Schwegler äußert sich zu Vorwürfen: Wie bereits berichtet, soll es vor dem Abgang von Pirmin Schwegler hinter den Kulissen wohl so einige Unstimmigkeiten gegeben haben. Der ehemalige Eintracht-Kapitän war bis Dezember Direktor Profifußball in Frankfurt, wechselte dann aber zum VfL Wolfsburg, und wurde dort zum Sportdirektor ernannt. Laut eines Medienberichts sei „die Tür bei Eintracht Frankfurt“ für Schwegler „für immer zu“. Nach dem Wechsel des Managers interessierte sich plötzlich auch der Klub aus der Autostadt für den damaligen Eintracht-Wunschstürmer Younes Ebnoutalib. Angeblich boten die Niedersachsen sogar eine höhere Ablösesumme, als es die SGE tat. Der Vorwurf: Schwegler habe sein Wissen über die Transferstrategie seines ehemaligen Arbeitgebers beim neuen Arbeitgeber genutzt. Bekanntlich brachte das Werben der Wolfsburger nichts, denn Ebnoutalib kickt mittlerweile im Adlerdress. Nun äußerte sich der Schweizer beim Streaminganbieter „Dazn“ zu den Vorwürfen: „Ich hoffe nicht, dass das Band zerschnitten ist. Das würde mich auch sehr überraschen. Da wurde von außen viel hineininterpretiert.“ Des Weiteren teilte Schwegler mit, die Angelegenheit mit den Frankfurter Verantwortlichen persönlich klären zu wollen.
Afrika-Cup-Fahrer zurück: Nachdem Tunesien aus dem Afrika-Cup ausgeschieden war, erhielt Mittelfeldspieler Ellyes Skhiri eine Verschnaufpause. Dadurch verpasste der 30-Jährige das Duell mit Borussia Dortmund. Gegen den VfB Stuttgart wird er am Dienstag wieder im Kader stehen. Jean-Mattéo Bahoya steht Cheftrainer Dino Toppmöller ebenfalls wieder zur Verfügung, nachdem der Franzose kürzlich erkrankt war. Lediglich der Algerier Farès Chaibi bekommt nach dessen Ausscheiden beim Afrika-Cup am Samstag ebenfalls eine Kurzzeitpause. Der Mittelfeldspieler wird wohl gegen Bremen wieder mit von der Partie sein.
Nachspielzeit für alle: Stadiongängern dürfte es am vergangenen Freitag bereits aufgefallen sein. Seit diesem Jahr wird nun auch im Stadion die bereits gespielte Nachspielzeit sekundengenau angezeigt. Beim 3:3 im Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund durften die SGE-Fans erstmals die genaue Spielminute nach den regulären 90 Minuten auf dem Anzeigen-Würfel erblicken. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) folge damit dem Interesse der Zuschauer sowie der Clubs, Spieler und Medienvertreter.
Frauen starten mit Test-Sieg ins neue Jahr: Vor dem Rückrunden-Auftakt in der Frauen-Bundesliga testete die Mannschaft um Cheftrainer Niko Arnautis noch einmal im Trainingslager im südportugiesischen Lagos. Das Spiel am Montagnachmittag gegen den FC Twente ging 4:2 für die Hessinnen aus. Kein schlechtes Ergebnis, immerhin standen mit den Niederländerinnen die amtierenden Meisterinnen der Vrouwen Eredivisie (1. Liga der Niederlande) auf der anderen Seite. Aktuell belegt das Team aus Enschede den zweiten Platz und ist ebenfalls in der Women’s Champions League vertreten. Am 25. Januar 2026 wartet für die Frankfurterinnen der Auftakt ins neue Jahr, wenn das Team dann gegen die Vierten der Tabelle aus Hoffenheim ran muss.
In eigener Sache: Bye, bye SGE4EVER.de heißt es für Marcel Storch. Der stellvertretende Chefredakteur hat das Online-Magazin zum 31. Dezember verlassen und verabschiedet sich auf diesem Weg:
„Liebe Leserinnen und Leser,
Mit einem SGE kompakt fing damals alles an – und hört es nun nach mehr als 8 Jahren auf. Als mich Chefredakteur Florian Bauer damals im August 2017 fragte, ob ich mir vorstellen könne Teil des Teams von SGE4EVER.de zu werden, musste ich nicht lange überlegen. Schließlich verfolgte ich die Seite schon seit meiner Zeit als Teenager. Es folgten hunderte Beiträge, berauschende Stadionnächte mit dem Höhepunkt des Europa-League-Siegs in Sevilla, den ich als Reporter für SGE4EVER.de hautnah erleben durfte. Dazu viele tolle Teamtreffen, ein Seiten-Relaunch inklusive Beseitigung des Error 500, ein Auftritt im hr Heimspiel! oder Interviews mit Markus Krösche, Timmy Chandler oder Paxten Aaronson. Es verging kaum ein Tag, an dem SGE4EVER.de nicht irgendwie präsent war. Seit 2022 durfte ich als stellvertretender Chefredakteur an der Seite von Florian Bauer und Gründer André Eichhorn wirken – in einem engagierten Team mit viel Herzblut, das immer wieder talentierte Journalisten hervorgebracht hat. Für das Vertrauen ein dickes Danke! Nun ist nach mehr als 3000 Tagen Schluss. Ich bin Papa geworden, weitere private Veränderungen haben die Prioritäten verschoben. Ab sofort blicke ich als interessierter Leser von der Seitenlinie zu – genau wie ihr, liebe Leserinnen und Leser. Bleibt der Seite gewogen und, liebe Kollegen, macht als Team weiter so.
Euer Marcel“






12 Kommentare
Also ich glaube dem Pirmin. Er hat sich in seiner gesamten Zeit bei der SGE doch sehr integer verhalten, soweit man das von außen beurteilen kann.
Danke Marcel für deine tolle Arbeit!
Vielen herzlichen Dank, Marcel.
Du hast für uns viel investiert und einen sehr guten Job gemacht. Dir und Deiner Familie alles Gute auf Eurem weiteren Lebensweg. Der Adler wird uns alle weiterhin gemeinsam verbinden.
Schwegler muss von dem Deal gewußt haben, wieso hat dann Wolfsburg 1 bis 2 Millionen mehr geboten? Ist schon sehr eigenartig. Genau wie damals der Koulierakis - wurde doch auch im letzten Moment von Wolfsburg weggeschnappt, weil die mehr Geld geboten haben.
Das ist alles ein ziemlich schmutziges Geschäft. Menschenhandel.
Marcel, herzlichen Dank und viel Freude mit dem Nachwuchs
Eintracht hätte Schwegler halten können, wenn ernsthaftes Interesse bestanden hätte. Der Manager Schwegler hat, gegensätzlich zum Spieler Schwegler, keine Lücke hinterlassen. Für Eintracht keine grosse Sache und kein Verlust, medienmäßig wird halt etwas rumgeklimmpert. Ein wenig Lärm für nichts.
Mal ganz ehrlich. Ich finde hier wird viel Wind um nichts gemacht. Und ich sehe es auch nicht als all zu verwerflich, wenn Pirmin einen Spieler abwerben möchte, den sein Ex Klub, in dem Fall die Eintracht, diesen Spieler auf dem Zettel hatte. Den wenn wir ehrlich sind, haben auch wir plötzlich den französischen Markt für uns entdeckt, als Markus zu uns kam. Und bekanntlich hatte er viele Deals zu seiner RB Zeit aus Frankreich abgewickelt. Was ich damit nicht sagen will ist, das Markus Spieler dem RB abgeluckst hat, jedoch sicherlich, das er sein in Leipzig aufgebautes Französisches Netztwerk zu Gunsten der Eintracht nutzt.
Und vielen Dank und alles gute, Marcel Storch.
Wenn ein leitender Mitarbeiter die Firma verlässt, gibt es eigentlich eine Verschwiegenheitsklausel. Die Eintracht ist nicht so blöde und lässt Schwegler mit seinem Eintrachtinternos einfach so gehen. Pirmin ist da in einen schon laufenden Prozess hineingerutscht und unterstelle ihm keine Hinterhältigkeit.
Ich bin auch der festen Überzeugung, dass gerade so ein Verein wie die Eintracht mit ihren wahnsinnigen Erfolgen in letzter Zeit, in Golfstadt ein schwarzes Tuch ist. Demonstrieren wir doch, dass deren Management große Flaschen sind, und unfähig sind, mit der vielen Kohle ein gutes Team zu formen. Klar, dass die uns nur das Schlechteste wünschen.
Am Ende wird da Pirmin nicht glücklich werden, aber für mich bleibt er ein anständiger Mensch und ich will ihm da nichts unterstellen.
Mir stellt sich die Frage warum das Schwegler nur in einem Vier-Augen-Gespräch mit MK klären will.
Wäre doch aufgrund der vielen hingehaltenen Mikrofone ein guter Moment gewesen zu erklären was war und was nicht war. Dann hätte er sich den avisierten Anruf an MK sparen können.
Nicht dass ich neugierig wäre; es interessiert mich halt nur.
Ich bin wohl nicht der einzige, der ein bisserl unterhalten werden will. (Hallo HSV / Kuntz, was geht?) :-)
Off Topic: Alonso -Jetzt!
Also ganz im Ernst, ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, welche internen Infos Schwegler über die "Transferstrategie" der Eintracht genutzt haben sollte.
Younes ist doch kein unbekanntes Talent, dass irgendein Scout der Eintracht entdeckt hat.
Die Wolfsburger dürften unabhängig von Schwegler dem Topscorer der zweiten Liga gekannt haben und der Sportchef von Elversberg hat öffentlich ein Preisschild von 10 Mio. aufgerufen.
Damit waren doch alle relevanten Infos öffentlich bekannt und jeder Beobachter wusste doch, dass Krösche irgendwas im Bereich von 7-9 Mio. bieten würde.
Und auch Elversberg ist ja nicht dumm. Die wissen auch, dass viele Interessenten den Preis nach oben treiben, also werden die schon von sich aus Infos stecken ("Wir haben schon ein Angebot über 8 Mio., da müsst ihr schon mehr bieten ...)
Also ich kann mir wirklich keine einzelne interne Info vorstellen, die Schwegler hier irgendeinen Vorteil gebracht hätte.
Naja, ich denke Schwegler wusste das Markus 7-9 Mio's anbieten wird... Und da hat er mal schnell die gewünschten 10 Mio. angesagt ! Ein G'schmäckle bleibt da schon. Daher für mich völlig d'accord : Tür zu !
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