Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Albert Riera steht mit der SGE vor einem wichtigen Duell gegen Freiburg. Foto: IMAGO / HMB-Media

„Fokussieren uns nur auf uns“ – Riera nimmt vor Freiburg-Duell den Druck raus

Nach den Punktgewinnen gegen Union und Gladbach musste Albert Riera seine erste Niederlage als SGE-Trainer einstecken. In München verkaufte sich die Eintracht nach zwischenzeitlichem 0:3-Rückstand aber gut und kam fast noch zum Ausgleich. Am Ende stand eine 2:3-Niederlage. „Ich sehe nicht viele Vereine, die in München 3:0 zurückliegen und dann das Spiel noch einmal so verändern“, sieht Riera das Positive. „Das zeigt den Charakter der Mannschaft. Nach dem 2:0 hatte ich einen Moment, in dem ich dachte: ‚Jetzt will ich mein Team sehen.‘ Ich wollte sehen, dass sie an sich glauben. Unser Erfolg im letzten Spiel war es, immer weitergemacht zu haben und das Spiel fast gedreht zu haben.“

Gegen den SC Freiburg steht für die Adler eines der wichtigsten Spiele der bisherigen Saison an. Der SCF steht auf Rang sieben und zwei Punkte vor der Eintracht. „Wir fühlen keinen Druck, weil wir uns nur auf unsere Sachen fokussieren. Den Rest können wir nicht beeinflussen. Ich schaue nicht auf die Tabelle. Wir machen jedes Spiel gute Dinge und darauf fokussieren wir uns, nicht auf die Tabelle“, erklärt Riera und nimmt seiner Mannschaft damit den Druck. „Natürlich ist es ein direktes Duell, aber wir fokussieren uns auf uns. Jede drei Punkte sind wichtig. Ich erwarte ein volles und motiviertes Stadion, so wie wir es auch sein werden. Vor der Winterpause haben wir vier sehr wichtige Spiele. Es ist möglich, alle Spiele zu gewinnen.“

Burkardt und Kalimuendo gemeinsam von Beginn an?

Erstmals seit November könnte Jonathan Burkardt wieder in der Startelf stehen. In München wurde der Stürmer nach langwieriger Verletzungspause wieder eingewechselt und verwandelte den Strafstoß sicher. „Wir werden es morgen entscheiden, aber er ist in der Lage dazu“, bestätigt Riera. Arnaud Kalimuendo könnte ebenfalls wieder starten, auch gemeinsam mit Burkardt. „In unserem Spiel sind die Flügelspieler keine klassischen Flügelspieler, sondern ein zweiter Stürmer. Wenn wir gegen Bayern mit der falschen Neun gespielt haben, waren die Flügel unsere Stürmer. So können wir auch Kalimuendo spielen lassen.“

Der spanische Trainer erwies sich in seiner bisherigen Amtszeit als großer Freund davon, Spieler auf ungewohnten Positionen spielen zu lassen. Doch dafür hat er eine Begründung: „Ich liebe es, dass viele Spieler auf verschiedenen Positionen spielen können, weil wir so weniger Quantität brauchen. Wenn ich mehr in einem Spieler sehe, ist es meine Verantwortung. Ich sage zu allen, dass sie nicht zu verkeilt auf eine Position sein sollen. Wenn ein Trainer eine bestimmte Position nicht braucht, weißt du nicht, wie du dich auf anderen Positionen verhalten sollst. Ich bereite meine Spieler auf ein höheres Level vor. Wenn Brown also drei Rollen kann, dann trainiere ich ihn auf diese drei Rollen.“

Knackpunkt Standards – „Verhalten ist wichtiger“

In München kassierte die SGE die beiden ersten Treffer nach einem Standard. Auch unter Dino Toppmöller und Dennis Schmitt war das Verteidigen von hohen Bällen ein leidiges Thema. Riera wünscht daran anzuknüpfen und sieht eine Verbesserung als Pflicht. „Verhalten ist viel wichtiger als Positionierung. Du kannst schlecht positioniert sein, aber wenn dein Verhalten gut ist, kassierst du kein Gegentor. Die Spieler werden konzentriert sein und genau wissen, was sie zu tun haben.“ Generell gilt für ihn: „Ich denke nicht an das, was passiert ist. Darüber habe ich keine Kontrolle und es nicht in meiner Hand und fokussiere mich nur auf meine Dinge.“

Für Riera gilt weiterhin, von Spiel zu Spiel zu denken. Vor allem die Spielweise ist für den Spanier wichtig: „Seit dem ersten Tag wollte ich, dass die Spieler sich stolz fühlen, wie wir spielen. Allen voran wollen wir natürlich gewinnen. Aber es geht auch darum, wie wir die Punkte holen und dass jeder um den Klub herum stolz ist.“ Dafür ist es auch wichtig, einzelne Spieler zu fördern: „Mein Ziel ist es immer, die Spieler individuell besser zu machen. Dann sind wir auch im Kollektiv besser.“

Ebenfalls setzt er viel Wert auf Gegnervorbereitung und überraschende Momente, wobei ihn auch seine Spieler unterstützen: „Die Spieler sind offen für taktische Flexibilität. So können wir den Gegner immer wieder überraschen. Wenn wir den Ball verlieren ist das okay und wir müssen keine Angst davor haben. Mir geht es darum, wie wir auf den Ballverlust reagieren.“ Riera zeigt sich durchaus glücklich in Frankfurt und mit seiner Entscheidung, nach Deutschland gekommen zu sein: „Deutschland ist ein fantastisches Fußball-Land. Ich bin wirklich glücklich, als Trainer in dieser Liga zu sein und auf diesem Stuhl zu sitzen. Ich bin sehr glücklich bei diesem Verein und dieser Mannschaft und möchte die Spieler weiter verbessern.“

Ein Kommentar

Fallback Avatar 1. einesgehtnochrein 27. Februar 26, 17:24 Uhr

Stimmt, bis zur Winterpause sind es noch sehr viele Spiele. Bis zur Sommerpause sind es aber auch noch einige🤓

0

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.