Ante Rebic trainierte diese Woche meistens noch individuell. Es ist fraglich, ob er für den BVB fit wird.

Spiele in Dortmund sind nie einfach. Jenes am 3. Spieltag der Saison 2018/19 könnte für die Frankfurter Eintracht jedoch besonders herausfordernd werden. Denn die Hessen plagen vor allem in der Defensive große Personalsorgen. Anpfiff im Dortmunder Signal-Iduna-Park ist am Freitagabend um 20.30 Uhr. An der Pfeife wird Schiedsrichter Benjamin Cortus die Partie leiten.

Was gibt’s Neues?

Eintracht Frankfurt: Die Verletzungssorgen der Eintracht sind in der Länderspielpause noch größer geworden. Taleb Tawatha (Rückenzerrung) und Goncalo Paciencia (Außenmeniskusriss) stehen den Hessen nicht zur Verfügung. Damit bekommt das Team von Trainer Adi Hütter vor allem in der Defensive personelle Probleme. Denn Jetro Willems ist gesperrt und Timothy Chandler sowie Carlos Salcedo sind bekanntlich ebenfalls schwerer verletzt. Auf der linken Abwehrseite steht Hütter nun nur noch Deji Beyreuther als nimineller Linksverteidiger zur Verfügung. Doch der Nachwuchsspieler hat noch keinerlei Bundesligaerfahrung.

Borussia Dortmund: Die Mannschaft von Neu-Trainer Lucien Favre startete furios in die Saison. Mit 4:1 düpierte der BVB am ersten Spieltag RB Leipzig. Im Spiel darauf zeigten die Dortmunder allerdings deutliche Schwächen, wenn auch gegen starke Hannoveraner. Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld der Schwarz-Gelben ist Neuverpflichtung Axel Witsel, als Hannover diesen 90 Minuten in Manndeckung nahm, lief nicht viel zusammen im Aufbauspiel der Dortmunder.

Und auch den BVB plagen personelle Sorgen. So wird Christian Pulsic sehr wahrschienlich wegen muskulärer Probleme ausfallen. Definitv nicht spielen werden Raphael Guerreiro und Ömer Toprak.

Im Heimspiel gegen die Eintracht will der BVB ein Zeichen gegen Rassismus setzen und verzichtet daher auf seinen Trikotsponsor Evonik. Stattdessen wird der Slogan „Borussia verbindet – gemeinsam gegen Rassismus“ die Brust der Borussen zieren.

Teamanalyse

Unglücklich, da waren sich alle einige, war der Last-Minute-Treffer der Bremer am vergangenen Spieltag. Die Niederlage soll nicht über eine beeindruckende, kämpferische Leistung der Frankfurter hinwegtäuschen. Die kämpferische Leistung hingegen, nicht über einige Schwächen im Frankfurter Spiel.

Lucas Torro findet sich immer besser zu Recht und bringt eine Qualität mit, die die Frankfurter zuletzt ein wenig vermissen ließen – Torro gewann in den bisherigen Bundesligapartien jeweils die meisten Luftduelle, insgesamt 13. Zum Vergleich: Das sind fast doppelt so viele, wie der drittbeste Frankfurter Danny Da Costa(7).

So könnte der BVB spielen:

Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Dahoud, Witsel, Delaney – Reus, Paco Alcacer, Bruun Larsen

So könnte die Eintracht spielen:

Trapp – da Costa, Abraham, Russ, Ndicka – Torro, G. Fernandes – N. Müller, Gacinovic, Kostic – Haller

Angeberwissen

  • Im Spiel gegen Bremen kam Evan N’Dicka erst nach elf Minuten ins Spiel, dennoch spielte er die meisten Pässe im Adlerdress. Der junge Franzose scheint im Aufbauspiel gefragt zu sein.
  • Borussia Dortmund spielte in den bisherigen Bundesliga Partien knapp die Hälfte aller Angriffe über den rechten Flügel. Da könnte die auf der linken Abwehrseite ersatzgeschwächte Eintracht große Probleme bekommen.
  • Am 14. Mai 2011 knackte die Eintracht einen Bundesliga-Rekord gegen den BVB. Nur 43 Sekunden nach seiner Einwechslung, sah Marcel Titsch-Rivero die Rote Karte für eine Notbremse an Marcel Schmelzer. Die schnellste Rote Karte der Bundesligageschichte.
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7 Kommentare

  1. 36 Spieler im Kader und Personalsorgen.Ja ja ich weiß der böse Transfermarkt hat uns keine u.a Aussenverteidiger gebracht.Schon komisch die Situation ?!

  2. Trapp – da Costa, Abraham, Ndicka, Beyreuther – Torro, G. Fernandes – N. Müller, Gacinovic, Kostic – Haller

    Ich würde es begrüßen wenn Beyreuther eine Chance von Anfang an bekommt.
    Falls Rebic zu 100 % bereit sein sollte (wovon ich nicht ausgehe) würde ich ihn anstelle von Kostic aufstellen.

  3. Danke Flonke für den Link.

    Mich hat die Transferperiode ziemlich ernüchtert und bin emotional noch gar nicht in der neuen Saison angekommen.

  4. Zitat aus dem Bobic Interview “
    Aber sind wir doch ehrlich: Wenn man sich die Bundesliga insgesamt anschaut, passieren unglaublich viele Wechsel. Spieler kommen und gehen, die Verträge sind mit Klauseln so konstruiert, dass du sie automatisch wieder verlierst, wenn sie besser werden. Das kann man nicht verteufeln, es ist so, wie es ist. Da hat sich der Fußball verändert. Es ist ein Wunschgedanke, ein Team zu haben, das man drei, vier Jahre aufbauen kann….“
    Das klingt doch sehr ernüchternd bis gar traurig :/ Jede Saison ein Umbruch vorprogrammiert, neue Gesichter, keine „Fussballgötter“ . Beim Trikot wäre der Fan bessere beraten seinen eigenen Namen zu bestellen.
    Die AK in Verträgen wird länger ein Thema bleiben so wie es FB beschreibt.
    Und das „EsIstWieEsIst“ ist wohl intern sehr beliebt bei den (Ex)Verantwortlichen des SGE…

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