Das defensive Mittelfeld ist nunmehr seit einigen Jahren eine konstante Problemstelle in der Kaderstruktur von Eintracht Frankfurt. Weder Ellyes Skhiri, noch Mo Dahoud konnten diese Position adäquat ausfüllen. Zu oft hatten die Hessen in der Vergangenheit keinen Zugriff im Mittelfeld, die Reihen wurden schnell überspielt und durch mangelnde Kontrolle in der Zentrale geriet man nicht selten ins Hintertreffen. Während die beiden genannten Spieler den Verein offenkundig verlassen sollen stehen bei der SGE mit Hugo Larsson und Oscar Höjlund zwei weitere Spieler im Kader, die die Rolle des spielstarken Sechsers nicht- oder noch nicht ausfüllen können. Larsson, der auch mit einem Wechsel in Verbindung gebracht wird, ist eher der klassische Achter, während Höjlund schlicht noch Zeit braucht, um sich an den Spielbetrieb in der Bundesliga zu gewöhnen. Klar scheint: Ein Talent ist nicht, was die Hessen auf dieser Position benötigen.
Hier kommt jetzt ein spannender neuer Name ins Spiel: Robert Andrich. Der ehemalige Nationalspieler Deutschlands spielt seit fünf Jahren bei Bayer 04 Leverkusen (199 Spiele, 21 Tore und 14 Assists) und war in der vergangenen Saison Kapitän der Werkself. Im Zentrum ist Leverkusen allerdings exzellent besetzt, nicht zuletzt, weil mit Kennet Eichhorn ein hochtalentierter Nachwuchsspieler geholt wurde. Nach Informationen des „Kicker“ soll Frankfurt jetzt grundsätzliches Interesse am Spieler bekundet haben. Damit ist man allerdings nicht alleine: Einige Bundesligisten sollen ihr Auge auf die Situation um den 31-Jährigen geworfen haben.
Perfekter Fit?
Für die Eintracht könnte Andrich, der noch bis 2028 an Leverkusen gebunden ist, der perfekte „Fit“ sein. Mangelnde Intensität und Zweikampfbereitschaft war gerade in der abgelaufenen Spielzeit ein großes Problem bei der SGE. Mit Andrich bekäme man genau den spielstarken Sechser, der seit langer Zeit gesucht wird. Andrich steht für kluges Eröffnungsspiel, knallharte Intensität im Zweikampf und nicht zuletzt auch Torgefahr aus der Distanz. Zudem bringt der gebürtige Potsdamer Leaderqualitäten mit. Gerade nach dem Abgang von Rasmus Kristensen hat die SGE dies dringend nötig. Dass der durchaus meinungsstarke Andrich die Kapitänsbinde bei Leverkusen trägt, ist kein Zufall.
Dort ist der neue Trainer Carles Martinez allerdings ein Befürworter der Viererkette. Andrich gab unter dem Bayerkreuz nicht selten den Libero und Abwehrchef in der Dreierkette. Diese Rolle existiert im mutmaßlich neuen System nicht. Fakt ist: Andrich hat sich bislang nicht für einen Wechsel stark gemacht. Gut möglich, dass der Spieler versuchen wird, sich unter dem neuen Coach zu beweisen. Sollte Frankfurt hier das Rennen machen, so wäre dies nicht nur ein echter Coup, sondern auch die Schließung einer langwierigen Baustelle mit dem womöglich perfekten Puzzleteil: Er kennt die Liga, bringt dazu die fehlenden Eigenschaften mit und wäre daher ein Spieler der Kategorie „Soforthilfe“.






8 Kommentare
"Nach Informationen des „Kicker“ soll Frankfurt jetzt grundsätzliches Interesse am Spieler bekundet haben." Bitte weckt mich, wenn es konkret wird. Bis dahin: Gerne, soll kommen.
Das andrich einen guten Spielaufbau hat konnte ich noch nicht beobachten. Außerdem wird er vermutlich vom Gehalt zu hoch sein.
Sehr gerne! Finde ihn schon seit seiner Union Zeit stark!
Hängt sich rein, ein absoluter Kämpfer und ein Leader! Genau so ein Profil fehlt uns!
Einer den man in eigenen Reihen liebt, und als Gegner haßt.
Du weißt, das er Deutscher Meister mit Leverkusen wurde. Und dieses Kunststück wird in den nächsten Jahren nur den wenigsten gelingen. In dem Meisterjahr der Leverkusener war er sehr stark!
Leverkusen spielt seit Jahren einen qualitativ sehr hohen Fußball. Andrich war dabei im Mittelfeld gesetzt. Natürlich ist er kein filigraner Techniker, aber eben auch kein Spieler, der nur draufhauen kann. Sein Eröffnungsspiel ist durchaus solide. Man bekäme Intensität auf den Platz, ohne dafür Spielkultur zu "opfern". In meinen Augen passt das sehr gut.
Und das Gehaltsargument mag stimmen. Allerdings kommt es auch darauf an, wie lange Andrich noch professionell spielen möchte. Er kann seinen Vertrag bis 2028 in Leverkusen aussitzen. Dann wäre er im schlimmsten Fall aber unattraktiv für den Markt mangels Spielzeit. In Frankfurt kann er einen Rentenvertrag unterschreiben, der ihm für mehr als zwei Jahre Sicherheit bietet. Er ist Familienvater und relativ nah am Karriereende, weswegen derlei Aspekte durchaus Gewicht haben. Man muss solche Gehaltsargumentationen immer differenziert betrachten. Er wird in Leverkusen zudem nicht astronomisch hoch verdienen vergleichsweise. Für Frankfurter Verhältnisse aber durchaus viel Geld, ja.
Alles was bisher aus Leverkusen zur Eintracht kam, war 2. Wahl und überteuert.
Als Ablageplatz ausgedienter soll sich Leverkusen andere suchen.
Wir sollten unser Geld besser anlegen
du spielst vermutlich auf Dominik Kohr an, der seinerzeit in der Tat überraschend teuer war. Andrich mit Kohr zu vergleichen hat aber viel mit Äpfeln und Birnen zu tun. Das sind Spieler von vollkommen anderer Qualität. Ohne despektierlich ggü. Kohr sein zu wollen. Dass Alario überhaupt nicht zündet, war nicht abzusehen. Viele hatten ihn als Königstransfer betitelt. Alle anderen Wechsel sind weitaus länger her.
Ach was ..
Schwegler , da Costa waren schon ok damals .oczipka hat auch viele Spiele gemacht .
Kohr und Alario naja Schwamm drüber
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