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Nathaniel Brown durfte gegen Gladbach wieder jubeln: Er erzielte die Eintracht-Führung. Foto: IMAGO / HMB-Media

Zwei Spiele, zwei Tore: Brown in veränderter Rolle bei der Riera-Eintracht

Die Eintracht feierte mit dem 3:0-Heimerfolg über Borussia Mönchengladbach den ersten Sieg unter Albert Riera vor heimischer Kulisse. Damit endet eine Sieglos-Serie: Die SGE gewann erstmals wieder seit dem knappen 1:0 im Dezember gegen Augsburg. Zudem hielt man zum ersten Mal seit diesem Spiel wieder die Null. Einige Spieler taten sich gegen die Fohlen besonders hervor. Dazu gehörte Auréle Amenda, der den verletzten Arthur Theate mit einer guten Leistung ersetzte. Ebenso zeigten Jean-Matteo Bahoya (lieferte zwei Vorlagen) und Kaua Santos ansprechende Leistungen. Wer ebenfalls unter dem neuen Trainer Riera wieder aufblüht, ist Nathaniel Brown. Im Zusammenspiel mit Bahoya erzielte der 22-Jährige die wichtige Führung (24.). Bereits beim Debüt unter Riera gegen Union Berlin (1:1) hatte der Deutsch-Amerikaner das einzige Eintracht-Tor erzielt.

„Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben ein überragendes Spiel gemacht. Wir haben ein bisschen gebraucht, aber nach dem 1:0 war es sehr gut und wir haben den Ball gut laufen lassen“, lautete das Fazit des Linksverteidigers bei vereinseigenen Medien nach dem Spiel. Im variablen System unter Riera scheint der zweifache deutsche Nationalspieler seinen Offensivdrang und seine Ballsicherheit noch stärker ausleben zu können, glänzt jetzt auch mit Torgefahr. Immer wieder fiel auf, dass Brown im eigenen Ballbesitz ins Zentrum schob und sich dort als zusätzliche Anspielstation anbot. Bereits gegen Union Berlin war auffällig, wie häufig der gelernte Linksverteidiger weit nach vorne schob, sodass sich hinter ihm situativ eine Dreierkette formierte. Brown selbst beschrieb seine angepasste Rolle so: „Natürlich ist meine Rolle ein bisschen anders. Ich spiele mehr mit dem Ball im Zentrum, was mir sehr gefällt. Ich habe jetzt oft den Ball.“

„Ist jetzt ein sehr geiles Gefühl!“

Das zeigte sich auch bei seinem Tor. Brown bekam den Ball zentral, zog zur Seitenlinie und band damit zwei Gegenspieler. Sehenswert behauptete er den Ball auf engstem Raum und steckte auf Bahoya durch, der in den freien Raum startete. Der Franzose drang schnell in die Gefahrenzone ein und zog wiederum zwei Spieler auf sich, sodass die Mitte des Strafraums komplett frei war. Brown lief in diesen Raum und bekam den Ball von Bahoya zurück. Mit dem ersten Kontakt schloss er eiskalt ab.

Verständlicherweise konnte sich der Torschütze direkt nach dem Abpfiff nicht mehr perfekt an die schnelle Aktion erinnern, schilderte aber, wie er sein Tor erlebt hatte: „Ich kann mich nur erinnern, dass ich irgendwie am Gegenspieler vorbeigekommen bin. Dann habe ich den Ball auf Jean-Matteo weitergeleitet. Er hat es dann sehr gut gemacht, den Gegner gebunden, gewartet, bis ich nachkomme, ihn reingelegt, und dann habe ich nur noch abgeschlossen. Das ist jetzt ein sehr geiles Gefühl!“

Brown etablierte sich seit seiner Ankunft aus Nürnberg im Jahr 2024 schnell als absoluter Stammspieler bei der SGE, gilt seitdem als Durchstarter und kam so auch zu seinem Nationalmannschaftsdebüt unter Julian Nagelsmann. Nicht zuletzt wegen seiner steilen Entwicklung (bereits 19 Torbeteiligungen im Adlerdress), seiner vielseitigen Spielweise und interessanten Veranlagung gilt der gebürtige Amberger in Medienkreisen als Kandidat für einen Vereinswechsel zu einem Top-Klub im Sommer.

Erste Riera-Ideen greifen

So zeigen sich also erste taktische Kniffe des neuen Trainers Riera. Nicht nur Brown konnte zuletzt in angepasster Rolle glänzen. Auch Mo Dahoud wusste gegen Gladbach durchaus zu überzeugen, als der 30-Jährige überraschend für den angeschlagenen Arnaud Kalimuendo ins Spiel kam und sehr offensiv agierte. Ritsu Doan spielte ebenfalls zentraler als sonst. Zudem zahlte die Flügelzange aus Ayoube Amaimouni-Echghouyab (erzielte das Tor zum 2:0) und Bahoya das in sie gesetzte Vertrauen direkt zurück. Für Amaimouni war es das Startelfdebüt und Bahoya stand erstmals seit dem Hamburg-Spiel im Dezember wieder in der Anfangsformation.

Nach dem Abpfiff kam bei allen Frankfurtern und ihren Anhängern große Erleichterung auf. Das Heimdebüt unter dem neuen Trainer ist geglückt, die lange Durststrecke vorerst beendet. Klar war noch nicht alles perfekt und sicherlich haben auch die harmlosen Gladbacher ihren Teil dazu beigetragen. Immerhin schossen die Rheinländer 20-mal auf das hessische Tor, doch nur drei Versuche gingen überhaupt auf das Tor und keiner führte zum Erfolg. Dennoch betonte Brown, wie stolz er auf die Mannschaft sei, dass man sich nach den schwierigen Wochen ohne Sieg gemeinsam aus der Situation herausgekämpft habe. Das Team habe die eigenen Fehler offen und ehrlich besprochen. Dennoch sei der Sieg über die Borussen nur ein Schritt, man müsse nun weiter daran arbeiten: „Wir haben jetzt einmal gewonnen. Das heißt noch nicht, dass wir da raus sind.“ Gerade mit Blick auf das denkbar schwere Auswärtsspiel in München (Samstag, 15:30 Uhr) dürften die Hessen weiterhin viel Arbeit vor sich haben.

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2 Kommentare

Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 1. eldelabeha 15. Februar 26, 17:55 Uhr

Ich würde mir wünschen, dass man Brown eine Perspektive aufzeigt, ihn zum Führungsspieler reifen zu lassen und er so vielleicht noch ein, zwei Jahre bleibt.

So viele Spieler machen sich ihre ganze Karriere kaputt, weil sie meinen schon mit Anfang 20 auf dem Topniveau ankommen zu müssen. Und dann stehen sie schnell auf dem Abstellgleis und kommen nie wieder so richtig auf die Füße.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 250 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 2. Dr. Hammer 15. Februar 26, 19:07 Uhr

Ich würde ihm auch eine Vertragsverlängerung mit Spitzengehalt anbieten. Wenn er in Form ist wirklich einer unserer Besten. Darin Ausstiegsklausel über 150 Mio dann passt das. 😎

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Avatar 3. freund50 15. Februar 26, 19:26 Uhr Zitat - eldelabeha Ich würde mir wünschen, dass man Brown eine Perspektive aufzeigt, ihn zum Führungsspieler reifen zu lassen und er so vielleicht noch ein, zwei Jahre bleibt. So viele Spieler machen sich ihre ganze Karriere kaputt, weil sie meinen schon mit Anfang 20 auf dem Topniveau ankommen zu müssen. Und dann stehen sie schnell auf dem Abstellgleis und kommen nie wieder so richtig auf die Füße. Path

Stimmen dir zu 100 % zu!
Allerdings ist das Geschäft meiner Meinung nach halt komplett durch.
Habe letztens gerade irgendwo einen Bericht über Marmoush gelesen. Gehalt bei Golfsburg ähnlich wie bei uns ca 3 Mio. Dann kommt City mit 17 Mio.
Ich kann es keinem Spieler vorwerfen 5 Jahres zu solchen Konditionen egal wie es läuft du bist durch.
Klar mir ist auch klar 5 Jahresvertrag für ihn mit sagen wir für uns sehr hohen 5 mio wäre er auch durch.
Nur auf die ganze Vertragslaufzeit von von 5 Jahren kommen wir auf eine Differenz von 25 bis 50 Millionen Gehaltsunterschied. Ist doch Wahnsinn

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