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Mit einer kämpferischen Leistung und einer starken Altenburg entführte die SGE drei Punkte aus Wolfsburg. Foto: IMAGO / regios24

Unterzahl im Top-Duell: Eintracht-Frauen erkämpfen Dreier in Wolfsburg

Die Eintracht-Frauen setzten im Top-Duell der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg ein Zeichen und gewannen das Auswärtsspiel in der Volkswagen Arena mit 3:2. Vor rund 4.350 Zuschauern entwickelte sich von der ersten Minute an eine furiose Partie zwischen den Tabellenzweiten und -dritten der letzten Saison. Beide Teams zeigten sich mit weitgehend offenem Visier. Vor allem Torhüterin Lina Altenburg avancierte zum Garanten für die aus der Autostadt entführten drei Punkte, durch die die Hessinnen wieder zur Spitzengruppe der Liga aufschließen.

Nach einer durchwachsenen Leistung der Mädels von Niko Arnautis gegen den 1. FC Köln (1:1) am vergangenen Mittwoch, wechselte der Cheftrainer seine Startelf auf vier Position. In der Verteidigung rotierten Noemi Ivelj und Nadine Riesen für Amanda Ilestedt und Pia-Sophie Wolter rein. Im Mittelfeld wechselte der 45-Jährige von Ereleta Memeti zu Lisanne Gräwe. In vorderster Front sollte Sommerneuzugang Hayley Raso statt Ex-Wolfsburgerin Rebecka Blomqvist wirbeln.

SGE in Unterzahl mit Pausenführung

Die Partie begann denkbar schlecht für die SGE, denn bereits in der siebten Minute gingen die Gastgeberinnen durch ein Lupfertor von Kessya Bussy in Führung. Die Französin entwischte der aufgerückten Eintracht-Abwehr und lief allein auf Altenburg zu. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit aussichtsreichen Gelegenheiten auf beiden Seiten. In der 26. Minute war es dann soweit: Nina Lührßen trat einen Freistoß hinter die VfL-Spielerinnen, wo Nicole Anyomi nur noch den Fuß hinhalten musste. Postwendend legten die Adlerinnen nach und drehten das Spiel, nachdem Raso den Ball von außen in die Mitte spielte. Ex-Frankfurterin Stina Johannes im Wölfe-Tor, irritiert von der einlaufenden Anyomi, konnte mit dem Fuß nur vor die freistehende Freigang klären. Die traf zu ihrem erst zweiten Saisontor.

In der 37. Minute klärte Lührßen nach einem Freistoß der Hausherrinnen auf der Linie. Allerdings mit dem Arm. Die Unparteiische Riem Hussein zeigte folgerichtig die Rote Karte und zum Strafstoß auf den Punkt! Janina Minge schnappte sich das Spielgerät, doch ihren zu unplatziert geschossenen Schuss konnte Altenburg sensationell parieren. So ging es mit einer Frankfurter 2:1-Führung in die Kabinen.

Altenburg rettete die drei Punkte

Im zweiten Abschnitt konzentrierten sich die zehn Frankfurterinnen dann vorrangig auf die Verteidigung und setzten nur noch vereinzelt Konter. Vor allem die Wolfsburg-Kapitänin Alexandra Popp scheiterte immer wieder an Altenburg oder ihrem Glück. Auch die eingewechselte Stürmerin Lineth Beerensteyn konnte den Ausgleich nicht besorgen und so klingelte es nochmal auf der anderen Seite: Einen Abstimmungsfehler in der VfL-Hintermannschaft nutzte Blomqvist gegen ihren Ex-Klub und schob zum 1:3 ein. In der 89. Minute konnte Popp dann doch noch zum Anschluss netzen, für mehr reichte es aber nicht mehr. Es blieb beim 3:2-Sieg des Arnautis-Teams.

Durch großen Kampf, eine starke Altenburg im Kasten und einer schlechten Chancenverwertung der Niedersächsinnen entführten zehn Eintracht-Spielerinnen drei Punkte aus Wolfsburg. Für den Moment stehen sie somit auf dem dritten Platz in der Tabelle. Allerdings könnten rechnerisch Leverkusen, Hoffenheim und Bremen bis zum Ende des zehnten Spieltags noch vorbeiziehen. Für die SGE wird es am Mittwoch mit dem Hinspiel gegen die PSV Eindhoven im Europa Cup weitergehen, bevor das Duell mit der direkten Konkurrenz aus Sinsheim im Pokal ansteht.

7 Kommentare

Fallback Avatar 1. PeKa 08. November 25, 20:36 Uhr

Sauber gemacht, Mädels. Warum nicht immer so?

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Avatar 2. SGE-SCOPE 09. November 25, 00:19 Uhr

Der Spielverlauf macht das Ganze heute besonders. Nicht ein 3-Tore-Vorsprung wurde spannend gemacht, sondern ein früher Rückstand in einen Sieg gewandelt. Mit Lürßen fehlte dann noch die starke Standardschützin in der 2. Hälfte. Ich finde die rasante Entwicklung von Lina Altenburg beeindruckend.

Gruß SCOPE

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Fallback Avatar 3. sge85 09. November 25, 00:46 Uhr

Nach den ersten 10 Minuten hatte ich, wie wahrscheinlich viele, kein besonders gutes Gefühl, aber vom Einsatz und der defensiven Organisation her war das heute die stärkste Leistung der Saison. Ich hätte nicht gedacht, dass Arnautis nach über vier Jahren tatsächlich eine Veränderung bezüglich des Systems vornimmt, aber die Umstellung auf die Doppel Sechs war heute ein ganz wichtiger Schachzug. Neben Lina Altenburg sollten heute auch Jella Veit und Naomi Ivelj viel Selbstvertrauen mitnehmen, auch diese beiden, zusammen gerade mal 40 Jahre alten Spielerinnen lieferten heute, mit Ausnahme des ersten Gegentores, eine starke Vorstellung ab. Jetzt wäre es schön, wenn die Mannschaft diese Einstellung in den kommenden Wochen auch gegen weniger attraktive Gegner an einem Mittwochabend zeigt :-)

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Fallback Avatar 4. grashuepfer12 09. November 25, 07:50 Uhr

Geht doch! Altenburg herausragend, Freigang findet zu alter Stärke. Anyomi ohnehin unersetzlich. So kann es weitergehen.

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Fallback Avatar 5. sge66 09. November 25, 08:51 Uhr Zitat - sge85 Nach den ersten 10 Minuten hatte ich, wie wahrscheinlich viele, kein besonders gutes Gefühl, aber vom Einsatz und der defensiven Organisation her war das heute die stärkste Leistung der Saison. Ich hätte nicht gedacht, dass Arnautis nach über vier Jahren tatsächlich eine Veränderung bezüglich des Systems vornimmt, aber die Umstellung auf die Doppel Sechs war heute ein ganz wichtiger Schachzug. Neben Lina Altenburg sollten heute auch Jella Veit und Naomi Ivelj viel Selbstvertrauen mitnehmen, auch diese beiden, zusammen gerade mal 40 Jahre alten Spielerinnen lieferten heute, mit Ausnahme des ersten Gegentores, eine starke Vorstellung ab. Jetzt wäre es schön, wenn die Mannschaft diese Einstellung in den kommenden Wochen auch gegen weniger attraktive Gegner an einem Mittwochabend zeigt :-) Path

Genauer gesagt 39. Noemi ist am 1.11. erst 19 geworden. Ich hätte sie gegen Köln, nach dem Ausfall von Amanda statt Lürssen in die IV genommen.

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Avatar 6. Hooliganverachter 09. November 25, 09:50 Uhr

War insgesamt kein schönes Wochenende für Leute, die in Wolfsburg mit Fußball zu tun haben. 😊

Machen wir es besser. Der Anfang ist gemacht.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 7. Boris 09. November 25, 14:36 Uhr Zitat - sge85 Nach den ersten 10 Minuten hatte ich, wie wahrscheinlich viele, kein besonders gutes Gefühl, aber vom Einsatz und der defensiven Organisation her war das heute die stärkste Leistung der Saison. Ich hätte nicht gedacht, dass Arnautis nach über vier Jahren tatsächlich eine Veränderung bezüglich des Systems vornimmt, aber die Umstellung auf die Doppel Sechs war heute ein ganz wichtiger Schachzug. Neben Lina Altenburg sollten heute auch Jella Veit und Naomi Ivelj viel Selbstvertrauen mitnehmen, auch diese beiden, zusammen gerade mal 40 Jahre alten Spielerinnen lieferten heute, mit Ausnahme des ersten Gegentores, eine starke Vorstellung ab. Jetzt wäre es schön, wenn die Mannschaft diese Einstellung in den kommenden Wochen auch gegen weniger attraktive Gegner an einem Mittwochabend zeigt :-) Path

Ouh Danke für den Hinweis, ich hatte gar nicht auf dem Schirm, eie blutjung die beiden sind. Altenburg ist ja auch erst 20. Da wächst eine tolle neue Generation heran und einige der besten der "alten" sind ja noch dabei, alle außer Ileseltedt sind ja erst max. 27 Jahre alt. Das war eine tolle Antwort auf die Kritik der letzten Wochen.

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