Besser hätte die Weltmeisterschaft für Nathaniel Brown kaum beginnen können. Beim deutlichen 7:1-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao feierte der Eintracht-Profi nicht nur sein Debüt auf der größten Fußballbühne der Welt, sondern durfte sich direkt in die Torschützenliste eintragen. Für den 22-Jährigen war es ein Abend, den er wohl nie vergessen wird.
Nachdem sich Brown in den vergangenen beiden Jahren bei Eintracht Frankfurt vom vielversprechenden Talent zum Nationalspieler entwickelt hatte, folgte nun der nächste Meilenstein seiner Karriere. Bundestrainer Julian Nagelsmann schenkte dem Frankfurter von Beginn an das Vertrauen und wurde dafür belohnt. Mit einer engagierten Leistung sorgte er in der 38. Minute für die so wichtige erneute Führung der DFB-Elf. Mit einer punktgenauen scharfen Ecke servierte er für Nico Schlotterbeck, der per Kopf traf. In der 68. Minute traf er dann sogar selbst, nachdem er sich am Strafraum sehenswert mit Joker Deniz Undav durchkombinierte. Der Stuttgarter legte per Hacke auf Brown ab und der Rechtsschuss des Frankfurter schlug unhaltbar im rechten unteren Eck ein.
Brown: „Neuer kam auf mich zu und sagte, dass ich so weitermachen solle und ich es mir verdient habe“
Entsprechend emotional zeigte sich der Außenbahnspieler nach dem Schlusspfiff. „Es ist unbeschreiblich, hier in meinem ersten WM-Spiel zu treffen. Meine Familie ist da und wie die Jungs gejubelt haben, das war einfach unglaublich“, schwärmte Brown nach der Partie bei der „ARD“. Besonders beeindruckt zeigte sich der Frankfurter von der Reaktion eines ganz Großen des deutschen Fußballs. Nach seinem Premierentor erhielt Brown Lob von Manuel Neuer. „Manuel Neuer kam auf mich zu und sagte, dass ich so weitermachen solle und ich es mir verdient habe“, berichtete der Eintracht-Profi stolz.
Trotz des deutlichen Ergebnisses wollte Brown den Kantersieg nicht überbewerten. Vor allem das zwischenzeitliche Gegentor störte den Nationalspieler. „Eigentlich sind wir zufrieden. Wir haben sieben Tore gemacht. Das Gegentor war natürlich unnötig. Aber das gehört dazu, vielleicht hat es uns auch gut getan, dass wir dann aufwachen“, analysierte er die Begegnung. Auch mit Blick auf die kommenden Aufgaben bleibt der Frankfurter ehrgeizig. „Es tut uns gut, dass wir so viele Tore geschossen haben. Jetzt müssen wir weitermachen und an den Schwächen arbeiten“, erklärte Brown, der mit seinem WM-Debüt eindrucksvoll unterstrichen hat, warum er inzwischen zum Kreis der deutschen Nationalmannschaft gehört.
Für den Linksverteidiger könnte der Treffer erst der Anfang einer ganz besonderen Weltmeisterschaft sein. Schließlich hat sich Brown innerhalb kürzester Zeit vom Nürnberger Talent über den Stammspieler bei Eintracht Frankfurt bis hin zum deutschen Nationalspieler entwickelt. Mit seinem Tor gegen Curacao hat er seiner bemerkenswerten Karriere nun das nächste Kapitel hinzugefügt. Am kommenden Samstag trifft er dann im zweiten Gruppenspiel auf Elye Wahi und die Elfenbeinküste.






3 Kommentare
Freut mich sehr für Brown ...Endlich wieder ein Frankfurter der bei einer WM als Starter der deutschen Nationalmannschaft aufgelaufen ist. Von daher haben die Verantwortlichen in der Vergangenheit viel richtig gemacht.
Mach noch 2 gute Spiele, dann kommen Angebote von der Insel, 80mio sollten drin sein, dann kann man Bayern noch mehr unter Druck setzen, auch wenn Nene da angeblich nicht hin will, der Ruf des Geldes wird dann schon überzeugen. Der Berater will doch auch ein sattes Sümmchen einstecken und der wird ihn dann schon überzeugen, dass Fußball auf der Insel interessanter und lukrativer ist.
Ich kann mir nicht helfen, aber Berichte über Brown berühren mich emotional schon nicht mehr.
Schon traurig...
Ich meine wie genial wär es, einen Eintrachtspieler bei den Läderspielen zu sehen, der immer besser wird und man sich schon darauf freut ihn in der nächsten Saison in der Manschaft zu haben?
So ist´s halt schon genau so wie Undav, Musiala oder Wirtz zuzuschauen.
Ich weiß, ich bin ein hoffnungsloser Romantiker - aber bin ich der Einzige dem es so geht?
Ok, die WM (und leider auch die Nationalmanschaft) hat für mich persönlich die letzten zehn Jahre auch immer mehr an Bedeutung verloren, obwohl es ja noch deutlich länger her ist, daß SGE-Spieler ein Rolle bei der Nationalmanschaft gespielt haben.
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