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Albert Riera möchte bei der SGE eine neue Ära prägen. Foto: Imago / Inpho Photography

Eine neue Ära beginnt: Neu-SGE-Coach Riera will „Identität kreieren“

Die Tinte ist trocken. Nachdem die Frankfurter Eintracht am vergangenen Freitag offiziell die Verpflichtung von Albert Riera verkündet hatte und der neue Cheftrainer gestern Abend in Frankfurt gelandet war, folgte heute Mittag die Vertragsunterschrift. „Ich bin sehr aufgeregt, diese Challenge hier zu starten, in diesem wunderschönen Klub“, sagte Riera im ersten Interview mit „EintrachtTV“. Der gebürtige Mallorquiner folgt auf Dino Toppmöller, der nach 2,5 Jahren als SGE-Chefcoach seinen Hut nehmen musste.

„Wir verfolgen dieselben Ziele“

Die Ansprüche am Main sind gestiegen, das Ziel ist die Europa. Mit Riera sollen die Adler wieder in die Erfolgsspur gelangen, dabei muss der neue Trainer vor allem die Flut an Gegentoren stoppen. Die Eintracht sei ein Klub, „der sehr stark wächst. Wir denken beide ähnlich. Wir hatten intensive Gespräche: Wir verfolgen dieselben Ziele, was wir erreichen wollen.“ Die Zeit ist knapp, Riera kann es kaum erwarten, sein erstes Spiel mit seinem neuen Arbeitgeber zu bestreiten. „Ich werde nicht nach Zeit fragen. Als Trainer hast du diese Zeit nicht, du willst das nächste gewinnen.“ Schließlich hat der 43-Jährige (mit einem Augenzwinkern) versprochen, auf Mallorca Party zu machen, wenn genügend Spiele gewonnen werden. Einen Anfang kann die noch im neuen Jahr sieglose Eintracht am kommenden Freitag bei Union Berlin machen. „Ich möchte das nächste Spiel gewinnen!“, so die klare Marschroute des Ex-Profis, der u. a. für die Vereine Galatasaray, Liverpool und Man. City aktiv war. Fußball ist normalerweise ein Ergebnissport, nicht aber für den neuen Coach. „Wir wollen unabhängig vom Resultat etwas kreieren. Identität und einen Style.“ Riera will, „dass die Fans stolz darauf sind, wie wir Fußball spielen.“ Fußball ist komplex, das weiß auch der neue Coach. „Es gibt nicht den einen Weg, der dir garantiert Spiele gewinnt.“ Es werde auch Rückschläge geben, doch Riera könne versichern, „dass wir mehr gewinnen als wir verlieren.“ Es soll etwas „Wunderschönes“ kreiert werden. „Davon bin ich überzeugt, weil ich weiß, wie es geht.“ Dies habe der Spanier bereits in der Vergangenheit unter Beweis bestellt. Riera ist sich sicher: „Ich werde es hier schaffen. Am Ende geht es darum, stolz darauf zu sein, wie wir hier gemeinsam arbeiten.“ 

Worte, die sehr überzeugend klingen und offenbar Markus Krösche den Ausschlag gegeben haben, Albert Riera in die Bankenmetropole zu lotsen. Der Sportvorstand hatte den jungen Fußballlehrer schon länger auf dem Radar. „Albert habe ich das erste Mal vor zwei Jahren getroffen, wo wir über Fußball gesprochen haben. Ich habe seinen Werdegang verfolgt. Er hat wiederum unseren Werdegang als Eintracht Frankfurt verfolgt“, erklärte Krösche. „Wir haben uns für ihn entschieden, weil wir glauben, er ist der richtige Trainer für den richtigen Moment.“

Selbstbewusstsein als Schlüssel zum Erfolg

Riera ist bereit und brennt für sein neues Kapitel als Cheftrainer von Eintracht Frankfurt. „Das Selbstbewusstsein, die Leidenschaft, die Energie, die Personalität“ sind Dinge, worüber er sich am meisten freue und mit seinen Spielern immer spreche. „Das sind Dinge, die du kontrollieren kannst. Es hängt von dir ab.“ Dabei gehe es dem Toppmöller-Nachfolger nicht um Fehler, die passieren können. Er könne es verzeihen, wenn ein Spieler einen Fehlpass spielt, eine Flanke nicht ankommt oder das Tor aus gut 20 Metern verfehlt wird. „Aber ich kann es nicht verzeihen, wenn wir die Idee oder unsere Konzepte nicht verfolgen. Das muss klar sein“, betonte Riera, der seinen Spielern klar vermitteln möchte, was sie zu tun haben. „Wenn du schon weißt, was du mit oder ohne den Ball machen sollst, dann hast du kein Problem. Genau das werde ich den Spielern mitgeben.“ Das entscheidende Schlagwort ist Selbstbewusstsein. „Überzeugung ist das Wichtigste. Denn ein Spieler mit Selbstbewusstsein ist 50 Prozent besser als einer ohne“, begründete Riera. „Das hat man schon öfters gesehen. Ein Spieler ohne Selbstbewusstsein sieht aus wie ein ganz anderer Spieler und mit Selbstbewusstsein können sie auf einmal alles machen.“ Der Coach möchte aus diesem Grund als Erstes daran ansetzen. „Das wird der erste Schritt sein: Den Jungs wieder Selbstbewusstsein geben.“ Dafür hat Riera paar Tage Zeit, um seine Spieler sowohl mental als auch sportlich auf sein Debüt am Freitag bei Union Berlin gut vorzubereiten. Schließlich soll der erste Sieg unter Rieras Regie und der erste seit dem Jahreswechsel gelingen.

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7 Kommentare

Fallback Avatar 1. dale 02. Februar 26, 16:35 Uhr

Nach den Erfahrungen dieses Saison halte ich mich normalerweise eher bedeckt und bin Generell ja eher der „Mahner“, aber nach dem 1. Interview von ihm bin ich durchaus gehyped.

Das spricht mich komplett an, diese klare Linie, die Art wie er spricht, die Überzeugung und das Selbstbewusstsein. Wenn sich dazu noch der Fussballsachverstand bestätigt, bin ich guter Dinge, dass wir hier einen Mega Coup gelandet haben.

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Fallback Avatar 2. zeugeyeboahs73 02. Februar 26, 16:38 Uhr

Ich halte normalerweise nicht viel von großen Worten im Vorfeld, aber hier habe ich jeden Satz genossen.
Wir bekommen einen authentischen, selbstbewussten Trainer.
Es kann natürlich schief gehen, aber mein Gefühl sagt mir, dass die Spieler endlich wieder brennen werden.

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Fallback Avatar 3. dale 02. Februar 26, 16:42 Uhr Zitat - zeugeyeboahs73 Ich halte normalerweise nicht viel von großen Worten im Vorfeld, aber hier habe ich jeden Satz genossen. Wir bekommen einen authentischen, selbstbewussten Trainer. Es kann natürlich schief gehen, aber mein Gefühl sagt mir, dass die Spieler endlich wieder brennen werden. Path

100% Agree

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Fallback Avatar 4. braumerganedruebberedde 02. Februar 26, 16:51 Uhr

'Nachdem die Frankfurter Eintracht am vergangenen Freitag offiziell die Verpflichtung von Albert Riera verkündet hatte und der neue Cheftrainer gestern Abend in Frankfurt gelandet war, folgte heute Mittag die Vertragsunterschrift.'

Frag mich, wie man am Freitag offiziell Riera als neuen Trainer verkündet, obwohl noch kein Vertrag unterschrieben ist.
Ich dachte immer: es wird offiziell gemacht, wenn die Tinte trocken ist. Anscheinend läuft das bei uns anders, wenn ich diesem Satz Glaube schenken darf.

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Fallback Avatar 5. pfalzadler11 02. Februar 26, 16:51 Uhr Zitat - zeugeyeboahs73 Ich halte normalerweise nicht viel von großen Worten im Vorfeld, aber hier habe ich jeden Satz genossen. Wir bekommen einen authentischen, selbstbewussten Trainer. Es kann natürlich schief gehen, aber mein Gefühl sagt mir, dass die Spieler endlich wieder brennen werden. Path

Wir haben in Augsburg in der Saison ja auch einen Trainer mit einer selbstbewussten Herangehensweise erlebt.

Nur an dieser Stelle glaube ich das Riera den Jungs schon einen klaren Plan vermitteln wird.
Ich erwarte am kommenden Freitag nicht viel (Freitagsspiel, Union als Gegner) aber ich denke das wir langsam bis zum Ende der Saison die Kurve hinbekommen werden und so mit einem positiven Gefühl aus der Saison gehen werden - Aber Europa können wir uns abschminken. Im Fall der Fälle sollte man dann über die Bücher gehen und genau hinschauen wieso wir nach diesen vielen Transfers uns jetzt keinen 6 er leisten können.

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Fallback Avatar 6. Weltenlenker 02. Februar 26, 17:29 Uhr

Schöne Worte wie bei jedem neuen Trainer oder Spieler Hoffe, er lässt bis zum Sommer etwas erkennen, damit wir nicht den nächsten Trainer suchen müssen.

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Fallback Avatar 7. PeKa 02. Februar 26, 17:40 Uhr Zitat - Weltenlenker Schöne Worte wie bei jedem neuen Trainer oder Spieler Hoffe, er lässt bis zum Sommer etwas erkennen, damit wir nicht den nächsten Trainer suchen müssen. Path

Die Liebe beruht ja offensichtlich auf Gegenseitigkeit, schön.

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