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Rebecka Blomqvist hatte mit ihren zwei Treffern maßgeblichen Anteil am 4:0-Heimerfolg. Foto: IMAGO / HMB-Media

4:0 im Euro Cup – SGE-Damen stehen mit einem Bein im Halbfinale

Im Viertelfinale des Women’s Euro Cup haben die Frauen der Frankfurter Eintracht am heutigen Mittwoch einen souveränen Sieg eingefahren. Im Hinspiel gegen den FC Nordsjælland triumphierte die SGE mit 4:0. Die Treffer erzielten Nicole Anyomi, Ereleta Memeti und Rebecka Blomqvist mit einem Doppelpack. Die Frankfurterinnen haben nach diesem Heimsieg nun also beste Chancen aufs Weiterkommen.

Im Vergleich zum knappen Heimerfolg über Leverkusen am Wochenende rotierte Cheftrainer Niko Arnautis auf zwei Positionen. Jella Veit und Lisanne Gräwe rückten neu in die Startelf. Dafür bekamen Marthine Østenstad und Géraldine Reuteler erst einmal eine Pause. Die Adlerträgerinnen starteten mit viel Elan in die Partie. Bereits nach drei Minuten hatte Rebecka Blomqvist die erste gute Chance. Die Schwedin setzte sich gut gegen ihre Verfolgerinnen durch, ihr Schuss ging allerdings knapp links am Tor vorbei. Insgesamt war es eine sehr unterhaltsame Anfangsphase. Die Eintracht hatte zwar das Heft in der Hand, die Däninnen verteidigten aber sehr leidenschaftlich und hielten so einiges vom eigenen Tor fern. Jedenfalls bis zur 14. Minute: Ereleta Memeti verschaffte sich auf der rechten Seite Platz und bediente Nicole Anyomi im Zentrum. Die deutsche Nationalspielerin ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und vollendete zur 1:0-Führung. Die SGE schien jetzt Blut geleckt zu haben, denn nur kurz darauf hatte Senß die nächste dicke Gelegenheit. Hier konnte die Gäste-Keeperin Ella-Maria Ervasti aber noch in allerletzter Sekunde retten. In der 20. Minute stand dann wieder die 28-Jährige im Fokus. Dieses Mal stand der Pfosten zwischen ihr und dem Torerfolg.

Blomqvist erstickt Aufbäumen

Mittlerweile drängte die Eintracht auf das zweite Tor. Blomqvist und Anyomi hatten beste Chancen, bissen sich allerdings vorerst an Ervasti die Zähne aus. Auch Nina Lührßen verpasste nur knapp. In dieser Druckphase hätte dann aber beinahe Nordsjælland selbst zugeschlagen. Anna Walter nahm sich knapp 16 Meter vor dem Tor mal ein Herz und wuchtete einen Abschluss an die Unterlatte. Von dort aus sprang der Ball knapp vor die Linie, bevor die Situation entschärft wurde. Glück für die Frankfurterinnen. Diese Aktion schien dem dänischen Tabellenführer Mut zu machen. Denn fünf Minuten später fand der Ball Princess Marfo links im Strafraum. Ihr Schuss ging allerdings knapp daneben. Die Hausherrinnen ließen sich allerdings nicht beirren und nahmen den Gästen schnell den Wind aus den Segeln. Wieder wurde die schnelle Blomqvist von Anyomi auf die Reise geschickt. Dieses Mal behielt sie die Ruhe und schloss sauber zum 2:0 ab. Trotz der guten Chancen von der Gästemannschaft ging diese Halbzeit-Führung mehr als in Ordnung.

Kurzer Prozess im zweiten Durchgang

Nordsjælland gab sich auch nach der Pause auf keinen Fall auf. Sie starteten mit viel Aggressivität in den zweiten Durchgang. Allerdings brauchte die Eintracht nicht lange, um im Stadion am Brentanobad auf 3:0 zu stellen. Anyomi wurde steil geschickt und die Stürmerin behauptete sich gegen ihre Gegenspielerin. Halb im Fallen bediente sie die freistehende Memeti, die ganz souverän ins lange Eck einschob. Bereits in der 47. Minute gab es damit wenig Zweifel, wer hier als Sieger vom Platz gehen würde. Die Däninnen steckten auch in der Folge nicht zurück und liefen weiterhin engagiert an. Richtig gefährlich wurde es allerdings kaum. Die Mannschaft von Trainer Arnautis ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und behielt klar die Spielkontrolle. So legte erneut Blomqvist nach einer knappen Stunde nach. Durch einen hohen Ballgewinn kam der Ball zu Gräwe, die Blomqvist wie so oft an diesem Abend auf die Reise schickte. Die 28-Jährige blieb vor dem Tor ganz cool und versenkte sauber zum 4:0. Die SGE nahm die ersten Wechsel vor und brachte Remina Chiba und Jarne Teulings für Anyomi und Senß. Gerade Chiba kam gut in die Partie und hätte um ein Haar nach nur wenigen Sekunden den nächsten Treffer erzielt. Das Spiel wurde nun etwas langsamer und beide Mannschaften legten nicht mehr dasselbe Tempo an den Tag. In der Schlussphase gab es nochmal drei Wechsel mit Hayley Raso, Noemi Ivelj und Ainhoa Alguacil, die für Laura Freigang, Blomqvist und Memeti reinkamen. Im mittlerweile strömenden Regen passierte nicht mehr allzu viel und das Spiel endete mit 4:0. Eintracht Frankfurt freut sich zurecht über einen völlig verdienten Heimsieg im Euro Cup. Am kommenden Sonntag steht für die SGE erstmal in Jena die nächste Bundesliga-Aufgabe auf dem Programm. Genau in einer Woche geht es dann nach Dänemark für das Rückspiel.

3 Kommentare

Avatar 1. SGE-SCOPE 11. Februar 26, 21:03 Uhr

Gegen einen deutlichen schwächeren Gegner ein ordentlicher Auftritt, der ein komfortables Polster für das Rückspiel mitbringt. Das hilft beim Selbstbewusstsein, Abläufe und Zuspiele klappen mal am Schnürchen, Lina hält den Kasten sauber und vom Trainer gute Wechsel zur rechten Zeit. Ich habe nichts zu meckern, außer am ekligen Wetter- aber dafür kann ja keiner was.

Gruß SCOPE

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Fallback Avatar 2. holzbeincharly 11. Februar 26, 21:20 Uhr

Stark!
Es steht nicht ganz fest, wie weit das Brentanobad vom Zentrum Europas entfernt liegt, aber der europäische Geist lebt auch hier. Dieser Erfolg bringt hoffentlich die Sicherheit in der Mann(Frau)schaft zurück.

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Fallback Avatar 3. sge66 11. Februar 26, 21:49 Uhr

Also ich finde das da deutlich mehr drin war, vor allem in der 1. HZ. Was waren das für Chancen. Die Passqualität war auch nicht so berauschend. Gegen die tapferen Däninen welche zudem noch in der Winterpause sind hätte ich spielerisch mehr erwartet.

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