Es war die letzte Möglichkeit noch einmal einen Platz für das internationale Geschäft zu ergattern. Am Ende war man aber auf Schützenhilfe von RB Leipzig angewiesen, die ihr Spiel gegen Freiburg am Ende aber verloren. Beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart zeigte die Mannschaft zwar noch einmal Moral und zum Ende hin auch vereinzelt Offensivmomente, doch lieferte insgesamt zu wenig, um ernsthaft das Feuer zu entfachen, welches an diesem Nachmittag nötig gewesen wäre. Statt Europa herrschte nach Abpfiff Ernüchterung über eine Saison, in der Frankfurt von Anfang bis Ende nicht richtig in die Spur kam.
Auch im letzten Bundesliga-Spiel der Saison gab es in der Startelf wieder einen größeren Wechsel. Mario Götze und Jean-Matteo Bahoya ersetzten Fares Chaibi und Mo Dahoud. Zudem kehrte Rasmus Kristensen nach seiner Gelb-Rot Sperre zurück in die erste Elf anstelle von Arthur Theate.
An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen VfB Stuttgart der vierzehn zensierten Spieler den Wert 3,75. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie.
Die Einzelnoten der über 310 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:
– Spieler des Spiels – Jonathan Burkardt: Musste wieder als Einwechselspieler ran. Und kam mit ordentlich Dampf in die Partie. Arbeitete viel gegen den Ball und war ständig anspielbar. Die beiden Elfmeter verwandelte er souverän und sorgte so dafür, dass Frankfurt hier zumindest nicht das nächste Spiel ohne Punkt abgab. Damit kommt Burkardt auf insgesamt fünf Tore und zwei Vorlagen bei nur sieben Einwechslungen, was ihn zumindest den Titel Topjoker der Bundesliga einbringt.
Can Uzun: Zuvor war Uzun der einzige Lichtblick in der Frankfurter Offensive. War mutig und sorgte für Momente, die nicht berechenbar waren. Scheiterte in der 22. Minute nach einem tollen Solo an Alexander Nübel. Schade, vielleicht wäre bei einem Torerfolg nochmal ein anderer Drive durch Mannschaft und Stadion gegangen.
Michael Zetterer: Konnte einem leid tun: Bei beiden Gegentoren weitgehend machtlos, strahlte darüber hinaus aber nicht die ganz große Sicherheit aus. Vor allem bei hohen Hereingaben und im Stellungsspiel mit kleineren Unsicherheiten.
Nathaniel Brown: Offensiv wieder mit mehr Aktionen als zuletzt. Darunter litt aber auch die Defensive. Stuttgart kam besonders über seine Seite immer wieder gut vor den Frankfurter Strafraum. War das sein letztes Spiel für die SGE?
Mo Dahoud: Gegen Dortmund zu Beginn noch ein kleiner Wirbelwind. Gegen Stuttgart kam er überhaupt nicht ins Spiel. Struktur und Ruhe im Mittelfeld? Fehlanzeige. Für ihn war es in jedem Fall sein letzter Auftritt für die SGE.
Ritsu Doan: In der ersten Hälfte brach er hier und da auf seiner Seite durch. Danach bekam ihn Stuttgart aber immer besser in den Griff. Insgesamt dann doch zu wenig Ertrag für den Aufwand, den er zumindest offensichtlich betrieb.
Ansgar Knauff: Kam früh in die Partie für den verletzten Bahoya. Die sich im bietenden Umschaltmomente konnte er nie wirklich ausnützen. Defensiv dann auch zu selten mit vollem Einsatz dabei. Wirkte tatsächlich über weite Strecken sehr lustlos – und das für jemanden, der als Kämpferherz bekannt ist.
Aurelé Amenda: Hüftsteif und das leider in zu vielen Momenten. Und das versuchte er über die gesamte Spielzeit mit Klammern und Festhalten seiner Gegenspieler zu kaschieren. Hatte hier sicherlich Glück, dass er das Spiel zu Ende spielen durfte.
Rasmus Kristensen: Nach seiner langen Verletzung kam er nicht mehr in Tritt. Sicherlich auch irgendwie verständlich, gerade in einer Mannschaft, in der es überhaupt nicht läuft.
Fares Chaibi: Viele Aktionen endeten zu hektisch oder versandeten bereits vor dem Strafraum. Konnte dem Spiel keine neue Richtung geben.
Robin Koch: Nicht der gewohnt stabile Abwehrchef. Organisierte die Defensive zwar lautstark, bekam die Stuttgarter Angriffe aber ebenfalls nicht dauerhaft kontrolliert. Gerade bei schnellen Kombinationen wirkte Frankfurt insgesamt zu offen. Ein Problem, das sich durch die ganze Saison zog.
Arnaud Kalimuendo: Arbeitete viel und lief die Stuttgarter Defensive engagiert an, offensiv blieb jedoch kaum etwas hängen. Kam selten in gefährliche Abschlusspositionen und konnte die Bälle vorne nicht festmachen.
Mario Götze: Wieder ein Spiel, das an ihm komplett vorbei lief. Götze besitzt so viel Klasse und Raffinesse. Diese Saison verpuffte seine Präsenz aber viel zu häufig.
Ellyes Skhiri: Bekam weder Zugriff auf die zweiten Bälle noch ausreichend Kontrolle in die Partie. Bei beiden Gegentoren ziel- und planlos. Zum Abschluss der Saison noch einmal ein Auftritt zum Gruseln.






4 Kommentare
Schaut mal hier: https://www.bild.de/sport/fussball/axel-hellmann-worauf-eintracht-frankfurt-bei-der-trainerwahl-achtet-6a06d2674166b8e84c362103
Da redet Hellmann freitags, vor unserem letzten Ligaspiel, breitbeinig mit der Presse und spricht über die neuen Trainerkandidaten. Es war schon vor dem Spiel am Samstag beschlossene Sache, dass Riera geht. Die Presse fragt Hellmann gar nicht nach der Zukunft Rieras (obwohl er zu dem Zeitpunkt bis 2028 Vertrag hatte und keine offizielle Kündigung erfolgt ist..Riera hätte zu diesem Zeitpunkt sein Ziel noch erreichen können), sondern fragt direkt nach dem Anforderungsprofil des Neuen.
Und Hellmann? Er antwortet artig.
Was für arrogante, respektlose Schnösel wir im Verein haben, das ist schon krass. Richtig ekelhaft.
Nur eins noch: Sorry Jonny!
Götze BESAß Klasse und Raffinesse, hört mal auf in der Vergangenheit zu leben. In keiner Bundesliga-Saison für uns hatte er mehr als 2 Vorlagen. Diese Saison ohne Trefferbeteiligung in der Liga.
Wie viel unauffälliger muss er denn noch spielen, bis man diese endlose, unbegründete Eiermassage mal sein lassen kann?
Skela hatte in den Saisons 02/03 und 03/04 insgesamt 15 Vorlagen, 18 Tore, das sind 33 Scorerpunkte(!) - über den habe ich nie soviel Positives gelesen wie über Mario - Warum?? Ich verstehe es einfach nicht.
Was mir jetzt gerade auffällt.
Wurde zb Dahoud verabschiedet, ein normaler gut aufgestellter Bundesliga Verein macht doch sowas?
Verabschiedet im Sinne von im Stadion mit Blumenstrauß und so weiter?
Er ist ja bis zum 30.06.2026 Spieler von uns und wird bestimmt noch mal bei den Freundschaftsspielen eingesetzt werden. Danach kriegt er einen Abschieds-Post
auf den Sozialen Kanälen und der Vereinsseite und dann sollte es gut sein.
Ist doch nicht unüblich?
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