Ich gehe mal von dieser Aufstellung aus und schreib die CL- + EL-Erfahrung in Klammern:
    Kepa (10)
    Azpilicueta (57), D. Luiz (75), Christensen (30), Emerson (13)
    Jorginho (23), Kanté (14), Kovacic (54)
    Hazard (72), Pedro (84)
    Giroud (47)
    Kanté, Jorginho, Emerson sowie insbesondere Torwart Kepa sehe ich hier als Schwachstellen.

    Ich vergleiche mal mit der Eintracht:
    Trapp (31)
    Abraham (31), Hasebe (20), Hinteregger (35)
    da Costa (16), Rode (25), Fernandes (19), Kostic (10)
    Gacinovic (13)
    Jovic (13), Paciencia (6)

    Natürlich ist das von der Erfahrung grundsätzlich ungleich. Ich stelle es aber dennoch als Plus dar. Denn: Es gibt bei Chelsea in jedem Fall Spieler, die über eine ähnliche Erfahrung wie unsere unerfahrenen Spieler verfügen und in solch einem heißen Match kann das noch wichtig werden.
    Insbesondere auf deren Torwart-Position kann das für uns hilfreich sein.
    Aber auch Emerson und Kanté sind in europäischen Vereinswettbewerben so erfahren nicht.
    Vielleicht sollte man einen der drei mal ein bißchen provozieren 😉

    6.
    Zudem haben wir einen nicht zu unterschätzenden Joker:
    De Guzmán, mit 31 Einsätzen auf europäischem Niveau. Auch Willems (40) bringt ordentlich Erfahrung mit.
    Ich erwähne aber insbesondere de Guzman besonders motiviert, weil er mit Chelseas Trainer Sarri noch ein Hühnchen zu rupfen hat und es diesem bestimmt zeigen will:
    ‚Der Verein wollte ihn loswerden: „Sie dachten, dass ich mich anstelle. Das wurde so oft zur mir gesagt, dass ich an den Signalen meines eigenen Körpers zweifelte.“ .. Am ersten September, einen Tag nach der Schließung des Transferfensters, habe Guintoli ihn unter anderem als „Stück Scheiße“ betitelt, gefragt, wieso er nicht gegangen sei und ihm daraufhin ins Gesicht geschlagen…Infolge dessen wurde de Guzman vom Mannschaftstraining ausgeschlossen, drehte stattdessen einsam seine Runden auf dem Platz.‘
    Vielleicht war Sarri nicht der Hauptfaktor, aber ich las auch nirgends, dass dieser ihm Mut zusprach und sich für ihn einsetzte. Sowas vergisst du als Spieler nicht.
    Wartet mal ab!! 😉

    7.
    Jeder weiß, dass es bei der Eintracht in der Europa League stehts besondere Spiele sind und die Eintracht in diesen Spielen über sich hinauswächst. Die Spieler werden alles raushauen, was sie im Tank haben, getragen von den Zuschauern.

    Daher mal meine vorsichtige Prognose:
    15 Minuten Pressing mit 2 frühen Toren für die SGE (davon mindestens ein Torwartfehler), danach spielt nur noch Chelsea (Trapp hält alles) und unsere Konter führen über Kostic zum 3:0 und 4:0. De Guzman setzt dem ganzen mit dem 5:0 die Krone auf
    🙂 🙂 🙂

  4. Schön analysiert aber gerade Willems und der Guzman sehe ich nächste Saison bei uns nicht mehr im 18er Kader, da wir hoffentlich auf der Position im OM nachlegen. Ich halte beide für solide Bundesligaspieler, aber für die Champions League ( sollte es so kommen) reicht das auf Dauer nicht. De Guzman traue ich am ehesten noch was zu wenn er einen guten Tag erwischt.
    Und da merkt man auch die Unterschiede der beiden Mannschaften, de Guzman und Willems auf der einen Seite, auf der anderen Seite Hazard und Kante. Bei anderen Positionen ist es ausgewogener zB Torwart , Abwehr und Sturm. Ich würde Rode und seinem Partner ( Torro, Fernandes !?) den Auftrag geben die Mitte zu zu machen und Hazard weitgehend so weit möglich aus dem Spiel zu nehmen. Unsere Chancen sehe ich über außen und wenn die Flanken/ Zuspiele kommen haben wir mit Jovic und Paciencia auch Abnehmer in der Mitte. Im Mittelfeld sehe ich im Vergleich den größten Unterschied.

  5. @Braumer: Würde ich gerne so unterschreiben, allerdings fehlt mir hierzu der Glaube. Aber schau mer mal 🙂 , die Hoffnung stirbt zuletzt.

  6. @euroadler
    ‚Schön analysiert aber gerade Willems und der Guzman sehe ich nächste Saison bei uns nicht mehr im 18er Kader, da wir hoffentlich auf der Position im OM nachlegen. Ich halte beide für solide Bundesligaspieler, aber für die Champions League ( sollte es so kommen) reicht das auf Dauer nicht. De Guzman traue ich am ehesten noch was zu wenn er einen guten Tag erwischt.‘

    Seh ich ganz genauso. Willems kann bei einer Mannschaft, die einen anderen Spielstil hat, mehr bewirken. Bei uns verschleppt er zu sehr das Spieltempo.
    De Guzman sehe ich nächste Saison auch als Backup vom Backup, würde ihn aber noch halten.
    Weitere Abgangkandidaten sind für mich Falette und Stendera, auch wenn ich für den Spiel- und Mannschaftstypen Falette durchaus Sympathie empfinde.
    Stendera braucht Spielpraxis.

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