Die Partie gegen Bayer Leverkusen zeigte der Eintracht schonungslos auf, wie schmal aktuell der Grat zwischen Ordnung und Kontrollverlust ist. Zwar hielt Frankfurt über weite Strecken dagegen und blieb lange im Spiel, doch einzelne Nachlässigkeiten und fehlende Konsequenz in den entscheidenden Momenten ließen die Begegnung kippen. Leverkusen nutzte diese Phasen eiskalt aus und setzte sich am Ende verdient durch. Aus Frankfurter Sicht überwog erneut der Eindruck, dass der phasenweise Aufwand nicht im Verhältnis zum Ertrag stand. Ein Auftritt mit ordentlichen Ansätzen, aber zu vielen Brüchen, um Zählbares mitzunehmen.
In seinem letzten Spiel als Interimstrainer nahm Dennis Schmitt drei Wechsel in der Startelf vor. Aurelio Buta, der inzwischen zu FC Kopenhagen gewechselt ist und das Duo Oscar Hojlund und Ansgar Knauff, die beide auf der Bank saßen, wurden ersetzt durch Ritsu Doan, Rasmus Kristensen und Arnaud Kalimuendo.
An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen Bayer Leverkusen der zwölf zensierten Spieler den Wert 4,04. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie.
Die Einzelnoten der über 410 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:
Robin Koch: Der Abwehrchef zeigte sich lange aufmerksam und organisierte die Defensive so gut es ging. In vielen Situationen zweikampfstark und mit ordentlicher Antizipation, auch wenn er die Dynamik der Leverkusener Offensive nicht dauerhaft einbremsen konnte. Blieb im Aufbau meist auf Sicherheit bedacht und ging nicht viel Risiko. Trotzdem ist zu spüren, dass der Kapitän vorangehen möchte.
Rasmus Kristensen: Auf seiner Seite defensiv häufig gefordert und nicht immer fehlerfrei. Leistete viel Laufarbeit, kam jedoch gegen die schnellen Außen Leverkusens mehrfach unter Druck. Offensiv schaltete er sich nur selten wirkungsvoll ein, da ihm Räume und Präzision im letzten Zuspiel fehlten. Offensiv sind die Abstimmungen mittlerweile auch teilweise ziemlich vogelwild und ohne richtiges Konzept.
Oscar Hojlund: Wieder der extrem fleißige Arbeiter in der Schaltzentrale. Aktuell der beste im Zentrum der SGE. Kam aber leider auch erst im Laufe der Partie rein.
Arnaud Kalimuendo: Hing in der Offensive oft in der Luft und wurde nur selten in aussichtsreiche Positionen gebracht. Zeigte zwar Laufbereitschaft und suchte die Tiefe, blieb aber im Abschluss und in der Ballbehauptung glücklos. Sein Einfluss auf das Offensivspiel war begrenzt.
Aurele Amenda: Schwimmt aktuell im Durchschnitt der Teamleistung mit. Ohne groß auf- oder abzufallen. Im Vergleich zu Nnamdi Collins allerdings mit deutlich weniger groben Patzern.
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Arthur Theate: Das 0:1 ging klar auch mit auf seine Kappe. Doch der Belgier ließ sein Herz auf dem Platz. Gerade nach dem Seitenwechsel fasste er sich auch offensiv ein Herz und suchte den Abschluss.
Nathaniel Brown: Gegen Tottenham haben wir ihn an dieser Stelle noch gelobt. Gegen Leverkusen war seine Abwehrarbeit wieder viel zu löchrig. Ging kaum in die Zweikämpfe, ließ zu viel Raum hinter sich und traute sich im Spiel nach vorne nichts mehr zu.
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Hugo Larsson: Schwimmt aktuell auch nur in der Masse mit. Die Eintracht hat aktuell keinen Spieler, der mal etwas Unvorhergesehenes kreiert. Spielzüge nach Schema F, defensiv leider auch ohne Power unterwegs.
Ritsu Doan: Der Leistungsabfall von Doan im Vergleich zu Saisonbeginn ist schon eklatant. Streckenweise fragt sich der Zuschauer, ob das immer noch der gleiche Japaner ist. Leider erneut keinen Zugriff auf das Spiel bekommen.
Mario Götze: Sollte dem Frankfurter Spiel Struktur und Ruhe geben, blieb aber weitgehend ohne Wirkung. Zwar technisch sauber, doch unter Leverkusens hohem Pressing meist zu langsam im Kopf und ohne kreative Lösungen. Die Eintracht muss sich ernsthaft fragen, ob seine Leistungen in dieser Form noch ein Gewinn für das Team darstellen. Gerade im Hinblick auf das üppige Gehalt.
Kaua Santos: Wieder eine sehr merkwürdige Vorstellung von Santos. Seine Zuspiel auf die Verteidigungslinie sind ein absoluter Graus. Teilweise unterschätzt er sich, teilweise überschätzt er sich. In dieser Verfassung weiter ein absolutes Risiko für diese verunsicherte Mannschaft.
Ellyes Skhiri: Viele fragen sich, ob die SGE in diesem Spiel vielleicht doch noch mit etwas Zählbarem herausgegangen wäre, wenn Skhiri nicht mit seiner völlig unnötigen Gelb-Roten Karte den Exit gezogen hätte. Der Tunesier zeigt eigentlich seit Anbeginn seiner Zeit zu wenig für den Anspruch. Auch er zählt zu den Großverdienern und wird dieser Sache nur sehr selten gerecht. Unter Neutrainer Albert Riera wird auch er auf den Prüfstand kommen, wie jeder Adlerträger.






13 Kommentare
Jetzt mal ein Spiel ohne Skhiri, zwangsläufig. Finde ich erstmal nur so mäßig schlimm.
Stop Looking back!
Offenes Visier nach vorne
Ich hoffe dein Profilbild ist ab sofort so gemeint, dass wir dem Gegner drei einschenken und selbst hinter sauber verteidigen. 😉
Da gibt es einen Transferticker bei TM.
Ich bin schon überrascht, dass nichtmal der Anflug eines Gerüchtes zu einem DM/IV mit uns in Verbindung gebracht wird.
Saustarkes Profilbild Nimm 3 😁
Was ist nun los eigentlich? Kaufen wir noch 2-3 Leute?
Santos kommt immer noch zu gut weg. DerKommentar zu seiner Leistung trifft es sehr gut, eine Katastrophe.
Ja bin auch etwas verwundert das nicht reinkommt in Sachen Gerüchte/News heute am Deadline Day
Sieht fast so aus, als bliebe es an Riera hängen zu beweisen, dass wir gar keine 6er oder Innenverteidiger brauchen. Ist es zu früh enttäuscht zu sein?
Vielleicht wollte Riera ja auch gar keinen neuen Spieler, um dem bestehenden Kader das Vertrauen auszusprechen. Oder mangels Qualität der machbaren Optionen. Lassen wir ihn mal machen....
Macht es Sinn einen neuen Spieler zu verpflichten wenn das team verunsichert ist? Ich denke das. Diese Überlegung da reingespielt hat. Wenn das stimmt was man in Foren gelesen hat, wäre dieser 6 er aus Spanien nur mit einem Verkauf von bahoya gegenfinanziert worden. Das sind die Nachwehen von wahi....Schalke hatte seinerzeit mehrere solcher Deals ...ich denke das jetzige Team hat genug mit neuen Trainer jetzt zu ksempfen der wird die fordern....mal schauen ob der kader jetzt doch so gut war wie er Eingangs der Saison von den Medien hochgejauchzt wurde...ich denke der neue Trainer ist in der jetzigen Situation Impuls genug um leben in die Truppe zu bekommen...
Zur Benotung sag ich nur santos ist eine Katastrophe gefühlt wird er nicht mehr im Tor stehen.
Skhiri kommt mir zu schlecht weg, er hat zumindest mal offensiv zwei Pässe geschlagen.. Naja er soll sich auch mal überdenken.
Der Rest zwischen 3-4 wobei man gesehen hat sie wollen.
Also Tod ist die Mannschaft nicht.
Puh, da kommt keiner mehr.
Alles auf die Trainerkarte gesetzt.
Schaun wir mal ob der hier auch Ohrfeigen verteilt.
Meinst du den Wahi, der fast jedes Spiel für Nizza trifft? 3 Tore in der Liga plus Elfmeter im Pokal.
Bezüglich nicht getätigten Transfers. Bin sehr überrascht.
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