Die XXL-Länderspielpause ist vorüber und die Bundesliga startet wieder! Für die Frankfurter Eintracht geht es zu RB Leipzig. Nach vier Spieltagen steht die SGE mit fünf Punkten auf Platz zehn, trennte sich zuletzt 2:2 vom SC Freiburg. Während die Adler wieder zu alter Offensivfreude gekommen sind, zieht sich die alte Leier der defensiven Anfälligkeit auch in diese Saison. Bereits zehn Gegentore musste Torwart Noah Atubolu hinnehmen, nur der Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach kassierten mehr Gegentore. Gegen Leipzig war für die Eintracht in der vergangenen Saison überhaupt nichts zu holen. Im April unterlagen die Hessen mit 1:3, im Dezember fegte RBL die SGE mit 6:0 aus der Red-Bull-Arena. Mit einem weiteren Sieg würden die Leipziger den achten Bundesliga-Heimsieg in Serie feiern und damit einen neuen Vereinsrekord aufstellen.
Anpfiff der Partie ist am Samstag, 10. Oktober um 18:30 in der Red-Bull-Arena. Die Leitung der Partie übernimmt Schiedsrichter Daniel Siebert. „Sky“ und „Eintracht FM“ übertragen live.
Der Gegner
RB Leipzig steht nach dem verhältnismäßigem schwachen Saisonstart bereits am fünften Spieltag gehörig unter Druck. Unter dem neuen Trainer Martín Demichelis kommt RBL noch nicht in die gewohnten Abläufe und steht vor allem defensiv zu löchrig. In der Bundesliga stehen die Sachsen mit sechs Punkten nach vier Spielen auf dem neunten Platz. Die Champions League startete mit einem krachenden 1:4 bei Debütant Como. Demichelis, ehemaliger Bayern-München-Profi, soll laut verschiedenen Medienberichten bereits auf dem Prüfstand stehen.
Einstimmung
Adi Hütter: „Sie haben eine gute Mannschaft. Ich kenne die Qualität. Wenn sie Platz haben und ihre Geschwindigkeit ins Spiel bringen, sind sie auch bei Standardsituationen unangenehm. Wenn wir taktisch diszipliniert sind, wenn wir die Zweikämpfe annehmen, bekommen wir Möglichkeiten. Wir müssen so auftreten wie in Mainz, dann ist es sicherlich so, dass es auch für Leipzig nicht einfach wird. Wir haben auch unsere Qualitäten und glauben an unsere Stärken.“
Martín Demichelis: „Die Erwartungen der Fans sind klar und auch verständlich. Natürlich erwarten sie mehr – genauso wie unsere Spieler und ich selbst. Dementsprechend werden wir gegen Frankfurt alles reinhauen und voll fokussiert sein. Ich freue mich auf diesen Druck, denn genau diesen Druck braucht man, um seine Ziele zu erreichen.“ (Quelle: RB Leipzig)
Schon gewusst?
Die SGE traf an allen vier Spieltagen in den ersten zehn Minuten. Mit fünf Toren in der Anfangsviertelstunde sind die Hessen Ligaspitze, während Leipzig in diesem Zeitraum noch torlos ist. Von 23 Duellen konnte die SGE sechs für sich entscheiden (6S I 8U I 9N).
Formcheck
Eintracht Frankfurt: 4:0 I 2:2 I 3:1 I 1:4 I 3:3
RB Leipzig: 0:2 I 5:0 I 1:4 I 1:3 I 3:0
Ausfälle
Eintracht Frankfurt: Jeremiaha Maluze (Oberschenkelverletzung), Jessic Ngankam (Muskelverletzung), Malik Pimpong (angeschlagen)
RB Leipzig: Christoph Baumgartner (Aufbautraining nach Sehnenriss im Oberschenkel), Marc Guiu (Muskelverletzung im Oberschenkel), Assan Ouedraogo (Schulter-OP), Rocco Reitz (Aufbautraining nach Oberschenkelverletzung)
Mögliche Aufstellung
Auf der Pressekonferenz machte Hütter noch nicht deutlich, in welchem System er die Eintracht in das Spiel schickt. Mit der Dreierkette würde die SGE durch einen zusätzlichen defensiven Spieler, mehr Stabilität bekommen. Doch dafür müsste ein Offensiv-Akteur aus der Elf rotieren. Im Tor spielt Noah Atubolu trotz der Vielzahl an Gegentreffern eine starke Saison. Auch Neuzugang Lilian Brassier überzeugt soweit und wird in der Startelf bleiben, genauso wie Kapitän Robin Koch. Dazu könnte Nnamdi Collins in die Mannschaft rücken, der nach überstandener Verletzung wieder einsatzbereit ist. Gleiches gilt für Ansgar Knauff, der mit seiner Schnelligkeit und Erfahrung den noch jungen Elias Baum auf der rechten Seite verdrängen könnte.
Im Zentrum sollten Noel Aseko und Raphael Onyedika die nötige Zeit bekommen, um sich weiter einzuspielen. Optionen sind Oscar Højlund, Farès Chaïbi und Mario Götze. Keita Kosugi überzeugt auf der linken Seite trotz seines jungen Alters mit Einsatz und Willen. In der Offensive hat Hütter dann die Qual der Wahl. Sollte er auf eine Viererkette setzen, würde ein Innenverteidiger rausrotieren und womöglich Baum als Rechtsverteidiger für Knauff übernehmen. Dann könnte die SGE aber mit Can Uzun und Ritsu Doan hinter Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt auf die geballte Offensivpower setzen. Wahrscheinlich würde es bei einem defensiveren Ansatz Ebnoutalib treffen, der wie in Mainz auf der Bank Platz nehmen müsste.
So könnte Eintracht Frankfurt spielen
Atubolu – Collins, R. Koch, Brassier – Knauff, Aseko, Onyedika, Kosugi – Doan, Uzun – Burkardt
So könnte RB Leipzig spielen
Vandevoordt – R. Baku, Orban, Lukeba, Raum – Banzuzi, El Aynaoui – Gomis, Nkunku, Nusa – Romulo






5 Kommentare
In der nächsten Transferperiode wünsche ich mir eine Verpflichtung, die es ermöglicht, dass nicht Koch und Collins zeitgleich auflaufen müssen.
Alter... heute würde ein Auswärtssieg mal so rischtisch gut schmecke!
Bin froh das die xxl Pause rum ist.
Sieg wäre echt klasse, aber wenigstens Punkten.
Bei Collins bin ich nicht bei dir. Wenn er das Ungestüme ablegt, sehe ich in ihm einen guten Bundesligaverteidiger.
Bei Koch sehe ich es vermutlich noch schlimmer als du.
Die letzten Aussagen von Hütter waren schon an der höflichen Grenze zu : Ist nichts.
Ich weiß auch gar nicht, warum Kochs Leistungen oft verteidigt werden.
Die Statistiken spreche eine ganz andere Sprache in dieser Saison ist er als IV mit einer Zweikampfquote von 61,9 % auf Platz 44 der Liga. Letzte Saison waren es sogar nur 58,8 %.
Dass er nicht der Schnellste ist, sehen wir, genauso die Böcke, die er ziemlich regelmäßig schießt.
Er schwimmt mit wenn er einen starken Nebenmann hat, aber die Gegentorflut unter 4 Trainern muss dann auch mal auf den Abwehr "Chef" zurückfallen.
Abwehr Chef für die BL, sollte es noch reiche. International müsste was neues her. Das wissen auch die Entscheider der SGE.
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.