Der 3:1-Erfolg gegen Holstein Kiel konnte als Pflichtsieg beschrieben werden, der nach den drei Unentschieden und den Patzern der Konkurrenz zur rechten Zeit kam. Den Erfolg eingetütet hat die insgesamt jüngste Startelf der bisherigen Bundesliga-Saison mit einem durchschnittlichen Alter von unter 24 Jahren. Die junge Truppe wusste ihren Trainer Dino Toppmöller zu überzeugen: „Wir haben heute eine sehr junge Mannschaft auf dem Platz gehabt. Dafür hat sie es sehr souverän, ordentlich und auch erwachsen gespielt.“
Gleich zwei der jungen Spieler sorgten für den Führungstreffer in der 18. Minute, als Nene Brown das Tor von Hugo Larsson vorbereitete. Nachdem die SGE in Person von Tuta das 2:o nachlegte, scheiterte Hugo Ekitiké kurz vor dem Pausenpfiff vom Elfmeterpunkt am Kieler Schlussmann Thomas Däne. „Wir hätten uns das Spiel ein bisschen einfacher gestalten können. Wenn du mit einem 3:0 in die Halbzeit gehst, hast du nochmal ein anderes Gefühl“, erklärt Toppmöller. „Kiel ist eine Mannschaft die nie aufsteckt. Das Gegentor war dann dämlich und ärgert mich“, beschreibt der SGE-Trainer den Gegentreffer, der jedoch ohne große Wirkung blieb.
„War mir sicher, dass er ihn reinschießt“
Das 3:0 besorgte ein weiterer junger Spieler, nämlich der 20-jährige Can Uzun. Ein Pass im Kieler Aufbauspiel fing er mit einer cleveren Körpertäuschung ab und blieb vor dem Tor eiskalt. „Wir wussten, dass Kiel gerne über die Sechser spielt und sie ein gewisses Risiko eingehen. Can Uzun hat den Ball super abgefangen und dann war ich mir relativ sicher, dass er ihn auch reinschießt“, lobt ihn Toppmöller. In Gladbach blieb Uzun noch auf der Bank, wusste dort nach Einwechslung aber zu überzeugen.
Gegen Kiel startete er gemeinsam mit Mario Götze hinter Ekitiké. „Wir haben uns dazu entschieden, weil Elye Wahi und Mishy Batshuayi über Trainingseinheiten erstmal an die Mannschaft rangeführt werden sollen. Letzte Woche wollten wir unbedingt mit zwei Spitzen starten“. Gegen Kiel hielt Toppmöller die Variante mit nur einer Spitze für die Richtige: „Es hat sich angeboten mit zwei Spielern in den Halbräumen zu spielen und dass Larsson in der Offensive von der Sechs auf die Zehnerposition schiebt. Can Uzun hat in seinen letzten Einsätzen stark agiert und eine ordentliche Trainingswoche hinter sich. Das wollten wir belohnen.“
Blick auf Højlund und die Bayern
Kurz nach Beginn des Wiederanpfiffes musste die SGE das erste mal wechseln, als Oscar Højlund verletzungsbedingt den Platz verlassen musste. Ob oder wie lange er ausfällt, konnte Toppmöller nach dem Spiel noch nicht sagen: „In der ersten Halbzeit hat er die Probleme bereits signalisiert. Wir haben ihn in der Halbzeit gecheckt und dann hieß es, dass er weiterspielen kann. Leider musste er dann doch relativ schnell ausgewechselt werden. Grundsätzlich besteht die Hoffnung, dass keine schwerwiegende Verletzung vorliegt.“
Für die Eintracht geht es am Sonntag beim FC Bayern weiter, die gegen Leverkusen ungewohnt harmlos agierten. „Voller Fokus auf die Bayern. Wir werden uns hinsetzen und einen bestmöglichen Matchplan ausarbeiten. Wir wissen, dass wir eine absolute Topleistung brauchen, aber wir haben in der Hinrunde gezeigt, dass wir Waffen haben, um ihnen wehzutun.“






Ein Kommentar
Heki
Hatte gestern einen enormen Aktionsradius, hatte etwas Pech Im Abschluss, seine Leistung fand ich trotzdem sehr ansprechend. Aber:
Vielleicht finden wir einen etwas besseren Elfmeterschützen. Auch der Elfmeter in Hoffenheim war schon mittelmäßig geschossen und wenn der TW in die andere Ecke springt, hält er ihn. So ungenau kann man nur Schießen, wenn man wirklich den Torwart verlädt und bis zum letzten Augenblick wartet. Das war weder in Hoffenheim der Fall noch jetzt gegen Kiel. Wenn der Torwart die richtige Ecke riecht, hält er sowohl den in Hoffenheim als auch, wie geschehen, den gegen Kiel.
Ich kann mir vorstellen, dass Uzun sehr gut Elfmeter schießen kann, der hat einen sehr sehr guten Abschluss. Larsson ? Müsste man im Trainerteam aber thematisieren, in engen Spielen sind verwandelte Elfmeter - klar - wichtig.
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