Nach der 1:3-Niederlage von Eintracht Frankfurt gegen Bayer 04 Leverkusen zeigte sich Mittelfeldspieler Oscar Højlund im „PwC Players Talk“ reflektiert, kämpferisch und trotz der derzeit schwierigen Phase zuversichtlich. Besonders die zweite Halbzeit des Spiels gegen die Leverkusener machte ihm Mut. „Wir waren aggressiver – das war gut“, sagte der Däne, der im Laufe des zweiten Abschnitts eingewechselt wurde. Für Højlund war klar erkennbar, dass die Eintracht nach der Pause einen Schritt nach vorne gemacht hat: „Ja, wir haben es in der zweiten Halbzeit besser gemacht – gut gemacht. Wir waren aggressiver.“
Der Platzverweis von Ellyes Skhiri, der innerhalb weniger Minuten zweimal den gelber Karton und damit die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, habe die Situation zusätzlich erschwert, der Däne sah hier aber auch eine positive Reaktion der Mannschaft: „Nach dem Platzverweis war es schwieriger, trotz allem haben wir Charakter gezeigt.“ Dass aktuell oft Kleinigkeiten gegen die Eintracht laufen, wollte er nicht verschweigen: „Aktuell sind es auch die kleinen Dinge, die nicht in unsere Richtung laufen, aber wir müssen als Gruppe zusammenstehen.“
Vorfreude auf Neu-Coach Riera
Mit Spannung blickt Højlund auf den Trainingsstart des neuen Cheftrainers Albert Riera am heutigen Montag. Der Spanier folgt auf Dino Toppmöller, der die SGE nach dem 3:3-Unentschieden der SGE hat verlassen müssen. Dabei habe er sich auf ungewöhnlichem Weg einen ersten Eindruck vom neuen Coach verschafft: „Ich habe auf Social Media den einen oder anderen Clip über ihn gesehen, er scheint einen guten Charakter zu haben.“ Die Erwartungshaltung sei daher positiv: „Wir freuen uns auf ihn, hoffentlich können wir gemeinsam viele Spiele gewinnen.“ Mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin und dem folgenden Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach warten zwei ganz wichtige Partien auf die SGE. „Unser Ziel muss sein, von Spiel zu Spiel zu denken. So müssen wir es angehen“, sagte Hojlund hier erst einmal abwartend. Klar ist aber auch: Will die SGE noch ein Wort um Europa mitreden, muss hier gepunktet werden, am besten mit zwei Siegen.
Vom Stürmer ins Mittelfeld – mit Drogba als Vorbild
Dass Højlund aus einer echten Fußballerfamilie stammt, ist bekannt, seine beiden Brüder sind ebenfalls Profis. Überraschend vielleicht: Sein großes Vorbild war einst ein Stürmer, Chelsea-Legende Didier Drogba. „Nun ja, in der Jugend war ich auch mal Stürmer, habe aber ehrlicherweise nicht so viele Tore geschossen. Also bin ich auf dem Feld weiter nach hinten gewandert“, erklärte der Däne. Die Bezeichnung seines Jugendtrainers, der ihn als Bulldogge bezeichnete, nimmt Højlund gerne an: „Ja, das ist okay, das mag ich. Ich will immer alles geben und lasse mein Herz auf dem Platz.“ Sein Anspruch sei daher klar: „Ich gebe alles, um der Mannschaft dabei zu helfen, drei Punkte einzufahren.“ Und auch seine Verbundenheit mit dem Klub ließ der Däne deutlich erkennen: „Ich mag Frankfurt, ich mag es, hier zu leben, ich mag die Fans und den Klub. Ich bin happy bei der Eintracht, hoffentlich blicken wir alle erfolgreicheren Zeiten entgegen.“ Worte, die zeigen: Trotz Rückschlägen glaubt Oscar Højlund an den gemeinsamen Weg – mit neuer Energie, neuem Trainer und einer Mannschaft, die zusammenstehen will.






5 Kommentare
Tippe auf folgende Elf von Riera gegen Union (falls diese Spieler fit sind und im Kader stehen).
Zetterer
Kristensen Koch Brown
Højlund Theate
Götze Chaibi
Doan Kalimuendo Bahoja
Ja, ich würde Brown nach hinten stellen. Schnelligkeit und Auge besser als bei Theate. Auch Kristensen würde ich nach hinten ziehen, damit er sich erst mal wieder auf seine Defensive beschränkt. Das Fußball spielen können sie dann Götze und Chaibi im Mittelfeld überlassen. Die beiden können dann auch abwechselnd die Bälle bei Koch und Co. abholen.
Ich finde Amenda wird immer besser und man sollte ihn jetzt mal wirklich mehrere Spiele am Stück gewähren. Ich würde jetzt an der Formation Amenda, Koch, Theate nix ändern.
Auf der Torwart-Position sollte wirklich etwas passieren - es wurde einfach nicht besser.
Doan, Larson hätte ich eine Pause verordnet, Bahoya hat als Starter in der Form aktuell nix verloren. Dafür sollte man Ayoube mal eine Chance geben
Also ich denke das Santos im Tor bleiben wird, was nicht heißt dass ich das befürworte. Amanda sollte auch spielen, mit mehr Spielpraxis kann er noch ein wirklicher Faktor werden. Der junge Flügelflitzer der aus der TSG Jugend kam hat auch mehr Spielzeit verdient, immer wenn er rein kam hatte er gute Aktionen. Als Starter eventuell etwas früh aber warum nicht, Albert wird's schon wissen. Bei Bahoya habe ich Hoffnung dass er vom neuen Trainer profitieren kann, er kann doch nicht alles verlernt haben. Aber wenn er weiter so körperlos über den Platz schleicht wird das natürlich nix.
Ich glaube Riera, dass er jedem eine neue Chance gibt aber eben auch, dass er dann konsequent ist, wenn diese nicht genutzt wird. Und genau das hat gefehlt, diese "Nibelungentreue" ging mir bei Toppi mit am meisten auf den Keks. In irgendeinem Spiel letztens hatte Chaibi in der ersten Hälfte 8 Ballkontakte, das ist einfach nicht bundesligatauglich aber im nächsten Spiel durfte er wieder ran. Wer also die neue Identität, die Riera schaffen will, zeigt, darf auch spielen und ich denke, das ist auch der einzige Weg, alle Fans wieder ins Boot zu holen. Ich finde, es ist auch ein gutes Zeichen, dass er grundsätzlich meint, die Spieler, die da sind, sind gut genug. Was soll denn ein Höjlund denken, der sich reinhängt, wenn er spielen darf, wenn gleich ein spanischer 6er kommt und im ersten Spiel neben Chaibi oder Shkiri spielt? Dann ist das mit der neuen Chance und Leidenschaft zeigen gleich unglaubwürdig. Lass erstmal alle ran, nutz die 5 Wechsel aus und schau, wer permanent anspielbar ist und nen Km mehr gelaufen ist als bisher. Wer das dann nicht kapiert hat, hilft uns eben nicht weiter.
irgendwo habe ich einen Bild Header gesehen wo drauf stand es gibt keinen Stammplatz mehr bei der SGE ...
Das mit dem Beispiel Chaibi steht sinnbildlich für die Dino Ära...
Riera hat in Slowenien mit einem wesentlich schlechteren Kader europäisch etwas erreicht, wieso soll ihm das in Frankfurt nicht gelingen.
Ein 7. Platz wird schwer zu erreichen sein... er ist nicht Gandalf....man sollte dem neuen Trainer die notwendige Zeit geben um seine Handschrift zu hinterlassen...
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