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Junior Dina Ebimbe spielt in dieser Saison leihweise bei Stade Brest. Foto: IMAGO / PsnewZ

Wahi startete gut: Eintracht-Leihspieler um Ebimbe mit Problemen

Über Elye Wahis Debüttreffer bei seiner Rückkehr in die französische Ligue 1 dürften Sportvorstand Markus Krösche und Co. sich gefreut haben. Auch im französischen Pokal gegen den FC Nantes stand der Franzose am Sonntagabend von Anfang bis Ende auf dem Spielfeld. Obwohl der Leihspieler in der regulären Spielzeit noch einen Elfmeter verschoss, so verwandelte er im nachfolgenden Elfmeterschießen und verhalf damit seiner Leihmannschaft OGC Nizza zum Sieg. Die Kurzleihe bis Sommer verfolgt ein klares Ziel: Die SGE will einen Konkurrenzkampf entfachen, der nicht intern ausgetragen wird. Während sich der 23-Jährige an der Côte d’Azur neu beweisen darf, verpflichtete die Eintracht Arnaud Kalimuendo per Leihe. Nun liegt es an den beiden französischen Stürmern, wer sich bis zum Sommer den Kaderplatz neben Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib sichert. Sollte die Eintracht allerdings die Ausstiegsklausel in Höhe von 27 Millionen Euro für Kalimuendo ziehen, müsste wohl ein Abnehmer für Wahi gefunden werden. Weitere Treffer in Frankreich könnten dabei helfen – vielleicht sogar, um seinen gesunkenen Marktwert aufzuwerten. Wahi ist jedoch nicht der einzige verliehene Spieler der SGE: Fünf weitere Akteure sollen derzeit andernorts in Europa ihr Können zeigen. Wie schlagen sich die Eintracht-Leihgaben bisher?

Ebimbe beim Afrika-Cup mit Kurzeinsätzen: Wie läuft es im Verein?

Junior Dina Ebimbe: Kürzlich reiste Ebimbe mit Kameruns Nationalmannschaft zum Afrika-Cup. Dort durfte sich der 25-Jährige in drei kürzeren Auftritten präsentieren, ehe das Turnier nach einem 0:2 gegen Marokko im Viertelfinale für sein Team beendet war. Im Verein läuft es für den Mittelfeldspieler derzeit nicht wirklich gut. Während seiner Leihe zu Stade Brest kommt er bislang lediglich auf elf Kurzeinsätze. In insgesamt 346 Spielminuten stand er nur viermal in der Startelf. Immerhin gelang ihm in dieser Zeit ein Treffer gegen den FC Lorient. Dennoch ist fraglich, ob Stade Brest die Kaufoption in Höhe von rund sieben Millionen Euro ziehen wird. Cheftrainer Eric Roy scheint Ebimbe aktuell nicht als Stammspieler einzuplanen. Wie die weitere Zukunft des in Frankreich geborenen Spielers nach seiner im Sommer endenden Leihe aussieht, ist fraglich. Bei der Eintracht dürfte er es schwer haben. In 85 Pflichtspielen für die SGE zeigte er sein volles Potenzial zu selten.

Nkounkou mit nur acht Einsätzen bei Turin

Niels Nkounkou: Die Situation des französischen Außenverteidigers ähnelt der Ebimbes. Beim FC Turin stand Nkounkou bislang nur siebenmal in der Serie A auf dem Platz und absolvierte lediglich 18 Prozent aller möglichen Spielminuten. Zudem spielte er beim 1:0-Pokalerfolg gegen Pisa über die volle Länge. Verschiedene italienische Medien loben zwar seine Arbeit während Pressing-Situationen, kritisieren jedoch sein fehleranfälliges Defensivspiel. Auch offensiv blieb der 25-Jährige bislang unauffällig, lediglich eine Vorlage steht zu Buche. Entsprechend wurden zuletzt Gerüchte lauter, wonach die Turiner prüfen, wie mit der Leihe weiter verfahren werden soll. Laut „kicker“ wurde eine Leihe vereinbart, die nach einer bestimmten Einsatzzahl zu einer Kaufpflicht wird. Bis zu 5 Millionen Euro würden dann wohl fällig werden. Die genaue Anzahl der benötigten Einsätze ist nicht bekannt. Gut möglich, dass die Kaufpflicht unter den gegebenen Umständen nicht aktiv wird. Auch bei der Eintracht dürften Nkounkous Chancen auf regelmäßige Einsätze nicht grade hoch liegen, sollte er nach der bis Sommer laufenden Leihe zurückkehren. Mit Keita Kosugi steht inzwischen ein vielversprechender Linksverteidiger bereit, der als möglicher Nachfolger von Nathaniel Brown gilt.

Hrvoje Smolčić: Für den kroatischen Innenverteidiger sieht die Lage besser aus. Bei Kocaelispor in der Türkei kam Smolčić bislang auf zwölf Einsätze in der Süper Lig, lediglich eine Partie verpasste der 25-Jährige verletzungsbedingt. Entsprechend ist es durchaus denkbar, dass der türkische Erstligist aus Izmir die im Leihvertrag verankerte Kaufoption im kommenden Sommer zieht. Allerdings kam der Innenverteidiger auch bei seiner vorherigen Leihstation in Linz regelmäßig zum Einsatz, die Kaufoption zogen die Österreicher allerdings nicht. Smolčić besitzt in Frankfurt noch einen Vertrag bis 2027, dass er diesen jedoch bei der SGE erfüllt, gilt als unwahrscheinlich.

Verletzungsprobleme bremsen ungarisches Talent Lisztes

Krisztián Lisztes: Für das ungarische Talent hätte eigentlich alles anders laufen sollen. Anhaltende muskuläre Probleme und Adduktorenverletzungen verhinderten, dass der 20-jährige Offensivspieler in Frankfurt richtig Fuß fassen konnte. Eine Leihe zu seinem Jugendklub Ferencvárosi TC sollte ihm helfen, wieder in Rhythmus zu kommen. Doch auch in Budapest bleiben die gesundheitlichen Probleme hartnäckig. In dieser Saison kam Lisztes bislang nur zu einem Kurzeinsatz in der Liga und einem weiteren im Pokal. Aktuell steht er wieder auf dem Trainingsplatz, ob es noch zu einer sportlichen Kehrtwende kommt, bleibt abzuwarten. Im Sommer 2024 wechselte der ungarische U21-Nationalspieler für sechs Millionen Euro zur Eintracht – allein deshalb dürfte seine Entwicklung in der Geschäftsstelle der SGE besonders genau beobachtet werden.

Simon Simoni: Julian Krahl genießt beim 1. FC Kaiserslautern das volle Vertrauen als Stammtorhüter. Trotzdem galt Simoni in dieser Saison als Pokaltorhüter am Betzenberg. In den drei DFB-Pokal-Spielen der Saison stand der 21-Jährige zweimal über die volle Länge zwischen den Pfosten. Folglich machte die Frankfurter Leihgabe aber auch nur eine Partie in der zweiten Bundesliga – beim 1:1 in Düsseldorf. Auch perspektivisch dürfte es für den Albaner bei der Eintracht schwer werden. Mit Kauã Santos und Michael Zetterer verfügt die SGE über zwei etablierte Optionen im Tor. Langfristig könnte zudem Amil Siljevic aus der zweiten Mannschaft als interessanter Kandidat für den Bundesliga-Kader nachrücken.

4 Kommentare

Fallback Avatar 1. Meintracht 13. Januar 26, 08:34 Uhr

Mir bekannte 30 Spieler im eigenen Kader und 6 verliehene Spieler sind schon mindestens 36 Spieler bei der Eintracht. Das ist für mich irgendwie beängstigend.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Der User ist ein Dauersupporter und drückt seine Wertschätzung gegenüber SGE4EVER.de durch einen monatlichen oder jährlichen Betrag aus - der Bembel ist also stets gefüllt - Prost! 2. Fozzi 13. Januar 26, 09:22 Uhr

Das Geschäftsmodell wird ja von verschiedenen großen Vereinen betrieben. Manch englischer Verein soll >50 Spieler im Fuhrpark haben. Moderne Zeiten. Ich denke Beispiele wie Kamada, Ramaj oder Matanovic zeigen, dass wir damit gut fahren. Auch wenn ich zugeben muss, dass mich das auch immer mal wieder irritiert.

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Fallback Avatar 3. drobbe 13. Januar 26, 09:27 Uhr Zitat - Meintracht Mir bekannte 30 Spieler im eigenen Kader und 6 verliehene Spieler sind schon mindestens 36 Spieler bei der Eintracht. Das ist für mich irgendwie beängstigend. Path

Ja. Auch wenn mich Gerüchte um Zugänge immer kitzeln, ist die Abgangsseite wichtiger.

Der einzig sichere Abgang ist glaube ich Dahoud. Und der könnte für ein schmaleres Gehalt von mir aus bleiben.

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Avatar 4. Hooliganverachter 13. Januar 26, 09:43 Uhr

Haben wir uns nicht immer ein bisserl schelmisch gefreut, wenn unsere "Durchstarter" für viele Millionen von uns zu anderen Clubs gewechselt sind und dort in der Regel zum Underperformer avanciert sind?

Von daher schraube ich meine Erwartungen nicht zu hoch, wenn unsere "Graupen" bei anderen Clubs aufblühen sollen.

Wenn´s die Guten schon nicht können ...

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