60.100 Zuschauer fasst der Deutsche Bank Park mittlerweile, doch für die Eintracht könnte das noch längst nicht das Ende der Entwicklung sein. Die Frankfurter arbeiten an einer langfristigen Stadionvision, die eine Kapazität von bis zu 80.000 Plätzen vorsieht. Beim ersten Heimspiel der Saison gegen den FC Augsburg gab Vorstandssprecher Axel Hellmann Einblicke in die Planungen.
Zwei Modelle werden geprüft
Wie der mögliche Ausbau konkret aussehen könnte, erläuterte Hellmann am Rande des ersten Heimspiels der neuen Saison auf der Waldtribüne. Bei der Waldtribüne handelt es sich um eine kleine Event-Bühne, auf der vor Heimspielen öffentliche Talkrunden stattfinden. Dort sagte der Vorstandssprecher: „Wir prüfen gerade, ob wir einen dritten Ring draufmachen können oder neu bauen müssen.“
Nach Informationen der „Bild“ stehen grundsätzlich zwei Varianten im Raum. Die erste Möglichkeit wäre ein schrittweiser Neubau der bestehenden Arena. Dabei könnten die einzelnen Tribünen nach und nach zurückgebaut und durch neue Konstruktionen ersetzt werden. Am Ende würde ein komplett modernisiertes Stadion entstehen. Die zweite Variante wäre ein Ausbau des bestehenden Gebäudes nach oben. Dabei könnte ein zusätzlicher dritter Rang entstehen. Aus dem heutigen Aufbau mit Unter- und Oberrang würde somit ein Stadion mit Unter-, Mittel- und Oberrang. Stadien mit einer solchen Struktur gibt es bereits. Neben dem Camp Nou in Barcelona verfügt beispielsweise auch die Allianz Arena des FC Bayern München über mehrere Zuschauerränge übereinander. Eintracht Frankfurt prüft nun, ob sich ein vergleichbares Konzept auch am bestehenden Standort im Frankfurter Stadtwald umsetzen lässt.
Bis zu 80.000 Zuschauer denkbar
Unabhängig davon, für welches Modell sich die Verantwortlichen am Ende entscheiden, könnte die Kapazität erheblich wachsen. Nach den derzeitigen Überlegungen wären bis zu 80.000 Plätze möglich. Der Standort selbst soll dabei erhalten bleiben. Um herauszufinden, welche Variante technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, wurde laut „Bild“ bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Bis die Ergebnisse vorliegen, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. Es wird mit einer Dauer von rund sechs Monaten gerechnet. Anschließend soll eine Entscheidung darüber getroffen werden, welcher Weg weiterverfolgt wird.
Fertigstellung in zehn bis zwölf Jahren
Bei den langfristigen Planungen geht es der Eintracht allerdings nicht ausschließlich um möglichst viele Sitzplätze. Hellmann und die Verantwortlichen haben nach eigenen Angaben mehrere Grundsätze für das zukünftige Stadion definiert: Eine zentrale Rolle soll weiterhin die Atmosphäre spielen. Die Arena soll auch nach einem möglichen Umbau für ihre besondere Stimmung bekannt sein und entsprechend konzipiert werden. Gleichzeitig möchte die Eintracht die bisherige Struktur der Eintrittspreise für ihre Fans grundsätzlich beibehalten. Darüber hinaus soll das Stadion auch außerhalb des Fußballs eine größere Rolle spielen. Die Arena soll zu einer der führenden Konzert-Locations Europas werden. Ein größeres Fassungsvermögen könnte dabei zusätzliche Möglichkeiten eröffnen und das Waldstadion noch stärker als Veranstaltungsort etablieren.
Bis eine mögliche neue Arena tatsächlich steht, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Hellmann hat dabei bereits einen langfristigen Zeithorizont im Blick: Die Planungen sollen so angelegt werden, dass ein neues oder grundlegend erweitertes Stadion in etwa zehn bis zwölf Jahren fertiggestellt werden könnte. Für die Eintracht könnte das enorme finanzielle und organisatorische Herausforderungen mit sich bringen. Gleichzeitig könnten sich mit einem größeren Stadion aber auch neue Einnahmequellen erschließen.



17 Kommentare
Die Verkehrsanbindung ist ja jetzt schon schlecht für die Größe…
Ich bin 68 Jahre alt und freue mich jetzt schon wie ein Schnitzel.
Zum 80 sten Eröffnungsspiel gegen 1860 oder Meppen, das hätte schon was.
Wir haben eine tolles Stadion und es muss nicht noch größer werden. Das Geld sollten wir uns sparen und für sinnvolle Projekte ausgeben. Der Oberrang in der NWK wurde ausgebaut und ein Mittelrang eingezogen. Wenn in dem Rahmen noch was möglich ist, finde ich das okay, aber jetzt alles abreisen und neu machen???
Ich bin dagegen!
Naja, dann haben die Zwischenhändler bei Viagogo ja noch über ein Jahrzent Zeit um ihre Tickets zu überteuerten Wucherpreisen anzubieten. Warum die Eintracht da nicht eingreift, verstehe ich nicht.
Die Verkehrsanbindung ist an sich gar nicht schlecht. Über die A5 und die A3 (und damit auch die A66 und A67) kommt man in unmittelbare Nähe zum Stadion. Dort staut es sich dann halt, weil auch noch die Leute aus dem Umland (Frankfurt im Nordwesten, Mörfelden-Walldorf, Darmstadt, Groß-Gerau im Süden) über die Landstraßen kommen.
Aber hier ist der definitiv angenehmste Weg eh die Bahn und da sollte dann auch eher angesetzt werden und um die Spielzeiten mehr Kapazitäten geschaffen werden.
Ich bin von Walldorf aus in einer halben Stunde direkt am Stadion.
Wenn die Bahn aber voll ist, muss ich noch mal solange auch die nächste Bahn warten und wenn dann mal wieder eine Bahn ausfällt, dann wird ne Stunde draus.
Axel Größenwahn Hellmann
Am besten 120.000 Plätze. Die aktuelle Infrastruktur ist bei 30000 Zuschauern schon am Limit. Es ist einfach nur stressig zu Heimspielen zu gehen. Egal ob Auto oder Bahn. Aber die Herrschaften in ihren Logen kratzt das eh nicht...
Und wo sollen die zusätzlichen Parkplätze hin? Von den 20.000 Leuten mehr werden ja bestimmt nicht alle die Öffis nehmen.
Genau,
Die Herrschaften lassen sich in Zukunft mit dem Heli einfliegen und landen dann mitten im Anstoßkreis. So können sie immer noch behaupten den Überblick zu haben. Ironie Ende.
GELD GELD GELD !!!
Die Vorstandsentscheide erinnern immer mehr an Donald Trump als an unsere Eintracht.
Wir verkaufen die teuersten Plastik-Trikots der Liga und erhöhen die Stadion-Kapazitäten mehr und mehr.
Sich mal um das Pyro-Problem wirklich ernsthaft und zielführend zu kümmern oder mal ein kleines Geschenk an seine Mitglieder abzugeben ... Fehlanzeige.
Hellmann hat Visionen für die Zukunft, aber keinen Plan für die aktuellen Probleme der Gegenwart.
Da muss Krösche aber noch einiges an Transferüberschüssen generieren. Wahnsinn.
Jährlich 150 Mio Transfererlöse über 10 Jahre dann könnte es klappen
What the hell man(n)
Wachstum, Wachstum, Wachstum !
Da glaubt einer die Sterne vom Himmel holen zu können.
Ich habe Bedenken dass darüber die Gegenwart und besonders das Sportliche und die Mannschaft vergessen werden. Was nützt mir ein 80000 Zuschauertempel und das Team ist nur noch durchschnittlich und Mittelmaß oder noch schlechter.
Achso die Eintracht wird dann der führende Konzertveranstalter Deutschlands und Europas.
Da versucht jemand am großen Rad zu drehen.
Viel Glück !!!
In 15 Jahren dann Eröffnungsspiel im umbenannten Axel-Hellmann-Stadion
gegen den OFC . Gott bewahre !!!
In 20 Jahren ist der Fußball eh am Ende, da man mit KI Fußball viel mehr Geld machen wird, da Werbung direkt an die Konsole in Millsrden von Haushalten geliefert wird. Gikt auch für KI Filme, und gerade schwer im Kommen, für Musik und Konzerte. Das Hellmann Denkmal ist dann schon Ruine.
Wie wahr!
Hellmann kann man nur die Rückkehr zu Vernunft und Augenmaß wünschen, oder einen Abgang mit Gesichtswahrung. Das wäre dann alternativ die beste Lösung für Eintracht Frankfurt und für Hellmann selbst auch.
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