Eintracht-Werbung auf den Video-Wänden des Time Squares (Foto: Eintracht Frankfurt)

Das Eintracht Logo auf den weltbekannten Video-Wänden des Times Square in New York – ein Bild welches noch vor einigen Jahren „unvorstellbar“ für die Frankfurter Verantwortlichen war und nun Realität geworden ist. Die SGE eröffnete Anfang 2020 ihr erstes Büro auf der anderen Seite des Atlantiks im New Yorker Tower des Hauptsponsors Indeed. Trotz der starken medialen Aufbereitung in den Social Media Kanälen der Eintracht, blieb der Hintergrund und Nutzen der Aktion, gerade in der aktuell schwierigen sportlichen Phase, für viele im Umfeld unklar. Eintracht-Präsident Peter Fischer und Marketing-Vorstand Axel Hellmann verteidigen das Projekt in einem Interview mit der „Bild“ und sehen für den Verein mittel- und langfristig großen Nutzen.

Akademie-Projekte und Bindung zum Verein als Ziele

Das Projekt USA solle keine reine Marketing-Aktion werden. Neben dem Bekanntheitsgrad, welcher natürlich wachsen wird, habe man auch andere Ziele und die WM 2026 bereits im Blick, so Hellmann: „Ich würde mir wünschen, dass wir hier bis zur WM 2026 gute Akademie-Projekte aufsetzen. Um Talente zu gewinnen und sie auszubilden. Weiterhin ein Werbepartner-Umfeld haben, das der Internationalität von Frankfurt im Fußball Rechnung trägt. Und: Wir wollen nicht wahrgenommen werden als einer der vielen Profi-Klubs, die hier schnell verdienen und wieder verschwinden. Die Leute sollen sagen: Eintracht ist ein authentischer Klub, bodenständig, geradlinig und emotional.“
Man wolle erreichen, dass Fans außerhalb Deutschlands auch in schlechteren Phasen der Eintracht treu bleiben: „Wir kratzen schon an den 1.000 Mitgliedern in Amerika, gehen auch mal mit den Leuten ein Bier trinken“, berichtet Fischer.

Die SGE könne den amerikanischen Fußball-Markt bereichern. Zwar müsse keiner „den Amerikanern erklären, wie man seine Marke in Szene setzt oder Schals verkauft„, jedoch könne die Eintracht anderes bieten. „Wir wissen, wie man Fans und Menschen emotional entflammt. Wie man ein Stadion voll bekommt – egal ob man gerade 5. oder 13. in der Tabelle ist. Der Bezug ist die WM 2026. In den US-amerikanischen Fußball wird derzeit viel investiert, da herrscht auch bei diesen emotionalen Punkten ein großer Wettbewerb. Da können wir andocken“, schwärmt Hellmann.

Priorität liegt auf dem Platz – Vermarktung dennoch von Bedeutung

Trotz der großen Projekte rund um die Eintracht, liege die Priorität immer auf den „90 Minuten auf dem Platz“. Auch wenn dem alles untergeordnet werde, sei es für Hellmann ausgeschloßen wegen einer Niederlagenserie alles abzusagen: „Wir müssen uns weiterentwickeln.

Den Frust der Fans, welche ihre Vereine immer mehr zu Unternehmen werden sehen, bei denen das Geld an oberster Stelle steht, könne Hellmann sehr gut verstehen. Dieser Schritt sei allerdings notwendig. „Aber es muss in einem ausgewogenen Verhältnis sein. Geld zu erwirtschaften ist ein notwendiges Durchgangsstadium, um sportlich erfolgreich zu sein. Geld muss am Ende zu mehr sportlichem Erfolg und dadurch auch zu mehr Liebe und Leidenschaft in der Region führen. Davon leben wir.
Die Eintracht müsse sich zudem Strategien überlegen, um die jüngere Generation an die Eintracht zu binden. Auch ohne, dass sie mit internationalen Stars gespickt sei. Der Weg dahin sei für die SGE klar: „Wir wollen bezahlbaren Fußball anbieten, die Leute ins Stadion holen und mit unserer Emotionalität live zu Fans zu machen. Das ist unser Weg.

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10 Kommentare

  1. Schön und gut USA. Sowas ist auch wichtig. Aber was anderes: unser Kader wurde ja im Sommer eher für ein 3-5-2 zusammengestellt. Man hat keinen gelernten LV und keinen gelernten RM. Ndicka (gelernter IV) wird das zwar schon ordentlich hinbekommen, aber rechts haben wir keinen Offensiven. Gacinovic und da Costa sind doch wieder nur Lückenfüller auf dieser Position, weil der Kader für dieses System nicht ausgerichtet ist. Ausserdem befürchte ich, dass es für Kostic weiter innen schwerer wird. Er ist am stärksten wenn er von ganz außen mit Volldampf auf die Gegner zuläuft. Hat selber mal gesagt, dass er diese Position liebt. Innen wird er den Ball auch oft mit dem Rücken zum Tor bekommen und von Ndicka hinterlaufen. Das ist nicht sein Spiel. Naja, schau mer mal. Hoffentlich ist diese Systemumstellung kein Aktionismus. Unser System lag uns eigentlich immer ganz gut, denke nicht dass das der Grund für die Krise war. Ich hoffe auf ein 3-5-2 in Hoffenheim mit Hinti im Zentrum, Abraham rechts und Ndicka links.

  2. Denke kein großes Risiko und die Kosten sind überschaubar, da Kooperation mit Indeed, von daher begrüße ich die Idee. Jedoch muss man bei der Eintracht aufpassen, dass Anspruch und Wirklichkeit nicht auseinander triften. Einerseits will man 100.000 Mitglieder und ein Büro in den USA am Times Square und andererseits betrachtet man in meinen Augen die derzeitige Lage nicht mit dem notwendigen Ernst. Da wird von einer vorübergehenden Delle gesprochen, die Spieler werden in Schutz genommen und ihre Leistungen entschuldiget, Transfers sind anscheinend nicht zwingend notwendig und automatisch wird davon ausgegangen, dass alles besser wird nach der Winterpause. Bin ja gespannt, mir fehlt der Glaube daran. Erst recht noch nach dem Ausfall von Kamada, dem ich es eher als Sow und Silva zugetraut hätte in der Rückrunde nochmal eine Schippe drauf zu legen. Meines Erachtens lassen sich die Probleme nicht einfach „wegtrainieren“. Bin gespannt ob der Plan so aufgeht, ich rechne mit max. 1 Punkt aus den kommenden zwei Spielen und dann geht vielleicht doch die Panik um. Ich verstehe nicht, warum man nicht bereits im Dezember Verstärkungen für die WP fix gemacht hat. Bei anderen Vereinen, die sogar besser dastehen ging das komischerweise auch.

  3. Im Endeffekt muss sich die Aufstellung/das System am vorhandenen Personal orientieren.

    4-4-2
    4-2-3-1
    5-4-1
    3-5-2
    Etc

    ABER…wenn man nüchtern an die Sache rangeht, so haben wir von vorne herein in jedem System ein bis zwei klare Schwachstellen. Und das ist das Problem! Wir können nicht sagen…dies wäre optimal, aber man könnte auch das versuchen…denn keine Aufstellung wäre so, dass man sagen kann…hier steht eine Elf auf dem Feld, die zueinander passt.

    Zieht man Kostic vor, fehlt ein LV, da Ndicka kein gelernter, sondern eine Notlösung, ist.
    RA haben wir ebenfalls keinen, unabhängig vom System.

    Die Schwachstellen sind klar und daher ist unverständlich, warum nun, vier Tage vor dem ersten Rückrundenspiel immer noch kein Neuzugang da ist.

    Sicher, das kann auch am schweren Markt liegen, das möchte ich gar nicht abtun.
    Der heutige Fußball ist einfach nicht mehr so, wie der vor zwanzig, dreißig Jahren….vieles ist schlechter!! Und vieles ist vor allem komplizierter für die Clubs, die keinen Gönner dahinter haben.

    Aber…es kann mir auf der anderen Seite keiner sagen, dass es in der großen weiten Fußballwelt keinen schnellen dynamischen Offensivmann gibt, der zu Eintracht Frankfurt möchte und bezahlbar ist.

    Es wäre ein großes Risiko hier nicht aktiv zu werden und dieses einzugehen wäre unnötig wie ein Kropf.

  4. Man hört was trapsen von einer Leihe bis Saisonende von Bruun Larsen vom BVB…bin gespannt obs ne Ente ist oder es tatsächlich dazu kommen wird!

  5. Die Unaufgeregtheit, Zurückhaltung und die Ruhe seitens der Verantwortlichen, sind für mich gerade der beste Beweis das im Hintergrund mit Hochdruck an guten Lösungen gearbeitet wird. Preis/Leistung ist sicherlich die größte Herausforderung bei den Verpflichtungen. Bin mir sicher, das nach dem 31.Januar mind. 2 weitere gestandene Spieler in unserem Kader sind. Nicht optimal für die Abläufe, siehe Sow der die komplette Sommervorbereitung gefehlt hat, aber in Bezug auf die Mondpreise, die teilweise für mittelmäßiges Personal aufgerufen werden, verständlich. Verstehe die Hektik und die Sorgenfalten, aber alleine die kontrovers diskutierten Personalien Vogt oder Duda zeigen, das es ohnehin nicht jedem recht zu machen sein wird. Manche haben sie befürwortet, andere eben nicht. Ich glaube auch nicht, das das wirklich Spieler sind die uns weitergebracht hätten. Abgesehen von diesen ganzen verständlichen Diskussionen würde ich mir vor allem etwas weniger Verletzungspech und Ausfälle durch gelb/rote Karten wünschen. Ich glaube immer noch, das wir mit 2-3 neuen Spielern auf den vakanten Plätzen einen guten Kader haben. Wobei ich persönlich in die mulmige Gefühlswelt komme, je weiter ich bei unserem Kader nach rechts und vorne schaue. lassen wir uns überraschen.

  6. Also erstmal finde ich die Inszenierung am Timesquare überragend von der Eintracht. Die Idee sich besser in den USA zu platzieren ist ja nicht erst dieses Jahr entstanden. So weit ich mitbekommen habe werden wohl auch die ein oder andere Fussball Schule / Fussball Akademie irgendwo in den USA implementiert. Wie im Artikel erwähnt „Bezug auf WM 2026“ ist das ein sehr wichtiger Faktor, denn eventuell könnte ein junger Mann zwischen 12-14 Jahren jetzt durch die Eintracht Fussball Schule den Sprung in die USA Nationalmannschaft schaffen was natürlich richtig geil wäre. Nichts desto trotz wird es kurz vor und nach der WM in den USA wieder einen Fussball boom in Amerika geben und wir könnten durch frühzeitiges einsteigen sehr davon profitieren. Daher finde ich es nur vernünftig dies unabhängig von der Sportlichen Situation jetzt zu machen.

    Zu den möglichen Winter Transfers:
    Es ist genau wie es sein sollte, die Verantwortlichen agieren ruhig und konzentriert im Hintergrund und versuchen nicht auf Teufel komm raus schon große Ankündigungen bezüglich Transfers in den Medien zu platzieren. So etwas hilft, wenn überhaupt nur die Preise hoch zu treiben.

    Persönlich finde ich das Gerücht um Tino Kadewere von AC Le Havre (Franz. 2 Liga) sehr sehr interessant. Natürlich wären die kollaborierten 10Mio viel Geld, aber erstens seine Statistiken sind bemerkenswert und das was man auf YouTube über ihn findet ist auch schon sehr beeindruckend. Es erinnert sehr an einen Spieler Typ wie Haller. Genau das was uns im Moment fehlt. Außerdem hatten wir meines Wissens noch nie jemanden Simbabwe.

  7. @ NY: finde es sehr spannend was wir da tun. und wenn es uns jetzt aktuell auch wenig Geld kostet macht es doppelt Sinn.

    @Kaderplanung:
    @Olga: es stimmt, dass wir in jedem System Schwächen haben, aber wir haben auch die Chance Schwächen zu „verstecken“
    z.B.:
    – wenn wir von 3 auf 4er Kette umstellen, haben wir alleine dadurch 1 Absicherung mehr.
    – wenn hinter Kostic noch ein LV spielt, muss der (defensiv) nicht mehr so weite Wege gehen. Gerade als LV bin ich mal auf Durm gespannt, da ich glaube, dass er die Rolle im Sinne von „kostic den Rücken frei halten“ gut spielen kann
    – ja, auf RA fehl ein Pendant zu Kostic. aber Gaci wurde ursprünglich als Außenbahnspieler geholt und hätte hier viele Möglichkeiten.

    Ich glaube das wir oft in einem 4-4-2 spielen werden und dafür mit dem Kader auch gut bestückt sind. Wenn es Möglichkeiten gibt einen Rebic, oder Bruun Larson zu bekommen, nehme ich ihn gerne, aber ich denke das es in erster Linie darauf ankommt wieder im ganzen abgestimmter aufzutreten.

  8. @4
    Bruun Larsen wäre ein geiler Transfer…wenn ne Leihe mit Option dabei rumkommt.
    Als reiner Leihspieler mhmm besser als nix, aber nix was mich direkt aufspringen lässt.

  9. TIMES SQUARE? Kann sge4ever auch! Legt man halt 100.000 $ hin für ne halbe Stunde 😉

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