Im Kampf um die europäischen Plätze hat die Frankfurter Eintracht einen hart erkämpften Heimsieg eingefahren. Gegen den FC Heidenheim gewann die Mannschaft von Cheftrainer Albert Riera mit 1:0. Den Treffer des Tages erzielte Arnaud Kalimuendo. Besonders im ersten Abschnitt tat sich die SGE gegen das Tabellenschlusslicht mehr als schwer und erst im zweiten Durchgang nahm die Partie an Fahrt auf.
In den ersten zehn Minuten gestaltete sich ein ausgeglichenes Spiel im Frankfurter Waldstadion. Die Eintracht war um Kontrolle und Ballbesitz bemüht. Allerdings ließen sich die Gäste hinten nicht einigeln und starteten immer wieder eigene Angriffsversuche. So dauerte es bis zur zwölften Spielminute, ehe es erstmals halbwegs gefährlich wurde. Nach einer schönen Kombination dribbelte Hugo Larsson von rechts in den Strafraum ein. Der Abschluss des Schweden kam allerdings zu zentral aufs Tor und stellte so keine große Gefahr für Ex-Adlerträger Diant Ramaj dar. Auch nach dieser Aktion agierten beide Teams weiterhin sehr zurückhaltend und kreative Offensivaktionen suchte man vergebens. Hauptsächlich über lange Bälle in die Spitze kam die SGE zwar hin und wieder gefährlich in Richtung des gegnerischen Tors. Allerdings wurde keiner dieser Angriffe konsequent zu Ende ausgespielt. Heidenheim hingegen versuchte meist über die Außenbahnen für Gefahr zu sorgen, konnte aber das robuste Zentrum der SGE nicht überwinden. So dümpelte ein ereignisarmes Spiel im ersten Durchgang vor sich hin. Nach knapp 40 Minuten verschaffte sich Ayoube Amaimouni auf der rechten Seite mal etwas Platz und zog eine scharfe Flanke in den Strafraum. Ramaj war allerdings zur Stelle und pflückte den Ball aus der Luft, bevor es brenzlig werden konnte. Ein falscher Einwurf von Nnamdi Collins nah am eigenen Tor stand sinnbildlich für die erste Halbzeit in dieser Partie. Kurz vor dem Pausentee kam es im Heidenheimer Strafraum noch zu einer unübersichtlichen Situation, in der Ramaj Amaimouni umriss. Der Pfiff blieb allerdings aus. So beendete Schiedsrichter Harm Osmers auf die Sekunde genau nach 45 Minuten das Treiben auf dem Platz.
Kalimuendo sorgt für schnelle Führung
Beide Teams kamen personell unverändert zurück auf den Platz. Allerdings schien sich die Eintracht in der Kabine etwas vorgenommen zu haben. Denn schon in den ersten Minuten wirkte das Auftreten entschlossener und bissiger. Zunächst wurde Ritsu Doans Versuch noch geblockt, nur kurze Zeit später wurde es aber etwas gefährlicher: Fares Chaibi wurde links im Strafraum bedient und der legte erneut zurück auf Doan. Der Japaner kam zwar in aussichtsreicher Position an den Ball. Gestört von seinem Gegenspieler verzog der Japaner aber doch deutlich links vorbei. In der 53. Spielminute brachte wieder Chaibi nach einer Freistoß-Variante eine Flanke in den Strafraum. Diese wurde von den Heidenheimern zu kurz geklärt und über Robin Kochs Kopfballverlängerung landete der Ball bei Arnaud Kalimuendo. Der Franzose hämmerte den Ball schließlich aus kurzer Distanz und in höchster Bedrängnis per Seitfallzieher in die Maschen. Damit schien der Knoten bei den Hessen endlich zu platzen. Auch in der Folge agierte die SGE mutig nach vorne und kam immer wieder gefährlich in den Gäste-Strafraum. Nach einer knappen Stunde bediente Doan den einlaufenden Chaibi. Der Kopfball des Algeriers war allerdings zu ungenau und hätte wohl ohnehin aufgrund einer Abseitsposition nicht gezählt. Trotzdem schienen die Adlerträger das Spielgeschehen jetzt im Griff zu haben. Und genau in diese Phase stachen die Heidenheimer: Amaimouni wurde nach einem Lauf über die rechte Seite im Zentrum gestoppt und Hennes Behrens schaltete blitzschnell um. Der Außenverteidiger überwand mit einem langen Ball die komplette Frankfurter Hintermannschaft und schickte Sirlord Conteh auf die Reise. Der frisch eingewechselte Stürmer blieb vor Zetterer ganz cool und chippte den Ball ins Netz. Allerdings soll der Torschütze minimal im Abseits gestanden haben und nach kurzer Unterbrechung kassierte der VAR den Treffer ein. Glück für die Eintracht.
Wilde Schlussphase
Den Baden-Württembergern schien diese Aktion Mut zu machen. Kurz darauf kam Eren Dinkci links im Sechzehner an den Ball und zielte nur knapp zu hoch. Ab der 74. Minute musste die Eintracht dann mit einem Mann weniger agieren. Der bereits verwarnte Koch kam im Zweikampf zu spät und musste mit Gelb-Rot vom Platz. Die SGE schien diesen Schock zunächst gut zu verarbeiten. Nur wenige Sekunden später zündete Bahoya auf links den Turbo und suchte im Zentrum Doan, der allerdings einen Schritt zu spät kam und so rechts am Tor vorbei schoss. Dann war es der auffällige Amaimouni, der nach einem schönen Dribbling in Ramaj seinen Meister fand. Auch der Schuss von Chaibi zappelte nur am Außennetz, obwohl die Torhymne schon ertönte. Knapp zehn Minuten vor dem Ende wechselte Cheftrainer Albert Riera erstmals und brachte Jonathan Burkardt, Elias Baum und Ellyes Skhiri für Amaimouni, Chaibi und Kalimuendo. Die SGE drängte jetzt auf die Entscheidung, letztlich fehlte es aber an der letzten Präzision. Auch die Heidenheimer steckten nicht auf und Omar Haktab Traoré hätte es um ein Haar nochmal spannend gemacht. Kurz vor dem Ende bekamen Love Aarhov und Oscar Højlund noch ein paar Minuten. Sie wurden für Doan und Bahoya eingewechselt. Am Ergebnis änderte das nichts mehr und die Adlerträger brachten diesen mehr als schwierigen Heimerfolg über die Zeit. Auch wenn über die Art und Weise sicherlich gesprochen werden muss, stehen die wichtigen drei Punkte am Ende zu Buche. Mit dem Sieg festigt Eintracht Frankfurt den siebten Tabellenplatz, bleibt aber mit sieben Punkten Abstand auf Leverkusen, die gegen München punkteten. Für die SGE steht am kommenden Sonntag das nächste Spiel an. Dann trifft man auswärts auf Mainz 05.
Gib hier deine Benotung zum aktuellen Spiel ab:






17 Kommentare
Nicht schön anzusehen, aber Hauptsache gewonnen
Top! 3 Punkte!
Und schon wieder kein Gegentor. Seit drei Spielen steht die "Null" bei uns. Mal was Neues...
Es bleibt dabei: Wenn man das Bayernspiel herausnimmt, haben wir gegen Union, Gladbach, Freiburg, Pauli und Heidenheim kein Gegentor aus dem Spiel heraus bekommen, nur den Elfer in Berlin. Und wenn du keinen hinten reinkriegst, nimmst du Minimum einen Punkt mit.
Puh wenn das die Spiele unter Riera werden. Erfolgreich aber schwer anzusehen..... zum Glück kommt der Frühling dann kann ich wieder im Garten arbeiten und Radio hören :-)
Kann man sich über 3 Punkte freuen? Ja!
Kann man sich über das Spiel ansonsten ärgern? Ja!
Leverkusen holt einen Punkt und der Vorssprung beträgt 7 Punkte + Tordifferenz, sind dann eigentlich 8 Punkte.
Das wird nicht mehr aufzuholen sein.
Kann man sich dann über die Teilnahme an der Conference League freuen? Nein!
Die Saison wurde verspielt, indem man zu lange an DT festgehalten hat und wegen den vielen Verletzten. Ist dann halt so.
Bin gespannt, wie sich dann die nächste Saison darstellt, wenn AR Zeit für die Vorbereitung hat und wir wieder ein paar Spieler für zig-Millionen an die Scheichs verkauft haben.
Fußball macht nicht mehr viel Spaß im Moment.
Ich wünsche allen hier ein angenehmes Rest-Wochenende.
Miserables Spiel fast St. Pauli 2.0, super Tor Kali, das Tempo nach vorne lässt noch viel Spielraum, aber war ein tick besser als letzte Woche.
3 Punkte, Mund abbutze, weider und hoffen.
Die Saison ist in einer Phase, in der das nackte Ergebniss zählt.
Und wenn mir mal ehrlich sind, das beim 1:1 abseits gegeben wurde ist ja fast ein Witz. Das waren, wenn überhaupt, mm.... Bin natürlich froh aber wenn das andersrum gewesen wäre. uiuiui....
Es geht nur noch um Platz 7, alles andere ist unrealistische Träumerei. Und Freiburg sollte niemand unterschätzen, die punkten leider ziemlich verlässlich.
Und Platz 6 oder mehr wurde in der Hinrunde und Anfang 2026 verschenkt...
Zurück aus dem kalten Stadion. Die erste Hz war beinahe eine komplette Arbeitsverweigerung. Jupp und Kalimuendo die einzige Spieler mit Wille. Hz 2 wurde es etwas besser, aber das ist zu wenig Bewegung im Spiel. Alles viel zu statisch. Der Gegner war sehr schwach, konnte aber ein besseres Pressung spielen. Ich bin wirklich irritiert, wie diese Mannschaft unsicher spielt. Kaum Läufe in den freien Raum, kein Eins gegen Eins. Nur der Jup aus der 3. Liga hat den Mut. Doan ist komplett von der Rolle. Es kann nur besser werden. Forza SGE
Nüchtern betrachtet stehen, ausser mit Hoffenheim und Stuttgart, Mannschaften in der Tabelle vor uns, die einen höheren Kaderwert haben. Mit Stuttgart sind wir wahrscheinlich, eigentlich auf Augenhöhe und mit Hoffenheim ist halt ne Überraschungsmannschaft vor uns. Für mehr hatten wir zu viele verschiedene Unzulänglichkeiten…wir sind wahrscheinlich nur 1-2 Plätze unter dem tabellarischen Level wo wir hingehören. Aber halt wichtige Plätze
Wir Spielen einfach nur Mutlos und zu Langsam. Kaum einer geht 1:1 und setzt sich durch, was Räumen schaffen würde. Vieles geht auf Sicherheit. Wir haben wohl keinen Spieler, außer vielleicht Uzun, der sich mal durchsetzen kann und so neue Spielsituationen kreiren kann. Doan wurde eigentlich auch dafür geholt, aber aktuell ist er total außer Form.
@9 astropulpa
kann Dir nur zustimmen.
Aber was erwartest Du?
Die Kette mit drei Mann permanent hinten, auch wenn kein Gegner in Sicht ist.
Der komplette Rest steht und schaut dem "Ballbesitz" der drei zu.
Besonders schlimm in Halbzeit eins.
Ich habe immer mal zu Bayer umgeschaltet. Tempo, Sprints, Spiel ohne Ball,
Doppelpässe, Kombinationen. Das war eine andere Sportart.
Und eine Frage habe ich noch: Was will Riera eigentlich von Chaibi?
Ich erinnere mich 2-3 Monate zurück, wo wir uns einhellig dreckige 1:0 Siege gewünscht haben 😀
Was Riera von Chaibi möchte ?
Vielleicht unseren mit Abstand besten Vorlagengeber weiter unterstützen ?
Schon komisch, dass 3 Trainer ihn aufstellen.
Für mich wäre heute die Zeit für die Doppelspitze gewesen. So war Kali allein, und so konnte unsere Stürmer Viererkette vorm gegnerischen Strafraum nur in die Breite spielen.
Was mich wundert, ich kann nahezu 100 Prozent der Aussagen/Forderungen von AR nachvollziehen: Lösungen anbieten, sprich immer Anspielstation für den Mitspieler anbieten; möglichst nur 3 Kontakte und schnelles Passspiel in Spitze, keine (unberechenbaren langen Bälle); mehr Risiko im letzten Drittel. Leider sehe ich da kaum etwas auf dem Spielfeld. HL hat eine Passquote von 96%. Ich würde von ihm wesentlich mehr Risiko erwarten. Klar, es ist noch viel zu früh um ein Urteil zu fällen, aber irgendwie ist der erste Schwung dahin. Immerhin stimmt die Abwehrleistung. Vielleicht wird es auch leichter, wenn spielstärkere Mannschaften kommen. Hat man ja gegen Ende des Spiels gemerkt, wo Heidenheim aufmachen musste. Die Hoffnung stirbt zuletzt und wenn sie auch Uzun heißt🤓
Vielleicht hier noch eine Statistik vom heutigen Spiel: Ballkontakte/angekommene Pässe; Zweikämpfe/gewonnene Zweikämpfe; Luftzweikämpfe/gewonnene Luftzweikämpfe
Chaibi 57/82%; 7/86%; 3/100%
Larsson 58/96%; 4/25%; 2/0%
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.